Frage von 8Raben, 110

Wie groß müsste ein Resthof oder Ackerfläche inklusive Grünland sein, damit man davon Hauptberuflich Leben kann?

Davon leben damit meine ich so etwa 1000-1200 Euro im Monat verdienen. Damit man seine Wohung bezahlen kann und noch etwas dazu verdient und sparen kann.

Der Gedanke ist so klein wie möglich, aber trotzdem genug zum Leben. Um einfach Erfahrungen zu sammeln. Was Tiere angeht, Hühner, Hasen,Enten, vielleicht auch schweine. Wachteln oder Gänse. Gemüse und Obst^^

Natürlich teilweise wenn möglich die Weiterverarbeitung der Grundprodukte, um damit einen höheren wiederverkauspreis zu erhalten. Nebenbei auch noch die selbstversorgung mit Lebensmitteln ^^ Was wiederrum das Haushaltsgeld senkt. Und die 1000 euro Realistischer machen.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von frank394, 78

Also es wäre nach momentaner Marktsituation einfacher 1000 Euro Verlust jeden Monat zu machen als überhaupt etwas überzubehalten...

Besitzt du einen RestHof? 

Wenn ja , mit welchen Vorausetzungen?

Kommentar von 8Raben ,

Wie genau meinst du das mit einfacher ? Meinst du der Aufwand um die Summe zu erreichen ist zu hoch und es würde sich Zeittechnisch und Physisch nicht Lohnen ?

Nein , allerdings kann ich mir auch keinen "ganzen" Hof leisten. Darum habe ich nun überlegt kleiner anzufangen.. .

Ob dann letztendlich gekauft oder doch gepachtet wird, mit vllt einer Gewinnbeteiligung bleibt abzuwarten (Was mir am liebsten wäre). Vor einer Festen pacht schrecke ich etwas zurück, da ich mir ziemlich unsicher bin was das Mögliche Einkommen angeht.

Dazu kommt das man so oder so, heftige erstkosten zu bewältigen hätte. Falls die Grundvorraussetzungen nicht Optimal sind. Sei es Maschinen  ,Ställe oder die Wohneinheit ^^

Das Grundproblem ist einfach , das ich a) mich gerne selbst versorgen möchte b) Ich gewisse Prinzipien entwickelt habe, aufgrund dessen ich die Gesellschaft in der jetzigen form entschieden ablehne.

c)  Leider sind gewisse dinge wie eine Krankenversicherung, und etwas Geld wegen wahrscheinlicher Strom und heizkosten, sowie Wasser nicht unumgänglich. Ganz zu schweigen von einem Leidlichen klein Traktor .. . (Generell ist eher der Wunsch nach Photopholtalk , Wind gegebendenfalls Wasserkraft/Wirbelkraftwerk, sowie einen Wasserstoff Traktor :3)

Denn Bezin und Erdöl sind alles andere als Nachhaltig... . Wenn gewisse Normen nicht bestehen würde, würde ich auch Verpackungen soweit es geht vermeiden oder Recyceln. Aber Realistisch wird das wohl nur mit Glas gehen, ploppflaschen. Hab jetzt den Namen vergessen.

Den Verbraucher zu gängeln und ihm wiederverwertbare plastikfreie behälter anzudrehen, die er zurückbringen müsste. Oder eigene mitzubringen würde denke ich die gutmutsgrenze vieler sprengen.

Es muss nich mal 1000 übrigbleiben, mir wäre schon gedient wenn ich etwas beiseite legen kann und die unkosten bestreiten kann.

Selber bin ich sparsam und äusserst genügsam. Kann Kleidung auch tragen bis das flicken nicht mehr reicht. Und nich jeden Sommer meinen Schrank neu füllen ^^

Darum möchte ich mit Ökologischen Landbau und Tierhaltung zeigen das es auch Nachhaltig geht.

Kommentar von frank394 ,

Also momentan ist es bei vielen Landwirten so , dass sie nicht kostendeckend produzieren können. Das heißt sie können keine Rücklagen bilden sondern bauen dies , wenn es denn noch geht , ab.

Da du jetzt aber beabsichtigt dich selbst zu versorgen ist das vielleicht anders. Man muss dann natürlich auf sehr viele Sachen verzichten (Vielseitigkeit bei den Lebensmittel ) da man ja nicht alles anbauen und produzieren kann. 

Meiner Meinung ist Selbstversorgung eher was für Menschen die Geld haben, damit sie sich das Leben mit guten Lebensstandard leisten können. Weil wenn du dir erst noch Flächen anschaffen oder pachten musst , dann wird das teuer.

Kommentar von 8Raben ,

Das mit dem Verzicht ist mir klar.. , wahrscheinlich wird auch mein Kaffee und Teekonsum sofern nicht selber hergestellter Tee, darunter leiden. Und auch Bananen und Annanas würde ich durchaus Vermissen. Selbst wenn man sich ab und zu mal soetwas gönnen sollte, die Regel wird es sicherlich nicht sein.

Ja ich weiss, das es teuer wird. Aber so wie es momentan ist, möchte ich einfach nicht Leben und teilhaben in der Gesellschaft. Und zu warten bis ich an alterschwäche Sterbe und einfach hier zu verbleiben und mitanzusehen was passiert. Und gleichzeitig noch dazu passiv/aktiv beizurtragen wiederstrebt mir absolut.

Ich kann etwas Geld locker machen, allerding ist etwas Geld nötig, falls ich doch ein kleinstkredit aufnehmen muss. Oder um Rücklagen zu bilden für Notfälle und instandhaltung usw.

