Frage von kami1aUsermod Junior, 185

Wie groß sind die gesundheitlichen Risiken durch Windräder?

Hallo Freunde vom Forum. In Dortmund wird eines der größten Windräder der Welt gebaut. Dazu zunächst ein Artikel : Artikel Ruhrnachrichten, Dortmund Anwohner protestieren gegen über 200 Meter hohe Windräder SCHNEE/LÖTTRINGHAUSEN219 Meter hoch (bis zur Spitze) ist der Fernsehturm im Dortmunder Westfalenpark. Nur vier Meter niedriger sollen die beiden Windräder werden, die auf zwei Flächen nördlich und südlich der A45 errichtet werden könnten. Die Bewohner protestieren schon jetzt.Was veranlasst die Bewohner zu den Protesten?

Die Bewohner der Ortsteile Schnee und Löttringhausen befürchten, dass die beiden Windräder in der Nähe ihrer Wohnorte errichtet werden. Schon 2014 waren mögliche Windkraftanlagen in Schnee und Löttringhausen ein Thema. Es ging um weitere Konzentrationszonen, also Gebiete, wo eine Errichtung solcher Anlagen möglich sei.

Gerüchte kamen auf, die besagen, dass es schon Anfragen der Windkraft-Analgen-Baufirma an einen Bauern im Bereich Schnee gegeben habe, Teile für den Bau der Anlagen auf einer bestimmten Fläche zwischen zu lagern. Auch sollen schon Grundstücke vertraglich an die Baufirma gebunden worden sein.

Was davon ist sicher?

Offiziell nichts. "Da im Flächennutzungsplan aktuell im Bereich Löttringhausen/Schnee keine Konzentrationszonen für Windenergieanlagen dargestellt sind, ist die Errichtung von Windenergieanlagen in diesem Bereich aktuell bauplanungsrechtlich nicht möglich", sagt Stadtsprecherin Heike Thelen.

Auch liege nach aktuellem Kenntnisstand kein Antrag zur Errichtung einer Windenergieanlage in diesem Bereich bei der zuständigen Behörde in Hagen (Untere Umweltschutzbehörde der Städte Bochum, Dortmund und Hagen) vor.

Wie geht es den Anwohnern?

Die Anwohner fühlen sich nicht vernünftig informiert, fürchten vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden und machen jetzt mobil. Der Blick der besorgten Bürger geht dabei auf das Landschaftsschutzgebiet, das durch solche "Wind-Riesen" zerstört würde. Und auf die gesundheitliche Gefährdung für Mensch und Tier, die von diesen Analgen ausgeht. Artikel Ende. Versucht man Informationen über das Netz zu bekommen was die Risiken betrifft kommt Gegensätzliches. Da sind natürlich auch Interessen im Spiel Es gibt Begriffe wie Infraschall aber auch abenteuerliches. Ein sehr guter Freund wohnt in 1000 Meter Entfernung - übrigens mit 2 Katzen. Welche Risiken sind belegt oder stark zu vermuten? Eine ganz spezielle Frage - danke für Antworten.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von uteausmuenchen, Community-Experte für Physik, 71

Hallo Kami1a,

Windkraftanlagen werden in folgenden Zusammenhängen diskutiert:

1) Die Windkraftanlagen verschandeln die Landschaft.

Das Schlagwort der "Verspargelung" unserer Natur ist da oft zu lesen. Richtig ist natürlich, dass Windräder oft exponiert liegen, nicht gerade klein sind und daher weithin sichtbar. Wirklich schön sind sie nicht.

Dem ist entgegenzuhalten, dass auch ein Kohlekraftwerk nicht wirklich zur Verschönerung der Landschaft beiträgt. Auch einem Kernkraftwerk wird das nicht gelingen.

