Frage von Fezocker, 78

Wie groß ist ein Elektromotor?

Hi, ich suche die ungefähren Größen eines Elektromotors von 100,150,200 und 150 PS. Wie groß muss die Batterie jeweils für 300km Reichweite sein? Danke für die Antworten!

Expertenantwort
von Peppie85, Community-Experte für Elektronik, 46

das kann man so schwer sagen, das kommt auch ein wenig auf die bauart des motors an. z.B. ob syncorn oder asyncron, drehstrom, wechselstrom, gleichstrom, fremd oder eigenerregt, auf die drehzahl und letztenendes auch auf die betriebsspannung.

wir haben vor einiger zeit mal einen IEC Drehstrommmtor für eine "kleine" pumpe mit 220 kW gewechselt. der Motor wog knapp 600 kg und passte gerade so auf eine europalette...

der motor des tesla roadster, auch eine art drehstrommotor, aber permanentmagnet, hat etwas die gleiche leistung, ist gerade mal so groß wie ein basketball und wiegt so weit ich das noch im kopf habe, weit weniger als ein Zentner...mit über 15.000 Umdrehungen läuft er aber auch gut 10 mal so schnell..

was die batterien angeht, kannst du schon mal 100 kWh an kapazität LOCKER bei deinen anfordeurngen rechnen, bedenkt man die aerodynamik.

ich bin mal in einem T3 mit über 300 PS mitgefahren. viel schneller als 180 lief der nicht und soff wie yelzin zu seinen besten zeiten. spass hats aber gemacht.

lg, Anna

Antwort
von Pauli010, 23

Falsche Frage.

Es geht um E-Auto (Selbstbau? Umrüstung?)

Geht man vom T1 aus, so sind die Zulassungsdaten vorgegeben; also mit 200 PS - du meinst sicher 150 kW - ist schon gar nix drin, weil das Fahrzeug für '34 PS', bestenfalls 40 oder gar 44 (1500er Maschine) zugelassen war.

Da müsstest du schon ein Chassis eines T5 mit ehemaligem V6-Motor zugrunde nehmen.

Dann die Zuladung an Akkus (wieviel Geld investierst du?). Auch die Einzelzulassung ist fast unbezahlbar - frag nach bei DEKRA. Oder kennst du einen Kfz-Sachverständigen, der die Zulassungsprüfung durchführen darf und dir den Freundschaftspreis 1000 € berechnet? Da gehen 5-stellige Beträge drauf.

Zum Motor brauchst du eine Steuer-Elektronik, der Motor selbst ist der geringste Aufwand. 100 kg maximal, doch welche Antriebsart? Gleichstrom, Drehstrom (Frequenzumrichter) ....

Wie ich schon geschrieben habe, für 100 km Reichweite brauchst du (beispielsweise Bleisäure) 230 Ah-Akkus. LiIon aller Varianten gibts nicht auf dem freien Markt, nur als Ersatzteil oder zum zusammenstopseln - auch eine Preisfrage. Und Sicherheitsaspekte. Wenn Li beschädigt wird, Kurzschluss verursacht wird, hast du eine Brandbombe im Auto, die du nicht löschen kannst.

Wenn du basteln willst, brauchst du ein großes Privat-Grundstück.

Mit deinen Vorkenntnissen kommst du ohne sachkundige Hilfe - und hier im Forum baut dir keiner sowas zusammen - nicht weiter. Straßenzulassung: Reine Phantasie.

Warte ein paar Jahre - dann holst du dir die Teile vom Schrottplatz. Vielleicht hat einer seinen Tesla in den Graben gesetzt.


Antwort
von Gummibusch, 47

Und was für ein Gewicht soll das ganze durch die Gegend kutschieren?

Überlegen Dir einmal was es so auf dem Markt gibt an Elektrofahrzeugen, dann kommst Du von ganz alleine darauf, daß Du das Ei des Kolumbus gefunden hast wenn Du hier eine praktikable Lösung hättest. 😊

Kommentar von Fezocker ,

Es soll ein VW Bulli sein, 2 Tonnen ohne Motor, ich frage nur, weil ich keine Ahnung von Elektromotoren habe😂

Kommentar von Gummibusch ,

Na, immerhin passen da ordentlich Batterien rein 😆

Kommentar von Pauli010 ,

Du brauchst auch Ahnung von Kfz-Technik. Motorblock mit Schalldämpfer, Tank raus und Elektro rein - so geht das nicht.

Dein gesuchter E-Motor muss erst mal den gleichen Flansch zum Getriebewellen-Stummel im Kupplungsgehäuse haben. Dann dessen Aufhängung. Dann die Akkus, Die müssen so sicher befestigt sein, dass sie bei einem Aufprall an Ort und Stelle bleiben.

