Frage von jerome1995, 156

Wie helfe ich der Menschheit, Warum tut sie es nicht selbst?

Gegrüßt seid ihr, menschliches Volk. :)

Ich habe da eine Frage, die mir wichtig scheint. Weil sie meine allgemeine Lebenslaune drückt. Ich bin nun 20 Jahre jung und behaupte mal, dass mein Leben nun seinen Anfang hat und ich aus dem Haufen Lehm, der ich war, zu einem fast fertigen Menschen geformt wurde. Ich hatte allerdings immer ein grundlegendes Problem.. ich muss die Umstände verstehen, unter denen ich lebe, mich befinde. Andernfalls blockiert was in mir. Nun mein Anliegen:

Ich schau mich um und sehe "nur" Ungerechtigkeit. Ich hab Ahnung von Geschichte und kenn an sich die momentane Lage der Weltbevölkerung, und von Anbeginn ist es Ausbeutung, die den gemeinen Pöbel betrifft und Blut, das dessen Freiheitsbestreben wieder ertränkt. In den meisten Kulturen. Eine traurige Geschichte aus Mord, Raub, religiösem Wahn, Folter, Versklavung. Im Endeffekt aus purer Gier (jetzt haben wir die Quittung in Form einer Flüchtlingswelle, und niemand will es verstehen können). Wie kann es sein, dass das heute noch existiert? Nach der Französischen Revolution, deren Ideale eine perfekte Gesellschaft hätten hervorbringen können. Nach Weltkriegen, die die"Krone"der Zivilisation(Europa)mehr tot als lebendig zurückgelassen haben. Wie kann es sein, dass das europäische Volk noch immer von gierigen Aristokraten(was die wirklichen Kapitalisten in meinen Augen sind)ausgebeutet wird? Ein Volk, dessen Väter große,brillante Denker und Philosophen waren, dessen Väter in hunderten Kriegen abgeschlachtet wurden? Reicht es dem Pöbel tatsächlich, Brot und Unterhaltung in Form eines Fernsehers oder einem Forum namens GuteFrage zu haben? Damit sie nicht auf den Gedanken kommen können/wollen, dass das Leben so viel schöner sein könnte? So viel reicher? Mindestens jedenfalls gerechter? Wir haben in Deutschland noch relatives Glück, obwohl es mich auch schon anwidert zu sehen, wie viel relative Armut herrscht. Während Deutschland ein relativ kleines Land, aber eins der reichsten und mächtigsten ist. Es kommt mir so vor, dass es annähernd überall auf der Welt ungerecht zu geht. Die halbe Welt besteht noch aus "Kolonien", die ausgeschlachtet werden, damit die mächtigeren Länder (deren Aristokraten größtenteils) sich den Bauch vollschlagen können. Das Volk darf sich mit den Resten zufrieden geben. Bürgerkriege überziehen die Welt, Tod,Raub und Leid. Und das Volk, die Völker, das diesen gesamten Reichtum erst erschafft, besitzt wirklich die Dreistigkeit,Frechheit und Dummheit, davor die Augen zu verschließen?! Muss man den Menschen wirklich zum Glück zwingen? Muss man ihn wirklich an den Hungertod bringen, damit er mal nachdenkt und handelt?

Brauche ich wirklich ein Milliardenkonto, um großflächig helfen zu können? Muss ich gewisse Menschen erschießen, um für Allgemeinwohl sorgen zu können? Oder Politiker werden?(Haha) Wie zum Teufel helfe ich meinen Artgenossen WIRKLICH? Ich hoffe ihr versteht den Zynismus stellenweise und beehrt mich mit euren Gedanken, liebe Menschen. ;)

Antwort
von MorsElthrai, 36

Ich  möchte Dich jetzt wirklich nicht damit angreifen, aber ehrlichgesagt, wenn Du diese Frage stellen musst, dann kannst Du nicht helfen.

Meiner Erfahrung nach kann man nur helfen, wenn man sich ein Problem sucht, welches möglichst viele Mensche betrifft und sich dann einen Weg überlegt dieses Problem zu lösen. Dabei darf es keine Rolle spielen, wie bekannt man dadurch wiurd, obder wieviele Menschen daon wissen, das man die Lösung sucht. Nur wenn man selber areitet, kann man helfen. Ich nehme mich jetzt mal als Beispiel. Ich habe früh erkannt, das wir Menschen von Energie abhängig sind. Aber nicht von fosielen Brennstoffen, sondern von sauberer Energie. Also habe ich angefangen Energietechnik mit Schwerpunkt auf Regenerative energien zu studieren. Auch wenn ich niemals der Held der Menscheit sein werde, oder mit einer Erfindung alle Energieprobleme der Welt lösen kann, so weiss ich das meine Entscheidung diesen Weg ein zu schlagen und in diesem Berufsfeld zuu arbeiten dazu führt, das die Welt ein kleines bisschen sauberer und damit besser wird.

