Eine Bekannte wird von ihrem Freund regelmäßig krankenhausreif geschlagen. Er hat ihr schon Rippen gebrochen, sie mit einem Messer bedroht, sie belogen und betrogen. Trotzdem geht sie immer wieder mit ihm zusammen. Irgendeine psychische Krankheit muss sie doch haben. Stockholm-Syndrom?

Das nennt man hörig sein.
Aber viele Frauen schaffen es nicht , sich von ihren gewaltätigen Männern zu trennen. Es ist ganz schwierig für sie ,diesen Kreislauf zu durchbrechen. Es schaffen eigentlich nur wenige, leider :(
Steh ihr bei und versuch sie stark zu machen, vielleicht schafft sie es irgenwann ja doch und will ausbrechen, dann kannst du ihr helfen die Tortur durchzustehen.

Nein, es kann viele Gründe haben, wieso sie bei ihm bleibt. Vielleicht sind es einfach nur Angst? Die Angst, beispielsweise alleine zu sein oder das dieser Saftsack sie dann noch übler zurichtet, sind vielleicht größer, als die vor der nächsten Prügel?
Eher ist es eine phychische Abhängikeit. Kein Arzt kann helfen, sondern eine Beratungsstelle. Weißer Ring.
zitronischka am 7. November 2009 19:23 Hier der Link:
physische und psychische abhängigkeit, viele definieren das auch als dummheit.
Gestern dazu einen Bericht gelesen. Frauen halten es im Schnitt ca. sieben (!!) Jahre aus, geschlagen und mißhandelt zu werden. Sie suchen die Schuld bei sich, und sei es nur eine unaufgeräumte Küche. Je höher der wirtschaftliche Status, umso weniger weisen Frauen auf diese Mißstände hin. Traurig, aber wahr! Dabei muß immer der Schläger aus dem Haus, wenn die Polizei eingeschaltet ist, niemand braucht mehr in ein Frauenhaus zu flüchten.

typischer fall von dependent-narzisstischer beziehung.
Nein sie hat keine Krankheit, sie hat gelernt das sie immer sich demütigen lassen muss, denn sie fühlt sich minderwertig. für sie ist das liebe, das ist leider so, aber auch wenn es dir schwer fällt zu glauben, sie fühlt sich so geliebt und wohl, erst wenn sie es ändern will kannst du ihr helfen. jetzt kannst du nur für sie da sein und ihn komplett ablehnen, mehr geht nicht
pattimarie1 am 7. November 2009 19:24 Super Antwort! Unvorstellbar, aber so ist es! Ich kannte auch einmal eine Frau. Sie hat sich, als ER SIE verlassen hat, umgebracht. Sie hätte ihn nie verlassen!

Stockholm-Syndrom ist keine psychische Krankheit.

Quatsch, sie hat keine psychische Krankheit.
Sie geht ihren Lebensweg und Du als Freundin solltest sie unterstützen, also ihr eine Stütze auf ihren Weg sein und nicht versuchen sie zu Stigmatisieren.
Deine Freundin scheint es in ihrem Leben, ohne solche Gehässigkeiten von dir, schon schwer genug zu haben.
Sie geht aber einen seltsamen Lebensweg. Irgendwann sieht sie es ein und geht dann tatsächlich. Sie braucht die Hilfe und Unterstützung ihrer Freunde.
Ich bin nicht gehässig, ich will nur wissen, was mit ihr los ist. Normal ist das ja nicht.
Wolpertinger am 7. November 2009 19:26 @Turalo jeder muß den Weg gehen, den er geht.
Sie scheint irgendetwas lernen zu müßen das hat hat sie noch nicht.
Die meisten Lebenswege sind Krum das ist meiner Meinung nach auch ok.
@Diamant bist Du normal?
Was ist den bitte normal?
Ist es normal eine Freundin stigmatisieren zu wollen?
Für mich nicht.
Das Thema scheint dich ja emotional zu berühren. Ich möchte niemanden verletzen oder stigmatisieren, es interessiert mich einfach. Ausserdem find ich mich im Allgemeinen schon recht normal und sich verprügeln lassen nicht.
Wolpertinger am 7. November 2009 19:36 Ich finde deine Einstellung nur nicht ok.
Aber auch Du mußt deinen Weg gehen und auch Du hast deine Lebensaufgaben zu lösen.
Vielleicht bist Du gerade in einen Lernprozess....dafür will ich dich nicht verurteilen.
Viel Erfolg und einen schönen Abend

stockholm-syndrom ist nur eine moderne erfindung
deine bekannte hat eher angst alleine zu sein. vielleicht hat sie auch angst unabhängig zu sein.

nein, stockholm-syndrom ist, wenn z.b. eine entführte person auf einmal sympathien für den entführer entwickelt. vor dieser wandlung hat die person den täter aber eher gehasst als geliebt. daher ist dies schonmal auszuschließen. ich würde sowas eher naiv nennen..
Vielleicht hat sie Minderwertigkeitskomplexe. Davon hat jeder sicher schonmal gehört. Also damit meine ich, dass sie denkt, dass sie außer diesem Menschen keinen anderen abkriege würde, folglich ist sie lieber mit ihm zusammen, als ganz allein zu sein.
Aber dazu müsste man sie besser kennen.

