Frage von jinainlove, 89

Wie heißt der Glaube wenn man an Reinkarnation glaubt und gibt es dagür überhaupt einen bestimmten Namen?

Ich glaube zwar an Gott aber Wiedergeburt ist halt auch wahrscheinlich.. Also ich glaube an beides..

Expertenantwort
von Enzylexikon, Community-Experte für Religion, 28

Es ist nicht notwendig, seine persönlichen Überzeugungen immer unter einem Oberbegriff zusammenzufassen - stehe doch einfach zur Individualität deiner Ansichten.

Viele moderne Menschen betreiben "Patchwork-Religiosität", indem sie jene Aspekte einer Religion in ihr eigenes Weltbild übernehmen, die ihrer Ansicht nach den eigenen Überzeugungen am besten entsprechen.

Das ist absolut nicht ungewöhnlich.

Wenn du aber jemandem sagst, du praktizierst "Patchwork-Religiosität" besagt das letztlich gar nichts, weil das eben nur ein Oberbegriff für völlig individuelle Ansichten verschiedener Menschen ist.

Du hast eben ein persönliches Weltbild, dass von keiner bestimmten Religion oder philosophischen Lehre maßgeblich bestimmt wird.

Ob du daran glaubst, dass Jesus in einem UFO zurückkehren wird, oder wir alle spirituelle Wesen in materiellen Hüllen sind, ist deine Privatsache.

Man braucht nicht für jeden Topf ein Etikett. :-)

Antwort
von Raubkatze45, 25


Wenn du an den Gott der Offenbarung glaubst, wie ihn die Bibel
verkündet, kannst du nicht gleichzeitig an Reinkarnation glauben. Weder
das AT noch das NT kennt die leibliche Wiedergeburt. Das würde bedeuten, dass in unserem jetzigen Leben nichts endgültig wäre; alle Fehler, die wir gemacht haben, könnten wir noch einmal korrigieren; alles, was wir verpasst haben, könnten wir nachholen.Zwar glauben auch dieChristen,dass während unseres irdischen Lebens jede positive oder negative  Endscheidung korrigiert werden kann. Aber im Gegensatz zum Reinkarnationsglauben endet im christlichen Glauben mit dem Tod diese Möglichkeit. Die Endscheidung wird endgültig.

Nach christlicher Auffassung entscheidet sich Himmel und Hölle nicht an unserer Moral und unserer Disziplin, sondern durch unseren Glauben
und unsere Liebe zu Gott. Dieser Glaube ist aber keine Frage von jahrtausendelanger Übung durch hunderte Leben hindurch - sondern ist jedem Menschen in seinem einen Leben  möglich (ja, sogar in einem Augenblick!). Eine Wiederholung des Enscheidungszeitraumes macht uns diesen Glauben nicht einfacher - im Gegenteil, er wird entwertet.
Für Christen ist es eine Herabsetzung der leiblichen Würde, wenn der eigene Körper nur als ein Pullover gesehen wird, der  uns  nicht wirklich gehört und eigentlich auch ganz anders aussehen und gestaltet  sein könnte. Sind wir   nur zufällig in männlichen bzw. weiblichen Körpern? Oder sind wir wesenhaft Mann und Frau mit Leib und Seele und bleiben es auch.


Die Notwendigkeit einer endgültige Entscheidung leuchtet uns ein, wenn wir uns das Wesen des Himmels vorstellen. Wirklich selig ist nur derjenige, der weiß, dass er auf ewig selig ist.Sobald die Möglichkeit im Himmel gedacht wird, dass in absehbarer Zukunft dennoch eine Entscheidung gegen Gott möglich ist, mischt sich in die Seligkeit wieder Angst, Sorge und Zweifel. Das kann nicht sein. Aber das bedeutet natürlich auch, dass derjenige, der sich gegen Gott entscheidet, eine ebenso endgültige Entscheidung trifft, die nach dem Tod nicht mehr korrigiert wird. Vielleicht geht es uns aber einfach zu gut in dieser Welt, so dass viele sich darüber freuen, noch eine Runde spendiert zu bekommen. Wer aber schon im ersten Leben mehr Leid als Freude spürt, wird davon nicht so begeistert sein.

Das Leben als Hindernis-Parcours - das passt zur Reinkarnation. Aber nicht zum christlichen Gott, für den wir als einmalige Geschöpfe geliebt und  unverwechselbar sind.





