Frage von Stivi086, 90

Wie heißt diese """Straftat"""?

Hallo zusammen, ich mache es kurz: Habe in der Schule einen Verweis bekommen (einen normalen Verwei, Bundesland Bayern) (zur allgemeinen Belustigung: Weil ich "zulaut" an eine Tür "trommelte"). Im Verweis wird nun mein "Vergehen" erläutert. Der letzte Satz lautet: "Zur Rede gestellt grinste und lachte er, statt sich zu entschuldigen (Ein Freund von mir der genau neben mir stand kann bezeugen das ich mich 2 mal entschuldigt habe)". Mein "Vergehen" geschah Anfang der dritten Stunde. In der letzten Stunde kam eine andere Lehrkraft die für diese Stunde zuständig war in unser Klassenzimmer. Die ersten Worte von ihm waren: "Wer hat sich denn heute so bei Fr. ... aufgeführt?", ich melde mich, er wieder: " Hattest du einen Aussetzer oder was?" So nun zu meiner eigentlichen Frage: Dieser Verweis ist für mich einfach nur ünnötig und stört mich auch nicht weiter. Keinen interessiert er später und auch meine Eltern waren belustigt. Trotzdem will ich die Sache nicht so auf mir sitzen lassen. Ich habe vor der Lehrerin die mir einen Verweis gegeben hat ebenfalls einen zu schreiben (ist vlt. dumm und vlt. bekomme ich noch einen aber mir egal). Ich will ihr eins reindrücken. Und zwar kam ein anderer Lehrer ja in der letzten Stunde und hat oben beschriebenes gesagt. Daher gehe ich davon aus das die Lehrerin mein "Vergehen" im Lehrerzimmer oder so rumerzählt hat. So, ist das eine Straftat? Wenn sie rumerzählt was ich gemacht habe? Webb ja wie heißt sie? Verleumdung oder so? Ich will in den "Verweis" dann den entsprechenden Artikel einfügen, damit sie sich einfach nur dumm fürhlt. Ich will auf keinen Fall vor Gericht oder so nen Kran und werde dies am Ende auch noh schreiben. Und ich merke grade das ich es doch nicht kurz mache, sorry. Könnt ihr mir bitte, die davon Ahnung haben, einen Link zu dem Artikel geben? Danke an alle die das lesen. Hoffe auf eure Hilfe.

Expertenantwort
von goali356, Community-Experte für Schule, 39

Ich habe vor der Lehrerin die mir einen Verweis gegeben hat ebenfalls einen zu schreiben

Ein Schüler will einer Lehrerin einen Verweis schreiben? Dass ist mit dass lustigste was ich hier je gelesen habe.

Daher gehe ich davon aus das die Lehrerin mein "Vergehen" im Lehrerzimmer oder so rumerzählt hat. So, ist das eine Straftat?

Warum sollte dass eine Strafat sein. Lehrer dürfen sich untereinander sehr wohl über dass Verhalten ihrer Schüler unterhalten. Sowohl über positives als auch über negatives.

Letztendlich hast du dich nicht korrekt verhalten. Allein wegen des von dir beschreiebenden Verhaltens einen Verweis zu geben ist vlt. etwas übertrieben. Oder bist du zuvor schonmal negativ aufgefallen? Dann wäre es nachvollziehbar.

Aber letzendlich sitzen die Lehrer am längeren Hebel. Am besten kommst du aus der Nummer raus, wenn du dich einsichtig zeigst, dich entschuldigst sowie dich änderst, anstatt darüber nachzudenken gegen die Lehrerin vorzugehen.

Kommentar von Stivi086 ,

Ja ich meine es auch nicht ernst :D. Will damit auch nichts bezwecken. Sie soll nur dumm schauen. Ich komme sonst auch mit jedem gut aus. Ist mein erster Verweis seit 4 Jahren.

Antwort
von Kuhlmann26, 12

Ich komme gleich zu Deiner Frage: Nein, eine Straftat ist das Weitererzählen nicht; nicht mal ein Vergehen.

