Frage von HinataHime, 111

Wie (genau) wird die Diagnose "Depression" beim Therapeuten gestellt/getestet?

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Antwort
von Seanna, 54

Da wird nichts getestet, sondern diagnostiziert.

Sicher werden AUCH psychologische Tests verwendet, aber nicht ausschließlich. Tests sind nur Hinweise darauf wo im Gespräch näher exploriert werden sollte.

Dann geht der Therapeut auch einfach viel nach Erfahrung.

Eine Checkliste zum selbst Abhaken gibt es nicht.

Und dir den GENAUEN Diagnostik-Prozess zu vermitteln... Um das umfassend zu verstehen braucht man wohl schon einige Semester Psychologie-Studium. Das sprengt den Rahmen hier.

Expertenantwort
von samm1917, Community-Experte für Depression, 20

oft mittels fragebogen. der bekannteste davon ist die "hamilton-skala". jedoch gibt es auch andere fragebögen. ausschlaggebend sind die symptombeschreibungen des ICD-10 (diagnoseverzeichnis der WHO): http://www.deprohelp.com/symptome-einer-depression/

Antwort
von lastgasp, 58

http://www.lpk-bw.de/archiv/bptk_standpunkt/20130412_bptk-standpunkt_10_tatsache...

Offizieller Standpunkt der Bundespsychotherapeutenkammer, siehe Seite 5 - Exkurs: Diagnostik einer mittelgradigen depressiven Erkrankung (Episode)

Natürlich werden TherapeutInnen in der Regel kaum diese Checkliste abarbeiten - wie das Kindchen heißt, spielt für die ersten Sitzungen eh' keine große Rolle - erfahrene Therapeuten erkennen allerdings zuverlässig, ob und welcher Leidensdruck vorliegt. Der Rest hängt vom grundsätzlichen Therapeut/Patient-Verhältnis ab. Probatorische Gespräche dienen dazu, genau dieses transparent zu machen.

Antwort
von Lavendelelf, 46

1. Wurde bei dir bereits eine Depression diagnostiziert? Falls ja: Stelle deinem behandelnden Arzt alle, wirklich alle deine offenen Fragen. Z. B. auch diese hier gestellte. Dafür sind die Ärzte da und nur so kannst du letztlich vollständig mit dir und deiner möglichen Depression umgehen. Du kannst dir deine Fragen ja vorher aufschreiben, das hilft dir beim Arztbesuch.

2. Nimm Hilfe an. Sollte es für dich bereits einen Therapievorschlag geben, nimm ihn an und lasse dich darauf ein. Habe keine Angst vor unbekanntem neuen. Solltest du noch jung sein, wehre dich nicht rebellisch gegen jede Hilfe. Letztlich geht es um dich, darum DIR zu helfen.

3. Dir deine Frage hier vollständig zu beantworten würde den Rahmen sprengen. Es gibt sehr viele verschiedene Ursachen und Risikofaktoren (bis hin zu genetische Einflüsse). Genauso vielfältig sind Diagnosemöglichkeiten. Nehme dir mal Zeit und lese dir die unten eingefügte Seite Durch. Dort lernst du sehr viel zu dem Thema Depression. 


http://www.netdoktor.de/krankheiten/depression/


Kommentar von lastgasp ,

An dieser Stelle erscheint es mir sinnvoll, auf den Unterschied zwischen PsychotherapeutInnen- und Ärzten mit einer Zusatzausbildung in der Psychotherapie (Psychiatern) hinzuweisen. Erst wenn Psychopharmaka sinnvoll erscheinen, sollte unter Umständen ein Psychiater hinzugezogen werden. Sonst ist der/die niedergelassene Psychotherapeut/-in immer noch die erste und gesprächstherapeutisch üblicherweise kompetentere Anlaufstelle.

Dass sich Hausärzte leider auch immer für kompetent genug halten, um selbst den Rezeptblock für das SSRI-Lotto in die Hand zu nehmen, gehört zu den Treppenwitzen der deutschen Psycholandschaft.

Kommentar von Lavendelelf ,

Du hast natürlich recht. Das ich hier von einem Arzt anstatt von einem/einer Psychotherapeut/in gesprochen habe war falsch.

Antwort
von LiselotteHerz, 51

Bei einem guten Psychotherapeuten wird nichts schnell getestet. Ob eine wirkliche Depression vorliegt, kann der behandelnde Therapeut nur duch mehrere Gespräche diagnostizieren und evtl. weiterhelfen. lg Lilo

Antwort
von Lilalaunebaer91, 63

Geh erst mal zum Hausarzt, der entscheidet ob er dich zu einem Therapeuten überweist. :)

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