Wenn es um reine Selbstversorgung ginge, dann wäre das im Grunde einfacher, und dann bisschen überschuss verkaufen als taschengeld sozusagen. Das würde die Größe erheblich reduzieren.

Aber auch den Verzicht auf einiges erhöhen. Ausserdem möchte ich ein wenig dazu beitragen und die Menschen Informieren. So ganz habe ich die Menschen ja noch nicht aufgegeben.

(Zb hab ich vor einiger Zeit .. ja leider erst vor kurzem gemerkt wie Idiotisch es ist Plastik.. Plastik Müllsäcke zu benutzen.) Selbst bio Plastik ist nicht einwandfrei. Und Recyclen ist so ne sache mit Plastik. ca.15-20% werden trotzdem noch Verbrannt.. oder Landen in der Deponie. Wir leben halt so oder so über unsere Verhältnisse .. ich möchte zurück dahin was dauerhaft Verträglich ist.

Kommentar von frank394 ,

Ich weiß jetzt ja auch nicht wo du wohnst und was du im Besitz hast, aber da würde ich die ersten Versuche im eigenen Garten oder in einer gemieteten Kleingarten wagen , damit das Risiko nicht so hoch ist und du dich langsam da "reinleben" kannst.

Kommentar von 8Raben ,

Leider ist in der nähren Umgebung nichts deratiges in Sicht. Und Obstbäume brauchen ja auch ihre Zeit bis sie wachsen. Tiere wären dann auch ausgeschlossen. Leider ohne garten , wohne ich.

Ich hab auch den gedanken verworfen irgendwas in der nähe zu finden. Und bin bereit umzuziehen. Sofern das Objekt das hergibt was ich benötige.

Und einen Schrebergarten halte ich nich für Zielführend. Ich möchte mich ganz der Sache verschreiben.

Kommentar von frank394 ,

Also mein Gedanke dabei war,  erst mal langsam damit anzufangen weil die Umstellung auf Selbstversorgung bestimmt nicht einfach ist.

Antwort
von zehnvorzwei, 55

Hei, 8Raben, so einfach ist es nicht: Betreibst du Schweinemast, kommst du mit wenig Fläche aus, auch mit einem Hühnerhof - willst du Milchvieh halten, brauchst du schon pro Kuh einiges an Fläche. Auch "Hasen" (  =Kaninchen) kannst du auf ein paar Quadratmetern in großer Zahl halten; für Gemüseanbau, um davon leben zu können, sind sicherlich wieder einige Hektar erforderlich. Und so. Grüße!

Kommentar von 8Raben ,

Milchvieh habe ich einfach wegen der Fläche und betriebsgeräte ausgeschlossen. Zumindestens vorerst. Wenn vllt paar Ziegen. Selbst Schweine wären nur wenige , bis keine. Denn was die Vertilgen will ja auch angebaut werden ^^

Laut einer Studie oder Experiment sind ca. 10.000 qm eine gute Zahl um einen Erwachsen Menschen mit Obst und gemüse zu versorgen. Fleisch usw ausgenommen ^^ Über einen Zeitraum von einem Jahr oder einer Saison.

Darum eher die kleintiere, die aber auch nötig sind um Dünger zu produzieren ^^ Und halt Fleisch.

Kommentar von frank394 ,

Also 10.000m2 würden zwischen 30.000 und 60.000 Euro kosten, als Pacht zwischen 600 und 1300 Euro. Wenn du aber wirklich noch Tiere halten willst , weiß ich nicht ob die Fläche von 1 Hektar (10.000m2) reichen wird.

Kommentar von 8Raben ,

Redest du von Jahrespacht oder Monatlicher ? Wenn ersteres , dann hätte ich mit mehr gerechnet.. , wobei 1300 schon Happig ist, Gold wächst meines Wissens noch nicht an Bäumen.

Dann wäre eine Pacht von bis zu 3-5 Hektar noch im Rahmen. Wenn man mit den Tieren und anderen Gemüse Obst überschuss , versucht dieses zu bezahlen.

Was die weiterverarbeitung angeht.. , so fürchte ich das bis auf wenige Dinge , durch das Lebensmittelrecht wenig möglich ist. Marmeladen und co weiss ich bis jetzt am meisten. Und auch über das derzeitige Recht. (Da ich mal einen Plan hatte mich selbständig zu machen, mit Handwerklich hergestellten Lebensmitteln.)


War aber wie es scheint nur eine Vorstufe meiner Entwicklung. Aber der Buisnessplan und die Entwicklung des Konzepts usw. Haben mich sehr gebildet. Ausserdem habe ich mehr über Kosten , Verpackungen usw gelernt.

Verrückterweise war nur die Raifeisenbank angetan von der Idee.. . naja ein kleinstkredit, daran verdient man ja leider nicht genug ^^

Kommentar von 8Raben ,

Ich muss mich Korrigieren!

Laut einer Studie oder Experiment sind ca. 10.000 qm eine gute Zahl um
einen Erwachsen Menschen mit Obst und gemüse zu versorgen. Fleisch usw
ausgenommen ^^ Über einen Zeitraum von einem Jahr oder einer Saison.

Es sind 2000qm ... nicht 10.000qm. Diese Information habe ich eigentlich aus dem Projekt 2000qm. Wo auch Getreide und Ölsaaten mitgerechnet wurden. Nur halt kein Fleisch ^^ Ich weiss auch nicht wieso ich mich so dermaßen vertan habe.

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