wir haben einen hund aus dem tierheim übernommen. er saß dort 3 jahre. er ist geschätz auf etwa 5-6 jahre. wurde von seinen vorbesitzer wohl sehr geschlagen, denn er ist sehr schreckhaft, wenn man sich ihm mit ewas in der hand nähert. wir haben einen hof und er hat den ganzen tag familienanschluß und die möglichkeit, sich völlig frei zu bewegen. auf dem gesamten hof und den angrenzenden wiesen (4-5ha) dennoch zieht er es vor den ganzen tag im haus zu liegen und sein großes geschäft neben dem sandkasten zu erledigen. und das obwohl wir 4 mal am Tag mit ihm gassi gehen. alles schimpfen und nase reindrücken zeigt keine wirkung er macht neben den sandkasten. wie können wir ihm das abgewöhnen?LG

BITTE niemals einen Hund mit der Nase da rein drücken! Auch schimpfen ist zu unterlassen! Solche Sanktionen sind unsinnig, werden vom Hund nicht verstanden und bewirken höchstens, dass der Hund jegliches Vertrauen verliert.
Ein Hund wird früh auf einen bestimmten Untergrund geprägt, auf dem er sein Geschäft verrichten soll. Ich nehme an, dass die Vorbesitzer ihn auf Sand geprägt haben. Das heißt, sie haben ihm ausdrücklich beigebracht nur auf Sand sein Geschäft zu verrichten, und plötzlich wird er dafür gestraft, ohne zu wissen warum. Das kann nichts bringen!
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Du musst den Hund mit viel Geduld und Ruhe auf einen anderen Untergrund prägen. Das funktioniert im Grunde genau wie bei einem Welpen, der noch nicht stubenrein ist. Einziger Unterschied: Es erfordert von dir noch etwas mehr Geduld! Bitte lies und befolge die Hinweise unter diesem Link:
http://hundetipps.blogspot.com/2008/04/stubenreinheit-so-wird-der-welpe.html
Strafen bringen nichts und zerstören nur das Vertrauen.

Nicht strafen und schon gar nicht die empfindliche Nase reinstupsen. Auch ein Hund hat feste Zeiten, in denen er sein Geschäft erledigen muß. Beobachtet ihn aufmerksam und geht dann solange mit ihm Gassi, bis er es macht. Dann richtig loben und belohnen. Das lernt er schnell! Es ist auffällig, daß er die Nähe des Sandkastens, der Kinder, bevorzugt. Evtl. braucht er mehr Aufmerksamkeit. Diese haben eure Kinder gewiss und er versucht sich durch sein Verhalten "einzubringen". LG Katze

Hallo, ich finde es wirklich traurig das sich solche Ammenmärchen über Hundeerziehung immer noch so hartnäckig halten. Einen Hund mit der Nase in seinen Kot zu drücken ist eins der schlimmsten Irrtümer. Guck mal hier, da findest du noch einige Irrtümer der Hundehaltung: http://www.hundeseite.de/hundewissen/hundewissen-haltung/maerchen-der-hundehaltu...
Zu deinem Problem, eigentlich müsste der Hund sich genug auf Spaziergängen lösen können wenn ihr wirklich so oft mit ihm geht. Aber du sagtest ja, dass er sehr ängstlich ist, vielleicht ist er so mit seiner Angst beschäftigt, das er sich zu selten löst und macht das lieber in vertrauter Umgebung? Vielleicht helfen ruhige Orte zum Spazierengehen.
erstmal danke fürs antworten. und die idee mit dem reindrücken kam nicht von mir, sondern von leuten die selber hunde haben und sich erfahren nennen ! das es wohl so nicht geht hab ich erkannt. deshalb such ich weitere gute tips.
ich gehe sehr lange, langsam und ruhig mit ihm spazieren. ohne kinder damit er nicht ständig zum spielen getrieben wird sondern zeit zum schnüffeln hat. ich geh auch immer die selbe strecke. er hat auch schon auf der strecke sein geschäft gemacht und dafür hab ich ihn gelobt mit worten, streicheln und überschwenglicher freude.
ich dreh auch nicht sofort um wenn er sicherleichtert hat sondern geh noch 5-10 minuten weiter und spiele dann auch mit ihm.
Was ich nun auch schon zu hören bekam, war, dass der hund sich über die kinder stellen will und deshalb das revier der kinder "kennzeichnet". Ist auch das ein Ammenmärchen?
Grüße Willborga
alexanderb am 21. Juli 2008 11:37 Ja willborga, das ist definitiv auch ein Ammenmärchen! Leider kursieren immer noch sehr viele dieser (teilweise gefährlichen) Ammenmärchen. Ganz besonders der Begriff "Dominanz" ist sehr in Mode gekommen. Da wird plötzlich per Ferndiagnose und auf Verdacht mal alles was der Hund macht als Dominanz ausgelegt. Das ist völliger Unsinn. Hierzu kann ich dir das Buch "Das Alpha Syndrom" von Anders Hallgren empfehlen. Es wird dir sicher helfen den Hund besser zu verstehen und künftig solche "Ratschläge" kritischer betrachten zu können. Es gibt leider sehr viele Leute, die sich erfahren nennen, aber viel Unsinn erzählen. Darum muss man selbst lernen Ratschläge kritisch zu überdenken.
alexanderb am 21. Juli 2008 11:53 Wenn du dir ein solides Grundwissen aneignest, wird es dir mit der Zeit leichter fallen Situationen richtig einzuschätzen und zu beurteilen welche Ratschläge sinnvoll sind und welche nicht. Es gibt selbst unter den Hundeschulen schwarze Schafe. Darum muss man lernen zu filtern. Und dazu ist ein solides Grundwissen unabdingbar.
Tatjanaaa am 21. Juli 2008 12:32 Wie Recht du mal wieder hast, alexanderb! Nur mal so zum Vergleich und zum Nachdenken:
Die Idee, Kindern die Schulbildung mit dem Rohrstock einzuprügeln wird auch nicht dadurch besser, dass es "erfahrene Lehrer" Jahrhunderte lang so praktiziert haben... :-(