Antwort
von JTKirk2000, 31

Soweit ich mich nicht täusche, glauben Hindus und Buddhisten an die Wiedergeburt. Hindus, im Gegensatz zu Buddhisten, glauben auch an Götter.

Laut der Bibel gab es eine interessante Unterhaltung zwischen Jesus und seinen Jüngern, welche nahe legt, dass man damals im entsprechenden Umfeld auch (zumindest in gewisser Hinsicht) an Wiedergeburt glaubte. (Siehe http://www.bibleserver.com/text/EU/Matthäus16,13-14 ) Im modernen Christentum wird jedenfalls von der Mehrheit nicht mehr an eine Wiedergeburt (außer in symbolischer Sicht durch die Taufe) geglaubt. Was das Judentum angeht, so kann ich dies nicht beurteilen.

Antwort
von Lumpazi77, 47

Im Hinduismus und Buddismus ist die Reinkarnation (Wiedergeburt) als fester Glaubensbestandteil verankert.

Antwort
von Andrastor, 39

Ich glaube zwar an Gott

Dann bist du TheistIn

Wiedergeburt ist halt auch wahrscheinlich

Auch nicht wahrscheinlicher als ein kosmischer Zauberer der allen Regeln der Logik, Natur, Physik, Chemie und sich selbst widerspricht.

Kommentar von jinainlove ,

Ich meine nur, dass Reinkarnation genauso möglich ist wie es Gott gibt [...]

Kommentar von Andrastor ,

Nicht wenn man sich an den Aussagen der drei abrahamitischen Religionen orientiert, diesen zufolge ist die Reinkarnation unmöglich.

Gott selber gibt es nicht, wenn du die Reinkarnation also für genauso möglich hältst, hältst du sie für unmöglich.

Kommentar von jinainlove ,

Das ist deine Meinung. Ich sehe das anders. Keiner vom uns hat Beweise und jeder darf das glauben was er für richtig hält.

Kommentar von Andrastor ,

Es gibt mehr als genug Beweise gegen Gott, Tendenz stetig steigend, jedoch keinen einzigen dafür.

Wer ohne Beweise glaubt, bezieht die Position eines Kleinkindes das an pinke Einhorn-Ponys glaubt, weil ihm die Vorstellung gefällt.

Kommentar von jinainlove ,

Sag das erstmal den ganzen Hallamajallas die ihr Leben für ihren ausgedachten Allah verkommen lassen und denen, die sogenannten Notgeilen, die für 72 Jungfrauen sich und unschuldige Menschen umgebracht haben..

Das mir der Glaube an Gott 100% gefällt habe ich NIE gesagt. Die meisten Regeln sind dumm und unnötig. Auch im Chrsitentum, dem ich leider angehöre, was ich bald ändern werde. Als Theist ist es mir frei, woran ich glaube. Ich kann an meinen Gott glauben und gleichzeitig an die Reinkarnarion. Das ist einem so freigestellt. Weil das was in der Bibel oder dem Koran steht ist doch zu 60% erfunden. Wenn nicht sogar zu 99%.

Niemand hat je mit Gott gesprochen, niemand weiß wie es früher WIRKLICH war und niemand kann wiederlegen, dass wir schonmal existiert haben oder nicht. Das weiß auch ich. Und ob es Gott gibt oder nicht kann niemand wissen.. Das erfahren wir erst NACH dem Tod. Alles was wir jetzt denken, kann genauso gut wahr wie falsch sein.

Kommentar von Andrastor ,

Das heißt also dass du dir deine Religion/deinen Glauben nach Belieben selbst zusammenschusterst ohne jegliche Grundlage, Beweise oder Logik, einfach nur weil es sich möglicherweise so richtig anfühlt.

Sehr weise und reif, tatsächlich.

Kommentar von jinainlove ,

Ich habe mir meinen Glauben nicht selber zusammengeschustert. Das einzige, was ich getab habe, ist daran zu glauben, was für mich am ehesten in Betracht kommt.
Logik hat das ganze schon, ich habe in der 5. Klasse schon ein Referat darüber in Religion gehalten.

Falls du meinst, ich wäre unreif, ist das deine Meinung. Aber jeder hat seine Meinung und es gibt für jede andere Religion auch keine absoluten Beweise, weil niemand der tot ist jemand von dem Leben danach berichtet hat.

Wenn wir ehrlich sind, glaubt doch jeder an etwas nach dem Tod, ohne wirklich zu wissen ob es so ist. Oder?

Kommentar von Andrastor ,

Logik hat das ganze schon, ich habe in der 5. Klasse schon ein Referat darüber in Religion gehalten.