Wenn wir nicht der naiven Vorstellung anhängen wollen, dass der Strom schon irgendwie aus der Steckdose kommt, wird man sich überlegen ,üssen, welche Stromgewinnungsmethode den kleinsten optischen Störfaktor darstellt. Oder anders gesagt: Hier brauchen wir Realismus vor Idealismus. Natürlich wäre ein unberührte Natur am schönsten, keine Frage. Nur dann gibt es eben auch keinen Strom. Sparen ist zwar richtig und wichtig, wird aber nicht reichen.

2) Die rotierenden Windräder stellen eine Gefahr für Vögel dar.

Es ist im Moment Gegenstand von Langzeituntersuchungen, inwiefern sich die Anlagen auf die Bestände auswirken. Betroffen sind vor allem einheimische Greifvögel (wie z.B. der Rotmilan) oder andere Großvögel wie der Storch.

Die Schätzungen variieren wie gesagt und sind Gegenstand aktueller Untersuchungen. Es könnte jedoch sein, dass bis zu einem Drittel der tot aufgefundenen Tiere der beobachteten Spezies auf Kollisionen mit den Windrädern zurückzuführen sind.

Da man weiters Indizien hat, dass die Vögel vor allem während der wenigen Sommerwochen, in denen sie ihre Jungen aufziehen, gefährdet sind, laufen auch Pilotprojekte, die prüfen, inwiefern man die Auswirkungen minimieren könnte, wenn man die Anlagen in diesen wenigen Wochen abschaltet.

Trotzdem: Nicht wegzudiskutieren ist, dass Windkraftanlagen für Vögel ein gewisses Gesundheitsrisiko darstellen, ja. Ob sie die Natur mehr schädigen als andere Kraftwerke (man denke an die gewaltigen ökologischen Eingriffe von Wasserkraftanlagen, Staumauern, Kohleabbau im Tagebau...) ist ein ganz anderes Thema.

3) Stroboskopartiger Schattenwurf

Erste Testräder standen oft sehr nahe an Siedlungen, so dass zu gewissen Tageszeiten der Schatten der Räder bi in die Gärten der Anwohner fiel. Unser Münchner Test-Windrad im Münchner Norden steht zum Beispiel in der Nachbarschaft einer Kleingartenanlage. 

Die betroffenen Anwohner klagten sehr über den im Takt über sie hinweg flimmernden Schatten. Der ständige Wechsel von hell/dunkel hat nicht wenigen den Aufenthalt im Freien verleitet.

Dieser Stroboskopeffekt ist real und einer der wichtigsten Gründe, warum Windkraftanlagen heute einen größeren Abstand von Siedlungen haben müssen.

4) Last but not least: Der kontrovers diskutierte Infraschall.

Richtig ist, dass Windkraftanlagen auch in gewissem Umfang Schall aussenden, darunter auch Infraschall - also Schallwellen, die wir nicht hören können, weil sie eine zu geringe Frequenz haben. Richtig ist auch, dass sich Infraschall im Boden recht gut ausbreitet. Und ebenso richtig ist, dass es mittlerweile über 500 Bürgerinitiativen gibt, die sich... auch unter Bezug auf verschiedene Messungen und Papiere gegen die Errichtung von Windkraftanlagen wehren.

Was in der lauten Protestbewegung  gar nicht thematisiert wird:

Ältere Windkraftanlagen (mit der sogenannten "Stall-Technik") haben erheblich mehr Infraschall erzeugt als moderne "Pitch-Anlagen" (ohne jetzt im Detail auf die Unterschiede einzugehen. Neu errichtete Anlagen laufen heute alle mit der neuen Technik, bei der der erzeugte Infraschall in der von der "TA Lärm" ohnehin vorgeschriebenen Abstandsgrenze zu Siedlungen keine Rolle mehr spielt.

Ebenso wird von Windkraftgegenern nicht thematisiert, dass Windkraftanlagen weniger Infraschall erzeugen als viele andere technische Gegebenheiten in unserer Umgebung.... unsere geliebten Autos zum Beispiel erzeugen erheblich mehr Infraschall. Wer Unwohlsein an sich beobachten will, weil er neben einer Windkraftanlage wohnt, der muss sich die Frage gefallen lassen, wie er sich fühlt, während er mit dem Auto auf der Autobahn fährt: Im Innenraum ist die Infraschallbelastung dann nämlich um ein Vielfaches höher als das, was Windkraftanlagen erzeugen. Trotzdem wird die Infraschallbelastung beim Autofahren NIRGENDS thematisiert oder beklagt.

