Wie gestalten sich die Bachelor und Masterstudiengänge?

gefragt von eliag am 23.10.2009 um 10:29 Uhr

Hallo, wer kann mir etwas über die oben genannten Studiengänge sagen? Z.B. für den Bereich Pädagogik. Was ist der Unterschied zu den frühren Strukturen auf Diplom und Magister?

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Okay5
beantwortet von Okay5 am 23. Oktober 2009 10:40
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Nun ja, erst mal solltest Du Dir da die Infos holen, wo das ausführlicher behandelt wird. Aber kurz, der Bachelor-Studiengang dauert meistens 6 Semester und sollte praxisnäher gestaltet sein, als der frühere Magister. Der Master ist nur für Post-Graduierte, dauert meistens weitere vier Semester und ist mehr verwissenschaftlicht. Für viele Master-Studiengänge gilt die Voraussetzung, das der Bachelor mit einer guten Note abgeshclossen sein muss. Diplome sind international nicht vergleichbar und deshalb so gut wie abgeschafft.


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anonym
beantwortet von LowNils am 23. Oktober 2009 10:36
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Bachelor ist von der Mindeststudienzeit her kürzer als das frühere Diplomstudium - zumeist um zwei Semester. Außerdem entfällt die umfangreiche Diplomarbeit. Häufig ist nur noch eine Bachelorarbeit zu bewältigen, die meist an Seminar(e) gekoppelt ist oder davon ausgeht.

Kommentar von Nenek am 23. Oktober 2009 10:37

Die übrigen Prüfungsleistungen sind studienbegleitend zu erbringen, d. h. in jedem Semester wird ein Teil der "Abschlussprüfung" geschrieben.

Kommentar von 8006be911efe2e878abfd9a230730783smallOkay5 am 23. Oktober 2009 10:43

Quatsch, ich habe den Bachelor in Geschichte: Abschlussarbeit, 70 Seiten , eigenes Thema. Aber das Gerücht, das hier alles viel einfacher wäre grassiert. Ist nur falsch. Dazu kommt eine mündliche Prüfung zu zwei anderen Themenbereichen. geschenkt wird einem immer noch nichts.

Kommentar von Nenek am 23. Oktober 2009 10:44

Du wirst doch wohl Modulabschlussprüfungen gemacht haben!

Kommentar von 8006be911efe2e878abfd9a230730783smallOkay5 am 23. Oktober 2009 10:54

Zusätzlich, natürlich. Und auch Hausarbeiten. Das bewahrt einen aber nicht vor der Abschlussprüfung und die Modulprüfungen werden auch nicht zur Endnote dazugerechent. Auch das Gerücht, die schriftliche Abschlussarbeit müsse nicht mehr Seiten haben wie eine Hausarbeit hat sich da als Falsch erwiesen. Die Anforderungen sind keiensfalls gesunken. Dafür finde ich den Master jetzt eigentlich halb so wild.

Kommentar von 8006be911efe2e878abfd9a230730783smallOkay5 am 23. Oktober 2009 10:56

Nein, ModulABSCHLUSSprüfungen habe ich nicht gemacht. Die Modulprüfungen dienen nur dazu, dass man wieder ein Semester weiterkommt. Vor der Abschlussprüfung kannst Du Dich nicht drücken, sorry.

Kommentar von LowNils am 23. Oktober 2009 11:05

Ich kann nur hinzufügen, dass Diplomarbeiten früher oft so an die hundert bis hundertzwanzig Seiten hatten in Pädagogik - zumindest dort, wo ich eine Bekannte hatte, die dort auch abgeschlossen hat mit Diplom. Sie mußte 120 Seiten schreiben, schloß um 2000 ab. Kein begleitendes Seminar zum Thema. Das Diplomandenseminar war eher nur Beratung, also z.B. bei konkreten Arbeitschritten. Heute ist es verpflichtend und auch eine Seminararbeit im Bereich, aus der dann die Bachelorarbeit in weiterer Folge wird. Umfang 50 Seiten. Das ist weniger und besser betreut.

Kommentar von 8006be911efe2e878abfd9a230730783smallOkay5 am 23. Oktober 2009 11:07

Ich glaube, das steht einem dann beim Master bevor.

Kommentar von LowNils am 23. Oktober 2009 13:13

Ja. Dort gibt es eine verpflichtende Masterarbeit. Das war auch ein Kritikpunkt am System, dass man aus einer Diplomarbeit dann oft 2 Bachelor- und eine Masterarbeit gemacht hat. Gedacht war es so: Die zwei oder eine Bachelorarbeit sollte nur eine etwas ausführlichere Seminararbeit sein und im Anschluß an ein Seminar entstehen, damit die Betreuung und so weiter da ist. Also eher kurze Sachen, die dann erweitert werden. Die Masterarbeit dann eigentlich so, wie die Bachelorarbeiten jetzt laufen, also so 50 Seiten, nur detaillierter als die ursprünglich geplanten Bachelorarbeiten. In Summe eben immer bißchen mehr anstatt ein großes Ding wie früher bei den Diplomarbeiten, was auch sinnvoll gewesen wäre. Nur ist die Entwicklung anders verlaufen: Bachelorkurse sind überlaufen, so dass man wiederum keine Betreuung hat und diese Arbeiten völlig ohne Hilfe machen muß. Auch sind sie alle im einzelnen wieder umfangreicher geworden, wie man hört.

Kommentar von 8006be911efe2e878abfd9a230730783smallOkay5 am 23. Oktober 2009 17:25

Also bei uns (Fernuni Hagen) liegt das wohl einfach daran, dass die Profs eine Abschlussarbeit, die nicht länger als eine Hausarbeit ist für lächerlich halten und das so einfach nicht akzeptieren. Was im Grunde verständlich ist, da man mit diesem Abschluss ja auf Jobsuche gehen kann etc.



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