Frage von Geparde,

Wie gewöhne ich meinem Hund ab zu bellen wenn es an der Tür klingelt?

Mein Hund bellt immer wenn es an der Haustür klingelt. Erst wenn sie dann nach 5 Minuten merkt das ich den Besuch "akzeptiere", hört sie langsam auf. Das nervt und ich weiß nicht weiter....Lösung?

Hilfreichste Antwort von YarlungTsangpo,
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Das bedeutet ja auch, dass dein Hund - wenn Du Besuch schon eingelassen hast - weiter bellt.

Das spricht für Unsicherheit von deinem Hund wenn Besucher kommen.

Es kann daran liegen, dass wenn es klingelt der Mensch laut mitschimpft und den Hund in seinem Bellen bestätigt. In so einem Fall ist es am Besten den Hund erst einmal in aller Ruhe an lieben Besuch zu gewöhnen.

Damit meine ich:

besorge dir einen lieben Bekannten welcher für ein zwei Tage frei nimmt um dich und deinen Hund alle ca. 10 Minuten zu besuchen.

Wenn es dann klingelt dann steckst Du Dir symbolisch Oropax in die Ohren = also Du reagierst überhaupt nicht, so als ob an der Türe niemand geklingelt hätte. So lange bis dein Hund ruhig ist und nicht mehr bellt. (stell einen Stuhl neben die Türe, damit sich dein Bekannter setzen kann)

Kein "Nein" kein "Pfui" "Aus" oder sonst ein Kommando kommt dir über die Lippen - du reagiert mit nichts auf das Verhalten deines Hundes. Ist dein Hund ruhig, geht's du ganz beiläufig zur Türe und öffnest Deinem Bekannten, bitte ihn herein, den Hund darfst du dabei lassen....

Wenn er nun bellt wird er ignoriert. Du und dein Bekannter ihr dreht euch weg vom Hund und du sagst kein Wort und versuchst ihn nicht zur Ruhe zu bringen. So lange bis der Hund ruhig ist = genau in dem Moment bekommt der Hund von deinem Bekannten ein Leckerchen.

Diese Prozedur wiederholt ihr so lange bis dein Hund wenn es klingelt nicht mehr bellt und wenn du den Bekannten herein lässt mit der Rute wedelt und sich freut - weil er was leckeres bekommt.

Mache Hunde werden durch allerlei Erziehungsmassnahmen wenn es klingelt um ihr Bellen zu stoppen so sehr verunsichert, dass das Bellverhalten bis ins Extreme Unsicherheitsbellverhalten verstärkt wird.

Da helfen dann "übliche Erziehungsmassnahmen" nichts mehr.

Kommentar von Geparde,

Aber sie nimmt selten kleine Leckerlies. Sie macht so zusagen selber Diät. --> ziemlich praktisch. :)

Antwort von LucieTommy,
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Tja, es Deinem Hund einfach zu sagen, funktioniert ja nicht, er weiß ja nicht, wovon Du redest. Ein ziemlich einfacher Weg ist, das Bellen als Kommando einzuführen - hat bei meinen wunderbar geklappt. Also: dem Wuffel beibringen, auf Kommando zu bellen, dann kann man ihm leichter beibringen, auf Kommando den Schnabel zu halten. Und DAS funktioniert dann auch, wenn es an der Tür geklingelt hat.

Antwort von Heidekraut12,
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Sobald sie anfängt zu bellen auf ihren Platz schicken. Die Tür erst öffnen, wenn Ruhe herrscht. Wenn sie auf ihren Platz geht, Leckerlie geben.

Das muss man üben.

Sie sieht die Leute als Eindringlinge in ihr Revier an. Was es ja nicht ist.

