Frage von Glubschy, 49

Wie genau werden Substanzen in den Arm gespritzt?

Ich weiß ja, dass beispielsweise beim Spritzen von Medikamenten, der Arzt eine Ader treffen will, jedoch frage ich mich, wie merkt er, dass er eine Ader getroffen hat?

Zudem frage ich mich, ob z.B. ein Medikament, dass an einer Ader vorbei gespritzt wird, dennoch wirkt, da es ja nun im Körper ist, oder ob es nur in den Blutkreislauf gelangen kann, wenn es direkt in das Blut injeziert wird. Würde sich - falls das Medikament an der Ader vorbei gespritzt wird und nicht aufgenommen werden könnte - eine Entzündung bilden?

Wie schaffen es manche Ärzte direkt in eine Ader zu stechen mit einer Nadel, wohingegen andere minutenlang herumstochern? Liegt es daran, dass ungeübte Ärzte die Ader nicht frontal treffen und deshalb oft abrutschen?

Ich will mir auch nicht anfangen mir irgendetwas zu spritzen, jedoch erzählte mir mein Großvater, dass er ein paar Spritzen mit einem bestimmten Medikament daheim hat, da diese so besser wirken als wenn sie geschluckt werden würden und da sind mir im nachhinein ein paar Fragen in den Sinn gekommen.

Ich hoffe, dass es ein paar hilfreiche Antworten geben wird.

Antwort
von garfield262, 27

Moin,

das sind die Geheimnisse des Lebens... ;)

Wenn ein Gefäß mit einer Verweilkanüle punktiert und so ein Katheter eingebracht wird, dann sieht man bereits, dass Blut durch die Punktionsnadel hindurch in ein Sichtfenster eintritt. Wird die Punktionsnadel aus dem Katheter entfernt, dann tritt ebenfalls Blut durch den Katheter aus; ein sicheres Zeichen für eine erfolgreiche Punktion. Manchmal wird direkt im Anschluss an die Venenpunktion Blut aus dieser entnommen. Gelingt dies ohne weitere Schwierigkeiten, gilt die Vene als soweit sicher punktiert. Zuletzt kann der Katheter vorsichtig mit z.B. NaCl-Lösung angespült werden. Wenn die Injektion leicht gelingt, keine Schmerzen bereitet und das umliegende Gewebe nicht anschwillt kann ebenfalls von einer erfolgreichen und sicheren Punktion ausgegangen werden.

Nicht zuletzt gehört auch eine gewisse Erfahrung dazu, da auch eine erfolgreiche Punktion mal zu einer Schwellung führen und das Ergebnis augenscheinlich anders aussehen lassen kann oder auch dass eine Fehlpunktion nahezu asymptomatisch bleibt.

Ich hoffe deine Frage somit verständlich und zufriedenstellend beantwortet zu haben. Falls du noch Fragen hast stell sie natürlich gern.

Lieben Gruß ;)

Antwort
von nurbilligwillig, 11

Als Arzt spritzt man zunächst nur in eine Vene, die man auch sieht und die so dick ist, dass man sie nicht verfehlen kann. Mit der Zeit bekommt man ein Gefühl dafür, wie sich eine Vene anfühlt, die man nicht sehen, sondern nur noch unter der Haut fühlen kann und wie es sich anfühlt, wenn man die Venenwand mit einer Nadel durchsticht. So kann man irgendwann auch kleinere und tiefer gelegene Venen punktieren. Arterien liegen tiefer und fühlen sich durch den höhren Druck und die Pulswelle anders an als Venen.

Es gibt Medikamente, die man direkt unter die Haut spritzt (subcutan) oder die man in einen Muskel oder in eine Arterie spritzt. Allerdings sollte man sicher wissen, welches Medikament man wohin spritzen darf bzw. soll, weil es unter Umständen zu schwerwiegenden Folgen oder sehr unangenehmen Nebenwirkungen kommen kann.

Es liegt nicht nur am Arzt, ob er gleich beim ersten Mal trifft. Natürlich gibt es Ärzte, die mehr Übung darin haben, weil sie ständig stechen müssen wie z. B. Anästhesisten, aber es kommt auch darauf an, wie das Bindegebe desjenigen beschaffen ist, der punktiert werden soll, wie angespannt derjenige ist, ob er genug getrunken hat, wie hoch der Blutdruck ist, wie entspannt er ist, ob er schon viele Male gestochen wurde etc.,pp. Ich finde übergewichtige Seniorinnen schwer zu stechen. Junkies sind eine Katastrophe. Da muss man dann schon mal auf ungewöhnliche Punktionsstellen ausweichen...

Wenn es bei jemandem schwer ist, eine Vene zu punktieren haben sich meiner Erahrung nach langes Stauen und warme Bäder für den zu punktierenden Arm bewährt.

Antwort
von Merekos, 24

Das lernen Ärzte, wo eine Ader ist. Außerdem spürt man, ob die Spritze leicht oder schwer rein geht. Zudem gibt es stellen ( hauptsächlich größere Muskeln (Bsp. Oberschenkel und Oberarm)) an denen man überall spritzen kann, da dort das Blut in vielen kleinen Adern fließt.

Antwort
von Monella5715, 26

Hallo.
Es gibt verschiedene arten. Einige medikamente müssen nicht in die venen gespritzt werden sondern in die muskeln. Das ist etwas ei facher da die musleln ja überall sind.

Muss ein medikament in eine vene gespritzt werden, wird in der regel ein zugang gelegt. Das heisst man piecktst die vene an, und legt ein dünnes schläuchlein rein welches mit einem grösseren schlauch an einem beutel hängt. Von diesem böutel aus tropft das medikament in die vene.

Antwort
von Kuestenflieger, 16

das ganze spielt sich in der VENE ab !

injizieren und blutprobe nehmen , übt das personal am modell und dann gehts los. wenn daneben ,erkennt man das und spitzt nicht ! getroffen ,erkennt man durch kolbenzug- da muß etwas blut kommen .

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