Wenn du ihn mit der Nase reindrückst wundert es mich das er dir nicht auf den Esstisch kackt.
also ich verstehe Dein Problem nicht. Wenn Du weisst, dass er da hin macht, dann mach es doch weg, und gut ist. Wenn ich immer genau gewusst hätte, wo mein Hund hinmacht, hätte ich mich gefreut.

menschen gibt es....ohne worte. steckst du dein kind auch in die fäkalien wenn es in die windeln macht statt aufs töpfchen zu gehen? woher soll der hund wissen das dieses große klo dazu da ist damit kinder im sand spielen können? hast du ihm gesagt da darfst du nicht dein natürliches geschäft machen? du bestrafst ein tier dafür, das es etwas natürliches macht? hunde kennen keine sandkisten. ansonsten schau bei katze, da muß ich mich wiederholen.

Verhindere den Zugang zur Sandkiste. Mit einem Zaun z.B.

Welches Tierheim hat dir den Hund überlassen?
Die müsste man eigentlich prügeln! Wer heute noch seinen Hund mit der Nase in die Fäkalien drückt verfolgt Hundeerziehung nach Dogmen aus den 70igern oder so. Das ist nicht nur veraltet, sondern nachweislich schädlich für das Tier. Ich könnte glatt Amok laufen, wenn ich manchmal sehe, welche Verantwortungslosigkeit manche Tierheime an den Tag legen - nur um ihre Hunde loszubekommen!
Kaufe dir ein Buch über Hundeerziehung. Möglichst eine Ausgabe aus diesem Jahrtausend. Schnellstens und umgehend. Oder gib den Hund ans Tierheim zurück. Damit hilfst du dem Hund mehr. Sorry.
Darüber hinaus würde ich dringend dazu raten, dass du dir mehr Wissen über Hunde aneignest. Aus der Frage (bzw. deinen bisherigen Erziehungsversuchen) wird ersichtlich, dass hier einige Wissendefizite vorherrschen. Erstens hat man dem Tier gegenüber die Verantwortung, dass man möglichst viel über sein Verhalten und seine Psyche versteht, zweitens gilt dies umso mehr, wenn gleichzeitig auch noch Kinder im Haushalt leben. Unter diesen Umständen ist es besonders wichtig, dass man das Hundeverhalten richtig deuten kann und den Hund so erzieht, dass er psychisch stabil bleibt. Einen Hund mit der Nase in seine Fäkalien zu drücken und ihn für Dinge zu strafen, die er so gar nicht verstehen kann, kann bei einem Hund schnell zu psychischen Schäden führen. Wenn dir Kinder & Hund lieb sind, solltest du daher lernen den Hund besser zu verstehen und zu 'lesen'. Besorg dir gute Fachliteratur oder besuche eine Hundeschule. Zu empfehlen ist zum Beispiel das Animal Learn Konzept. www.animal-learn.de Hier findest du neben einigen guten Büchern auch eine Übersicht über Hundeschulen in ganz Deutschland.