Frage von suddengirly, 62

Wie helfe ich meinem Ex bei seinen Drogen?

Also mein Ex und ich sind seit 3 Monaten ungefährt getrennt. Drogen waren genau der Grund wieso es nicht geklappt hat. Also eigentlich hat es mit ein wenig Gras angefangen, wurde eben immer mehr und mehr. Einmal die Woche war ein Muss. Gegen Ende des Schuljahres war ihm Schule dann völlig egal und er hat geschwänzt. Dadurch hat er schlechte Noten bekommen und wäre fast geflogen. Ein Monat lang hat er mit der Unsicherheit gelebt, ob er nun bleiben darf oder nicht, da er eben schon mal wiederholen musste und in dieser Zeit wurde sein Konsum extrem. Wenn es ihm schlecht ging, auch wegen Problemen zu Hause, musste ein Joint her. Mir war klar, dass er ohne nicht mehr konnte, aber er hat immer gesagt, das er es unter Kontrolle hat und einfach Bock hat, es aber jeder Zeit lassen könnte. Er hat seine Freunde und das kiffen immer vorgezogen, also wurden die Streits immer schlimmer. Er wollte auch immer, dass ich es mit mache und ein paar Mal hab ich es ausprobiert, aber da er dann das Gefühle hatte, dass ich immer drauf Bock hätte, hat es alles nur noch schlimmer gemacht. Er hat versucht aus mir jemanden zu machen, der ich nicht bin. So eine die eben mit ihm kifft und auf alles scheißt. Okay, dann irgendwann hat er Schluss gemacht, da ich ihm eben zu viel "verbiete".

Seit 4 Wochen hat das neue Schuljahr begonnen und er kommt entweder gar nicht oder bekifft. Es ist auch nicht mehr nur bei Gras geblieben sondern er ist zu anderen Drogen übergegangen. Gras, in großen Mengen, ist jetzt sogesehen Alltag. Er hat halt auch zu Hause Probleme und denkt eben, dass es genau jetzt passend ist, Drogen zu nehmen. Eine stabile Psyche hat er auch nicht. Wie gesagt, er kommt teilweise so drauf zur Schule, dass er nicht mal mehr weiß, was er tut. Er sieht auch nicht so aus, als würde es ihm gut gehen, er ist in einer kompletten Depri-Phase. Wir haben eigentlich kaum Kontakt, hab ihn aber letztens im Chat gefragt, wie es ihm geht. Er meinte, dass alles Schlecht ist. Habe nicht weiter nachgefragt und gesagt, er kann zu mir kommen, wenn irgendetwas ist. Seitdem hatten wir auch nichts mehr miteinander zu tun.

Er hat früher auch so oft geweint vor mir und meinte, dass aus ihm ja eh nichts wird, außer ein Junkie und im nächsten Moment, hat er sich wieder Gras angezündet. Er hat sich auch immer vorgenommen eine Pause zu machen, auch das hat er nicht eingehalten.

Er hat auch die absolut falschen Freunde. Sie haben auch einiges dazu beigetragen, dass zwischen uns Schluss ist und die habens gut mit ihm. Er besorgt das Zeug immer. Denen gehts aber nicht schlecht und die sind auch ziemlich gut in der Schule, wobei mein Ex auch viel erreichen könnte.

Ich würde ihm so gerne helfen, nur ich weiß nicht wie. Ich habe auch das Gefühl, dass er sich nicht an mich wenden will, da er eben denkt, dass ich ihm für alles die Schuld geben würde, wie ich es früher getan hab. Aber so ist es nicht.

Was sagt ihr dazu? Es tut mir einfach so leid.

Antwort
von pingu72, 25

Du kannst ihm nicht helfen, schon gar nicht wenn er sich nicht helfen lassen will. Wende dich an Leute die Einfluss auf ihn haben, zB seine Familie, Lehrer usw.

Antwort
von Ostsee1982, 19

aber er hat immer gesagt, das er es unter Kontrolle hat 

Offenbar hat er es ja nicht unter Kontrolle wenn er Drogen als Problemlöser nutzt. "Wenn es ihm schlecht ging, auch wegen Problemen zu Hause, musste ein Joint her."

Ich würde ihm so gerne helfen, nur ich weiß nicht wie.

Ganz schlicht und ergreifend: Gar nicht! Du kannst ihm nicht helfen, weil genau betrachtet nicht die Drogen das Problem sind sondern sein nicht vorhandenes Selbstwertgefühl, fehlende Lebensziele, unverarbeitete Probleme und ein ungünstige Strategie Probleme zu klären. Das ist nicht Aufgabe der ExFreundin sondern die eines Fachmannes, die einer Drogenberatungsstelle. Das wiederum muss aber er wollen und das wird noch eine Zeit dauern bis an dem Punkt angekommen ist.

Kommentar von suddengirly ,

Da hast du wohl recht. Würde ihm am besten jetzt schon die Folgen klar machen, bevor eben ein kompletter Zusammenbruch in seinem Leben kommt, das es ist wohl nicht möglich. Hab ich ja schon versucht. Seine Probleme mit Drogen zu lösen, ist ja auch das Dümmste. Denn damit macht man sich noch mehr..Aber gut, es tut mir einfach nur leid für ihn.

Kommentar von Ostsee1982 ,

Genau den Zusammenbruch wird er aber brauchen wie viele Süchtige. Er muss erst am Boden ankommen bevor dann günstigstenfalls ein Umdenken einsetzt. Da kannst du dagegen anreden bis du schwarz wirst, du wirst ihn damit nicht erreichen. Der Wunsch ist verständlich, dass man helfen möchte. Ich kann dir nur anraten, bleib bei dir selber, kümmer dich um dein Leben. Das ist auch nicht egoistisch sondern eine gesunde Selbstfürsorge und Abgrenzung. Wieviele Partner oder andere Nahestehende glauben helfen zu wollen/müssen und sitzen dann im selben Sumpf. Davon hat niemand was.

