Frage von sbm94, 69

Wie Hausarzt von Depressionen berichten?

Ich bin w/21 und seit meinem 13 Lj immer wieder mal depressiv. Es gibt auch gute Tage und Phasen aber die schlechten überwiegen. Selbstverletzung, Selbstmordgedanken, zwänge und zum Teil auch schnell gereiztes/ aggressives verhalten prägen mich seit diesen Jahren. Ich habe mich immer geschämt zum Arzt zu gehen da mich in meinem Umfeld niemand versteht und alles gut reden. Meine Mutter blockt bei dem Thema ab. Nun habe ich morgen endlich einen Termin bei meinem Hausarzt da ich wirklich am Ende bin. Aber ich habe jetzt schon angst vor dem Gespräch. Wie soll ich Bloss anfangen? Was können alles für Fragen auf mich zu kommen? Ich hab Angst das es wieder gut geredet wird und gesagt wird das es wegen meiner Schilddrüse ist (nehme dafür schon seit Jahren Tabletten). Ich habe einfach nur angst was dabei raus kommt.. Hat jemand selber Erfahrungen damit? Wie habt ihr angefangen? Wird mir etwas an Medikamenten verschrieben (wovor ich wegen den ganzen negativen Aspekten Angst habe)? Überweisung zum Psychologen wo man doch Monate warten muss? Ich bin am verzweifeln bitte um Ratschläge und Erfahrungen

Antwort
von Maiblumen, 33

Ich kann Dich sehr gut verstehen, aber habe den Mut und sprich mit Deinem Hausarzt darüber. Er wird Dich weiter zu einem Facharzt schicken. Nur ein Facharzt kann Dir Wege zeigen, mit Deinen Depressionen umzugehen. Sie werden nie ganz weggehen, aber Du kannst lernen, damit zu leben. Es gibt gute und schlechte Tage. Schlimm finde ich, daß Du Dich selbst verletzt hast, um Deinen inneren Schmerz zu überdecken. - Du bist nicht allein! Viele fühlen wie Du, es gibt Hilfe, habe Mut darüber zu sprechen, an einem Ort nur dafür mit Menschen, denen es genauso ergeht. - Habe keine Angst, es gibt Hilfe, auch für Dich. Falls Du es nicht mehr aushälst kann Dich der Hausarzt auch in eine Fachklinik überweisen, dann bekommst Du schnell Hilfe. (ich weiß, daß ein Termin bei einem Facharzt oft erst in 3 Monaten zu bekommen ist, je nachdem, wo Du wohnst). - Ich persönlich war schon in Kliniken, zur Kur 8 Wochen, jahrelang in psychiatrischer behandlung, in Gesprächsgruppen und in Einzeltherapie. Medikamente habe ich auch bekommen und ich nehme auch weiterhin täglich etwas ein, was meine Hormone im Kopf im Gleichgewicht hält.  LG


Antwort
von tyrellmyrell, 38

Ich selbst habe keine Erfahrungen, was Ärzte auf solche Themen ansprechen angeht, aber ich bin mir sicher, dass du es einfach tun solltest.

Wenn du es nicht versuchst, wirst du womöglich niemals die Hilfe erhalten, die dich bei deiner Lage unterstützen könnte. Es ist absolut nichts schlimmes daran, deinen Arzt nach Hilfe zu fragen; dafür ist er ja schließlich da.

Ich bezweifle, dass dein Arzt das Recht dazu hat, deine Depressionen ,,gut zu reden". Bei Selbstverletzung und Selbstmordgedanken steht es meiner Meinung nach außer Frage, dass du psychisch belastet bist. Du müsstest deinem Arzt aber davon berichten, damit er dir helfen kann. 

Am besten schilderst du ihm anfangs, dass du dich seit mehreren Jahren psychisch belastet oder gar depressiv fühlst; dein Arzt wird sicherlich weiter darauf eingehen, dann kannst du ihm von dem Rest berichten.

Keinesfalls solltest du dir von anderen Leuten ausreden lassen, dass du dich schlecht fühlst, wenn es so ist. Letztendlich bist du diejenige, die damit leben und es täglich mit sich herum tragen muss. 

Ich hoffe, dass du den Mut findest und dich dazu entschließt, deinem Arzt davon zu berichten. Ich wünsche dir viel Erfolg für deinen Termin und deine Zukunft! :)

Antwort
von Gnubbl, 37

Hab keine Angst sondern sieh den morgigen Termin als Chance für dich. Depressionen sind eine Krankheit für die man nichts kann. Aber man kann etwas dagegen tun. Bitte deinen Hausarzt einfach um die Adresse eines guten Psychologen oder Psychiaters. Gehe dorthin, denn dort bist du mit deiner Krankheit besser aufgehoben als bei einem Allgemeinmediziner. Ich selber war ca vier Jahre in Behandlung und die Medikamente, die Gespräche und die Begleitung dort haben mir gut getan und mir weiter geholfen. Leider denken noch immer viele Menschen, wie wohl auch deine Mutter, man müsse sich nur zusammen reissen und die Depression wäre verschwunden. So wird es nicht sein, also suche dir hilfe und nimm diese auch an. Ich drücke dir die Daumen, dass du so einen guten Facharzt findest wie ich ihn gefunden habe.

Antwort
von PeGaaasuus, 39

Genau so wie du es uns erklärt hast.

Ich habe damit keine Erfahrungen aber ich bin sicher du musst keine Angst haben. 

Sag deinem Arzt genau das was du fühlst, deine Erfahrungen und deine Ängste ich bin sicher er wird dir zuhören. 

Wenn dein Arzt es versucht gut zureden sag ihm, das es nicht gut zureden ist und das es dir nicht gut geht .

Lass dir keine Tabletten verschreiben wenn du sie nicht willst oder du denkst es wird dir nicht heflen. 

Und die Fargen, für eine Überweisung zu einem  Psychologen, kann dein Arzt dir alles beantworten 

viel glück und Gute Besserrung. 

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