Auffällig ist weiters, dass die Zahl der Betroffenen schlagartig 2008 anstieg, nachdem der Infraschall erstmals als Gesundheitsrisiko propagiert worden war. Hier dokumentiert: http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0076584

Ich zitiere:

"There are large historical and geographical variations in wind farm complaints. 33/51 (64.7%) of Australian wind farms including 18/34 (52.9%) with turbine size >1 MW have never been subject to noise or health complaints. These 33 farms have an estimated 21,633 residents within 5 km and have operated complaint-free for a cumulative 267 years. Western Australia and Tasmania have seen no complaints. 129 individuals across Australia (1 in 254 residents) appear to have ever complained, with 94 (73%) being residents near 6 wind farms targeted by anti wind farm groups. The large majority 116/129(90%) of complainants made their first complaint after 2009 when anti wind farm groups began to add health concerns to their wider opposition. In the preceding years,
health or noise complaints were rare despite large and small-turbine wind farms having operated for many years."

Oder anders gesagt: Bevor man gesagt bekommt, dass es einen krank macht, macht es das auch nicht.

Der Verdacht liegt deshalb sehr nahe, dass die dokumentierten Beschwerden, die Anwohner berichten vor allem psychosomatisch bedingt sind: Wer Beeinträchtigungen erwartet, erfährt sie auch an sich.

Das Phänomen ist im Mobilfunk bestens bekannt: Die Anwohner beschweren sich über Beeinträchtigungen, die sie durch die Elektrosmogbelastung durch neu aufgestellte Mobilfunkantennen spüren.... oft Wochen bevor diese tatsächlich eingeschaltet werden, aber halt, sobald sie sichtbar montiert sind.

Bei Windkraftanlagen ist es schwierig, eine Studie mit einer verblindeten Vergleichsgruppe durchzuführen: Man sieht die Anlagen und auch, ob sie laufen - anders als beim Mobildfunk.

Trotzdem kann man mit geschicktem Studiendesign nachweisen, dass  Nocebo-Effekte - also die Angst vor dem Infra-Schall eine wesentliche Rolle spielt: Im Labor setzte man Probanden verblindet Infraschall aus... und prompt äußerten die Testpersonen auch bei ausgeschalteter Anlage Beschwerden:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/wind-turbine-syndrome-krank-vor-angst...

Generell muss man leider auch sagen, dass hier sehr viel mit der Angst der Bürger gearbeitet wird. Hinter nicht wenigen der kritischen Veröffentlichungen zur Windkraft stehen Organisationen wie EIKE, die ja auch durch Leugnung des Klimawandels ihre Pfründe schützen wollen. Daneben tummelt sich über die Nähe zur Elektrosmog-Thematik, zum "freien Energie"-Mythos und zur konservativen "Verspargelungsthematik" nicht gerade wenig politisch sehr weit rechts orientiertes Publikum in der Debatte. Und natürlich ist jeder leidende Schrebergartenbesitzer auch gleich ein Experte... Entsprechend muss man sagen, dass viel Fehlinformation im Umlauf ist.

Genauer kann man sich hier informieren:

https://www.lubw.baden-wuerttemberg.de/erneuerbare-energien/faq-fragen-und-antwo...

-----------------------------------------

Zusammenfassend muss man sagen, dass bei den aktuellen Abstandsvorschriften eine gesundheitliche Beeinträchtigung durch den Infraschall weder nachgewiesen ist, noch zu erwarten ist (da andere Quellen einfach mehr belasten, ohne dass es zu Klagen kommt.) Schön sind die Dinger nicht. Es sei denn man sieht sie als Zeichen einer Gesellschaft, die auch wirklich etwas tut für die Energiewende und nicht nur in einem "Natürlich will ich auch alternative Energien... aber halt nicht bei uns" verharrt.

