Frage von Miriam21, 85

Wie handhabt man den Alltag wenn man einen Welpen hat?

Ich möchte mir unbedingt einen Pitbull welpen anschaffen, derzeit spare ich dafür noch da ich momentan ALG2 beziehe. Jeder sagt mir das geht nicht, wer bezahlt haftpflichtv. steuern,tierarztkosten etc. Ich sag dann bis dahin hab ich definitiv einen Job und dann kommt "Dann kannst du dir auch keinen anschaffen ein welpe muss jede halbe stunde raus zum pinkeln".

Es nervt so, es muss doch eine möglichkeit geben beides zu tun arbeiten und einen hund groß ziehen?! Mein Freund ist ja auch noch da, der momentan nicht vor hat arbeiten zu gehen, ich allerdings möchte mindestens einen teilzeitjob.

Hätte ich immer darauf gehört was die anderen gesagt haben,würde ich heute noch bei meiner Mutter wohnen, da hieß es nämlich auch du kannst mit einem 450,- job nicht in eine eigene Wohnung ziehen. So ich konnte nicht, habe es aber getan aber leider nach langer zeit meinen Job als beutreuungskraft für demenzerkrankte verloren und jetzt seit januar beziehe ich halt alg2.

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Expertenantwort
von Naninja, Community-Experte für Hund, 31

Ich habe mir vor einigen Jahren einen Welpen geholt, obwohl ich berufstätig war. Ein weiterer Welpe zieht (trotz Berufstätigkeit) in einigen Wochen ein.

An Arbeit ist in der ersten Zeit mit einem Welpen, der weder stubenrein ist, noch alleine bleiben kann, sein Umfeld erforschen will und nur Unsinn im Kopf hat, nur dann zu denken, wenn der Welpe schläft.

Funktioniert hat das Ganze bei mir nur, weil ich selbstständig bin. Ich bin mir sehr sicher, dass diesen Zirkus kaum ein Arbeitgeber mitmachen wird. Ganz besonders nicht bei einer Aushilfe, die nur wenig da ist und stundenweise bezahlt wird. Fakt ist, dass kein Arbeitgeber Pfützen und Kot in seinen Firmenräumen haben will. Fakt ist, dass Welpen zerstören, wimmern oder bellen, wenn sie alleine bleiben müssen, es aber noch gar nicht können (und noch zu jung für das Training sind). Fakt ist, dass sie spätestens im Zahnwechsel wieder anfangen, alles anzunagen, wenn sie unbeaufsichtigt sind. Fakt ist, dass Du Deine Arbeit in der ersten Zeit nicht zu 100% erledigen wirst. Im optimistischen Fall sind es 50% und das wird kein Arbeitgeber mitmachen.

Bezahlt habe ich an Tierarztkosten im ersten Jahr übrigens über 2.000€. Zwei Augenverletzungen beim Toben nebst OP, 2 doppelt stehende Zähne während des Zahnwechsels, die gezogen werden mussten, ein verschluckter Fremdkörper, der nicht mehr aus dem Hund kam und per Endoskop entfernt werden musste, Giardien und andere "Kleinigkeiten".

Muss natürlich nicht passieren, kann aber (wie man an meinem Beispiel sieht). Ohne finanzielles Polster hätte ich das erste Jahr nicht geschafft. Schulden hätte ich für den Luxus eines eigenen Hundes niemals machen wollen. Nicht zum Tierarzt zu gehen, weil mir das Geld fehlt, wäre ebenfalls keine Option gewesen. Ohne entsprechende Rücklagen wäre mir kein Hund ins Haus gekommen.

Sicher lohnt es sich, im Leben Risiken einzugehen und persönliche Entscheidungen nicht von den Meinungen anderer abhängig zu machen. Aber 1. denke ich, dass man sich nicht sehenden Auges in den Mist reiten muss und 2. bedarf es einer deutlich erhöhten Gründlichkeit und eines gesteigerten Verantwortungsbewusstseins, wenn es um ein weiteres Lebewesen geht, dass man - wie hier-  mit rein reißt.

Kommentar von Miriam21 ,

Ich würde natürlich einen großen käfig kaufen und den hund nicht außer augen lassen de würde nichts versclucken

Kommentar von Naninja ,

Ich will Dir keine Illusionen rauben, aber einen Käfig kannst Du komplett vergessen.