Kommentar von Geparde,

Das Problem ist das die da nicht mehr hört wenn ich sage sie soll auf ihren Platz und sie so keine Leckerlies nimmt.(Ich weiß komischer Hund)

Kommentar von Mimimat,

Ich glaube, du musst erst mal klar machen, wer von euch der chef ist. Befehle müssen im Befehlston, Tadel in lautem Tonfall, Lob dagegen in leisen, freundlichen töten gegeben werden. Der hund reagiert kaum auf Worte. aber er reagiert auf die Stimmlage. Das muss man unbedingt wissen, wenn man einen Hund trainiert. Ein freundliches "das darfst du aber nicht" empfindet der Hund als Lob. an solcher Stelle gehört er "angeblafft" Du verstehst? :-)

Kommentar von Mimimat,

Jepp! Keine weitere Erläuterung. Das ist der beste Weg. :-)

Kommentar von Geparde,

Ja ok danke

Kommentar von ralosaviv,
Das muss man üben

Ja. Aber nicht erst, wenn der "Ernstfall" schon eingetreten ist. Das muss man schrittweise trainieren und vor allem gut vorbereiten.

Antwort von ralosaviv,
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Erst einmal sollte sie lernen, dass sie immer dafür belohnt wird wenn sie auf ihren Platz geht. Ohne Ablenkung und Türklingel. In der nächsten Stufe entfernst du dich von ihr und gehst immer wieder zurück und belohnst sie, wenn sie an ihrem Platz geblieben ist. Nach und nach gehst du auch außer Sichtweite und wiederholst dieses Spiel bis zum erbrechen. Dann gehst du irgendwann auch bis zur Haustür und machst sie einfach nur auf und wieder zu. Wenn der Hund am Platz bleibt wird belohnt, wenn nicht, schickst du sie wieder zurück und belohnst nicht.

Wenn du sie soweit hast, dass sie liegen bleibt wenn du selbst die Tür auf und zu machst, klingelst du. Irgendwann bestellst du dir dann Probanden, die ein paar mal am Tag klingeln kommen, während du das Platztraining unter eigener Entfernung ständig wiederholst. Das mußt du langsam und schrittweise aufbauen. Und wenn du merkst, dass der nächst höhere Schritt noch nicht gelingt, schaltest du nochmal einen Gang runter und wiederholst das, was schon einigermaßen gut funktioniert hat.

Besuch hat den Hund zu ignorieren, bis du einen Kontakt zuläßt.

Antwort von SallyPelly,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

also: da hilft. schlüsselbunde wenn der hund bellt, wirfst du ein schlüssekbund nahc ihm. aber nicht auf ihn zielen... so krioegt er einen schrek und hört erst mal auf. dann lobebnm wenn er leise ist.. wenn er wieder beelt, den nächsten schlüsselbund werfen

Kommentar von Geparde,

Aber sie fängt nach dem Schreck schnell wieder an. Trotzdem danke versuch ich mal.

Kommentar von awsome,

Das ist ja voll brutal, der arme Hund bekommt noch einen Herzinfakt! Dann lass ihn lieber bellen xD. Was macht er denn nachdem er gebelllt hat? Springt er die Leute an oder begrüßt er sie zu erst? Wenn das der Fall ist dann musst du den Hund an die Leine nehmen, es klingeln lassen und zuerst an die Tür (schleif ihn aber HINTER dir her), um zuzeigen, dass DU diejenige bist, die an die Tür darf und, dass die Person für ihn uninteressant ist.

Kommentar von Geparde,

Naja es ist so: sobald es geklingelt hat, springt sie auf und bellt wie verrückt dann versuch ich am Hörer den Besuch zu verstehen. Dann mach ich auf. Kennt mein Hund den Besuch hört sie auf und beschnüffelt ihn(ohne Anspringen) oder sie kennt ihn nicht und bellt ihn weiter an(ohne Anspringen). Wenn sie sieht das es ok ist das er kommt dann kommt sie langsam wieder zur Ruhe. Mit Anspringen haben wir nichts am Hut...zum Glück!

Antwort von Hasimausipupsi,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Hol dir den Kerl ausm TV ^^

Antwort von Laura3495,

Ich hab heute noch das Buch "Das andere Ende der Leine" von Patricia McConnell zu Ende gelesen. Das solltest du dir mal kaufen, es beschreibt sehr gut, worauf Hunde reagieren - zum Beispiel auf eine ruhige, tiefe Stimme.

