Ohmygod am 01.11.2009 um 16:17 Uhr
...ich hatte mich gerade in einigen Fragen aufgehalten, wo es zum Beispiel um die Bergpredigt von Jesus ging. Ich denke dabei aber auch an andere, wie Heerführer, Cäsaren, Könige, usw. usw. - Wie haben die das akustische Problem bewältigt und zu Tausenden gesprochen, ohne Lautsprecher? In den Historienfilmen wird einem das ja einfach untergejubelt. (Und in Weltall-Filmen kracht es, wenn Raumschiffe explodieren, in Wahrheit ist es aber still im Vakuum - nur Stanley Kubrick hat das richtig gemacht...)
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Der junge Demosthenes trainierte seine Stimme, indem er mit einem Mund voller Kieselsteine gegen die Brandung anschrie. Daraus sollte sie gestärkt hervorgehen. Bedenkt man, dass er zu einem der bedeutendsten Redner der Antike wurde, könnte dies geklappt haben. ;-)
Wahrscheinlich ist es aber nur eine schöne Geschichte.
Ohmygod am 1. November 2009 16:21 Danke - wo steht'n das? (Und all die Anderen... da muß es noch mehr gegeben haben...)
AriGold am 1. November 2009 16:31 Ich kenne das noch als Anekdote aus dem Lateinunterricht. Das wird auch sehr oft in Artikeln rund um das Thema Rhetorik aufgegriffen. Ich kann dir nicht sagen, wo das erstmalig erwähnt wird, aber ein Artikel ist z.B.: http://www.rhetorik-netz.de/rhetorik/kiesel.htm
2 Sachen
Technisch - ein guter Redeplatz - gute Konstruktion der Tribüne im Raum
Stimmgewaltige Redner..ohne Stimme kein "Führer"...
Ohmygod am 1. November 2009 16:25 Wieviele Menschen wird man an einem guten Platz mit guter Stimme wohl erreicht haben? Waren die Arenen in Rom akustisch gut gebaut?
10.000 auf dem glatten Feld - da gibt es mehrere aufzeichnungen....Armee
Bedenke aber - das bei einer militärische "Ansage" das Verstehen kurzer Fetzen den "Rest" aufschlüsselt.
Einen komplizíerten Fachtext bekommt man sicher nicht durch oder die Lottozahlen....aber einfachen Text..."Parolen"+Phrasen oder Gebet..

ich weis nur: in griechischen arenen,wo theaterstuecke aufgefuehrt wurden,war die akustik so gut,dass auch die auf den hintersten plaetzen jedes wort verstehen konnten.ob da auch politiker redeten,weis ich nicht.obs im areopag-so hiess glaube ich der ort,wo politiker auf jeden fall redeten- eine ebenso gute akustik herrschte,weis ich nicht.allerdings ist ein parlament nicht so gross an mitgliedern,dass n mikrofon noetig war. bei reden im freien ist das was anderes. tja viel kann ich dir mit deiner frage nicht helfen
Ohmygod am 10. November 2009 17:15 Macht nichts, ich glaube, das war wohl schon alles: Gute, machtvolle Stimme und gute Akustik, mehr scheint nicht dringewesen zu sein. Und prinzipiell scheint es ja möglich zu sein, auf diese Art doch eine ganze Menge Leute zu erreichen. Vielleicht kam dann noch das einfache "Weitererzählen", das sicher eine größere Tradition und Kultur hatte, dazu.
Jaja, schön zu wissen, daß Du es auch nicht weißt...
xd