Das Alleinsein musst Du mit dem Hund ortsbezogen trainieren, in der Box zu bleiben ebenfalls. Gerade bei Terriern, die alles ständig hinterfragen, kann das ein ziemlicher Kampf werden und es dauert Monate (!) bis ein Hund das kann. Bis dahin wird Dir Dein Welpe den Arbeitsplatz zusammen brüllen und Du versaust Dir das weitere Training u.U. richtig und ziehst Dir ein ordentliches Problem heran, weil Dir während der Arbeit die Zeit fehlt, um richtig zu trainieren.

Mein Hund saß in den ersten Monaten bei Besprechungen entweder auf meinem Schoß, oder mit im Raum. Kurz vor der Pubertät konnte er im Büro alleine bleiben, dann kam im Hormonrausch eine Angstphase und damit ein Einbruch und wir mussten wieder neu trainieren.

Wenn Du seit zig Jahren bei einem Arbeitgeber bist, Deinen Job gut machst und Dir Deine Position erarbeitet hast, kannst Du so etwas mit viel Glück bringen. Ein neuer Arbeitgeber (und Du hast den Job ja noch nicht einmal), bei dem Du auf Aushilfsbasis arbeitest, wird Dir einen Vogel zeigen.

Gerade aus der Erfahrung mit einem Welpen am Arbeitsplatz sage ich Dir, dass Du zum jetzigen Zeitpunkt die Finger von einem Welpen lassen solltest. Die Pläne, die Du machst, lassen sich in der Realität schlichtweg nicht umsetzen.

Antwort
von Peterwefer, 42

Nun gut, Haftpflicht u. a. sind schon aufzubringen, aber ich würde mich nicht von Bekannten verrückt machen lassen, sondern mich exakt bei kompetenten Personen (Leuten, die Hunde haben, sind nicht verkehrt, auch derjenige, von dem Du den Hund holen willst, kann Dir vielleicht etwas sagen) über die Gesamtkosten informieren. Natürlich auch beim Vermieter, ob Tiere überhaupt erlaubt sind. Und dann überlegen: Geht das? Geht das nicht? Natürlich wirst Du hin und wieder verzichten müssen, wenn dein Hund, der nun einmal, sobald Du ihn hast, auf Gedeih und Verderb auf dich angewiesen ist, dieses oder das braucht. So sind Behandlungskosten für einen Tierarzt sehr teuer. Aber immerhin gibt es im Internet hierüber Möglichkeiten, sich zu informieren (z. B. http://www.zottelundco.de/Tierschutz/TierarztHilfe.htm).  Wenn Du einen Teilzeitjob hast, kannst Du allemal Deinen Hund versorgen. Und Dein Freund - könnte er sich nicht hin und wieder um den Hund kümmern? Leicht wird es mit einem kleinen Hund nicht. Aber wenn Du Freude an einen Hund hast, bist Du auch bereit, diese und andere Schwierigkeitne zu überwinden.

Kommentar von Miriam21 ,

Endlich eine gescheite Antwort! Die Bekannten sind meine Schwestern und meine Mutter. Meine Schwester besitzt einen Rottweiler, die anderen einen Amstaff und meine Mutter hält schon ihr Leben lang schäferhunde und wenn man wie ich seit geburt an mit großen Hunden und auch "kampfhunden" vertraut ist, dann ist ein Leben ohne unmöglich. Seitdem ich ausgezogen bin merk ich richtig wie ich das vermisse. Im Mietvertrag steht darüber nichts, und wenn das der fall ist kann der vermieter das nicht im nachhinein abändern. Rasselisten haben wir in Niedersachsen nicht also brauche ich auch keine genehmigung. Ich bin absolut bereit einzustecken und mein Geld wenn es nötig ist in meinen Hund zu investieren, jeden einzelnen Cent

Kommentar von Peterwefer ,

Vielen Dank! Fest steht: Deine Bekannten (wer auch immer) können sich irren. Dein Freund - das ist da schon etwas anderes jedenfalls, wenn er mit Dir zusammenlebt. Deine Einstellung hierüber ist anscheinend in Ordnung, nun, dann spricht an und für sich wenig dagegen! Vielleicht würde so ein Hund Deinem kranken Freund auch gut tun! Und wegen des Minijobs - Du kannst einen Hund durchaus dahin erziehen, dass er mal ein paar Stunden allein ist! Gerade einen Welpen. Ältere Hunde lassen sich nicht mehr so leicht umerziehen.