Grüße

Kommentar von uteausmuenchen ,

Danke für das Sternchen! Freu mich

=D

Kommentar von Luegendetektor ,

Ein Kraftwerk bewegt sich nicht und stellt somit keine Gefahr für Vögel/Fledermäuse dar, im Gegenteil, sie bieten Habitate für Vögel, z.B. Turmfalken. Ein Tagebau stellt nur einen temporärer Eingriff dar, nachher oder nach der Rekultivierung ist das Gelände ökologisch wertvoller als vorher (z.B. Steinbrüche).

Kommentar von jerkfun ,

Tatsächlich sind Windkraftanlagen nicht ökologisch.Ihre Lebenserwartung liegt bei nur 10 Jahren.Der Rückbau muß oft unterbleiben,weil keine Finanzmittel bereit gestellt sind.Ruinenspargel sind ebenso eine Altlast wie Großkraftwerke,z.B.dem Betrieb mit Steinkohle.Lebensdauer 50 Jahre und mehr.Hier werden auch keine Vögel erschlagen und eine 500 M Zone wegen Eisschlag (Trümmerschatten 2mal Gesamthöhe) notwendig.Vor allem offshore -Anlagen haben extreme Oxydationsprobleme.Durch das Abschalten bei Starkwind / Sturm und das Ruhen bei Windstille macht es aus ökologischer Sicht schlechter,weil Anfahren von Kraftwerken mehr Emissionen macht,als warmer Regelbetrieb.

Antwort
von GuenterLeipzig, 46

Ich möchte mich hinsichtlich der abschließenden Bewertung der Infraschallproblematik etwas zurückhalten.

Zu kontrovers und divergierend gehen hier die Meinungen auseinander.

Ich zu meiner Person habe Einflüsse von Windkraftanlagen nicht feststellen
können, obwohl ich mich mehrmals im Jahr in unmittelbarer Nähe von
solchen aufhalte.


Auf der anderen Seite will ich mal folgendes zu Nachdenken auf den Weg geben:

1. Wir steigen aus der Atomkraft aus

2. Wir reden über den Kohleausstieg

3. Wir diskutieren über Windkraftanlagen, die keine stetige Energieversorgung gewährleisten

4. Fotovoltaikanlagen funktionieren nur am Tage

5. Wir haben in Deutschland einen Anteil von 5 %  bei der Wasserkraft, mehr ist aus geographischen Gründen nicht möglich

6. Wir diskutieren über Trassen für den Transport von Elektronergie von der Erzeugerstätte zum Endverbraucher

7. Wir reden über Elketroautos, vergessen dabei, dass die Elektroenergie derzeit zuvor aus fossilen Brennstoffen erzeugt wurde

8.
Selbst wenn es nur Elektroaustos geben würde: In der Welt gibt es nicht
genug Lithium, um alle Autos der Welt mit Batterien auszustatten, erst
recht nicht um Energieversorgungsprobleme im großen Stil damit zu lösen.

9. Die Infrastruktur für die Ladung der Elektroautos ist defacto nicht vorhanden und auch nicht en passant herstellbar.

Das hat sich offenbar noch keiner so richtig durchgerechnet.

Mal ein Beispiel nur anhand einer mittelgroßen Stadt:

Nehmen
wir an eine Musterstadt mit 300.000 Haushalten, davon haben 200.000 ein
Elektroauto, davon arbeiten 150.000 im Normalschichtbetrieb, 50.000
irgendwie anders.

Jetzt denken wir mal in Abläufen:

Die Leute kommen früh relativ gleichzeitig auf Arbeit bzw. kommen nachmittag
relativ gleichzeitig zu Hause an und stöpseln ihr Elektroauto an eine
Langsamladesäule mit 21 kW.

