Frage von miichi012, 27

Wie gestalte ich das Gespräch zur Finanzierung bei der Bank?

Wir möchten einen Altbau kaufen und modernisieren. Dafür brauchen wir einen Kredit. Auch Eigenkapital ist vorhanden.

Ich bin mir nicht sicher, wie ich das Gespräch bei der Bank gestalten soll. So werde ich erst zu unserer Hausbank gehen und ich hoffe, die geben diesen Kredit.

Oder soll ich einen Makler einschalten? Aber der kostet auch wieder Geld.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Nanafriedrich, 5

Ich hatte vor drei Monaten auch ein Gespräch bei der Bank wegen einer Finanzierung. Unser Elternhaus möchte ich modernisieren.

Auf alle Fälle musst du einen Plan haben, was du alles modernisieren möchtest. Auch ein Kostenvoranschlag ist sinnvoll.

Dann liste auch alles auf, was ihr selbst machen könnt. Das kam bei meiner Bank gut an.

Diese Seite hat mir geholfen und hier findest du weitere Tipps.

http://www.hausbau-forum.de/ratgeber/baufinanzierung.70/

Apropos Makler, ich halte das nicht erforderlich.

Viel Erfolg wünsche ich dir.

Antwort
von Zappzappzapp, 9

Wenn die Voraussetzungen stimmen (z.B. ausreichendes Einkommen für die Zinsen und Tilgung, entsprechendes Eigenkapital, gutes Objekt, kein überhöhter Kaufpreis), brauchst Du Dir normalerweise keine Sorgen zu machen, ob Du einen Kredit bekommst. Du kannst Dir besser Gedanken machen, wo Du den günstigsten Kredit bekommst.

Dazu würde ich im ersten Schritt nicht zu meiner Hausbank gehen.

Hol Dir ein online-Angebot bei einem anerkannten Anbieter ein, dort bekommst Du den günstigsten Zinssatz (meist günstiger als wenn Du selbst zu einer Bank gehst), z.B.

https://www.drklein.de/baufinanzierung.html

Hier ein Link mit (auch guten anderen) Infos:

http://www.finanztip.de/baufinanzierung

Dann hast Du schon einen Eindruck, wie sich Deine Situation darstellt und was für Konditionen man bekommen kann. Wenn Du Dich so vorbereitet hast, kannst Du einen persönlichen Termin sowohl mit einem online-Finanzierungsmakler (z.B. Dr.Klein, (siehe oben) oder Interhyp ist auch nicht schlecht) als auch dann auch mit Deiner Hausbank machen.

Die genannten Makler nehmen normalerweise keine Gebühren (vorher fragen, Gebühren würde ich nicht zahlen), sondern finanzieren sich über Provisionen für die Kreditvermittlung. Das ist auch in Ordnung, letztlich ist entscheidend, was Du insgesamt für den Kredit bezahlst.

Bei den heutigen Niedrigzinsen ist es im Normalfall zu empfehlen, den Kredit mit einer möglichst hohen Tilgungsrate (natürlich nur, was man dauerhaft verkraften kann) und einer Zinsbindung bis zur vollständigen Tilgung zu wählen, dann brauchst Du später keine Sorgen wegen einer evtl. viel höher zu verzinsenden Anschlussfinanzierung zu machen.

Ein Tipp zum einfachen Vergleich der Angebote:

Lass Dir den Betrag nennen, den Du insgesamt bezahlt haben würdest, wenn der Kredit komplett abbezahlt ist. Das ist ein guter Anhaltspunkt, welcher Kredit der günstigste ist.

Viel Erfolg!

Expertenantwort
von Interhyp, Business Partner, 16

Hallo miichi012,

grundsätzlich ist Deine Hausbank ein guter Ansprechpartner, da sie Deine finanziellen Verhältnisse etc. kennt.

Allerdings ist bei einer Immobilienfinanzierung auch ein Vergleich sehr wichtig, da die angebotenen Leistungen von Bank zu Bank sehr unterschiedlich sind, wie zum Beispiel das Angebot von Sondertilgungen, Tilgungssatzwechsel, Höhe der Übernahme der Modernisierungskosten, Länge der Sollzinsbindung, Höhe der Tillgung etc.

Daher empfehle ich Dir parallel zum Bankengespräch eine Beratung bei einem Immobilienfinanzierungsvermittler. Die meisten erstellen Dir gegenüber keine Rechnung, sondern beraten unverbindlich und finanzieren sich über die Provision der Banken für erfolgreich vermittelte Darlehen.

Unter dem nachfolgenden Link findest Du eine Übersicht und ein Video über uns:

http://www.interhyp.de/ueber-interhyp/unternehmen/baufinanzierung-mit-interhyp-s...

Viele Grüße

Christina
Interhyp AG

Antwort
von nobytree2, 13

Als Verbraucher fällst Du eventuell unter die Wohnimmobilienkreditkredite. Das bedeutet, dass die Bank die Kreditwürdigkeit bejahen muss, entweder über

  1. die Kapitaldienstfähigkeit - Dein Einkommen und die Ausgaben
  2. das freie Vermögen - also die Immobilien, die nicht finanziert sind und die nicht als Sicherheiten diesen, sowie sonstiges Vermögen.

Beim Gespräch muss daher klar werden, ob Du den Kapitaldienst (Zins und Tilgung) tragen kannst, ob den Vertragszweck (die Finanzierung des Altbaus) zu gefährden, oder ob Deine finanzielle Situation hierfür nicht ausreicht.

Bei den Zinsen und sonstigen Konditionen würde ich an Deiner Stelle mit anderen Banken vergleichen, um dem Konditionendiktat der Bank etwas gewappnet zu sein. Dann spielt noch eine Rolle, ob der Altbau von der Bank erworben wird oder von einem Dritten.

Aufgrund der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und ihrer Umsetzung haben sich die Informationspflichten der Bank deutlich ausgeweitet, diese Informationen würde ich auf jeden Fall sorgfältig durcharbeiten.

Das jetzt aber nur ein paar Tipps, mit Sicherheit nicht vollständig.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten