Frage von cocimoci, 27

Wie gewöhne ich meinem Hund das bellen zu anderen Hunden ab?

Hallo, ich bitte um Rat. Ich habe einen 2 1/2 Jahre jungen Mischlings Rüden. Unser Problem ist, dass er andere Hunde anbellt - jedoch nicht alle, hunde die er seit klein auf kennt, liebt er. Ab und zu begegnen wir auch Hunden die er nicht anbellt, obwohl er sie nicht kennt. Aber wenn er dann mal jemand trifft den er nicht mag, dann wird er ganz schön aggressiv (ich weiß nicht ob es aggressives verhalten ist, bei Cesar Milan heißt es am ende doch immer was anderes). Doch es ist ein Bellen richtig aus der Kehle, sein Kamm stellt sich auf und er zieht zum anderen Hund. Jedes mal wenn wir einen Hund sehen zieht er zu ihm, ganz gleich ob er ihn mag oder nicht. Manchmal bellt er auch einen Hund nur an, wenn er ihn nicht beschnuppern darf, oder wenn er ihn beschnuppert hat und wir weiter gehen kommt (ganz selten) auch noch ein leichtes bellen. Ich habe ausprobiert - leckerchen (die interessieren ihn gar nicht) und eine Wasserspritze (können wir jetzt jedoch nicht mehr anwenden obwohl es gut geklappt hat). Vielleicht hat jemand aus eigener Erfahrung ein paar Tipps die ich noch probieren könnte, ansonsten werde ich mich an einen Hundetrainer wenden. Ich danke euch

Antwort
von Sternfunzel, 22

Dein Hund ist der Rudelführer. Übernimm Du das für Deinen Hund.  Laß ihn zunächst hinter Dir laufen.  Er  merkt so , dass Du  vor ihm bist und sei bestimmt. Immer wenn er an Dir wieder  nach  vorne vorbei will,  stubst Du ihn an mit dem Kommando  " Re" oder geh zurück, nach Hinten" ! das kannst Du Dir aussuchen welches Kommando Du da  nutzen möchtest .  Wenn Dein Hund die Führung  übernimmt, ist er damit überfordert . Dadurch  kommt es zu  Fehlverhalten indem er unerwünscht reagiert. Du kannst  das auch Zuhause üben. Wenn er  nach draussen  möchtest und Du machst die Türe auf  forderst Du :" Zurück!.., tut er das, dann warte , dass er auch Sitz macht , oder vielleicht sogar  Platz.  Dann erst öffnest Du die Tür. Draussen übst Du genauso. Und wenn er erste kurze Erfolge zeigt ,  und Du siehst , er läuft schon einige Zeit etwas mehr nach hinten versetzt und läßt Dich vor. Dann lob ihn dafür.  Achte darauf, dass Du die Leine immer  locker dabei hast . Sobald ihr Spannung darauf habt, ist bei Dir und dem Hund  keine Gelassenheit mehr.  Geht er von Dir mit lockerer Leine zu weit weg, ruf ihn zu Dir ." Name , und dann ein freudiges Hier ".. schau ..   kommt er  dann lob ihn,  fein. Fordere gleich ein leises aber bestimmtes " Geh  zurück !".. 

 Ein Hund  reagiert nach vorne rennend und bellend, weil er versucht alles gut zu machen. Er ist sozial und der Hund merkt nicht , dass er dabei Fehler macht , und zeigt unerwünschtes Verhalten.  Dies ist deswegen , weil er nicht das Gefühl hat , er wird geführt, also übernimmt er.  Steh Du für ihn. Stell Dich mal hin sicher wie ein Fels. Steh Gerade  fühl Dich  wie jemand , den nichts umhauen kann , und nimm den Hund dann ander Leine mal hinter Dich .  Brust raus, gerade Haltung und fühle in Dir Deine innere Sicherheit.., Deine Bestimmtheit. In Dir  kannst Du sagen: " Ich steh  für meinen Hund, uns kann nichts passieren, weil ich sicher bin ."  Das fühl auch, denn wenn Du unsicher bist , oder gar ängstlich, weil Dein Hund wieder nach  vorne  ziehen könnte um andere Hunde anzubellen, wirst Du den Hund nicht mit Deinem Gefühl  belügen  können. Also musst Du auch Sicherheit  fühlen, innere Gelassenheit , innere Stärke und innere Ruhe. Dein Hund  spiegelt Deine Seele wieder.  Fühlt Dein Hund dass Du innerlich ruhig und gelassen bist , weil " Du das für ihn kannst, Der Rudelführer sein" .., dann spürt das Hund und folgt Dir.  Ein Hund  folgt immer einem Mensch oder ein Tier, welches Sicherheit  ausstrahlt. 