Rechnen wir: 150.000 x 21 kW = 3.150 MW gleichzeitiger Bedarf

Zum Vergleich: Das (Kohle)Kraftwerk Lippendorf bei Leipzig hat 2 x 933 MW Leistung.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kraftwerk\_Lippendorf

Wir stellen erste Differenzen zum Bedarf fest, da ist noch kein Haushalt und kein Unternehmen mit Elektroenergie versorgt.

Selbst wenn wir unterstellen, dass die Erzeugerstätten vorhanden wären, müßte
ein Netzausbau in Größenordnungen erfolgen, es müssten in fast allen
Spannungsebenen ein erheblicher Ausbau der Infrastruktur (Leitungen,
Trafostationen, Umspannwerke, Erzeugerstätten) erfolgen.

Um die 3.150 MW in der angenommenen Stadt zu verteilen, müßte man in der Stadt
extra Lastschwerpunkte in Form von Trafostationen errichten. Eine
Trafostation hat in der Regel eine Leistung von 630 kVA.

Rechnen
wir weiter: 3.150 MW/630 kVA = 5.000 Trafostationen, die nun auch noch
auf Mittel- und Niederspannungsebene zu verkabeln sind.

Die Mittelspannungsringe enden in Umspannwerken, die aus der Hochspannungebene versorgt werden, die aber auch nur auf die derzeitgen Übertagungskapazitäten mit einer auf unsere Beispiel bezogen gewissen zuvernachlässigenden Reserve ausgelegt ist.

Wie gesagt, das ist nur für eine mittelgroße Stadt gerechnet, nicht für Deutschland!

Selbst wenn wir weiter unterstellen, dass mal auf allen Ebenen den Ausbau der Ressourcen vollziehen würde:

Dann nehmen wir billigend in Kauf, dass an anderen Stellen dieser Welt die Umwelt zur Gewinnung von Eisenerz, Kupfer und sonstigen Rohstoffen geplündert wird.

http://www.geo.de/geo-tv/8653-rtkl-chile-segen-und-fluch-einer-kupfermine

7. Elektroenergie ist das Blut der Wirtschaft und eines jeden von uns zu Hause.

Die Frage ist doch: Sind wir bereit, die Anehmlichkeiten, die wir der Elektroenergie verdanken, auf dem Altar der Diskussionen zu opfern oder sind wir bereit für diese Annehmlichkeiten selbst ein paar Opfer zu bringen.

Man lernt erst etwas wertschätzen, wenn man es nicht mehr hat.

http://www.herbert.saurugg.net/strom-blackout


Ich habe nie verstanden, wieso wir uns den Luxus der o. g. Diskussionen überhaupt leisten können.

8. Wer nur einen Teil vom Ganzen betrachtet, verliert schnell den Überblick

Günter






Antwort
von Peppie85, 38

wenn du kein greifvogel bist, zugvögel fliegen in der regel zu hoch, oder nicht im winter bei tauwetter, wenn eiszapfen von den flügeln fallen können unter dem Windrad picknickst, dann besteht da eigendlich kein gesundheitliches risiko.... jedenfalls kein signifikantes.

es kann natürlich immernoch passiren, dass die gondel vom windrad abbricht, oder das ganze windrad abbricht und dich erschlägt, wenn du gerade im Sturzradius bist. das ist aber schon alleine angesichts dessen, wie selten so ein windrad umfällt als "ausgeschlossen" zu werten...

