Frage von Xboytheunseen, 142

Wie hat Charles Darwin zur damaligen Zeit ganz ohne moderne Technik herausgefunden wie die Arten dieser Welt entstanden sind?

Ich meine die Gentechnischen Methoden die die Evolution 100%ig beweisen gab es ja damals noch nicht und man hatte ja auch noch keine Ahnung vom Aufbau von Zellen und der DNA, geschweige denn, dass diese mutieren kann.

Wie also kam Darwin auf seine genialen Gedanken ?

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo Xboytheunseen,

Schau mal bitte hier:
Technik Menschen

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von dadita, 53

Durch Beobachtung, nur dass seine Beobachtung makroskopischer statt molekularbiologischer Natur waren. 

Das berühmteste Beispiel sind sicher die "Darwin-Finken" deren Anpassung an das lokale Mikroklima ihrer jeweiligen Inseln Darwin sehr beeindruckt hat. Aber auch seine Untersuchung von Fossilien spielten eine Rolle. Weiters führte er vergleichende Studien an den Skeletten verschiedener Tierarten durch. 

All seine Beobachtungen ließen nur einen Schluss zu: Das damalige Paradigma, dass alle Tiere so wie sie sind von einem Gott erschaffen wurden, war falsch. Es gab nicht nur Veränderungen in der Population (siehe Darwin-Finken), die heute lebenden Tiere hatten Vorfahren aus denen sie sich entwickelten und die teilweise noch andere Charakteristika hatten, welche sich im Laufe der Zeit veränderten. Manche Tierarten starben auch aus ohne Nachkommen zu hinterlassen. Aus all diesem schloss er, dass Tiere sich nicht nur ständig weiterentwickelten, sondern auch, dass es einen Mechanismus gibt welcher entscheidet, ob eine Spezies überlebt oder ausstirbt. Die natürliche Selektion. 

Man muss allerdings sagen, dass er nicht der einzige war, der diese Schlüsse zog. Zu seiner Zeit kamen mehrere Forscher, auf unterschiedlichem Wege, zu diesem Schluss. Ihre Postulate unterscheideten sich nur in kleinen Dingen. Das berühmteste Beispiel ist wohl Lamarck. Er postulierte einzig einen anderen Mechanismus der Anpassung. 

Kommentar von Xboytheunseen ,

Danke für die Antwort :-)

Was mich verwundert, dass es scheinbar immernoch Menschen gibt die an dieses Paradigma glauben, und Zitat meiner Freundin: "Falsches Sektenwissen vor wissenschaftliche Erkenntnisse setzen"

Kommentar von Agronom ,

Es ist schlicht einfacher und damit verführerisch für Menschen, die gern die "Denkarbeit" in die Hände anderer legen.

Kommentar von realsausi2 ,

Ich befasse mich seit 40 Jahren mit dem Thema Evolution. Habe dutzende Bücher gelesen, hunderte Dokumentationen angeschaut, darüber diskutiert und nachgedacht.

Und lerne immer noch jeden Tag etwas hinzu.

Das können manche nicht oder sie sind zu faul oder zu dumm.

Da reicht dann ein "Gott war´s" und der Drops ist gelutscht.

Kommentar von Dahika ,

Lamarck lag aber falsch, da er die Vererbbarkeit erworbener Eigenschaften postulierte. "Die Giraffen haben lange Hälse, weil sie von hohen Bäumen fressen."  Das ist die Lamarcksche Ansicht. Die Ansicht von Darwin war: weil sie lange Hälse haben, können sie von hohen Bäumen fressen.

Kommentar von dadita ,

Das ist natürlich korrekt. Dennoch postulierte auch Lamark eine natürliche Evolution. Er postulierte, dass ein Organismus zu Lebzeiten neue Eigenschaften wie längere Hälse durch ständiges Strecken erwerben und diese dann an ihre Nachkommen weitergeb weitergeben. Dies ist wie wir heute wissen falsch, da Evolution auf zufälligen Mutationen im Erbgut basiert. 

Antwort
von BellaBoo, 67

Durch Beobachtung...er hat die erwähnten Finken beobachtet und ihre Anpassung an die jeweiligen Lebensumstände.

Im Übrigen
1667: Robert Hooke prägte den Begriff Zelle (cellula, Kämmerchen, „Schachtel“), nachdem er diese als Hohlräume im Gewebe des Flaschenkorks, später dann des Farns und Sonnentaus, mit Hilfe eines der ersten Mikroskope entdeckte und detailliert aufzeichnete (siehe Abbildung). 1839: Theodor Schwann zeigte, dass Tiere und Pflanzen aus Zellen bestehen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Zellbiologie#Geschichte

1869 entdeckte der Schweizer Arzt Friedrich Miescher in einem Extrakt aus Eiter eine aus den Zellkernen der Lymphozyten kommende Substanz, die er Nuklein nannte.

https://de.wikipedia.org/wiki/Desoxyribonukleins%C3%A4ure

Charles Robert Darwin * 12. Februar 1809 in Shrewsbury; † 19. April 1882 in Downe...

