Eine wirklich sehr gute Freundin hat sich nach längerer Beziehung von ihrem Freund getrennt / Seit 6 Wochen sieht man sie immer weniger und sprechen tut sie mit keinem / Das kann ich so nicht mehr mitanschauen / Ich würde ihr gerne eine Psychotherapie vorschlagen und mich vorher über den Vorgang informieren / In welchen Schritten geht man da vor ? Zahlt das die Kasse ?
Zu erst sollte man zu seinem Hausarzt gehen und von den Problemen berichten, ihm sagen, dass man eine Therapie machen möchte. Dieser wird einem dann Therapeuten empfehlen können oder einem ein Verzeichnis von Therapeuten geben. Dort ruft man dann an undd vereinbart ein Erstgespräch. Leider gibt es oft lange Wartezeiten, manchmal hat man Glück und es geht schnell. Im Erstgespräch berichtet man von seinen Problemen, der Therapeut gibt einem einen Konsiliarbericht, dieser muss vom Hausarzt ausgefüllt werden. Der Therapeut stellt bei der Krankenkasse einen Antrag auf Psychotherapie, wenn er das für den richtigen Weg heißt. Entweder wird eine Kurzzeittherapie bewilligt (weiß gerade nicht, wie viele Stunden das sind), vielleicht auch gleich eine Langzeittherapie (100 Stunden) bewilligt, das hängt ganz vom Fall ab. Besteht nach dieser Zeit immer noch Bedarf, kann die Therapie verlängert werden.
Im akuten Fall stehen einem auch Ambulanzen von psychiatrischen Kliniken zur Seite, auch der sozialpsychiatrische Dienst kann einem unterstützende Gespräche anbieten. Die Adressen bzw. Telefonnummern davon findet man im Internet oder im Telefonbuch.
Ich kenne mich da zwar nicht so gut aus, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass in so eeinem Fall die Kasse zahlt! Es war ja auch ihr eigener Entschluss, sich zu trennen...das muss sie schon selbst zahlen, wenn... Ansonsten: Solche Therapien sind in der Regel recht gut...man redet "einfach" nur...und man muss nicht einmal unbedingt über die Trennung reden, soweit ich weiß, versucht der Psychotherapeut im Charakter der Person das Problem zu ermitteln. Keine Gewähr grins... lg Wasserschweinchen
demosthenes am 13. Juni 2007 17:39 qWasserschweinchen:
Ein guter Therapeut versucht dem Patienten dazu zu verhelfen, die Ursachen seiner Probleme SELBST ZU ERKENNEN, nicht ihm seine eigene Meinung überzustülpen.
ja, aber damit man jemandem klar machen kann...beziehungsweise ihm hilft, das Problem selbst zu erkennen, muss man das Problem selbst auch herausfinden, das wäre sonst etwas sinnlos!

Sie kann zu ihrem Hausarzt gehen, das muss sie aber nicht. Sie muss nicht mit jemand anderem zuerst über ihre Probleme reden. Sie kann sich auch in einer Beratungsstelle oder bei Bekannten informieren und direkt beim Therapeuten den Termin vereinbaren. Die Psychotherapie wird unabhängig vom Grund von der Kasse übernommen, wär ja noch schöner... Allerdings muss sie beim Therapeuten fragen, ob er über Kasse abrechnet, manche machen nur privat und das geht dann nicht. Mit dem Therapeuten werden zunächst 6 Termine vereinbart und in denen sollen sich beide kennenlernen und entscheiden, ob sie miteinander arbeiten wollen.