Frage von picnicer, 62

Wie geht man mit unterschiedlicher qm Wohnfläche bei gleichen Erbanteil um?

Folgende Situation ist gegeben:2 Geschwister bekommen vom Vater vor seinen Tod das Haus überschrieben 50% / 50% Anteil.

Baulich und nicht veränderbar gibt es 2 Wohnungen im Haus für Familie 1 = 129qm und Familie 2 = 194qm.

Familie 2 möchte die anteilige Mehrfläche von 32,5qm (65/2) der Familie abkaufen, so dass Ihnen die von Ihnen bewohnte Wohnfläche komplett gehört. Familie 2 möchte somit die Sicherheit haben den Bereich umbauen zu können wie sie möchten und das diese Wohnfläche später auch so weitervererbt werden kann, ohne das Familie 1 auf die Wohnfläche Anspruch hat.

Entscheidungsgewalt soll bei 50% / 50% bleiben.

Wie geht man mit der anteiligen Mehrfläche um und welche Möglichkeiten gibt es dies Notariell fair zu regeln und festzuschreiben?

Wo drauf sollte man achten bei unterschiedlichen Wohnflächen?

Wie geht man mit Reparaturen/ Instandhaltung Kosten am Haus um, wenn eine Partei mehr Wohnfläche (40% / 60%) hat?

Wäre dankbar für Antworten und Meinungen.

Vielen DANK.

Antwort
von rommy2011, 46

ich würde sagen, es muss wie bei eigentumswohg. teileigentum vor dem notar und grundbuchamt gebildet werden. der notar kann hier sicher beraten. wenn die anteile feststehen, gibt es auch einen schlüssel nach dem die kosten für haus und grund aufgeteilt werden können, grundsteuer usw.

Antwort
von EdnaImmers, 27

Ihr seid beide gemeinsam Eigentümer des Hauses - keiner besitzt eine Wohnung, es sei denn es handelt sich um 2 Eigentumswohnungen. Das ist aber dann ein anderes Thema.

1Haus mit  2 Wohnungen  kann 2 Personen in ungeteilter Erbengemeinschaft gehören. Jede Wohnung gehört beiden, jede Rechnung muss zu 50% von beiden bezahlt werden. Es entsteht kein Eigentum an einer Wohnung, sondern jeder Stein/ jede Tür / jeder Dachziegel etc. gehört beiden.


Sehr häufige, aber trotzdem sehr schlechte Lösung.

Eine lebbare Möglichkeit wäre: jeder zahlt einen Betrag x€/ qm auf ein gemeinsames Haus Konto - 

Davon werden die Kosten bezahlt. Durch den Bezug auf qm WFläche kommt Ausgleich. 1zahlt weniger 2 zahlt mehr

Grundsteuer, Betriebskosten und  Reparaturen etc werden von dem Konto bezahlt. Das richtet sich ja auch nach WF / 


Lasst Euch beraten - und schließt einen Vertrag ab, der diese Kleinigkeiten regelt - sonst ist der Zoff vorprogrammiert

Antwort
von AlderMoo, 22

Leider zeigt sich auch hier die in Erbschafts-"Meinungsverschiedenheiten" oft beobachtbare Pfennigfuchserei, Neid und Gier.

Man könnte sich ja an dem Ererbten erfreuen und es im Sinne des Erblassers und im Gedenken an ihn pflegen, in Ehren halten und benutzen und auch mal zufrieden sein. Der Erblasser hat bestimmt nicht gewollt, daß nach seinem Tode der Neid und die Mißgunst in seinem ehemaligen Eigentum Raum ergreifen.

Er wird sich schon etwas dabei gedacht haben, als er das so aufgeteilt hat, wie er es aufgeteilt hat. Er war ja auch nicht doof!

Kommentar von EdnaImmers ,

Ich denke, der Erblasser war sich nicht im Klaren darüber, dass die Wohnungen den beiden gemeinsam gehören - sie sind aneinander gekettet und keiner kann allein über seinen Antel verfügen. Üble Situation - hat nix mit Gier zu tun

Antwort
von klugerpapa, 28

Ihr verkauftes Haus, macht 50/50 und kauft euch Eigentumswohnungen So ist es doch immer bei zwei Kindern.

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