Wie häufig waren große Dinosaurier?

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4 Antworten

Große Dinosaurier waren in der Kreidezeit die dominierenden Landtiere auf der Erde und ungefär so häufig anzutreffen wie heutzutage die größeren Säugetiere, die heute unsere Großtierfauna bestimmen. Wie groß die Dinosaurier, denen du dort begegnest, aber sind, kommt aber ganz darauf an, wo auf der Welt du dich befindest!

Vor 70 Millionen Jahren, im frühen Maastrichtium, hatte die Diversität der großen Dinosaurier, vor allem auf dem Nordamerikanischen West-Kontinent Laramidia und im östlichen Teil von Asien (Mongolei) einen Höhepunkt erreicht. Es gab eine große Vielfalt an Arten von Horndinosauriern (Ceratopsiern) und Entenschnabeldinosauriern (Hadrosauriern). Unter den Raubsauriern gab es dort ebenfalls mehrere Arten, vornehmlich Tyrannosauriden (Vorfahren des T-rex) und Deinonychosauriern (Raptoren).

In Europa war die Artenvielfalt etwas kleiner, da auch die Lebensräume hier noch enger zusammenlagen. Durch den hohen Meeresspiegel lag ein großer Teil Europas unter Wasser, es sah hier eher aus wie heute auf den Bahamas. Trotzdem lebten auch hier Rhabdodonten, Hadrosaurier und Deinonychosaurier, aber sie waren allesamt eher kleinere Tiere (was an dem beengten Lebensraum lag).

In Südamerika und vielleicht auch in Afrika hättest du die besten Chancen, wirklich große Dinosaurier zu sehen: Dort gab es noch eine größere Population von Sauropoden (Langhals-Dinosauriern). Die meisten dieser großen Pflanzenfresser waren allerdings schon seit Ende des Jura ausgestorben. Bejagt wurden diese in Südamerika unter anderem von Abelisauriern.

Einen besonderen Artenreichtum bot auch das Meer. Zwar gab es dort keine Dinosaurier, aber in den ausgedehnten Flachmeeren waren Plesiosaurier und Mosasaurier die Top-Räuber. Sie machten jagt auf große Fische, aber auch Ammoniten.

Allerdings gab es noch keine Graslandschaften. Gräser tauchten erst ganz am Ende der Kreidezeit auf und waren dann auch noch relativ selten. Den Boden bedeckten eher Moose, Bärlappe, Flechten, Kräuter und viele Arten von Farnen. Auch den Stegosaurus würdest du vor 70 Millionen jahren vergeblich suchen: er war damals bereits seit gut 80 Millionen Jahren ausgestorben.

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Kommentar von LordRob
04.03.2016, 20:36

Ich sagte ja auch in der größe von Stegosaurus

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Du führst uns mit deiner interessanten Frage an unsere Grenze, denn keiner weiss wirklich darüber was, - ich auch nicht.

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Kommentar von MarkusKapunkt
04.03.2016, 19:20

Nu weil du darüber nichts weißt heißt das doch nicht, dass es niemanden sonst gibt. ;-)

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Ja, du würdest mit Sicherheit einige sehen. Das ist nichts anderes, als wenn du heute durch die afrikanische Savanne gehst. Wenn du Heute in der Savanne 24h umherstreifst, wirst du eine Giraffe, Löwe, Nashorn, Gazelle oder sonst etwas sehen. Frühe wäre es fast genauso, bloß die Tiere wären größer.

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Erster Fehler: Grasland. 

Es gab damals noch kein Gras. 

Tyrannosaurus Rex war ein seltener und nicht besonders "toller" Dinosaurier. Wahrscheinlich sogar nur Aasfresser. Und selten (einen pro einige Duzend Quadratkilometer)

Stegosaurus (Viele Millionen Jahre früher gelebt als der Txrannosaurus) war auch kein Herdentier, demensprechend selten anzutreffen. 

Generell waren große Dinosaurier nicht so häufig, Herdentiere wie Diplodocus (kannst du googeln) waren aber in Herden unterwegs (das macht Herdentiere ja aus)

Mt diesen Herden zog ein "Rattenschwanz" mit. Kleinere Dinosaurier, Mistkäfer (damals genau so wie heute) und anderes Getier. 

Um die Frage zu beantworten: Einzelgänger waren selten, weil sie große Reviere brauchten, Herdentiere waren alle auf einen Punkt konzentriert, das heißt auch selten anzutreffen. 

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Kommentar von LordRob
03.03.2016, 19:51

es.. gab kein gras..?! Heist dass offene flächen waren nur von dreck bedeckt?

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Kommentar von MarkusKapunkt
04.03.2016, 19:33

Erster Fehler: Den Tyrannosaurus rex hast du um zwei Millionen Jahre verpasst, den gab es damals noch nicht.

Zweiter Fehler: Er war sicher kein reiner Aasfresser, und selten auch nicht. Nach dem Triceratops war er gleichauf mit dem Edmontosaurus der zweit- bzw. dritthäufigste Dinosaurier seines Lebensraumes. Außerdem war er auch kein Einzelgänger, sondern lebte im Rudel. Zwar hast du recht, dass ein T-rex-Rudel wahrscheinlich ein mehrere Quadratkilometer großes Revier besaß, aber die Chance, einem zu begegnen, wäre vor 68 - 66 Millionen Jahren gar nicht mal so schlecht, wenn du in den Westen Nordamerikas reisen würdest.

Dritter Fehler: Der Diplodocus war ein Zeitgenosse des Stegosaurus, und wie du richtig bemerktst lebte er viele Millionen Jahre vorher. Auch der Diplodocus war vor 70 Millionen Jahren also bereits 80 Millionen Jahre lang ausgestorben (ich glaube aber, dass hast du auch so gemeint. Könnte in deiner Antwort aber etwas verwirrend sein). Sauropoden waren in der Oberkreide sowieso schon ziemlich selten. Man könnte höchstens in Afrika oder Südamerika noch welche finden. In Nordamerika lebte nur noch eine einzige Art, die auch das Massensterben am Ende der Kreidezeit noch er- aber nicht überlebte: Der Alamosaurus.

Vierter Fehler: Ob Sauropoden wie der Diplodocus Herdentiere waren oder nicht, ist rein spekulativ. Man hat bislang nur einzelne Knochen gefunden, und niemals ein Massengrab. Es gibt aber Hinweise darauf, dass sie zumindest zeitweise zusammenkamen, um gemeinsam ihre Eier abzulegen. Dies belegen auf sehr großer Fläche gefundene Nester in Südamerika. Was sie nach der Eiablage aber taten, ist ungewiss - Vielleicht zogen sie auch als Einzelgänger durch die Landschaft. Ihre Größe hätte als Schutz wohl vollkommen für ein solches Leben ausgereicht.

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