Hab keine Angst, der Besuch hat Zeit. Sag dir immer wieder, dass du nicht hektisch werden musst. Bleib entspannt. Wenn du ruhig bist, wird der Hund es zwar nicht automatisch auch, aber wenn du hysterisch bist und eine hohe oder laute Stimme bekommst, fühlt er sich in seiner Aufregung nur noch bestärkter.

Rede mal mit einem professionellen Hundetrainer, der die Körpersprache deines Hundes deuten kann. Für Leute, die nicht darauf trainiert sind oder einfach nicht den "Blick" dafür haben, ist es schwer, kleine Nuancen zu erkennen. Ist der Körper eher nach vorne oder nach hinten gerichtet? Zeigt der Rutenansatz nach oben oder nach unten? Wie ist der Blick des Hundes? Wenn du auf diese Fragen eine Antwort findest, sehr gut! Eine zurückhaltende Körpersprache zeigt dir, dass dein Hund Angst hat - da musst du einfach üben, üben, üben. Lass Besucher Leckerlies mitbringen, die sie deinem Hund hinwerfen, sodass er erst einmal keinen nahen Kontakt aufnehmen muss. Werfen reicht völlig, sodass der Hund merkt: "Aha, ich krieg was Leckeres, aber ich werde auch in Ruhe gelassen!" Nach und nach kann man das dann ausweiten, also dass die Leckerlies irgendwann aus der Hand gegeben werden oder irgendwann gar nicht mehr.

Wenn dein Hund eher nach vorne geht, also nicht defensiv, sondern eher aggressiv ist, hast du ein anderes Problem, nämlich dass er Besucher und damit deine Autorität nicht toleriert. Dann würde ich mich der Meinung anschließen, den Hund einfach auf seinen Platz zu schicken, bis er sich wieder beruhigt hat, das ist mit Sicherheit die beste Lösung. Wenn er nicht von alleine geht, versuch mal, ihn mit Körpersprache dorthin zu bewegen (auch im Buch gelernt!). Dafür gehst du einfach auf deinen Hund zu und baust Druck auf. Strahl Selbstsicherheit aus und dein Hund wird zurückgehen. Bloß nicht schubsen oder sonst irgendwie körperlich bedrängen, sondern nur mit "Bodyblock" arbeiten (dafür solltest du wirklich das Buch lesen, das wird da auf mehreren Seiten erklärt, das lässt sich nicht so einfach zusammenfassen). Wenn er aufhört zu bellen, SOFORT loben! Wenn er bellend zurückgeht, machst du solange weiter, bis er auf seinem Platz ist.

Wenn alles nichts bringt, arbeitest du eben auch in der Wohnung mit Leine. Wenn dein Hund angeleint ist und du dich auf die Leine stellst oder sie irgendwo befestigst, kann er nicht von seinem Platz weg. Das ist vielleicht erst einmal eine blöde Lösung, aber so bleibt er dann wenigstens auf seinem Platz.

Sollte dein Hund irgendwann anfangen zu knurren oder sich in irgendeiner Art aggressiv dir oder dem Besuch gegenüber zu verhalten, also euch nicht nur mit Bellen, das ja mehrere Dinge bedeuten kann, zu verwarnen (entweder "komm mir nicht zu nahe" bei einem ängstlichen Hund oder "verschwinde aus meinem Haus!"), geht bitte sofort zu einem professionellen Hundetrainer und lasst euch helfen - denn dann ist es allerhöchste Eisenbahn! ;-)

Kommentar von taigafee,

hab mir grad von Tumler " Ein Jahr im Leben einer Hundefamilie" bestellt. wollen wir danach tauschen? :-D

Kommentar von Laura3495,

Klar - ich nutze jede Gelegenheit, um gute Hundebücher in die Finger zu kriegen, die örtlichen Büchereien geben da leider nicht sehr viel her! :-)

Antwort von Yellowstone,

Nimm eine elektronische Türklingel mit Wolfgeheul, dann stimmt auch Wauwi den Gesang an.

Antwort von Lourdesx3,

schau mal bei "der Hundeprofi" rein, läuft z.z. bei vox da kommt immer soetwas :)

Kommentar von Geparde,

Schau ich schon.

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