Antwort
von mamus00, 10

Du solltest dir nicht zu viele Sorgen machen. Es würde dich nur selbst fertig machen.

Solltest du das nicht hin bekommst und du die Freundschaft beibehallten willst, würde ich empfehlen nicht direckt einzugreiffen, sondern zu warten, bis es für ihn Konsequenzen gibt und dann versuchen in da zu unterstützen und vieleicht mit den Eltern von ihm Lösungen zu suchen. Sonst würde er nichts mehr von dir wissen willen weil er z. B. ins Heim kommt.

Tipp: Ein Time-out (Bauernhof) ist meiner meinung nach wirkungsvoller als Heim.

Wenn er wirklich eine instabiele Psyche hat und immer mehr auch chemisches konsumiert, wird er ziemlich sicher psychische Probleme bekommen. Wenn er in eine Klinik kommen sollte, würde ich versuchen ihn dazu zu bringen in dieser zeit clean zu bleiben. Wenn er es nicht von selbst tut und nicht auf dich hört, würde ich nicht zu viel und zu lange versuchen, du würdest dir nur die Zähne ausbeissen.

PS: Ist meine Meinung und spreche aus Eigenerfahrung.


Kommentar von suddengirly ,

Ich versuche auch eher auf Distanz zu bleiben, deswegen hab ich ihm meine Hilfe zwar angeboten aber nicht versucht jedes Detail aus ihm herauszubekommen. Ich weiß, dass es micht selbst ziemlich stark belasten würde, wie schon damals. Mir ging es zu dem Zeitpunkt echt schlecht, habe mir selbst verdammt geschadet und ich will auch nicht zu viel Kontakt haben, da ich ungewollte Gefühle, die vielleicht wieder hoch kommen könnten, verhindern will. Er war erst vor knapp einem Jahr in Behandlung gegen Depressionen. Das sagt wohl schon alles über seine Psyche, wobei diese  meiner Meinung auch nie weg waren. Ich verstehe nicht, wie man sich unter solchen Umständen soetwas antun kann. Er ist eindeutig alt genug um mal nachzudenken...

Kommentar von mamus00 ,

Bei Drogenkonsum sieht man meist nur das Gute daran und davon gibt es genug.

Also entweder er versteht es irgendwann und hört auf oder reduziert es so weit, dass er damit klar kommt.

Oder er versteht es nicht und kommt früher oder später auf die Strasse.

Wie es schlussendlich kommt liegt ganz bei ihm und ich denke das hat nicht nur mit Intelligenz oder Alter zu tun. Dir würde ich raten damit abzuschliessen und nach vorne zu sehen.  

Antwort
von Ramonaralf, 26

Da kannst du ihm nicht helfen da muss er alleine durch. Wenn er sich sowieso nicht helfen lassen will. Auf so einen Freund kannst verzichten der dich auch noch mit rein ziehen wollte mit den Drogen. L.g

Kommentar von suddengirly ,

''Hättest du mal mitgemacht, hätte es der Beziehung sicher nicht geschadet'' waren seine Worte.

Kommentar von kerbricher ,

Genauso ist es. Vielleicht schickst du ihm die Telefonnummer der Drogenberatungsstelle deiner Stadt.

Kommentar von Ramonaralf ,

Was wäre dann gewesen wärst auch Drogen abhängig ist schon gut so das du es nicht gemacht hast.

Kommentar von suddengirly ,

Ich bin einfach ein kompletter Anti Drogen Mensch und ich habe bis aufs letze gehofft, dass er es mal einsieht. Aber ja, hätte schlimmer für mich enden können, wenn ich mich darauf eingelassen hätte. Ich denke die Nummer würde nicht viel bringen, er sagt, er hat ja kein Problem. Aber vielen Dank!

Kommentar von Ramonaralf ,

Für dich hätte es schlimmer enden können ist schon gut so was du gemacht hast.

Antwort
von Neutralis, 29

Gar nichts, falls es dir noch nicht aufgefallen ist ist dein Ex ein genau so schlechter Freund, wenn nicht sogar noch schlechter als seine eigenen "falschen Freunde". Seine Freundin dazu bringen Drogen zu nehmen tzz...

Antwort
von Feuerherz2007, 24

Hier muss dringend die Suchtberatung herangezogen werden, das ist ein sehr schlimmer Zustand!

Kommentar von suddengirly ,

Er würde da nur ganz sicher nicht freiwillig hingehen..

Kommentar von Feuerherz2007 ,

Dann muss man ihn notfalls dazu zwingen, so geht das jedenfalls nicht weiter!

Kommentar von suddengirly ,

Naja, wer soll das denn machen? Seine Freunde? Niemals. Ich habe ja keinen Einfluss mehr auf sein Leben und seine Mutter hat ihm nicht viel zu sagen und sagt ihm auch nichts.

Kommentar von suddengirly ,

Genau das ist der Grund, wieso ich helfen möchte, nur ich weiß nicht wie..

Kommentar von Feuerherz2007 ,

Dann muss die Suchtberatung ggf. in Verbindung mit der Polizei hier etwas unternehmen, das geht so nicht!

Kommentar von suddengirly ,

An wen melde ich mich denn da?

Kommentar von Feuerherz2007 ,

Schaue im Telefonbuch nach der Suchtberatung.

Kommentar von suddengirly ,

Danke dir!

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