lg, Anna

Antwort
von jerkfun, 1

Ganz klare Gründe gibt es,mehrere Kilometer zur nächsten Besiedelung einzuhalten.Wenn man schon für diese Verspargelung ist,ein paar Tatsachen.Bei Starkwind schalten die Anlagen ab.Bei Schwachwind / Kalme stehen diese.Dadurch wird es den konventionellen Betreibern von Kohle und Gaskraftwerken nicht mehr wirtschaftlich möglich die Grundlast zu erzeugen.Da RWE und EON am Rande der Insolvenz stehen,und die Regierung die Schadenersatzzahlungen verweigert,das höchste Gericht nur ein Bruchteil des Schadens anerkennen will,ist es an der Zeit Solidarität mit der Deutschen Industrie und den Energiebetreibern zu zeigen.Das gilt für Thyssen,Transrapid an die Chinesen ebenso wie für die Autoindindustrie.Hirnrissige Forderungen haben Deutsche Autobauer in die Krise geführt und nicht die Ingenieursleistungen,die eine Abschaltvorrichtung entwarfen.Der Eisschlag ist sehr gefährlich.Der Trümmerschatten ist also hier mit 500 Metern um die Anlagen einzurechnen.Vögel werden durch die Rotoren getötet.Je nach Intensität der Rotation entsteht ein hochfrequenter Ton,den man hören kann.Dieser Ton ist sehr nervig und sicherlich nicht gesundheitsfördernd.Die Anlagen selbst sind nach 10 Jahren verbraucht.Da keine Rücklagen gebildet werden,müssen die Kommunen den Abbau tragen.Darüber wird wenig gesprochen.Dortmund soll die deutsche Großstadt mit der höchsten Lebensqualität sein.Damit ist es vorbei,wenn das flirren der Rotoren im Sonnenlicht und das hochfrequente fiepen auf der Terasse und im Schlafzimmer,zumindestens bei offenem Fenster zu hören ist.Wird die Anlage gebaut,dürfte keine Stadt es mehr schaffen,sich gegen eine Anlage zur Wehr zu setzen.( Im Umkreis zumindestens) Dazu wird der Strom längerfristig unbezahlbar.Es wird weiter gespart,was den Strom noch teurer macht.Das Anwerfen alter Ölkraftwerke ist ökologisch so problematisch,aus kaltem Zustand auf Vollast zu fahren,so ökonomisch sinnlos,das man langsam umdenken muß.Ich wünsche Dir alles Gute im Kampf gegen die Anlage,und möchte Dir ein paar Argumente mit auf den Weg geben.Grüßle.

Antwort
von wolfgang1956, 22

Was veranlasst die Bewohner zu den Protesten?

Dummheit und Halbwissen

Na endlich hat man wieder einen Grund zu protestieren

Die Anwohner fühlen sich nicht vernünftig informiert, fürchten vor
vollendete Tatsachen gestellt zu werden und machen jetzt mobil. Der
Blick der besorgten Bürger geht dabei auf das Landschaftsschutzgebiet,
das durch solche "Wind-Riesen" zerstört würde.

Zwischen „gefühlter“ und vorhandener Information bestehen schon Unterschiede. Insbesondere wenn man sich wegen dieser Themen künstlich aufregt, kann es passieren, dass wichtige Teile und Details dieser Informationen gar nicht in den Hirnen der Anwohner ankommen.

Vielleicht sollte man überlegen, was man will? Wenn das vorhandene Stromnetz nur noch täglich 5 KW Strom pro angemeldeten Nutzer zum Verbrauch mangels Stromerzeugung liefern kann, werden sich die Kunden sehr schnell entscheiden, was sie wollen.

  • Die AKWs wurden und bleiben geschlossen
  • Kohlekraftwerke werden geschlossen
  • Sonnenenergie funktioniert hauptsächlich nur tagsüber
  • Da bleiben keine wirklichen Alternativen! Höchstens mit dem Fahrrad-Dynamo selbst die Stromenergie erzeugen, wenn man „umweltfreundlichen“ Strom will!
Antwort
von segler1968, 46

Jedenfalls sind sie weniger gesundheitsschädlich als andere Kraftwerke.

Die einzigen Effekte sind Schall und Schattenwurf. Schatten sind nicht direkt gesundheitsschädlich, können aber nerven. Und Schäden durch Infraschall sind höchst spekulativ.

Expertenantwort
von Buddhishi, Community-Experte für Gesundheit, Krankheit, Medizin, ..., 52

Hallo Kami1a,

zunächst mal folgende Links:

http://www.sauberer-himmel.de/2015/01/18/die-wahrheit-ueber-windkraft/

immer wichtig dabei: Impressum anschauen!