Deine Idee ist aber gut. Du könntest gegen folgenden Sachverhalt vorgehen:

... statt sich zu entschuldigen

1) Hoffentlich stand dort "anstatt sich ..." (das aber nur nebenbei)

2) Viel wichtiger: Der Vorwurf ist absurd! "Entschuldigen" heißt, jemanden
von seiner Schuld zu befreien. Du kannst Dich aber nicht selbst
entschuldigen; Dich also selbst von Deiner Schuld befreien. Das kann nur
die Lehrerin tun. Sie kann auch keine Entschuldigung von Dir erwarten.
Wofür denn? Für "zu lautes" Klopfen. Wer definiert denn, was zu laut
ist? Nur Du selbst kannst darum bitten, von Deiner Schuld befreit
zu werden (zum Beispiel, wenn Dir Dein Verhalten leid tut.) und die
Entschuldigung übernimmt dann die Lehrerin, wenn sie dazu bereit ist.
Dazu müsstest Du Dir aber einer Schuld bewusst sein.

Meine Vermutung ist ja, dass sie durch das Trommeln einen Schreck bekommen hat, darüber wütend wurde und es Dir nun heimzahlen will. Aber wie gesagt, das ist eine Vermutung.

Wenn Du Dich in Deinem Verweis aufgeltendes Recht berufen möchtest, könntest Du ihr eine unverhältnismäßige oder unangemessene Reaktion vorwerfen. So steht es nämlich in Bezug auf die Auswahl bei Erziehungsmaßnahmen in den meisten Schulgesetzen der Bundesländer.

Der schriftliche Verweis ist sogar eine so genannte Ordnungsmaßnahme. Sie zählen zu den härteren Maßnahmen. Dazu heißt es im Artikel 86 (1): Zur Sicherung des Bildungs- und Erziehungsauftrags oder zum Schutz von Personen und Sachen können nach dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit Ordnungsmaßnahmen gegenüber Schülern getroffen werden, soweit andere Erziehungsmaßnahmen nicht ausreichen." Zitat Ende.

Den Ordnungsmaßnahmen gehen aber gewöhnlich die Erziehungsmaßnahmen voraus. Wenn Du Dir bis zu diesem Verweis nichts hast zu Schulden kommen lassen und auch keine geringere Strafe für andere Vergehen bekommen hast, könnte man der Lehrerin deshalb den Vorwurf der Unverhältnismäßikeit machen.

Schau also mal ins Schulgesetz von Bayern unter "Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen". Eventuell ist abseits Deines geplanten Spaßes, ein formaler Widerspruch gegen das Verhalten der Lehrerin sinnvoll. Du kannst sie ja in Deinem Verweis schon mal auf diesen Widerspruch vorbereiten. Vielleicht wünscht sie sich  dann, den Verweis gegen Dich nie angewendet zu haben.

Gruß Matti

Antwort
von Herpor, 21

Deinen Verstoß gegen die Schulordnung würde ich im weitesten Sinne mit "Unterrichtsstörung" bezeichnen. Er ist zwar hart, aber schon in Ordnung.

Das mit dem Verweis für die Lehrkraft ist, falls humorvoll oder ironisch gemeint, gar keine so schlechte Idee.

Meine Idee für einen Verweisgrund wäre: "Behinderung der freien Entfaltung eines Heranwachsenden mit nicht ausgeschlossener Störung seines Vertrauens in die gerechtigkeit der Lehrerschaft."

Ich war selbst fast 35 Jahre lang Lehrer an einem Bayerischen Gymnasium, und die zweite Hälfte davon Mitarbeiter im Direktorat, habe viele Verweise ausgeteilt und hätte mich über einen solchen Rücklauf sicher amüsiert.

Das ist aber keine Garantie dafür, dass die betreffende Lehrkraft das ebenso findet.

Schreib mal wie es ausgegangen ist. Würde mich sehr interessieren.

Und guten Erfolg!