Das ist leider keine Krankheit. Sie kennt es nicht anders und verwechselt Schmerz mit Liebe. Habe auch so eine Freundin, konnte ihr mit meinen Ratschlägen jahrelang nicht helfen. Sie ist von dem Typen weggekommen, weil er in den Knast musste. Sonst wäre sie heute bestimmt immer noch mit ihm zusammen. Solche Frauen haben meist schon als Kind kaum Liebe und Zuwendung von ihren Eltern bekommen. Oder einer der Elternteile ist/war Alkoholiker u./o. gewalttätig gewesen. Kann auch Onkel o. so gewesen sein. Jedenfalls sehnt sie sich sehr nach Zuwendung, kann auch sexuell sein. Du kannst ihr nicht helfen.

sie soll dieses ars.chloch erschiessen.
damit sie im knast hockt? Blöde antwort. Weggehen ist besser!
heureka47 am 8. November 2009 17:55 @ Support:
Betr.: Posting von Carlo02
>[Inhalt wurde bereits beanstandet und nach Prüfung freigegeben]<:
Das wirft ein ganz schlechtes Licht auf den Support bzw. auf gutefrage.net!
Aufruf zu einem Kapitalverbrechen!
Beanstandet!!

Masochistisch veranlagt, Opferrolle, CO-Krank (weil er ja schliesslich auch nicht alle TAssen im Schrank hat)
Das Stockholm-Syndrom ist etwas anderes. Das ist, wenn du als Geisel genommen wirst und mit dem Geiselnehmer sympathisierst. Wie die Krankheit genau heißt, kann ich dir leider nicht sagen.
das kann doch dann auch liebe sein, oder???????
heureka47 am 8. November 2009 17:48 Wirkliche Liebe würde sich in gesunder Selbst-Liebe erweisen und sich selbst nicht so einer lieblosen Behandlung aussetzen.
pattimarie1 am 8. November 2009 22:54 DH heureka47!
Borderline...sich somit ja fast selber Schmerzen zufügen. Nein,ist aber nicht Borderline.Das ist keine Krankheit,sondern entweder ist sie ihm hörig oder sie hat Angst!
sie ist von ihm abhängig, ist wahrscheinlich so eine Art Unterwürfigkeit gepaart mit Angst.

Ich glaube nicht, daß man von einer Krankheit sprechen kann. Ihr wird es u. a. auch am Selbstwußtsein fehlen. Auf jeden Fall braucht sie eine Therapie
Also zuerst einmal gibt es da fliessende Übergänge, zwischen einfach verliebt sein und krankhaft verliebt sein kann man nich ohne weiteres unterscheiden, daher will ich auch nicht sofort sagen, dass die frau eine psychische Störung hat. Müsste ich aber das Verhalten einem Krankheitsbild zuordnen, dann am ehesten der krankhaften Liebe, eine Art Liebeswahn, medizinisch Erotomanie genannt. Sie liebt ihn, er sie aber nich, jedoch verkennt sie die Realität und ist von seiner Liebe überzeugt.

Im Bereich der psychischen Störungen (falls es sich hier um eine solche handeln sollte) spricht man nach internationalen Abkommen offiziell nicht mehr von "Krankheiten", sondern nur noch von "Störungen".
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Eine Diagnose darf nur ein Arzt stellen.
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Ty C. Colbert hat in seinem Buch "Das verwundete Selbst" anschaulich dargelegt, daß im Grunde alle psychischen Störungen nur verschiedene Symptome einer im Untergrund immer gleichen Ursache sind: Nämlich einer seelischen Verletzung, einer Verwundung des Selbst!
Davon ist in der zivilisierten Gesellschaft kaum ein Mensch verschont. Deshalb fanden und finden es viele Fachleute (Psychologen, Soziologen u.a.) berechtigt, der zivilisierten Gesellschaft eine "Kollektive Neurose" zu diagnostizieren, die u.a. wie eine kollektive Immunschwäche wirkt.
Siehe auch mein TIPP "Kollektive Zivilisations-Neurose" / "Krankheit der Gesellschaft" hier bei GF oder bei gesundheitsfrage.net - zu finden über mein Profil.