Frage von Kitty113, 174

Wie häufig gibt es Menschen, die sich generell unter dem Durchschnitt bewegen?

Hallo,

Versteht mich bitte nicht falsch. Das Wort "unterdurchschnittlich" steht in dieser Frage jetzt nicht für eine Beleidigung oder Diskriminierung, sondern damit sind nur Menschen gemeint, die sowohl ihre schulischen, als auch die allgemeinen Anforderungen im Leben (egal aus welchem Grund) nicht erfüllen können. Mit anderen Worten, diese Leute bewegen sich in allen möglichen Hauptbereichen sozusagen ( Intelligenz, Schule, Freunde, Sport und Sprache ) unter dem Durchschnitt oder haben mehr oder weniger Defizite dort.

Es ist mir, sowie jedem hier auch bekannt, dass Menschen, die in ihrem Leben nicht das leisten können, was ihre Altersgenossen leisten, nicht schlechter oder besser sind als andere sowie auch ihre Stärken haben können und ihren Hobbys nachgehen. Da das Leben jedoch hauptsächlich aus Leistungen besteht sowie es auch in unserer Gesellschaft sehr viel Richtig und Falsch gibt, wird nicht selten von "Störungen" , allgemeinen Entwicklungsverzögerungen/Rückständen oder Lern-/geistigen Behinderungen und somit auch Therapien, Förderschulen gesprochen.

Deshalb auch meine Frage: Kennt ihr evtl. persönlich Menschen, die sich, insbesondere in den oben genannten Hauptbereichen - egal aus welchem Grund - unter dem Durchschnitt befinden? Und wie häufig kommt so etwas vor?

Antwort
von Pudelcolada, 34

Das kommt darauf an, wie der Durchschnitt berechnet wird, und das ist immer vom Ersteller der Statistik und seiner Erwartung abhängig.

Klar gesagt: Was ist ein Normalverhalten?
Die Antwort darauf definiert eine Statistik.
Das kann man so machen, muss aber eine fremde Statistik auch lesen können.

Beispiel drei Menschen:
Einer verheiratet, einer in fester Beziehung, einer solo.
Einer in Vollzeitanstellung (39 Std), einer in Teilzeit (21 Std), einer erwerbslos.
Einer heterosexuell, einer homosexuell, einer transsexuell.
Einer versorgt drei Kinder im eigenen Haushalt, einer zwei, einer eins.

Staitstisch gesehen lebt die "normale", also überdurchschnittliche Mehrheit in einer festen Beziehung, aber nur die Minderheit ist verheiratet.
Im Durchschnitt ist jeder der drei in einer Teilzeitstellung (20 Std) beschäftigt.
Über die sexuelle Neigung lässt sich nichts aussagen, aber ein jeder ist zu einem Drittel transsexuell..
Alle haben im Schnittt zwei Kinder zu versorgen.
;o)

Einfacher, zwei Menschen:
Einer ist erwerbslos, einer in Vollbeschäftigung.
Statistisch, also normal, arbeiten beide auf einer halben Stelle.
Was natürlich völliger Blödsinn ist.

Bei der kindlichen Entwicklung dasselbe:
Je enger eine Statistik den Zeitraum begrenzt, zu dem ein Säugling sich selbständig aufrichten können sollte, umso größer die Menge der Früh- und Spätentwickler.

Selbstverständlich sollte der statistisch erfasste Raum nicht so weit gefasst sein, dass jeder hineinpasst und ein eventueller Förderbedarf verpasst wird.

Ab einem bestimmten Alter wird ein Rückstand in der Entwicklung im Vergleich zu Gleichaltrigen deutlich sichtbar, spätestens dann sollte gefördert werden.

Mit einem deutlichen Beispiel wäre an dieser Stelle besser geholfen.

Und ja, ich kenne solche Menschen.
Allerdings leiden sie nicht immer unter einem Entwicklungsrückstand, sondern viele von ihnen an einer Behinderung.
Nicht dasselbe.

Antwort
von Akka2323, 44

Etwa 4 % der Schüler eines Jahrgangs bewegen sich schulleistungsmäßig im Bereich der Förderschule für Lernhilfe. Wenn Du aber eine größere Ansammlung von erwachsenen Menschen im unterdurchschnittlichem Bereich treffen willst, brauchst Du nur auf eine Pegidademonstration zu gehen.

Kommentar von Pudelcolada ,

Da ich in anderen Themenbereichen von GF ständig und permanent gegen persönliche Verallgemeinerungen aus "politischen Gründen" angehe und auf die Wichtigkeit des Austausches von Argumenten verweise, fühle ich mich auch hier dazu verpflichtet:

Auch wenn ich glaube zu wissen, was Du meinst, und Dir politisch völlig zustimme:
Eine solche Herstellung von Zusammenhängen ist themenfremd und entbehrt wahrscheinlich jeder persönlichen Erfahrung.

Damit weise ich vorsorglich jeden Rückschluss zurück, ich hätte auch nur die geringste Sympathie für Nationalismus o.ä., Ausgrenzung Hilfesuchender oder Ablehnung einer pluralistischen Gesellschaft!

Ich möchte nur auf die unbewiesene und deplatzierte Verallgemeinerung hinweisen.

PS: Falls Du einen "DR" bekommen hast, von mir war er nicht; das wüsstest Du.
;o)

Antwort
von murksi1, 41
Antwort
von Chaoist, 79

Die aller wenigsten Menschen sind bei irgendetwas genau Durchschnitt.