Kommentar von Stivi086 ,

Danke für deine Antwort :) Ja ich meine es ironisch und will damit auch nicht bezwecken das der Verweis zurückgenommen wird oder ich nochmal mit ihr darüber diskutiere, weil er für mich schlicht weg ein nutzloses Stück Papier ist. Ich bin in der letzten Klasse in dieser Schule, komme mit jedem gut aus, dass ist mein 1. Verweis seit 4 Jahren und ich kann nur drüber lachen. Ich denke deinen Grund werde ich einbauen, hört sich gut an :D Heute morgen habe ich bemerkt dass ich mich wahrscheinlich mit der Grippe angesteckt habe. Aber sobald ich ihn abgegeben und Rückmeldung bekommen habe werde ich schreiben was draus geworden ist :)

Kommentar von Herpor ,

Ich selbst habe an diesem Gymnasium, an dem ich selber Schüler, Referendar, Lehrer und Mitarbeiter im Direktorat war, auch zwei Verweise bekommen.

Beide wegen "frecher" Bemerkungen im Unterricht in der 5. und in der 7. Klasse.

Ich konnte damit leben.

Als ich als nach dem Studium als Referendar und dann Lehrer an diese Anstalt kam, habe ich erst mal alle noch vorhandenen Lehrer mit den Verweisen und den Bemerkungen, die sie mir unter die Arbeiten geschrieben hatten, konfrontiert.

Mein Gott, war denen das peinlich.

Rote Köpfe, bei meiner damaligen Chefin wegen einer Deutschbemerkung unter einem Aufsatz. Und ein anderer Seminarlehrer, der sich bei mir wegen eines "empfindlichen" Schülers und seiner "empfindlichen" Referendare ausweinen wollte, traf bei mir auf gute alte Erinnerungen.

Das wollte er nicht hören und hat daraufhin kaum mehr mit mir geredet.

Abgewandelt könnte man sagen, dass nirgendwo denn in der Lehrerschaft der Spruch mehr gilt: Austeilen ist seliger denn einstecken.

Ich habe mich zeitberufs immer daran gehalten, dass ich sehr gerne ausgeteilt habe, aber auch immer einzustecken wusste.

Das lese ich noch heute auf facebook von ehemaligen Schülern.

Viel Erfolg!

Antwort
von Hideaway, 35
  1. Aus welchem Grunde trommelt man in der Schule an eine Tür? Juckt dir manchmal das Fell?
  2. Die Lehrerin hat sich korrekt verhalten.
  3. Leg dich ein wenig hin. Die Ruhe wird dir gut tun.
  4. Ab Montag bist du in der Schule wieder hübsch artig.
Kommentar von Stivi086 ,

1. Besagter Kumpel musst an diesem Tag in diesem Klassenzimmer eine Probe nachschreiben. Bin mitgegangen, wir waren lustig drauf und dann habe ich meine Kraft evtl. unterschätzt.

2. Ansichtssache :)

3. Liege bereits seit morgen flach, habe wahrscheinlich die Grippe.

4. Bin ich sonst immer, war auch nicht böse gemeint.

Antwort
von skyfireXLS, 35

Das war keine Verleumdung (§ 187 StGB), denn es war keine unwahre Tatsache (http://dejure.org/gesetze/StGB/187.html).

Du könntest dich höchstens beschweren, dass der letzte Satz im Verweis eine Unwahrheit ist, da du durchaus Reue gezeigt hast.

Antwort
von DeKralle, 38

Lol was? Was deine Lehrerin gemacht hat ist keine Straftat...

Wenn du dich nicht normal verhalten kannst ist das deine Schuld. Da kannst du dich jetzt aufregen was du willst xD bringt nix

Kommentar von Stivi086 ,

Ich meine es auch nicht ernst, geschweige denn rege ich mich auf :) ist Kindergarten für mich.

Kommentar von DeKralle ,

ja also was soll die frage dann, du troll

Antwort
von slos8, 20

Eine Schule kann Strafen als erzieherische Maßnahmen anwenden, diese haben nichts mit dem Strafrecht etc. zu tun. Dir ist es gestattet diese Einrichtung besuchen zu dürfen und die Regeln macht hier nunmal der Direktor, welcher in gewissen Maßen frei entscheiden kann, wie er ein Vergehen bestraft.

Von deiner Gegenmaßnahme halte ich nichts, da diese völlig Haltlos wäre. Eine Verleumdung setzt voraus, dass jemand absichtlich falsche Informationen über jemandem verbreitet um diesen zu Schaden.

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