Frage von 123hase456, 60

Wie helfen antidepressiva?

Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, wie Tabletten unsere Gefühle beeinflussen können. Weiß jemand vielleicht wie die antidepressiva wirken? Ich danke schonmal im voraus für die Antworten🙂

Antwort
von DinoMath, 16

Wenn man Alkohol trinkt ist man erstmal glücklicher, danach trauriger, weil der Alkohol einen chemisch beeinflusst. (Gibt noch mehr Effekte dabei, die das verschleiern können, aber das kommt auch dazu)

Gefühle und Gedanken sind chemische Vorgänge vor allem im Gehirn, evtl auch wo anders, seis Hormone, seis Botenstoffe, seis Hirnwellen... alles Sachen auf die man ein klein bisschen Einfluss nehmen kann mittels gewisser Stoffe.
Ist nicht ganz so leicht, aber mehr oder weniger funktionierts halt so.

Vergleich mal damit zu versuchen Billiard zu spielen indem man jemanden die Augen verbindet und du sagst ihm jetzt was er tun soll um zu gewinnen.
Er hat zwar mit dir ne bessere Chance zu gewinnen, aber weit davon entfernt, dass du richtig kontollieren kannst was da passiert.

Antwort
von samm1917, 18

Unsere Gefühle sind komplexe chemische Reaktionen im Gehrin. Bei Depressionen oder allgemein psychischen Krankheiten ist das chemische Gleichgewicht der Botenstoffe gestört. Botentoffe, auch Hormone oder Neurotransmitter genannt, sind für die chemische Signalübertragung im Gehrin verantwortlich, damit eine Gehrinzelle mit der Anderen kommunizieren kann. Nur durch diese komplexe Kommunikation enstehen Gefühle.

Für Depressionen z.B. wird ein Mangel des Botenstoffs Serotonin verantwortlich gemacht. Es können auch weitere Botenstoffe wie z.B. Noradrenalin und ferner Dopamin, Glutamat und/oder Melatonin betroffen sein. Serotonin ist ein Glückshormon. Durch den Mangel von Serotonin können die Gehirnzellen nicht mehr richtig miteinander kommunizieren, das Glücksgefühl wird also nicht weitergeleitet.

Die Folge davon sind z.B. Depression, also Antriebslosigkeit, Freudlosigkeit, Stimmungseinengung usw. usf.

Antidepressiva versuchen dieses hormonelle Ungleichgewicht wieder herzustellen. Dazu hemmen sie die Wiederaufnahme von z.B. Serotonin. Sie erreichen somit, dass der Botenstoff Serotonin länger im synapsischen Spalt (dem Bereich wo die eine Gehrinzelle mit der Anderen kommuniziert) vorhanden ist. Durch das längere Vorhandensein sollen die Gefühle wieder normal werden bzw. die chemische Kommunikation zwischen den Gehrinzellen wieder funktionieren.

Am besten schaust du dir dieses Video an:

Kommentar von Midlife16 ,

Schöne Erklärung...leider mittlerweile längst widerlegt.Es wurde niemals bewiesen, dass Serotoninmangel eine Depression auslöst.Ist zwar eine beliebte Erklärung für die Patienten, jedoch in Fachkreisen wird das niemand mehr ernsthaft behaupten!Fakt ist, dass AD bei leixchten und mittleren Depressionen nicht besser wirkt als Placebo!

Kommentar von samm1917 ,

Fakt ist auch, dass AD's bei schweren Depressionen bedeutend besser wirken als Placebos. Ich rate jeder und jedem davon ab bei leichten Depressionen Antidepressiva zu nehmen. Bei schweren Depressionen hingegen halte ich den Versuch hingegen als absolut gerechtfertigt.

Die Serotoninhypotese wurde bis Dato nicht wiederlegt. Wie es formuliert habe ist bewusst vereinfacht.

Kommentar von Midlife16 ,

Die Serotoninlüge ist seit Jahren entlavrt und widerlegt!Kein Experte (ausser Prof. Hegerl(und das auch nur vor Patienten)) redet noch über diese Theorie.

Man könnte natürlich fragen, warum aollte etwas widerlegt werden, bevor es bewiesen wurde??

Der Serotoninmangel ist ein Mythos der von der Pharmaindustrie in den 60 er Jahren in die Welt gesetzt wurde.

https://www.welt.de/gesundheit/psychologie/article146588050/Das-Versagen-der-Pil...

Bedeutend besser?...naja...ok, es gab eine bessere Wirksamkeit bei schweren Depressionen, das ist richtig, allerdings sind diese schweren Formen eher selten... Aber dennoch sollte bei dieser Form eine AD-Therapie versucht werden.

Kommentar von Midlife16 ,
Kommentar von samm1917 ,

Wie du selbst deinem Artikel entnehmen kannst wurde die Serotoninhyptothese nicht belegt und auch nicht wiederlegt. Sicher ist es (auch von mir) vereinfacht formuliert. Doch die Wirkung von AD's bei schweren (und ich wiederhole: schweren) Depressionen ist unbestritten.

Antwort
von Arina555, 20

es verändert die Persönlichkeit eines Menschen und unterdrückt Emotionen und Gefühle. Man wird träge müde oft auch lustlos. Antidepressiva machen abhängig und verschlechtern auch die Konzentration.

Viele Menschen bekommen immer zu schnell von den Ärzten Antidepressiva verschrieben, was auch nicht hilfreich ist.

Oft sind die dann die Opfer also nur die Versuchskaninchen für die Pharmaindustrie.

Kommentar von Midlife16 ,

Bevor jetzt alle auf Dich eindreschen...Du hast absolut recht!Die Dinger sind gefährlich und werden zu schnell und unkritisch verordnet!Und ja, sie machen abhängig...ja, sie verändern die Persönlochkeit...ja, sie verschlechtern die Knzentration!

Antwort
von LotteMotte50, 6

Im Allgemeinen sollen sie den Patienten beruhigen und das sie müde machen 

Antwort
von Erda44, 17

Du wirst müde lustlos kein lachen, keine Wahrnehmung

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