Frage von miawallacee, 68

Wie helfe ich meiner besten Freundin mit einer Essstörung?

Ich kenne sie schon seit meiner Kindheit, und sie war und ist ein Teil von mir. Nur ihre Mutter trichtert ihr immer wieder ein, dass sie zu "fett" sei (sie hat sogar Untergewicht) und wertlos. Sie hat sich immer gegen diese Vorwürfe gewehrt (was dementsprechend auch richtig ist), nur jetzt hat sie mir stolz erzählt das sie nicht mehr am Tag isst außer ein Brötchen, mit einem so krassen Lächeln dabei, dass ich mir angefangen hab Sorgen zu machen.

Ich habe ihr natürlich erstmal klar gemacht, dass das der komplett falsche Weg ist und auch zudem verdammt ungesund ist. Seitdem frage ich sie jeden Tag, ob sie was gegessen hat. Sie antwortet meistens mit "ja", aber ich merke wie sie mich anlügt. Einerseits mache ich mir heftige Sorgen, andererseits denke ich "Was solls? Es ist ihre verdammte Sache." Trotzdem will ich ihr helfen, dafür bin ich nämlich da. Sie ist nur so unglaublich stur und dickköpfig, aber ich will nicht das sie daran kaputt geht.

Ich habe auch schon häufiger miterlebt, wie sie eine Panikattacke bekommt.

Was soll ich noch machen um ihr zu sagen, dass sie schön ist so wie sie ist? Damit sie aufhört? Ich finde langsam keinen Weg mehr. Danke für die Antworten im Vorraus.

Antwort
von Thaliasp, 68

Es ist erschreckend was Eltern mit dummen Äusserungen bei Kindern anrichten können. Eventuell wäre es für deine Freundin sogar besser sie würde ausziehen bevor sie ganz kaputt geht. Vielleicht würde sie sich wohler fühlen im betreuten Wohnen, weg von dem schlechten Einfluss der Mutter. Es ist toll von dir dass du der Freundin so helfen willst. Sage ihr wenn sie so weiter macht nehmen ihre Organe Schaden. Es fehlt an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen
etc. Pass aber auf dich auf dass dich alles nicht viel zu viel belastet. Ich wünsche dir viel Kraft und alles Gute. Ich hoffe es kommt
alles noch gut.

Antwort
von murmelemrum, 56

Es ist unglaublich nett von dir, dass du ihr helfen willst. Pass nur auf, dass eure Freundschaft dabei nicht zerbricht.

Als Freundin kannst du immer für sie da sein und sie aufmuntern und ermutigen. Doch wirklich helfen kannst du ihr erst, wenn sie eingesehen hat, dass sie eine Essstörung hat und dass sie etwas ändern muss. Vorher ist es eigentlich so gut wie unmöglich. Du müsstest sie nämlich mehr und weniger zum essen zwingen und 1. kannst du das nicht und 2. würde eure Freundschaft so zerbrechen.

Wenn sie es eingesehen hat und es ändern will und sich entschlossen hat, nach einem festen Plan zu essen, kannst du ihr dabei helfen, indem auch du mit ihr zusammen isst (auch mal Schokolade, Pizza usw. sitzt also nicht daneben und iss einen Salat, wenn sie eine Portion Nudeln essen soll, sowas macht Magersüchtige fertig, da sie es doch sind, die alle anderen im essen unterbieten), spreche ihr Mut zu, sei verständnisvoll für manches dir unergründliche Drama ums essen und lenke sie nach dem Essen etwas ab.

Der erste Schritt, denn du bewerkstelligen musst, ist also, sie davon zu überzeugen, dass sie eine Essstörung hat und etwas ändern muss. Und eben dieser Schritt ist so unglaublich schwer. Manche brauchen dafür Jahre. 

Viel Glück

Kommentar von miawallacee ,

Danke dir! Morgen ist ihr Geburtstag, und ich habe uns spontan Brownies gebacken, die sie auch gerne hat. Ich weiß wie schwer es ihr fällt, sie meinte nämlich letztens, dass sie garnicht mal ihren Finger in den Rachen stecken muss um erbrechen zu können (obwohl sie das nicht tut, das würde ich mitbekommen). Das macht mich unendlich traurig..

Antwort
von jeckiiie, 14

Aus Erfahrung weiß ich, dass sich jemand mit Magersucht von Freunden, Familie etc. nichts sagen lässt, wenn es ums Essen geht. Ich würde dir raten mit ihrer Mutter zu sprechen und einen Arzt oder Psychologen aufzusuchen, dann DAS ist sicherlich nicht der richtige Weg um abzunehmen.  

Antwort
von meripag, 52

Das ist sehr lieb von dir, dass du dir da solche gedanken machst. Aber das problem ist, du kannst Leuten, denen das ständig eingetrichtert wird schwer ausreden. da ist schon professionelle hilfe von psychotherapeuten und ärzten erforderlich...

lg, und alles Gute!

Antwort
von Wonnepoppen, 58

Wie alt seid ihr?

wie viel wiegt sie?

Kommentar von miawallacee ,

Fast 17.

Bei 1,65m 50kg.

Kommentar von Wonnepoppen ,

Gewicht u. Größe bitte noch!

Kommentar von Wonnepoppen ,

Ist schon wenig, aber magersüchtig würde ich noch nicht sagen. 

allerdings sollte sie sich von dem, was ihre Mutter sagt nicht mehr beeinflussen lassen. 

Das ist unverantwortlich von der. 

Sag ihr, sie riskiert ihre Gesundheit, wenn sie so weiter macht. 

Wenn sie deinen guten Rat nicht annimmt, aus Sturheit u. Dickköpfigkeit, kannst du leider nicht viel dagegen machen!

Kommentar von miawallacee ,

Ich meinte ja auch nicht, dass sie Anorexie hat, nur das es halt der Anfang einer sein kann. Magersucht beginnt leider im Kopf.

Kommentar von Wonnepoppen ,

Ja, es kann der Anfang sein, darum darf sie ja auch nicht so weiter machen!Jede Sucht spielt sich vor allem auch im Kopf ab!

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