Wie Gewerkschaft "aktivieren"?

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3 Antworten

Wie soll die Gewerkschaft denn "aktiv" werden?

Die Gewerkschaft hat grundsätzlich das Recht einen Betrieb zu besuchen, bei Betriebsratswahlen eigene Kandidaten aufzustellen, zu werben oder bei Streitigkeiten das Arbeitsgericht anzurufen, wenn im Betrieb mindestens ein Gewerkschaftsmitglied beschäftigt ist.

Die Gewerkschaft hat dann auch das Recht dass ein Gewerkschaftsvertreter an den Betriebsversammlungen teilnimmt.

Wenn ein Gewerkschaftsvertreter in den Betrieb kommen will, muss er sich allerdings vorher rechtzeitig anmelden.

Was den Betriebsrat betrifft der nur "Deko" sein soll: Jeder Betrieb hat den Betriebsrat den er verdient. Der Betriebsrat wurde schließlich von den Mitarbeitern gewählt.

Sollte man mit dem Betriebsrat nicht einverstanden sein, hat jeder AN die Möglichkeit sich selbst zur Wahl zu stellen und dann, sollte er gewählt werden, alles besser zu machen.

Leider wissen viele Mitarbeiter nicht, wo die Grenzen des Betriebsrats liegen. Sie verlangen in Betrieben in denen kein Tarifvertrag Anwendung findet, dass der BR z.B. Lohnverhandlungen führt. Das darf kein Betriebsrat. Das ist Tarifautonomie der Gewerkschaften.

 

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Kommentar von DanielaXY
27.10.2016, 09:55

Also...zunächst: nicht jeder AN kann an Betriebsratswahlen teilnehmen. Wenn der AN erst nach den Wahlen in den Betrieb eintritt zum Beispiel. Weiterhin geht es nicht um Grenzen die dem Betriebsrat gesetz sind. Letztlich geht es nur darum, ob der Betriebsrat überhaupt ein Interesse daran hat die AN zu vertreten bzw. etwas für sie erreichen will oder eben nicht.

Selbstverstäbdluch muss ein Betriebsratsmitglied nicht gewerkschaftlich organisiert sein.

Hier geht es letztlich darum: haben die gewerkschaftlich organisierten Arbeitnehmer eine Möglichkeit ohne die Mitwirkung des Betriebsrates die Gewerkschaft dahingehend um "Einsatz" zu bitten, für die gewerkschaftlich organisierten Arbeitnehmer etwas zu tun? Ich war der Auffassung der Betriebsrat wäre das Bindeglied zwischen AN und Gewerkscjaft, auch wenn der Betriebsrat nicht gewerkschaftlich organisiert ist.

Und zum Schluss die Frage: wie handhabt man so etwas? Ruft ein gewerkschaftlich organisierter AN bei der Gewerkschaft an und sagt "Hallo! Wor brauchen Eure Hilfe in folgenden Punkten!".

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Ich denke es ist zunächst notwendig mit einem Irrglauben aufzuräumen.

Das Betriebsverfassungsgesetz sieht nicht vor, dass Betriebsratsmitglieder zwangsläufig einer Gewerkschaft angehören müssen (vgl. § 8 BetrVG).

Gewerkschaft und Betriebsrat haben also streng genommen nichts miteinander zu tun.

Wenn die Mitarbeiter des von Dir angesprochenen Betriebes keine Interesse an einer Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft haben kann das eigentlich nur an der Gewerkschaft selbst liegen.

 Sie ist offenbar nicht in der Lage, die Mitarbeiter von den positiven Auswirkungen ihres Handelns zu überzeugen.

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erklär die frage nochmal genauer. die fragestellung ist nicht erkennbar

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