Frage von akinomori, 86

Wie gewöhne ich meinem Hund ab, auf eine andere Person bezogen zu sein?

Meine Hündin ist zwar erst 6 Monate alt und muss noch Vieles lernen, jedoch weiß ich nicht wie ich ihr das beibringen soll. Sie ist auf andere Personen so "bezogen" ,dass sie nicht folgt bzw. nicht mehr auf mich hört. Das sind z.B meine Mutter oder eine gute Freundin welche sie jeden Tag sieht. Heute wollte ich zum Beispiel Fahrrad fahren mit ihr üben: Sie ist relativ brav gelaufen und ist kein einziges Mal stehen geblieben, aber als meine Freundin dann zugesehen hat ist sie sitzen geblieben und hat sich gegen die Leine gestemmt. Als meine Freundin es mit ihr versucht hat ist sie brav nebenhergelaufen und hat nicht beachtet das sie sich gerade von mir entfernt. Es ist bei Spaziergängen mit diesen Personen auch immer schwieriger als sonst, denn wenn nur ich mit ihr gehe ist auf jeden Fall "gehorsamer". Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen, und hoffe dieses Problem mit Hilfe lösen zu können.

Antwort
von SusanneV, 44

Dein Hund ist noch viel zu jung, um mit ihr Fahrrad zu fahren. Überfordere sie nicht, sie ist noch ein Welpe. Klar mag sie es lieber, wenn sie mit Menschen zusammen ist, bei denen sie nicht so viel leisten muß. Geht in eine Welpenschule und trainiere sie ohne Zwang. Ich hab den Eindruck, Du bist eifersüchtig. Das musst Du nicht sein. Ein so junger Hund hat halt auch an anderen Menschen Interesse. Das ist auch gut so. Es werden bestimmt Situationen kommen, in denen Du froh darüber sein wirst, dass sie sich auch bei anderen wohlfühlt.

Kommentar von akinomori ,

Ich gehen mit ihr in die Welpenschule, die im Dezember dann endet. In welcher sie ohne Zwang die Grundlagen lernt. Ich glaube das wenn man mit Welpen richtig übt und nicht zu schwierige Sachen macht, dass es sie nicht überfordert. Weil genau junge Hunde sind ja gerade in dem Teil ihres Lebens in dem sie das meiste lernen und sich auch am meisten merken. 

Es stört mich nicht, dass sie an anderen Menschen Interesse hat aber die Folgen sind das was mich beunruhigt. Es sind ja nur wenige bei denen sie so ist. Bei anderen ist sie schüchtern und traut sich garnichts also es ist nicht so das sie zu allen hinläuft. Ich kenne jemanden bei welchem es ähnlich ist: Wenn die Hündin eine bestimmte Person sehen würde, würde sie auch über die Straße laufen. Und das ist dann halt in verschiedenen Situationen gefährlich.

Kommentar von SusanneV ,

Über die Straßen rennen ist natürlich gefährlich. Da mußt Du immer den Überblick behalten. Meine Hündin ist vier und wenn mein Schwager kommt, sind wir angeschrieben. Ich weiß nicht, warum das so ist, aber sie ist dann nur noch auf ihn fixiert. Trotzdem bin ich froh, dass sie ihn so gerne mag, weil ich weiß, dass es ihr nichts ausgemacht, wenn er mal auf sie aufpaßt. Deine Hündin ist noch jung und es ist gut, wenn sie nicht nur auf Dich fixiert ist. Wenn sie mal alle Kommandos beherrscht, kannst Du sie bestimmt auch abrufen, wenn Deine Mama oder Deine Freundin da sind. Ich wünsch Dir viel Glück mit Deiner kleinen Maus. L.G. Susanne......

Antwort
von PolluxHH, 38

Das Problem besteht darin, daß Du von deiner Hündin nicht als "Leittier" akzeptiert wirst, sondern nur als "Rudelmitglied", deine Mutter oder deine Freundin werden hingegen von ihr als Leittiere angesehen.

Zumindest scheint sie (noch) nicht das Bedürfnis zu haben, Dich zu verteidigen, denn wenn dem so wäre, sähe es etwas düster aus, da sie sich dann in einer Beschützerrolle Dir gegenüber sähe, was darauf schließen läßt, daß Du nicht neurotisch zu sein scheinst (so etwas spüren Hunde insgeheim und dann müßtest Du zuerst deine Neurosen ablegen, ehe Dein Hund bereit wäre, sich Dir unterzuordnen).

