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Wie genau funktioniert ein "Hebel"?

gefragt von athleticathletic am 16.04.2009 um 10:40 Uhr

Wie genau funktioniert denn ein sogenannter Hebel bei Anlagen? Wenn z.B. ein Bankangestellter meint, ich hätte bei einer Anlageform einen 80er Hebel, was ist damit gemeint?


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jukulu
beantwortet von jukulu am 17. April 2009 14:26
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Hilfreichste Antwort

Ich schätze es geht um Aktien?

Der Hebel gibt an um wieviel Prozent das Derivat (Bsp.: der Optionsschein9 steigt, wenn die Aktie um ein Prozent steigt.

Bsp:

Aktienkurs heute: 100,- € Für 10 Optionsscheine (OS) bekommst man eine Aktie für 80,- € Preis des OS: 2,- €

Also kauft man 10 OS (20,- €) und könnte dann die Aktie für zusätzl. 80,- € erwerben. Man zahlt also auch 100,- €.

Nun kaufen wir aber nicht direkt, immerhin wollen wir ja "zocken".... Wir halten die OS eine Weile und siehe da, der Preis der Aktie steigt um 10 % auf 110,- €.

Was passiert mit den OS? Ich kann die Aktie nun immernoch für 80,- € kaufen. Die Spanne beträgt nun also schon 30,- €.

30,- € / 10 OS = 3,- € pro OS.

Die Aktie steigt um 10 % der OS um 50 %.

Hebel = % Veränderung des OS / % Veränderung der Aktie

Hebel = 0,5 / 0,1 = 5

(Hinweis: einfache Hebelberechnung)


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Schnulli00
beantwortet von Schnulli00 am 16. April 2009 10:45
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Ein Hebelzertifikat hat als Basis immer einen anderes Paier (z.b. Aktie). Verändert sich der Basiswert um ein Prozent nach oben oder unten, dann macht das dein o.g. Hebelprodukt mit dem Faktor 80 (sowohl nach oben als auch nach unten!!!). Wenn du nicht weiss, was das überhaupt ist, solltest du ganzganzganz dringend die Finger davon lassen.


auchmama
beantwortet von auchmama am 16. April 2009 10:43
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anonym
beantwortet von GrandCru am 17. April 2009 07:55
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Sogenannte "Hebel" gibt es überall im Wirtschaftsleben. Sie entstehen auf unterschiedliche Art, meistens aber einfach durch eine Finanzierung. Du multiplizierst die prozentuale Rendite auf deinen Einsatz. Zum Beispiel: Beim Nachbar steht ein altes Auto. Er will es dir für 1.000 Euro verkaufen. Du denkst: Prima, wenn ich jemanden finde, der es mir für 2000 abkauft, mache ich 100% Profit. Der Hebel für dein Geld entsteht jetzt, wenn du dir noch 500 Euro leihst, z.B. weil du nur 500 hast. Du könntest dem Nachbarn z.B. sagen: Ich kaufe dir die Kare ab, 500 kriegste gleich, 500 nächste Woche. So, nun verkaufst du die Ware für 2000 und hast auf deinen Einsatz von 500 Euro plötzlich 300% Profit gemacht. Du hast mit Hebel 3 gehandelt. Ganz ähnlich funktionieren z.B. die sogenannten Hebelzertifikate. Da stecken auch immer Finanzierungskosten drin (etwas versteckt), aber im Prinzip kaufst du dabei z.B. Aktien und leihst dir den größten Teil des Geldes bei der Bank, die die Zertifkate herausgibt. - Hebel 80 ist ein dolles Ding. Gibt's glaube ich nur im Devisentrading. Bei Hebelzertifikaten heißt Hebel 80, dass du bei der nächsten Kurszuckung bereits den Einsatz verloren haben kannst. Im Erfolgsfall natürlich enorm, aber letztlich eine Art Sportwette.


bigfoot76
beantwortet von bigfoot76 am 16. April 2009 10:42
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versuch es mal hier www.finanzfrage.net



JungleMan91
beantwortet von JungleMan91 am 17. April 2009 18:05
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Ich gehe mal von aus, dass du den Hebel bei einem Optionsschein meinst.

Also, das versteht man am besten, wenn man das dann mit dem Basiswert, in diesem Fall die A-Aktie, vergleicht.

Kurs der A-Aktie: 90€ Optienspreis: 2€ Basiskurs: 100€ (zu diesem Kurs kannst du die Aktien beziehen)

Erklärung der Option: Man kauft eine Option, die 2€ kostet und erwirbt das Recht eine A-Aktie zu dem vereinbarten Basiskurs von 100€ zu beziehen/erwerben, egal wie der Kurs der Aktie beträgt. Das ist ein Finanztermingeschäft, weil die Vertraglichkeiten jetzt, für die Zukunft geregelt sind, bei Ausübung des Rechts.

Nehmen wir an, du hast die A-Aktie in deinem Depot und verkaufst die Aktie für 110€, dann hast du einen Gewinn von 20€ gemacht.

Kaufst du aber für das gleiche Geld, also für 90€, Optionsscheine, dann bekämst du 45 Stück. Steigt der Kurs der A-Aktie (Basiswert) auf 110€, dann steigen die Optionsscheine um 10€ (110€ Kurs- 100€ Basispreis). Das macht dann 45*10€, also hast du einen Gewinn von 450€ gemacht, wenn du die Optionsscheine verkaufst.

Diesen Hebel kannst du dann ganz einfach errechnen: Gewinnsteigerung durch Aktienkauf in %: 20€/110€= 18% Gewinnsteigerung durch Optionskauf in %: 8€/20€ = 40% Hebel: 40%/18%= 2,2

D.h. durch den Kauf der Optionsscheine hast du einen 2,2 mal höheren Gewinn gemacht, als bei dem Kauf der Aktien, trotz dem gleichen Geldeinsatzes (über das doppelte). Dafür hat man bei Optionen ein höheres Risiko (bis Totalverlust).

Ich hoffe, es war verständlich. Bei Fragen kann man sich gerne an mich wenden.


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