Wie angesprochen - welche Motorart, welche Steuerelektronik?

Die Runter-Konvertierung hingegen ist einfach. Alles was bisher mit 12 Volt lief (hat dein T1 schon 12 Volt oder noch 6??), wird in einem separaten Umsetzer von den Fahrakkus (96, 84, 72, 60 Volt) umgerichtet. Mindestens 500 Watt, besser noch 1 kW. das ist das billigste der gesamten Umrüstung.

Niedriger als 60 Volt ist sinnlos, weil sonst der Fahrstrom viel zu hoch ist und die Akkus zu stark belastet (KEWET rüstete von 48 auf 72 Volt hoch, es gibt Varianten bis 96 Volt).

Je nach Motorvariante ist das verbliebene Getriebe sinnvoll, denn in diesem ist das Differential, ohne das hast du keinen Hinterrad-Antrieb.

Auch für Rückwärtsfahrt ist das Getriebe wichtig.

Ob du nun mit 2 Gängen auskommst 1 + 2 oder 2 + 3 oder 3 + 4 (wobei die erste oder die letzte Variante sinnvoll wäre, weil sie in einer Schaltlinie sitzen und die anderen mechanisch gesperrt werden können), muss du ausrechnen, wenn du dich für den Motor entschieden hast und dessen Daten anwendest.

Schreib mal, wie du dich entscheidest.

Viel Glück (und Geld)

Kommentar von Pauli010 ,

Falls du das (veraltete) KEWET-Prinzip betrachtest, gibts billige Komponenten.

Gleichstrom (Spezial)Motor. Steuerung PCM. Das ganze stammt aus Gabelstaplern, also gängige Komponenten.

Diese Variante wäre 'preisgünstig', weil du das Fahrgestell weiter nutzen kannst, genügend Platz im Motorraum für ein Motorchen hast.

Gehst du auf Drehstrom (sehr rationell), so musst du an Komponenten-Preisen schon zulegen.

Kommentar von Pauli010 ,

weitere Erklärung - falls diese Fragen kommen:

mit dem KEWET-Prinzip hast du den geringsten Aufwand.

Denn an der Fahrtechnik ändert sich nichts (Bremsen, Kupplung), Das Fahrpedal  bedient nun keine Drosselklappe am Vergaser, sondern nur ein Potentiometer, das in der Steuerelektronik die Impulsbreite verändert - sprich den Gleichspannungspegel im Mittelwert. Fahrpedal im Ruhezustand - 0 Volt, durchgedrückt bis zum Boden entspricht Tastverhältnis 100%, also volle Betriebsspannung, 'Halbgas' entsprechend Tastverhältnis 1:1 oder 50%, also halbe Betriebsspannung.

Wie gesagt, uraltes Prinzip, nicht mehr so rationell (vom Motor her), aber auch die heutigen Elektrostapler funktionieren ähnlich. Diese Komponeten zu wählen wäre sicher, denn sie haben Zulassung, es gibt Ersatzteile.

Antwort
von xXNachtschatten, 30

gib mal jehugarcia bei youtube rein ;)

Kommentar von Pauli010 ,

Bulli gibts nicht, nur T1 oder T2. das hier ist ein T1 mit Trommelbremsen und 105 km/h Spitze (Originalmotor 34 PS) und 2 t Gesamtgewicht. Da wär ich sehr vorsichtig mit weiterer Zuladung. Rationell ist das keinesfalls, so ein Haufen nutzloses Gewicht herumzufahren - für weitere Zuladung ist da wenig Möglichkeit.

Denk mal an Basisgewicht 800 kg, Batterien (BleiSäure) pro Stück 63 kg für 230 Ah. Wievel Volt Betriebsspannung? 72 V? macht 6 x 63 kg, bei 96 Volt sinds schon 500 kg, kommt noch einiges für Motor und Elektronik dazu.

Viel Vergnügen bei der Zulassung.

Kommentar von Pauli010 ,

ich geh davon aus, dass du noch kein Chassis hast. Dann such einen T2, der hat bereits vorne Scheibenbremsen, Zweikreis-Bremssystem und für hinten einen einfachen, aber wirksamen Verzögerungskraft-abhängigen Bremskraftregler.

Lenkbar ist das Gerät schon ohne Servo, denn vorne ist er nicht so schwer (wenn der Verbrenner hinten draußen ist mit seinen 100 kg, dann drücken auch nur ezwa 25 kg mehr auf die vorderachse; außerdem hat er er einen rel. großen Lenkrad-Durchmesser, auch Damen können das fahren.

 Schwerpunkt wird durch die Akkus tiefer, alles andere hab ich schon geschrieben.

Reifen-Auslegung P8, wegen dem hohen Grundgewicht.

Und jetzt reichts mal fürs erste  :-)

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