gartenfee am 05.08.2009 um 13:43 Uhr
ich habe seit neuestem eine neue nachbarin, mit vielen tieren. an sich sehr sympathisch. auch ihr kleiner hund (straßenköter, ca. kniehoch). ich mag ihn eigentlich sehr gerne und er mich auch. aber sie läßt ihn jetzt viel alleine in der wohnung und er etabliert sich hier im haus als kleffer/ ruhestörer in der zeit.
ich habe sie auch schon mal vorsichtig darauf angesprochen. aber sie hat keine ahnung, wie sie ihm das abgewöhnen kann. ich auch nicht. da mich das kleffen aber mittlerweile wirklich bei der arbeit stört (auch mit ohrenstöpseln noch), wollte ich mal hier in die runde fragen, welche tipps ich der nachbarin geben kann, damit sie ihrem hund das bellen in abwesenheit abgewöhnen kann. zum hundetrainer wird sie übrigens wohl kaum gehen. ist arbeitslos, für so was ist ganz sicher kein geld da.
welche ratschläge habt ihr, was ich ihr sagen kann, was sie tun könnte, damit der hund lernt, auch ohne ständig zu bellen allein in der wohnung zu sein?
Wenn du dem Tier wirklich helfen willst, würde ich vorschlagen den Fall dem Tierschutzverein/Veterinäramt/Polizei zu melden, das geht auch anonym.
Falls du dir wirklich etwas davon versprichst der Frau Tipps zu geben, dann erkläre ihr wie man einen Hund schrittweise ans Alleinsein gewöhnt. Das Bellen ist ein Stressymptom, da der Hund beim Bellen "Glückshormone" ausschüttet und sich somit selbst belohnt. Um das aus dem Hund wieder rauszukriegen braucht man enorm viel Geduld. Ein paar praktische Tipps findest du hier: http://www.beziehung-statt-erziehung.de/allein_bleiben.html

langsam anfangen, ihn allein zu lassen und loben, wenn er eine Minute nicht bellt. Danach steigern.
gartenfee am 5. August 2009 13:49 geht das auch jetzt noch, wo er schon so lange am bellen ist? ich mein, ich bin nicht die hundehalterin. ich suche nur nach tipps, die ich der halterin geben kann.
So siehts aus!

Oh je, Deine Erzählung und Aufzählung hört sich fast wie 'n Tier-Messie-Syndrom an. Weshalb ist sie umgezogen? frag sie doch mal, vielleicht gab es früher schon Probleme wegen dem Heimtierzoo.... Ich würde mich an den Vermieter/Hausverwaltung wenden. Notfalls (wenn möglich) umziehen .... kann Dich verstehen, für mich wäre das auch ein Graus.... Viel Erfolg!
gartenfee am 5. August 2009 15:47 ich habe auch ein zwiespältiges gefühl bei der nachbarin. sie war anfangs nett, aber jetzt zeigt sich doch, daß sie vermutlich doch ne ziemlich andere seite hat, nach der sie auch aussieht > alkohol. mag sein, daß sie das nicht bösartig ist, sondern nur aus ne art hilflosigkeit. aber ich bin auch skeptisch, ob sie in der lage ist, diesen "heimtierzoo" zu managen. gab da schon andere erlebnisse. aber noch ist alles im grünen bereich.
umziehen? schön wärs! ich komme hier auch nicht weg, weil ich mir weder eine andere wohnung noch das umziehen selbst leisten kann. habe mich schon viel umgeschaut. aber eine akzeptable wohnung zu einem akzeptablen preis in einem akzeptablen wohnumfeld finde ich nicht mehr für mich. (wer was nettes, aber presiwertes hat in berlin, kann sich gerne tipopgebend an mich wenden) und warum soll eigentlich ich wegziehen? schließlich wohne ich schon 10 jahre hier. und habe mich hier ganz gut eingewöhnt. ich bin keine pflanze (mehr), die man alle naslang umtopfen kann. ich brauche meine wurzeln in heimischer erde.
aber was würdest du mir denn dann empfehlen? hast du einen tipp?
fischerhundefan am 5. August 2009 16:22 Ja wenn das so ist (...Alk...) dann hätte ich echt keine Skrupel mich an den Vermieter, die Hausverwltung oder sogar die Polizei (weg. Ruhestörung) zu wenden. Mein Lebensmotto lautet "wehret den Anfängen" ... tja hab ich mir mühsam erarbeiten müssen diese Erkenntnis.... Alles Gute!

