Wie habt ihr es geschafft aus eurer Familie zu kommen?

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6 Antworten

Deine Signale waren für Deine Umwelt sicher nicht deutlich genug und Du hast anscheinend darauf gewartet, dass andere etwas für Dich tun als selbst etwas zu tun.

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Kommentar von HopeNeverFails
20.12.2015, 22:43

Das klingt für mich plausibel! Nur ist es nicht auch gerechtfertigt, das zu erwarten?  Ich bin ja noch nicht volljährig gewesen und damit auch noch nicht selbst für mich verantwortlich. Und dass die Signale nicht deutlich genug waren, kann sein, weil ich aus Scham versucht habe das zu verbergen, wie es bei mir zu Hause zu geht :(. Ein typischer Zwiespalt.Ich könnte mir vorstellen, dass viele sich das bei mir nicht vorstellen konnten/wollten, weil ich eher gut in der Schule war, hübsch und sozial engagiert. Ich habe so eben versucht die Defizite von zu Hause auszugleichen.

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Ab einem gewissen Alter müssen die Heranwachsenden direkt sagen "ich brauche Hilfe, weil..." Da helfen Andeutungen nicht mehr. Ansonsten gibt es schon seit Jahren die Nummer gegen Kummer - in den Schulen, wo ich bisher tätig war, haben die immer ausgehangen. Ansonsten hättest Du Dich auch selbst direkt ans Jugendamt wenden können, um Maßnahmen der Jugendhilfe zu erhalten.

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Kommentar von HopeNeverFails
20.12.2015, 22:23

Danke für Ihre Antwort! Ich denke mir auch, dass ich selbst hätte aktiv werden müssen, aber zwischen 14-18, wo das mit dem Ausziehen für mich Thema war, wäre ich einfach nicht selbstständig genug gewesen, auf eigene Faust etwas zu suchen. Mein Vater und meine Taufpatin, die beiden engsten Bezugspersonen für mich, haben mich nicht unterstützt, als ich direkt(!) gesagt habe, ich wolle nicht mehr zu Hause leben. Ich war auch ziemlich verängstigt bzw. eingeschüchtert, weil ich mir selbst die Schuld daran gegeben habe, wie es zu Hause läuft.

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Weil wegschauen einfacher ist darum denkst sich jeder irgendjemand wird schon helfen ich will nicht aber da eben jeder wegschaut hilft letzten Endes niemand. Jugendamt… na ja soweit ich weiß ist das nicht so toll... nett ausgedrückt.
Ich verstehe es ehrlich gesagt auch nicht ganz wenn es in der Zeitung stand und du wie du gesagt hast zuhause laut geschrien hast, dann ist es echt seltsam das niemand was gemacht hat, normalerweise ist unter einem Haufen ignoranten doch zumindest einer der mal was tut.

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Kommentar von HopeNeverFails
20.12.2015, 22:30

Naja, ich glaube, wenn jemand "einfach so" herumschreit, könnte das eher abschrecken. Mir ging es einfach nur innerlich so schlecht, der ganze Druck musste irgendwie raus.

Aber genau den Eindruck hatte ich auch vom Jugendamt, das ich nur aus den Medien kannte. Wenn man da etwas hört, dann ist es nicht wie toll sie doch arbeiten, sondern, dass wieder irgendetwas schief gelaufen ist.

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Für mich stellt sich die Frage: Warum hast du nichts unternommen. Da du ja Abi hast, bist du ja auch nicht dumm. Du kannst das Internet bedienen und studierst ja wohl auch. Wieso hast du dich nicht selber um Hilfe bemüht, sondern auf andere gewartet? 

So einfach wird auch keiner aus der Familie genommen. Ihr hättet erst mal eine Familienhelfer/in bekommen.

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Kommentar von HopeNeverFails
20.12.2015, 22:36

Naja, sonderlich schlau fühle ich mich dabei trotzdem nicht :( Ich wusste ja nicht, dass es echte HILFE gibt. Also etwas, wo es mir damit besser geht. Ich war bei einer Jugendpsychotherapeutin, die sich bestimmt den Beruf nicht ausgesucht hat, weil sie vorsetzlich anderen schaden will.Trotzdem hat die mich als schlimmes Mädchen dargestellt und mir gesagt, dass ich manches nie jemandem erzählen darf. Ich dachte so sähe Hilfe aus.

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in der abiturzeitung deines bruders stand, dass er dich missbraucht hat? wer hat denn das da reingeschrieben und wie fand denn dein brunder das?

deine geschichte klingt fuer mich nicht plausibel. 

es ist zwar richtig, dass viele leute lieber wegsehen, es gibt aber auch vermehrt das gegenteil, die leute, die sich immer einmischen muessen und sofort jugendamt schreien, auch wenn gar nichts ist.

insofern kommt es mir ein bisschen so vor, als ob du zwar glaubst, dass es von aussen doch sichtbar sein musste, es das aber objektiv betrachtet nicht war.

und entschuldige, aber vom jugendamt hattest du noch nie was gehoert? von polizei? 

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Kommentar von HopeNeverFails
20.12.2015, 22:54

Warum klingt das für Sie nicht plausibel? Ich müsste wahrscheinlich fünf oder zehn Seiten schreiben, damit das EVENTUELL für Sie plausibel klingen KÖNNTE. So viel Platz habe ich aber nicht und ehrlich gesagt auch nicht die Nerven, wenn ich zu lange darüber nachdenke, muss ich eher heulen :'(

Ich finde es ehrlich gesagt komisch, dass sich hier noch niemand zu Wort gemeldet hat, der von zu Hause ausgezogen ist...auf die Frage, was ich hätte tun können/machen/ sollen, finde ich nämlich ohnehin keine Antwort...

Natürlich habe ich vom Jugendamt bzw. der Polizei gehört, aber ich hatte eher Schiss davor. Was vielleicht auch gar nicht so unbegründet ist. Es wäre nämlich auch naiv zu denken  "Rufen wir einmal das Jugendamt/Polizei und alles läuft hundertprozentig richtig". Ich dachte eher, dass die mich "bestrafen" oder mich ohnehin nicht ernst nehmen. Als Jugendliche hat man leicht das Problem, dass jedes Verhalten als pubertär abgestempelt wird :(

In der Schule wurden wir wirklich NIE darüber aufgeklärt, welche Anlaufstellen es gibt. Uns wurde auch NIE erklärt, wie das Jugendamt arbeitet, was die machen etc. Wahrscheinlich, weil die Mehrheit der Gymnasiasten das nicht braucht.  Das Jugendamt war mir, wenn überhaupt, aus den Medien bekannt und dann, weil es wieder irgendeinen Skandal gab. Dass die mir HELFEN könnten, war mir nicht bewusst.

Bezüglich der Abi-Zeitung: Ich weiß nicht, was mein Bruder dazu gesagt hat. Seine Freunde haben das in der Kurzbeschreibung über ihn erwähnt.

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Therapeuten arbeiten für Geld und die wollen dich immer beibehalten damit sie geld verdienen

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Kommentar von webya
20.12.2015, 10:56

Nein, denn sie sind gegenüber dem Auftraggeber (Krankenversicherung) mitteilungspflichtig. Das fordern die auch regelmäßig an.

Außerdem gibt es deutlich mehr Menschen die einen Therapeuten suchen, als es Plätze gibt. 

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