Manche sind 3, viele sind 45, andere sind 55, und einige sind 97. Diejenigen die genau 50 sind, sind die aller wenigsten im Vergleich zu allen anderen.

Um es bildlich und leicht verständlich zu sagen:
Wenn du ein Stück Holz in der Mitte durch schneidest, macht der Schnitt selbst den geringsten Anteil des Holzes aus.

Kommentar von AnyBody345 ,

super Metapher mit dem Holz 😊

Kommentar von mychrissie ,

Ist ein Schnitt eigentlich Bestandteil des Holzes? Er besteht ja eigentlich aus Nichtholz. Und wäre der Schnitt noch da, wenn man nur das Holz wegnähme?

Manchmal läßt eine Formulierung die Fantasie wandern...

Kommentar von Chaoist ,

Das sind tief Philosophische Fragen :)

Das Sägeblatt hat eine bestimmte Stärke. Wer schon mal genau auf der Linie gesägt hat, konnte nachher feststellen, dass das Stück zu klein war. ( und zwar um die Hälfte der Stärke des Sägeblattes )

Man könnte ja auch einfach anschneiden statt durchschneiden, so dass sich eine Kerbe zeigt.

Antwort
von GoxTar, 47

Weiß jetzt nicht wieviele.

Aber in schulischer Sicht bin ich wohl auch unterdurchschnittlich.

Antwort
von Barney123, 15

Hallo,

Rein statistisch ist das genau die Hälfte der Menschen

Oder hast du nicht verstanden, was der Durchschnitt ist? Dann bist Du weit drunter!

Antwort
von Junkpilepunk, 82

Ich würde sagen die Hälfte der Menschen ist unterdurchschnittlich, egal in welchem bereich, einfach weil das die Definition des Durchschnitts ist.


Kommentar von Chaoist ,

Es kommt darauf an, wie sehr die "überdurchschnittlichen Menschen" überdurchschnittlich, und die "unterdurchschnittlichen Menschen" unterdurchschnittlich sind.

Eine Geringe Anzahl weit überdurchschnittlicher, kann erst von einer sehr großen Anzahl gering unterdurchschnittlicher ausgeglichen werden.

Kommentar von Barney123 ,

Chaoist, im Prinzip hast du ja Recht, aber bei 7 Milliarden Proben (Menschen) wird es sich wohl auf die Hälfte einpendeln, weil die Unterschiede fliesend sind. Denk mal darüber nach

Kommentar von Pudelcolada ,

Du denkst zu wenig statistisch.
Es geht nicht um die Ausgeglichenheit im Ergebnis, sondern um die statistische Berechnungsgrundlage, also um die Vorgabe, nach der die eigentliche Zählung erfolgt.
;o)

Antwort
von malas89, 42

Ich denke jeder Mensch kennt einen " Unterdurchschnittlichen ". Vor allem wenn man die ganzen Bereiche bedenkt die du aufzählst.

Meiner Meinung gibt es keinen Punkt 0.

Jeder Mensch ist in irgend einem Bereich Über- bzw. Unterdurchschnittlich.

Ein gutes Beispiel ist gutefrage.net.

Wenn man sich die Fragen einmal genauer durchliest, fällt einem auf dass die Fragesteller oder Beantworter teilweise gutes oder sehr gutes Allgemeinwissen haben.

Dafür findet man beim Selben in drei Sätzen 57 Rechtschreibfehler...

Allgemeinwissen = Überdurchschnittlich

Rechtschreibung = Unterdurchschnittlich 

Kommentar von Pudelcolada ,

Auch das ist eine Art von Statistik, wenn auch eine ebenso sehr persönliche.

Antwort
von Arlon, 90

Es müssen genausoviele sein, wie es Überdurchschnittliche gibt, weil du sonst nicht wieder auf den Durchschnitt kommst.

Kommentar von Chaoist ,

Nein müssen es nicht. Es können auch sehr viel weniger über dem Durchschnitt sein. Diese müssen dann eben dementsprechend weiter vom Durchschitt entfernt sein.

Kommentar von Arlon ,

Es geht nicht um den Wert, sondern um die Anzahl.

Kommentar von Chaoist ,

Bei einer Kette mit 9 Perlen, liegt die Mitte genau auf der fünften. Das ist aber nichts was ich als Durchschnitt verstehen würde.

Den Durchschnitt suche ich wohl eher bei einer Frage wie:

Hundert Perlen sind mindestens 3mm im Durchmesser und maximal 12mm. Wie groß ist der durchschnittliche Durchmesser der Perlen?

Dazu muss ich natürlich erst die Durchmesser aller 100 Perlen ermitteln. Es sei denn ich nehme 10 und mache eine Hochrechnung ( schlechte Idee ).

Kommentar von Arlon ,

Kann man so machen, ja. Oder ich nehme 50 weiße Perlen und 50 schwarze Perlen und errechne daraus eine Durchschnittsfarbe. Dann erhöhe ich die Anzahl der schwarzen Perlen und stelle fest, dass die resultierende Farbe von der Durchschnittsfarbe abweicht. Daraus kann ich den Schluß ziehen, dass es ein Ungleichgewicht zwischen schwarzen und weißen Perlen gibt.

Antwort
von HeyMr, 53

10% Marke, andere Sagen 25% aber 10% ist eindeutig.

Antwort
von josef050153, 20

50% etwa

Kommentar von Pudelcolada ,

50% wovon?

Kommentar von josef050153 ,

Von 100%.

Der Durchschnit ist das statistische Mittel. Das bedeutet 50% sind darüber und 50% darunter. Das macht zusammen 100%

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