Ein weiteres Beispiel betrifft das alltägliche Leben. Du wirst immer wieder auf Menschen treffen, die gerade Hilfe suchen. Egal ob mal ein paar Cent beim Einkauf fehlen, oder Du einem älteren Menschen oder einer Mutter mit kleinem Kind Deinen Platz im Bus anbietest. Wenn Du die augen offen hältst, dann kannst Du immer wieder den Menschen mit kleinen Diensten helfen. Je mehr Menschen so handeln, desto besser wird die Welt.

Ich kann Dir also nur raten, such Dir etwas das Dir Spaß macht und was die Welt ein klein wenig besser macht und dann mach es einfach. Nur so kann man der Welt wirklich helfen.

Antwort
von herakles3000, 56

Solange wie es Menschen gibt die andere beherschen wollen  Selbst mit gewalt solange wird sich wenieg ändern oder auch solange wie es gier gibt,aber wen du was machen möchtest fange im Kleinen an .Außerdem Deutschland ist kein Mächtieges land in der Welt das sind zb die Usa.

zb Wen es Eine Besser und Aktzeptierbatrer vorm der Drogenaufklärung für Schühler gibt/gebe würde und du sie von allen Drogen vernhalten kanst kanst du was gegen die Beschaffungskriminalität tun .Oder auch den besseren umgang mit den Alkohol damit es wenieger Alkohol tote gibt.

Antwort
von voayager, 20

Wenn du zu einem Umsturz dieser Gesellschaft beiträgst, leistest du einen Dienst an der breiten  Masse. Bei einem anderen System kann dann die große Erziehungsaufgabe beginnen, die Ausschaltung schädlicher Einflüsse, damit zahlreiche Menschen so von den Schlacken der Vergangenheit gereinigt werden.

Antwort
von Andrastor, 37

Was du brauchst ist eine Idee mit der man die Welt verbessern könnte.

Dann einen konkreten Plan wie diese Idee umgesetzt werden kann. Und zu guter letzt musst du diesen Plan den Menschen präsentieren, welche die Mittel haben ihn umzusetzen.

Dabei ist es ungemein wichtig dass du diesen Menschen das Gefühl gibst mit Gewinn aus dieser Veränderung auszusteigen. Wenn sie Verluste für sich zu erkennen glauben, werden sie deine Idee boycottieren, bzw. gar nicht erst zuhören.

Kommentar von jerome1995 ,

Gute konzeptantwort. Allerdings ist das genau der Plan. Die macht der Mächtigen zu beschränken. Und mit Menschlichkeit können viele nichts anfangen, die wird hinten angestellt.

Kommentar von Andrastor ,

Und genau das ist der Denkfehler.

Wenn du Macht hättest, würdest du sie auch nicht gerne abgeben wollen. Privilegierte Menschen wollen nicht auf ihre Privilegien verzichten, das war noch nie so und wird auch nie so sein (mit wenigen Ausnahmen).

Du brauchst kein System dass auf Menschlichkeit beruht, sondern ein System dass den Mächtigen weiterhin eine Illusion von Macht gewährt und dennoch dem "Fußvolk" ein lebenswertes Leben und vor allem eine faire Chance auf ein besseres Leben bietet.

Kommentar von jerome1995 ,

Hast du eine Idee, was die Illusion von Macht wäre? Grundlegend? Gute Antwort, danke

Kommentar von Andrastor ,

Schwer zu sagen... Grundlegend müssen sie das Gefühl haben sie würden weiterhin etwas zu sagen haben. Sie müssen das Gefühl haben ihr Besitz würde sie zu etwas Besserem machen, egal wie das neue System aussieht.

Im Idealfall sollten sie sogar noch "Profit" aus der Veränderung ziehen können.

Deine Fragen sind nicht einfach zu beantworten. Aber wenn du die Antworten findest, kannst du ein System auf die Beine stellen das wirklich allen hilft.

Antwort
von paranomaly, 28

Die Politiker auf der Welt kann man eh alle vergessen. Inoffiziell will doch jeder an der Spitze der Macht sein und ein Fußvolk haben dass bei jedem Pfiff gleich rennt. Und dazu ist ihnen jedes Mittel recht. Heute hat mich jemand auf etwas Interessantes hingewiesen.