Du wirst Dies alles üben  müssen, und Neu  mit Deinem Hund lernen. Du kannst auch eine Schleppleine nutzen. Immer wenn er zuweit weg geht, reagierst Du : Hier !  freudig . Denn ein Hund kehrt immer  gerne zurück  , wenn man sich darüber freut . Sei nicht enttäuscht , wenn das nicht alles gleich klappt, wie Du es Dir  wünscht. Sondern nimm Dir das Ziel : " Ich bin für meinen Hund ein Rudelführer" Wie ein Kind das an der vertrauten Elternhand geht. Ein Kind fühlt sich dann sicher und genau das ist das Ziel beim Hund. Ein Hund der Sicher ist ,  sich so fühlt , der bellt  nicht unnötig andere Hunde an. Er läßt sich führen. Meine zwei Hunde gehen immer etwas versetzt hinter mir. Einer Links einer Rechts und Frauchen geht in der Mitte vor. Und die Leinen haben ich immer locker, wie bei einer Schaukel. Ich zieh sie nicht zu mir.  ein leises bestimmtes freudiges Hier,  genügt um die Hunde  bei mir zu halten. Wir gehen zusammen Gassi .. ich bin stark und sicher für meine Hunde. Deswegen geben sie ab und laufen sehr gelassen. 

Liebe Grüße Dir

Antwort
von dogmama, 23

ansonsten werde ich mich an einen Hundetrainer wenden.

diese Überlegung ist schon mal sehr gut!

der Trainer wird dann auch herausfinden warum der Hund sich so verhält und kann dann auch einen individuellen Trainingsplan entwickeln!

Viel Erfolg!

Antwort
von LukaUndShiba, 27

Bitte hört auf euch Cesar Millan anzuschauen der Typ ist ein Tierquäler.

Was ihr nun braucht ist ein erfahrener Hunde Trainer der ohne Gewalt arbeitet.

Bitte probiert nicht mit Tipps die euch hier gegeben werden an dem Hund herum. Niemand hier kann den Hund live sehen und einschätzen wo das Problem liegt um passende Tipps zu geben. So verschlimmert ihr es dann je nach dem nur noch. 

Antwort
von Secretstory2015, 23

Richtig, die meisten Hunde sind nämlich nicht aggressiv, sondern gehen aus Unsicherheit nach vorne, das ist das, was Du bei Cesar Millan meinst und damit hat er Recht. Ich würde Dir empfehlen, dass ihr euch einen Hundepsychologen/Verhaltenstrainer holt und mit dem zusammen arbeitet. Das ist sinnvoller, als irgendwelche Tipps von potenziellen Laien aus dem Internet anzunehmen.

Antwort
von Luca9975, 14

Wenn ein Hund bällt sagt er damit, dass du der Alpha nicht dazu im Stande bist die Situation zu regeln. Du musst ihn eines besseren belehren. Nicht durch Aggression und Gewalt, sondern durch Standhaftigkeit. Bring den Hund dazu sich zu unterwerfen.

Kommentar von Revic ,

Der Hund ist kein Sklave des Menschen. Er ist ein Familienmitglied. Machst du dir deine Kinder auch zum Untertan?

Kommentar von Luca9975 ,

Habe ich geschrieben, dass ich Hunde wie Sklaven behandle? Nein. Dürfen deine Kinder dein Auto fahren und dein Geld ausgeben??? Der Hund ist ein Familienmitglied, muss aber trotzdem lernen wo sein Platz ist!

Kommentar von Fuchssprung ,

@Revic Wenn ein Hund einen anderen Hund in die Schranken weist, wird dieser nicht zu seinem Sklaven. Du schmeißt hier Dinge in einen Topf die nicht zusammen gehören.

Kommentar von Revic ,

Was Hunde mit ihren Artgenossen tun ist völlig irrelevant. Wir sind keine Hunde und werden vom Hund auch nicht als solche angesehen.

Du schmeißt hier Dinge in einen Topf die nicht zusammen gehören.

Erstmal an die eigene Nase fassen ;-)

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