(Hier z. B.: 'Sauberer Himmel ist eine Bürgerinitiative aus dem gesamten
deutschsprachigen Raum (Deutschland, Schweiz, Österreich und Südtirol).')

http://www.focus.de/wissen/klima/tid-14230/mythos-windkraftanlagen-toeten-massen...

Natürlich ganz anders geschrieben, als der erste Link ;-)

Ergo: Je nach Lobby wird man immer ein Pro oder Contra, ein 'sinnfreies' Geschwätz, ein 'Abschwächen' oder 'Aufpushen' aller Argumente finden.

Fakten findet man noch am ehesten unter: 'Wissenschaftlich belegte Gefahren durch Windraeder' - sehen wir mal, was 'Tante Google' dazu sagt:

https://www.google.de/search?q=wissenschaftlich+belegte+gefahren+durch+windr%C3%...

Und: Für und Wider ;-), aber tendenziell mehr Wider.

Vieles, was als 'nur psychisch' abgetan wird, spüren aber seltsamerweise Menschen in den unterschiedlichsten Gebieten, und zwar auch die Menschen, die genau die Symptome, die sie plötzlich bekommen infolge der in ihrer Umgebung aufgestellten Windräder, die sie vorher selbst bei anderen Menschen als 'nur psychisch' abgetan haben. Dito für Sendemasten etc.

Fazit aus meiner bescheidenen Analyse: Viel Veräppelei, viel 'Dreck unter'm Teppich' und noch mehr Unsicherheit. ABER: wenn die Lobby sich so viel Mühe gibt, kann es da überhaupt sein, dass tatsächlich keinerlei gesundheitliche Bedenken für Mensch und Tier sind?;(!

Es gibt leider eindeutige, zuverlässige Aussage, ich jedenfalls möchte definitiv NICHT in der Nähe eines solchen 'Monstrums' leben müssen. M. E. sind die eventuellen Lärmbelästigungen das geringste Übel, die zudem zwischenzeitlich auch aufgrund dieser Erkenntnisse oft umgehbar sind.

Ich hoffe, dass das alles - wenn auch leider widersprüchlich - dennoch etwas 'Licht ins Dunkel' gebracht hat.

LG

Buddhishi

Kommentar von Buddhishi ,

Habe doch noch etwas Objektives gefunden:

http://www.windkraft-mg.de/resources/$C3$84rzteforum+_Emissionschutz.pdf

http://www.ulrich-richter.de/fakten/gesundheit/infraschall/

Hierzu besonders interessant:

Krankenkassen und Infraschall

Die Kennziffer der Krankenkassen für die Anerkennung der
Gesundheitsschäden durch Infraschall verursacht von Windkraftanlagen
ist: ICD-10-GM2010-CODE T75.2. (Schwindel durch Infraschall als
behandlungsbedürftige Krankheit). Das Deutsche Institut für medizinische Dokumentation und Information in Köln (DIMDI) hat die Vergabe des ICD-Codes (www.dimdi.de)
vorgenommen.

Das wußte ich selbst noch nicht und bin erst soeben drauf gestoßen: Windkraftanlagen sind also nicht gesundheitsschädlich, aber diese nicht vorkommenden Gesundheitsschäden sind im ICD aufgeführt ;-) Irre! Das ist unsere Welt. Willkommen im Wahnsinn!

Kommentar von uteausmuenchen ,

https://www.lubw.baden-wuerttemberg.de/erneuerbare-energien/faq-fragen-und-antwo...

Ich zitiere:

Frage: Es wird immer wieder behauptet, der gemeinsame Bundesausschuss aller Krankenkassen habe vorsorglich den Code ICD-10-GM T75.2 zur Abrechnung der Behandlung von Gesundheitsschäden festgelegt, welche durch Infraschall von Windkraftanlagen verursacht wurden. Wie ist das zu werten?