Darwin kannte also Zellen und könnte auch von Miescher schon gehört haben...aber das war dafür garnicht relevant

Kommentar von Xboytheunseen ,

Deshalb habe ich ja vom Aufbau von Zellen, nicht von Zellen gesprochen

Kommentar von BellaBoo ,

1675 und 1679: Mikroskopische Beschreibung der Pflanzenzellen durch Malpighiin Anatome plantarum.

Sie beschreiben doch den Aufbau davon...muss ich dir den ganzen Artikel kopieren ?

Antwort
von EUWdoingmybest, 66

Schildkröten, Spottdrosseln und vor allem ein paar Finken, die Darwin
von den Galápagos-Inseln mitbringt, liefern dem Forscher die
entscheidenden Hinweise für seine berühmte Evolutionstheorie (von dem
lateinischen Wort evolvere = entwickeln, ablaufen). Dabei schenkt der
Biologe den faustgroßen Vögeln zunächst keine Beachtung. Er hält sie für
Zaunkönige, Schwarzdrosseln und Kernbeißer, denn sie haben vollkommen
unterschiedliche Schnäbel. Einige
dieser Schnäbel sind dick und damit ideal zum Nüsseknacken, die längeren
eignen sich besser zum Insektenfangen.

Erst ein herbeigerufener Kollege stellt fest: Bei den Vögeln
handelt es sich um miteinander verwandte Finkenarten. Darwin vermutet
darum: Diese verschiedenen Arten müssen jeweils auf unterschiedlichen
Galápagos-Inseln entstanden sein. Und er weiß auch, warum: Weil Nahrung
auf den Inseln knapp ist, herrscht dort ein ständiger Überlebenskampf.
Rein zufällig wurden
irgendwann Finken mit dicken Schnäbeln geboren. Und die hatten große
Vorteile gegenüber ihren anderen Artgenossen: Die Dickschnäbel konnten
nämlich auch Nüsse knacken und hatten dadurch ein größeres Speiseangebot
als die "normalen" Finken, die nur Samen fressen konnten.

Auf diese Weise entwickelten sich aus einer einzigen Finkenart
viele neue - jede davon besetzt
ihre eigene Nahrungsnische. Doch wie ein unsichtbarer Züchter lässt die
Natur nur diejenigen
Arten überleben, die sich am besten an ihre Umgebung angepasst haben.
Natürliche Auslese nennt Darwin dieses Prinzip. Und er legt damit den
Grundstein für seine Evolutionstheorie. Die wurde zwar schon ein paar
Mal ergänzt und abgewandelt - aber in ihren Grundzügen gilt sie als
bewiesen.
er

http://www.geo.de/GEOlino/mensch/darwins-evolutionstheorie-59858.html

Kommentar von Heiko114 ,

Ein Link reicht eigentlich schon...

Kommentar von BellaBoo ,

nee manchmal nicht...einige sind sogar dafür zu ****, muss man ja draufklicken

Kommentar von EUWdoingmybest ,

Ach naja, dachte diese Länge ist noch vertretbar. Und @BellaBoo, manchmal suche ich die Fragen einfach nur bei Google und siehe da.. erstes Suchergebnis ein Treffer :D

Kommentar von BellaBoo ,

ja das passiert mir auch gelegentlich, aber das ist zu einfach für manche *g*

Antwort
von Dahika, 17

Auf der Reise mit der Beagle kam er auch nach Galapagos und stellte dort fest, dass auf jeder Insel anders aussehende Vögel leben, die trotzdem der selben Art angehörten. Rote Finken, grüne Finken, etc.. und dann fing er an, nachzudenken.

Antwort
von Franz1957, 14

Charles Darwin lebte in England zur Zeit des aufblühenden Kapitalismus, eines Gesellschaftssystems, in dem die Konkurrenz das Verhältnis der Menschen zueinander bestimmt. Die Vordenker dieses Systems sahen in der kapitalistischen Konkurrenz den Motor von Produktivität und Fortschritt. Eine weitere damals einflußreiche Theorie war der Malthusianismus, dem zufolge die natürlichen Lebensgrundlagen nur für eine begrenzte Bevölkerung ausreichen. Diese Ideen wandte Darwin auf die Biologie an: Organismen konkurrieren miteinander um begrenzte Nahrungsquellen und nur diejenigen, die hierfür am besten angepaßt sind, haben Nachkommen.

Andere sahen dann wiederum in Darwins Theorie eine naturwissenschaftliche Untermauerung der Prinzipien der Konkurrenzgesellschaft und eine Rechtfertigung für ihre Auswüchse (siehe: Sozialdarwinismus), bis hin zu der Ideologie, wonach Völker und "Rassen" sich im Kampf ums Dasein gegeneinander zu bewähren hätten (siehe: Rassismus, Nationalsozialismus).

Antwort
von easypeasylsq, 61

Jeder Mensch stellt doch irgendwann Theorien auf und macht sich Gedanken von wo er kommt?

Antwort
von mychrissie, 7

Damals konnte man genau so scharf denken wie heute – aber aufmerksamer hinschauen.

Antwort
von CroatoanRoanoke, 33

Echt hat er einfach mal richtig angeschaut.(Zusammenfassung)

Antwort
von RuniX, 52

Durch die Gallapagos-Inseln, da es dort so eine Artenvielfallt gab. Siehe die Darwin-Finken.

Mfg RuniX

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