Antwort
von Gerneso, 44

Mein Freund ist ja auch noch da, der momentan nicht vor hat arbeiten zu gehen, ich allerdings möchte mindestens einen teilzeitjob.

Na, das sind ja mal wieder vorbildliche Verhältnisse! Er hat also gar nicht vor zu arbeiten und Du wärest bereit ein paar Stunden zu arbeiten......

Bevor man sich ein Tier anschafft, sollte man schon Verantwortungsbewusstsein gelernt haben. Und dazu gehört eben auch, dass man alles tut um aus der Bedürftigkeit zu kommen und Hobbies selbst finanzieren zu können.

Des weiteren müsste der Vermieter der Anschaffung eines Hundes dieser Rasse zugestimmt haben, sonst verliert ihr auch noch die Wohnung.

Bekommt erst mal Euer Leben auf die Reihe und schafft Euch dann einen Hund an.

Mit einem Mann, der "gar nicht vorhat" zu arbeiten, würde ich ohnehin nicht zusammen leben wollen, denn am Ende musst Du den faulen Sack auch noch mit Deinem Gehalt durchziehen und der sagt "Bist ja auch blöd zu arbeiten - bleib halt daheim wenn's Dir nicht passt, dass uns dann das ALG2 gestrichen wird".

Kommentar von Miriam21 ,

so eine antwort kann ich nicht gebracuhen. wir haben unser leben im griff und er geht nicht arbeiten weil er so viele schulden hat,dass er eh alles abdrücken müsste ;) Tschüß und danke für keine hilfe

Kommentar von ErsterSchnee ,

Komisch - in dem Kommentar zu meiner Antwort war er angeblich noch krank - hier sagt sie jetzt selber, dass er stinkefaul ist...

Kommentar von Gerneso ,

weil er so viele schulden hat,dass er eh alles abdrücken müsste ;)

Eine Antwort mit der Du Euch nur weiter disqualifizierst. Denn Schulden sind ja keine Krankheit, die einen "aus heiterem Himmel" ereilt.

Er hat also Dienstleistungen in Anspruch genommen und einfach nicht bezahlt. Und jetzt ist er sauer, dass er bei Einkommen für die Dinge, die er ja selbst bestellt und in Anspruch genommen hat, bezahlen soll.........

Aber ihr habt ja Euer Leben im Griff, ist klar.

Kommentar von Miriam21 ,

Keine Dienstleitungen. Es geht euch einen Scheiädreck an! Ich habe mein leben im griff ^^ Dass mein Freund schulden hat ist nicht mein bier

Kommentar von wotan0000 ,

**und er geht nicht arbeiten weil er so viele schulden hat,dass er eh alles abdrücken müsste**

Das beweist schon mal sein Verantwortungsgefühl. Die, denen er das Geld schuldet sind darüber bestimmt sehr glücklich.

Ironie aus.

Antwort
von ErsterSchnee, 46

Ein Teilzeitjob reicht nicht für einen Hund und einen faulen Freund! Wir haben jetzt gerade 600,- Euro für eine unumgängliche OP auf den Tisch gelegt - und das war noch günstig!

Kommentar von Miriam21 ,

im notfall komme ich an geld ran da mach ich mir keine sorgen ^^ Mein freund ist nicht faul, behaupte nichts wovon du keine ahnung hast!!

Kommentar von ErsterSchnee ,

“Mein Freund ist ja auch noch da, der momentan nicht vor hat arbeiten zu gehen“

Das IST faul...

Kommentar von Miriam21 ,

nein er ist KRANk. sagt dir das etwas?

Kommentar von ErsterSchnee ,

Und deshalb WILL er nicht arbeiten, soso...

Kommentar von Miriam21 ,

Tja, ein Depressiver Mensch KANN nicht arbeiten und will es auch nicht. Aber hauptsache großes mundwerk haben. Ich hasse menschen wie dich, ekelhaft

Kommentar von ErsterSchnee ,

Und ich mag keine Sozialschmarotzer - aber egal. Wenn du dich für eine Version zu deinem Freund entschieden hast, kannst du ja gerne nochmal nachfragen. Ich verkneife mir auch jeglichen Kommentar dazu, das in deinen Augen jemand, der SO depressiv ist, dass er nichtmal arbeiten kann, ein guter Welpensitter ist...

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