DAS habe ich nicht gewusst, das ändert die Sache natürlich grundlegend. Wenn du ein Referat darüber gehalten hast, dann ist es natürlich mehr als logisch dass du an einen Gott aus dem nahen Osten und an eine Idee aus dem fernen Osten glaubst und das nicht "selbst zusammengeschustert" nennst.

weil niemand der tot ist jemand von dem Leben danach berichtet hat.

Und dir kommt das in Anbetracht dieser Tatsache gar nicht verdächtig vor dass alle Religionen etwas versprechen was genau in diesem Zustand eintreffen soll?

Wenn wir ehrlich sind, glaubt doch jeder an etwas nach dem Tod, ohne wirklich zu wissen ob es so ist. Oder?

Nein.

Als Mann der Wissenschaft glaube ich grundsätzlich nicht. Ich weiß oder ich vermute, aber niemals würde ich mich dazu hinreißen lassen allein aus einem Gefühl heraus, ohne jegliche Beweise etwas für wahr zu halten.

Und genau das tun Gläubige. Sie lassen sich von einem Gefühl, welche, wie wir wissen rein im Kopf entstehen und dort gesteuert werden, leiten und verspüren nicht selten diesen Glauben verbreiten zu müssen und fühlen sich angegriffen wenn man sie nach Beweisen fragt.

Lächerlich ist das, nichts weiter.

Was den Tod anbelangt, richte ich mich ganz nach dem was wir wissen. Niemand der tot ist, bekommt das mit, was dem Mangel an Bewusstsein zu verdanken ist.

Alles andere sind unbewiesene Spekulationen, die ich höchstens dann diskutiere, wenn mir der Sinn nach geistiger Onanie steht.

Antwort
von hydrahydra, 28

ist halt auch wahrscheinlich
Ach, wie kommst du darauf?

Reinkarnation ist Teil in mehreren Religionen.

Antwort
von chxxxxy, 36

Glaube im Buddhismus kommt das vor. 

Antwort
von joergbauer, 10

Reinkarnation ist eine Wiedergeburt auf leibliche Weise. Das hat mit der biblischen Wiedergeburt (oder auch Neugeburt) nichts zu tun. Diese ist geistlich und nicht fleischlich gemeint. So wie man als Mensch im Fleisch neu geboren wird, kann man auch als Mensch geistlich neu geboren werden. Dies geschieht dadurch, daß Gott seinen Heiligen Geist in einen Menschen hineinlegt. Voraussetzung ist der Glaube an die Vergebung seiner Sünden durch Gottes Sohn Jesus Christus (Johannes 3,16).

An "Gott" zu glauben macht einen noch nicht zum Christen. Wenn man leiblich gestorben ist, wird man zwar laut Bibel auch wieder von den Toten auferstehen, aber nicht wieder als Mensch oder Tier neu auf die Erde "geworfen". Das ist eine menschlich erfundene Vorstellung, die nicht nur sinnlos ist, sondern auch der Bibel (Gottes Wort) total entgegen läuft, also verkehrt ist. Es gibt eine Auferstehung zum Gericht oder zur Seligkeit. Das entscheidet sich zu Lebzeiten jedes Menschen.

Was würde Reinkarnation bringen? Im Buddhismus wird dies gelehrt und hat das Ziel, irgendwann im "Nirwana" (dem Nichts) vollständig aufgelöst zu werden. Dies erreicht man aber nur, wenn man zuvor ein nahezu perfektes Leben gelebt hat in einem seiner vielen Reinkarnationen. Das ist kein Segen sondern ein Fluch! Wer kann so leben? Und wenn man fehler- und lasterhaft lebte, wiird man als geringes Tier reinkarniert. Das soll man glauben?

Im Evangelium wird man gelehrt, daß keiner Gott je mit eigenen Mitteln gefallen könnte. Darum hat Gott seinen berechtigten Zorn (wegen Unglauben und Schlechtigkeit des Menschen) auf seinen sündlosen Sohn gelegt, damit jeder der an ihn als Erlöser glaubt, Vergebung erfährt und Frieden mit Gott bekommt und ewiges Leben im Himmel. Wie kann man demnach an Gott glauben und gleichzeitig an Reinkarnation? Gott veranstaltet kein Ratespiel zur Seligkeit, sondern hat einen klaren Weg bestimmt und verkündigen lassen - ohne Jesus Christus (den Gekreuzigten und Auferstandenen) gibt es keine Erlösung (Johannes 14,6).

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