Leider kann hier aber niemand aus der Ferne Trainingsanleitungen geben, denn auch Hunde sind Individuen und damit muß auch ein Dominationstraining individualisiert erfolgen. Auch solltest Du dir dessen bewußt sein, daß ein solches Training weit mehr von Dir als vom Hund abfordert. Hinzu kommt, daß ein solches Training idealerweise unter Überwachung und Anleitung erfolgen sollte, denn Fehler können gravierend wirken und einem selbst fallen sie oft nicht auf. So kann schon die Abfolge der Essensverteilung "Signale" über Rangfolgen setzen.

Solltest Du aber das Training beginnen, wäre es gut, wenn deine Mutter als auch deine Freundin sich gegenüber jetzt etwas zurückhalten, denn dann müßten alle Befehle von Dir kommen und beide nur in Deiner Abwesenheit etwas zu sagen haben.

Kommentar von akinomori ,

Wenn es um das Folgen bzw. hören geht macht sie es bei mir eher. Z.b gehe ich mit ihr in die Hundeschule. Bei meiner Mutter halt weniger. Es ist nur anders wenn wir beide da sind. 

Ich kann mir gut vorstellen das ich vlt Fehler mache die mir nicht auffallen aber wie soll es Übewacht werden bzw. von wem.

Ich werde es sonst versuchen so zu üben.

Kommentar von PolluxHH ,

Die Welpenschule ist doch schon einmal gut, denn hier sollte es kompetente Ansprechpartner geben, die Dich beobachten und ggf. korrigierend eingreifen können. Es muß ja keine ständige Kontrolle gegeben sein, sondern man muß Dir nur die nötige Sicherheit in den Übungen vermitteln.

Zum Radfahren: eigentlich sollte man frühestens den Hund nach Ende der ersten Lebensjahres an des Fahrrad gewöhnen, denn solange das Knochengerüst noch nicht ausgereift ist, kann es zu Fehlbildungen des Knochengerüsts kommen. Auch ist zwar nach § 28 Abs. 1 StVO (soweit in Übereinstimmung mit dem Tierschutz) das Führen von Hunden mit Fahrrad erlaubt, allerdings sollten im Straßenverkehr die Hunde verkehrssicher und an des Führen am Fahrrad gewöhnt sein, was für einen Welpen von 6 Monaten nicht gilt. Sollte er z.B. verschreckt "ausbrechen" und dadurch ein Unfall verursacht werden, wäre das ggf. nicht mehr fahrlässig, sondern schon Eventualvorsatz.

Kommentar von akinomori ,

Ich bin nur auf meiner Gasse (wenig Verkehr) mit ihr ein Bisschen auf und ab gefahren damit sie mal richtig laufen kann. Also das kann sie beim spielen zwar auch aber ich hab das halt 2-3 mal ausprobiert da sie ja noch so viel Energie hat.

Antwort
von Amaterazu, 36

Denn dein Hund scheint keine soo gute Beziehung zu dir zu haben. Arbeite mit deinem Hund sehr viel, er darf keine anderen Menschen um sich haben außer dir. Du sollst eine Hauptrolle im Leben des Hundes spielen und nicht andere Menschen, oder? ;) 

Je mehr Zeit du mit dem Hund verbringst desto mehr wird er sich auf dich fokussieren. Also, in Zukunft den Kontakt zu anderen Leuten einschränken ;)

Kommentar von akinomori ,

Das Problem ist, dass ich ja bei meiner Mutter wohne und den Kontakt einzuschränken wird da schwierig. 

Antwort
von Amaterazu, 40

Du kannst Spielübungen machen, z.B wenn du rufst gibt es eine Belohnung und wenn deine Freundin ruft gibt es keine Belohnung, kein Streicheln, nichts!

Und wenn das nichts hilft.... dann ist das der Charakter des Hundes und den gilt es zu akzeptieren

Antwort
von herja, 55

Hi,

das ist doch ganz normal für einen jungen Hund.

Du musst zu deinen Hund eine tiefe innige Beziehung aufbauen, dass hat nichts mit Erziehung oder Abgewöhnen zu tun.

http://www.hundetage-und-hundstage.de/eine-tiefe-bindung-aufbauen/

Kommentar von akinomori ,

Okay danke werde es versuchen. :)

Kommentar von akinomori ,

Ich mache mir nur "Sorgen" das ich irgendeinen Fehler mache der mir nicht auffällt. Aber warscheinlich sollte ich einfach versuchen eine bessere Bindung aufzubauen.

Antwort
von douschka, 18

...... diese Personen haben was, was Du nicht hast. Besitz = nicht gleich Fähigkeit.

Hunde orientieren sich nach Sicherheit, Struktur und Gefühlsgebung. Sie suchen sich ihre Leute aus, die ihnen das halbwegs vermitteln.  Das hast Du leider nicht geschafft. Mit der Bindung zu Dir stimmt was nicht.

Beobachte und versuche es besser zu machen. Hunde sind bestechlich - ein Ansatz?

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