Wie geht man nach einer Feuerhemmung vor?

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8 Antworten

Auf dem Schießstand auf jeden Fall Waffe Richtung Ziel halten und wenn weitere Personen anwesend sind die Störung anzeigen. Auf keinen Fall umdrehen, fuchteln, herzeigen oder ähnliches, das ist gefährlich und führt zur sofortigen Disqualifikation und Standverweis.

Die Ladung kann nachzünden und der Schuß bricht vllt mit Verzögerung!

Sofort ist die Standaufsicht bei dir und sagt was zu tun ist. (Andere Schützen brechen ab, Sicherheit herstellen ..)

wenn waffenabhängig die Möglichkeit besteht den Schlagbolzen nochmal zu spannen wird erneut auf das Zündhütchen abgeschlagen, wenn das nicht möglich ist muss vorsichtig entladen werden. 

Randzünderpatronen kann man auch etwas drehen (hab ich schon gemacht, weiß aber nicht was da die Standaufsicht dazu sagen würde) und dann neu abschlagen.

Im Gefecht lädst du einfach durch und niemand interessiert sich für den Fehlzünder.

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Kommentar von JohnGrammaticus
08.02.2016, 15:59

Wieder vielen Dank für deine Antwort :)

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Im Gefecht?

Kommt drauf an.

Ich gehe mal davon aus, dass du eine Störung meinst, bei der die Munition nicht umsetzt, also die Waffe intakt ist, die Treibladung allerdings nicht zur Zündung kommt.

In diesem Fall geht man von schadhafter Munition aus. Abhilfe schafft erneutes Fertigladen der Waffe. Dabei wird die schadhafte Patrone ausgeworfen und eine neue aus dem Magazin in die Kammer geführt, gleichzeitig wird dabei die Waffe neu gespannt.

Sollte man nicht in der Lage sein, den Feuerkampf wieder aufzunehmen oder die vermutlich schadhafte Waffe auszutauschen, so muss man mit der Backupwaffe (zB Pistole) weiterfeuern.

So oder so zeigt man an, dass man eine Störung hat, sodass Kameraden den eigenen Sektor mitsichern können, um Lücken im Wirkungsbereich zu vermeiden.

Das mit 30 Sekunden nichts tun hast du vermutlich vom Schützenverein, da man da nie in die Verlegenheit kommen wird, im Gefecht zu sein, ist es durchaus ratsam, mit der Waffe im Ziel zu bleiben und abzuwarten, ob die Treibladung vielleicht nur verzögert umsetzt. Die Gefahr, sich selbst oder andere zu verletzen, wenn man an der Waffe hantiert, während der Schuss bricht, ist einfach zu hoch.

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Kommentar von TraumdeuterWGF
16.02.2016, 04:30

Du klingst wie vom Fach

Dann solltest du doch wissen das du bei heiß geschossenem Rohr die 30s Regel bei nicht umsetzung gild!

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Diese Regel gild bei Heiß geschossenem Lauf was recht selten vorkommt das eine patrone nicht umsetzt ist dazu noch seltener(von einem MG abgesehen) da kann mann auch nicht nachspannen ohne zu repetieren.

Prinzipiell ist es aber Möglich das eine patrone durch einen schlichten fehler nicht umsetzt (Bspw das zündhütchen ist fehlerhaft weil die Nitrozellulose fehlt)
(etwas anderes kann ich mir gerade beim besten willen nicht vorstellen)

Also kann keine initialzündung gegeben werden aber die Patrone enthält trotzdem eine mehr oder weniger starke laborierung

bei einem Extrem heißen lauf (Dauerfeuer/schnelles Einzelfeuer) kann die Hülse sich also so aufheizen das die patrone umsetzt und dann können mordsgefärliche schrapnelle rum fliegen wenn die kammer geöffnet ist oder die patrone generell offen liegt ist extrem unwahrscheinlich...

aber man will auch nicht extrem unwahrscheinliches ein Auge verlieren...^^

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Hallo nochmal ;)
Einfach neu repetieren. somit springt die "defekte" Patrone heraus (wie eine Hülse) und eine neue Patrone wird in den Lauf geladen.

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Kommentar von JohnGrammaticus
08.02.2016, 14:58

Danke für deine Antwort.
Allerdings besteht doch bei sofortigen Öffnen des Verschlusses die Gefahr, dass die Patrone trotzdem los geht, oder?
Wäre dann nicht das sofortige und erneute Spannen und schießen besser oder birgt das auch eine Gefahr?

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Patrone entladen und aus Magazin neu laden.

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Kommentar von JohnGrammaticus
08.02.2016, 14:57

Danke für deine Antwort.
Allerdings besteht doch bei sofortigen Öffnen des Verschlusses die Gefahr, dass die Patrone trotzdem los geht, oder?
Wäre dann nicht das sofortige und erneute Spannen und schießen besser oder birgt das auch eine Gefahr?

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Beim Militär wird sofort durchrepetiert, das Risiko durch eine nicht funktionierende Waffe ist höher als ggf. einer verspäteten Zündung der Patrone (Falls das überhaupt passieren kann).

Beim Sportschießen wird noch ne Weile auf das Ziel gehalten. 

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Kommentar von TraumdeuterWGF
16.02.2016, 04:34

auf der schießbahn gild die 30s regel aber!

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Als Sportschütze die Waffe weiter Richtung Ziel-die Hand hochhalten=Hemmung- Waffe entladen.

Im Gefecht -blitzartig repetieren, abdrücken  und dabei BETEN das der Schuss bricht.. Backupwaffen gibt es bei Soldaten nicht.

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Ohne mich groß damit auszukennen, würde ich, besonders im gefeht, einfach nochmal manuell durchladen und dann weiterschießen

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Kommentar von JohnGrammaticus
08.02.2016, 14:57

Danke für deine Antwort.

Allerdings besteht doch bei sofortigen Öffnen des Verschlusses die Gefahr, dass die Patrone trotzdem los geht, oder?

Wäre dann nicht das sofortige und erneute Spannen und schießen besser oder birgt das auch eine Gefahr?

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