Wenn der Hund beim Alleinsein bellt, hat er Stress, den er so versucht abzubauen. Meist ist das nur ein Problem von mehrenen, weil die Beziehung zwischen Hund und Halter nicht stimmig ist. Es gibt also bestimmt mehrere "Baustellen". Wenn der Mangel an Geld der einzige Grund ist, weswegen ein Hundetrainer nicht in Frage kommt, schau mal auf www.dog-institut.eu unter "Offene Stunde" nach. Das ist ein Angebot für Menschen mit Hund am Existenzminimum in Berlin. Der Halter zahlt für 30 Minuten Einzeltraining soviel wie er/sie möchte. Minimum ist ein symbolischer Beitrag von 1,-Euro. Das könntest Du Deiner Nachbarin ja mal freundlich empfehlen. Viel Erfolg für eine Änderung der Verhältnisse!
gartenfee am 21. Oktober 2009 15:42 danke, deine antwort kam genau zur rechten zeit. denn heute war der hund auch wieder sehr lang allein und hat seine besitzer versucht zurückzujaulen und zu betteln/bellen. es war herzerweichend.
habe einen zettel an die tür gemacht, daß ich darüber gerne mal mit ihnen sprechen möchte. (glaube aber nicht, daß sie das gut aufnehmen werden)
dieses institut schau ich mir mal an. und werde es empfehlen, wenn die gelegenheit da ist.
gartenfee am 21. Oktober 2009 16:06 habe mir die seite jetzt mal angesehen. aber bei den preisen finde ich nicht das, was du schreibst. im gegenteil, hier sind ganz normale stundenpreise angegeben.
falls du noch mal draufschaust hier: kannst du mir vielleicht sagen, wo es steht, daß leute mit geringem oder gar keinem einkommen einen symbolischen beitrag zahlen?
luckydoggirl am 21. Oktober 2009 16:24 Wenn Du auf www.dog-institut.eu bist, musst Du auf der linken Seite Kurse/Preise anklicken. auf der Seite , die sich dann öffnet, stehen oben in blau Stichworte, die Du anklicken kannst.Und dort findest Du die "Offene Stunde". Also ganz oben mal schauen, oder die Seite einfach weiter runterscrollen bis zur "Offenen Stunde".

das kannst du ihm nicht abgewohnen das ist von natur aus...
ein rat wäre eine katze zu holen wenn dich das bellen nervt^^
gartenfee am 5. August 2009 13:50 sie hat auch eine katze in der wohnung (und vögel und aquarium und und und)
Gerd2 am 5. August 2009 14:52 das sagt alles
fischerhundefan am 5. August 2009 15:19 dito Gerd2, hat ein Haufen Tiere und ist nie zu Hause.....

