Frage von Tonimama, 40

Wie gewöhne ich es meinem Hund ab, hinter anderen Hunden herzulaufen?

Mein 9 Monate alter Dackel hört erstaunlich gut, wenn wir Gassi gehen. Er kommt sofort, wenn ich ihn rufe. Aber wehe, es kommt ein Artgenosse, dann ist er taub! Er läuft auf ihn zu und freut sich. Ich kann rufen, es passiert nichts. Noch schlimmer....er läuft diesem Hund samt Herrchen/Frauchen hinterher, bis er aus meinem Blickfeld verschwunden ist. Natürlich sind die anderen Hundebesitzer (bis jetzt) so nett und warten auf mich, bis ich ihn wieder "abgeholt" habe. Ich habe schon alles Mögliche versucht...bin einfach in die andere Richtung weiter gegangen, habe mit Leckerlis-Dosen gerappelt, habe mich hinter einer Hecke versteckt....NICHTS!!! Das macht einen Spaziergang höchst unentspannt, es nervt! Aber ich möchte ihn nicht ständig an der Leine halten, zumal er (bisher) nicht aus Jagdtrieb o.ä. abhaut.

Vielleicht kann mir jemand helfen und hat einen guten "Trick" parat?

Vielen Dank

PS: Ich hörte von einer Hundebesitzerin, daß sie genau aus diesem Grund einfach nach Hause gegangen ist (beim 1000. Mal). Sie stand kurz vor dem Herzinfarkt, sah aber ihren Hund nach fast einer Stunde tatsächlich nach Hause kommen. Er hat das nie wieder gemacht. Das geht bei mir leider nicht, weil wir nicht da spazieren gehen, wo wir wohnen.

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Antwort
von Goodnight, 25

Nun dein Hund ist erst 9 Monate alt und da fällt es noch ordentlich schwer unter Ablenkung zu kommen.

Niemals den Hund rufen, wenn du sicher bist, dass er nicht kommt. Geh hin und hole ihn. Er soll nicht lernen auf dein Rufen nicht zu kommen.

Dein Hund muss lernen/ wissen, dass du 1x rufst und weg rennst.

Wenn man sich entscheidet sich zu verstecken, kann es gut sein, dass man 20 Minuten im Regen steht. Das ist dann eine gute Übung zu lernen sich zu entspannen und im Griff zu haben. Wenn der Hund dann ankommt wird er freudig begrüsst :-)

Wenn es schon so weit ist, dass der Hund eben hinterher läuft, sollen sich beide Besitzer entgegengesetzt  schnell entfernen. Der Fremde soll auf keinen Fall mit deinem Hund reden oder sich um ihn kümmern. Er muss ihn ignorieren. (Einzige Ausnahme, wenn es gefährlich wird.) Leider wissen das die wenigsten Hundehalter. Ich hätte manchmal in die Luft gehen können, wenn wieder einer angefangen hat meinem Welpen oder Junghund zu erklären er solle zu mir gehen....

Manchmal hilft es den Hund einen Moment spielen zu lassen und dann zu rufen, wenn die Hunde eine Pause machen.

Verlange von deinem Hund das was er erfüllen kann und mache es ihm so einfach wie möglich.

Mit der Hundeerziehung ist es so wie mit dem Auto fahren. Vorausschauend agieren. Wenn du eine Situation nicht haben willst, gehst du ihr rechtzeitig aus dem Weg.

Hunde und gerade Junghinde brauchen viele Sozialkontakte untereinander. Je mehr der Hund das ausleben darf umso lieber gehorcht er auch.

Antwort
von Flauschy, 20

Der „Trick“ ist den Hund solange bis du zu 99 % sicher bist, dass er abrufbar ist an der Schleppleine zu lassen. Und in dieser Zeit den Abruf üben. Wenn er ohne Ablenkung kommt versuch es erstmal bei bekannten Hunden und steigere dich dann zu Hunden die dein Hund noch nicht kennt.

Im Moment ist dein Hund in der Pubertät und da ist die Erziehung natürlich besonders schwer.

Hundekontakte gibt es bei mir nur nach vorheriger Absprache mit dem anderen Hundehalter und wenn meine Hunde noch kurz Blickkontakt zu mir aufgenommen haben.

Bei mir im Dorf gibt es einen Hund der schon einen kleinen Hund totgebissen hat. Diesen Hund sollen meine Hunde nicht kontakten darum muss der Rückruf funktionieren.

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