Antwort: Diese Aussage trifft nicht zu.
Auf Nachfrage beim Gemeinsamen Bundesauschuss (G-BA) in Berlin und dem für den ICD-10-GM Code zuständigen Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) in Köln wurde vielmehr bestätigt, was auch beim Studium der aktuellen Version 2015 des ICD-10-GM Codes ersichtlich ist: Der genannte Krankenkassen-Code T75.2 trägt den Titel „Schäden durch Vibration“ und umfasst Symptome und Krankheitsbilder wie das sogenannte Presslufthammer-Syndrom, die Weißfingerkrankheit nach lang dauernder Bedienung stark vibrierender Maschinen wie z. B. Motorsägen, aber auch Schwindel durch Infraschall. Diese Position ist bereits seit über 20 Jahren in der Liste enthalten. Der Eintrag wurde vor der verbreiteten Errichtung von Windenergieanlagen festgelegt, also keineswegs „vorsorglich“ wegen möglicher Gesundheitsschäden durch Infraschall von derartigen Anlagen.

Kommentar von kami1a ,

Danke und es tut mir im Herzen leid dass man nur eine H A vergeben kann. 

Kommentar von Buddhishi ,

Alles gut :)

Antwort
von dennybub, 42

Ich weiß nur dass Windräder für Vögel gesundheitschädlich sind, die kosten sehr vielen das Leben.

Antwort
von Argui, 65

Man munkelt, dass der von den windkraftanlagen ausgehende infraschall (schallwellen mit sehr niedriger frequenz- für menschen nicht wahrnehmbar) gsundheitliche folgen haben könnte... im detail weiß ich nicht viel darüber. es konnte zumindest beobachtet werden, dass die in der nähe solcher anlagen befindliche tierwelt darunter zu leiden hat. manche anwohner berichteten von einem vibrieren im brustkorb und dadurch verursachte schlafstörungen, schwindel etc.

wissenschaftlich ist nicht belegbar, dass diese infraschallwellen einen effekt auf die gesundheit haben könnten. ferner werden durch meereswellen, die auf eine brandung schlagen auch infrawellen emittiert- und darunter leidet niemand. viele leute- darunter auch wissenschaftler- sind der auffassung, dass es sich um symptome handelt, die gerade durch die angst vor gesundheitlichen schädigungen, hervorgerufen wurden. das nennt man nocebo-effekt.

fest steht: windkraftanlagen sind nicht die einzigen infraschall-quellen in unserer umwelt. und die forschung tut sich schwer... auf jedenfall stört vielen leuten die ästhetik der windkraftanlagen und deren (eigentlich vergleichbar sehr niedriger) lärmpegel.

tiere, die diese wellen wahrnehmen können haben darunter zu leiden- so viel ist sicher. beim menschen sind die meisten weh-wehchen wahrscheinlich nur eingebildet. denn akkustische wellen können eigentlich nur schaden anrichten (als stress), wenn diese wahrgenommen werden und man diesen permanent ausgesetzt ist.


Antwort
von Nube4618, 46

Man munkelt vieles, mit einer Zigarettenkippe im Mundwinkel, was da alles schädlich sein könnte. 

Antwort
von dekuze, 5

Ich kann dir diese frage zwar nicht beantworten, ich wollte mich nur bedanken dass du so viele fragen beantwortest, und das so perfekt und mehr als verständlich:))

Antwort
von excellrod, 55

Außer Schlagschatten fällt mir da nicht viel ein! Die Frage ist, ob man die Dinger brummen hört? Dafür sind die wohl zu hoch. Das meiste ist Psychischer Natur! Man kann sich überall dran aufegen, wenn man will! Willst Du Atomkraft? Irgentwann Krebs bekommen, und keiner kann es nachweisen, das es von diesen Mi.t kommt. Man sollte die Dinger einfach als Windmühle sehen! Die Dinger gabs schon vor mehreren hundert Jahren!

Antwort
von 456right353, 54

Wo sollen die gefahren denn herkommen? Aus dem wind?...

Kommentar von Barney123 ,

hallo right,

Angst essen Seele auf

LG

Kommentar von 456right353 ,

Stimmt...

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community