Das ist wie wenn man ein Kleinkind das schreien abhewöhnen will. Ein Hund bellt von Natur aus,das ist normal.
gartenfee am 5. August 2009 13:49 aber nicht alle. hier im haus haben schon viele hunde gewohnt. aber bisher hat sich noch keiner von ihnen so als kleffer etabliert. das geht inzwischen leider den ganzen tag so, von morgens bis abends. anfangs ware es immer nur kurz, dann imemr länger. das zehrt schon an meinen nerven langsam.
Das kann man ihn ganz einfach abgewöhnen einfach wen er bellt eine katte oder schlüsselbund vor den hund werfen funktionirt ganz gut aber bitte nur vor oder neben den hund werfen und nicht auf den hund
gartenfee am 15. Dezember 2009 11:27 wieso das? also ich meine, warum funktioniert das? erschreckt sich der hund da nicht?
es geht hier allerdings um das bellen (und jaulen), wenn der hund alleine ist und um "mama" ruft mit seinem bellen. da wird es schwierig sein, es ihm mithilfe des schlüsselbundes abzugewöhnen. er ist ja in der nachbarwohnung. ich habe gar keinen kontaktmöglichkeit zu dem hund.
ich hatte das gleiche problem gleich mit 2 großen hunden eines nachbarn. da hab ich mir im internet/ mietrecht rat geholt. ein hund darf höchstens eine halbe stunde täglich bellen, ansonsten kannst du beim vermieter mietminderung beantragen. der mahnt dann ab. mein nachbar mußte die hunde abgeben- meine nerven waren mir da wichtiger,als das unvermögen der nachbarn. mit den nachbarn verstehe ich mich weiterhin gut, sie sahen ein, dass das unzumutbar war. zur erziehung wurde ja schon alles gesagt, nur dann muß der halter sich reinknien wollen! hab auch einen yorkie,der weder an der tür noch alleine bellt, aber das ist halt erziehungssache.
Bild/er:
Ich würde ihr verdeutlichen, dass du arbeiten mußt und es so nicht weiter geht,es gibt verschiedene Gründe, warum ein Hund so ausdauernd bellt und nicht alleine sein kann, dafür habe ich aber nicht die genauen Infos. Hier gebe ich dir einige Vorschläge, die du deiner Nachbarin mitteilen kannst. Vermieter oder Hausverwaltung wären für mich der allerletzte Schritt, da sie den Hund dann entweder abgeben oder ausziehen müßte.
- Hundeschule und sich dort professionellen
Rat holen.
- Den Hund langsam an das allein sein gewöhnen
geht nur, wenn man auch die notwendige Zeit
dafür hat, sprich Urlaub, das ist schwierig,
wenn es schon so ist.
- Einen Hundesitter für ihre Arbeitszeit suchen
- Vielleicht einen zweiten Hund oder eine
Katze anschaffen, habe selbst gute Erfahrung
gemacht, dass dann mit dem bellen Schluß ist,
insofern das andere Tier es nicht tut.
Viel Erfolg
versucht es mal mit einem antibellhalsband, damit beschrafft er sich selber und erzieht sich so auch aleine.

Wenn man das so liest gibt es nur wenig was du tun kannst: 1Vermieter anschreiben/sprechen. 2. Polizei anrufen, und das öfter.
gartenfee am 6. August 2009 13:00 ich kann, glaube ich, schon wirklich ne ganze menge tun. und mag es nicht, wenn man immer nur die polizei und sonstige fremdkörper ruft. die sind nämlich, nach meiner erfahrung, letztlich genauso faul. und tun lediglich dienst anch vorschrift. zur not würde sie das tier mitnehmen und dem tierheim übergeben. na da hat man aber was gekonnt! diese erfahrung möchte ich dem hund gerne ersparen. ich weiß nicht, ob du das berliner tierheim kennst. ich bezeichne es gerne als hunde-kz. wird zwar hochgelobt. aber es ist ganz schrecklich, erleichtert es lediglich den tierpflegern, saueberzumachen etc. das ist das oderne daran. aber für die tiere selbst? einfach nur schrecklich!
nun ja, fürs veterinäramt/ tierschutz ist der fall lange nicht gravierend genug. da gibt es hier noch ganz andere kandidaten. ich mags auch nicht, wenn man immer sofort lediglich nach ordnungskräften (polizei, jugendamt etc.) ruft, damit gibt man bloß seine eigene verantwortung an behörden ab.
das andere aber werde ich mir gut angucken. ich selbst bin zwar mit hund aufgewachsen. aber habe nahezu null ahnung von hundeerziehung, vor allem nicht vond en grundlagen, warum ist was so und so und wie kriege ich das in den griff etc.
darum werde ich mir mal die seite gut angucken, die du mir da empfiehlst. ich danke dir.
habe mir die seite gerade durchgelesen. richtig gut ist das da erklärt. es hat mir spaß gemacht zu lesen. und dann habe ich mich entscheiden, diese seite einfach auszudrucken und der nachbarin in den briefkasten zu werfen.. kann ja mal was nettes drauf schreiben, daß sies nicht als zeigefinger empfindet. ich hoffe nur, sie geht darauf ein.