Wenn wir es aus einer anderen Sicht betrachten und sagen dass die Seelen der Menschen unterschiedlich alt (was den Reinkarnationszyklus betrifft) sind, dann wäre doch dass eine gute Erklärung für das Weltgeschehen. Am meisten auf der Welt sollen Junge Seelen vorhanden sein. Charakterzüge sind folgende: Ausübung von Macht,  Herrschen, sie wollen am liebsten nur Spaß, leben nach Mittel zum Zweck, bereichern sich gern mit materiellen Dingen, welche für sie wichtiger sind als die inmateriellen. Wenn man annimmt dass eine große Zahl von den Politikern Junge Seelen sind, dann braucht man sich nicht wundern.

Antwort
von Hyperdinosaurus, 29

Lies mal Texte von Ghandi, die haben mir beim Umgang mit den Grausamkeiten und Widersprüchen der Welt geholfen.

Solche Gedanken könnten nämlichen zu einer ernsthaften Belastung werden, wenn man nicht einen richtigen Umgang mit ihnen findet.  

Du bist nicht alleine mit diesen Gedanken, jeder der über ein gewisses Maß an Reflexionsvermögen verfügt stellt fest, dass in der Welt längt vieles schief läuft.

Antwort
von berkersheim, 16

1.) Die paar GuteFrage-Nutzer sind bei leibe nicht "das menschliche Volk".

2.) Kein einzelner von den 8.000 Millionen betrachtet sich als "menschliches Volk" und handelt danach.

3) Jede Verallgemeinerung bewegt sich eher weg von der Wahrheit. Es gibt keinen Wald, nur viele Bäume und Büsche auf einem begrenzten Terrain. Wir sagen dazu Wald, aber es bleiben viele Bäume und Büsche auf einem begrenzten Terrain.

4) Nimm 5 Philosophen und Du bekommst 10 Theorien und nicht eine philosophische Meinung.

Kommentar von Jederdritte ,

"Nimm 5 Philosophen und du bekommst 10 Theorien und nicht eine Meinung " Wie war das nochmal mit den Verallgemeinerungen?

Antwort
von Dirndlschneider, 20

Immer , wenn mich Zeit meines ( relativ langen ) Lebens solche Gedanken befallen ( haben ) , habe ich mir die Aufgabe gestellt , zu meiner Meinung Gegentheorien zu finden. 

Spontan fällt mir dazu Bill Gates ein , der einen Großteil seines Riesenvermögens sozialen Projekten zur Verfügung stellt......

Desgleichen das schier unerschöpfliche Potential an ehrenamtlichen , freiwilligen Helfern in den  - zigtausend Vereinen und Vereinigungen in unserem Land . ( Ich selber bin wöchentlich mindestens 6 Stunden mit Kindern im musikalischen Bereich unterwegs - für nix )

Im laufe der jüngeren Geschichte ist so manches Unrechtssystem auf unserer Welt gefallen , das in Stein gemeißelt schien , allen voran die DDR und die Staaten hinter dem eisernen Vorhang . 

Das Weltgeschehen habe ich nie als einen Status wahrgenommen sondern als ein einziges " fließendes " System , an dem ständig gearbeitet , verbessert , mitgeholfen , reflektiert und auf den neuesten Stand gebracht werden muss - genauso , wie jeden Tag Kinder auf die Welt kommen , die ein Recht auf ein lebenswertes Leben haben .

Du sprichst den internationalen Organisationen ihre Berechtigung ab - ich für meinen Teil bin froh , dass es sie gibt , das ist immerhin ein Anfang und man kann darauf aufbauen -warum soll man etwas im Grunde Positives schlecht reden - es gilt die Sache mit Leben zu erfüllen .

Mein Lebensmotto geht eher in die Richtung : 

Es gibt nichts Gutes , außer , man tut es....

...und der schöne alte Spruch : Panta Rhei - Alles fließt .......wir sind Menschen und du gerätst jeden Tag in eine Situation , wo du dich richtig oder falsch verhalten kannst....

Tue das Deine , sei ein gerader , aufrichtiger Mensch , hilf , wo du kannst und du wirst sehen -  schon das Wenige , das du alleine erreichen kannst wird für manche sehr viel sein ! 

Fange an , das Schöne im Leben wahrzunehmen . es wartet an jeder Ecke auf dich ! LG



Antwort
von dompfeifer, 11

Wir, die Angehörigen des "menschlichen Volkes", helfen uns selbst. Wir nehmen gerne Abstand von Deinem Hilfsangebot!

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