Wie geht man mit Trauer um was kann man machen?

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7 Antworten

Es kommt darauf an, wer gestorben ist.

Bei meiner Oma war es erst sehr schlimm, ich habe sie sehr geliebt, sie stand mir näher als meine Mutter. Aber sie hatte ein sehr schweres Leben, sie ist alt geworden aber sie hat sich wirklich gewünscht, dass "Gott sie zu sich nimmt". Das hat sie immer wieder gesagt, sie hatte es satt zu leiden.

Aber sie war meine Süße, sie stand mir sehr nahe. Als sie im Sterben lag, war ich bei ihr, die ganze Nacht, am Morgen ist sie dann gegangen. Als ich sie, für ein paar Minuten, alleine gelassen habe, war sie weg. Ich war sehr geschockt darüber, ich habe ein paar Tage stark gelitten aber dann war mir klar, dass sie jetzt genau das hat, was sie sich schon jahrelang gewünscht hat.

Als sie beerdigt wurde, hat es geregnet, es war ein grauer, nasser Tag aber während der Trauerfeier schien plötzlich die Sonne, der ganze Raum war hell, warm und von Sonne erfüllt, es war wirklich schön. Und ich konnte nicht mehr weinen oder trauern, meiner Oma ging es gut. Und mir auch, das fanden Einige zwar merkwürdig aber das war egal. Ich habe meiner Oma die Ruhe, den Frieden von Herzen gegönnt und deswegen konnte ich nicht traurig sein, es war unnötig.

Ich glaube daran, dass Verstorbene nur ihren Körper, die Hülle abgestreift haben, die Energie/Seele/Essenz, bleibt. Du kannst mit deiner Oma reden, auch in Gedanken. Du kannst ihr gute und liebe Gedanken schicken, sie werden sie erreichen.

Du kannst ihr sagen, dass du sie vermisst, um sie trauerst und sie liebst, auch das wird sie erreichen. Weine halt wenn du traurig bist, du hast ja auch einen tollen Menschen verloren, natürlich tut das weh. Aber deine Oma, genau wie andere, geliebte Verstorbene, werden in deiner Nähe bleiben.

Wenn du das nicht glaubst, ist es auch egal. Du trägst deine Lieben in deinem Herzen, da bleiben die auch, für immer.

Alles Liebe für dich.

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Kommentar von vanillakusss
10.06.2016, 22:31

Danke für den Stern.

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Zuerst einmal mein Beileid.
Das ist ganz normal, dass du um deine Oma trauerst, denn du hast sie verloren. Dir bleiben die Erinnerungen an sie. Trauer ist ein Prozeß, der einige Zeit dauert und auch nicht abgekürzt werden kann.
Horch in dich hinein, was dir jetzt hilft, sei es mit anderen Geschichten von und über die Oma erzählen, Kerzen anzünden, ans Grab gehen, ...
Es dauert einfach bis man es akzeptieren kann, dass es so ist wie es ist, dass Oma gestorben ist.

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Hallo Annika,

ich kann Dein Leid und Deine Trauer sehr gut verstehen! Ich selbst habe vor wenigen Jahren sowohl beide Eltern als auch eine meiner Schwestern verloren.

Einen geliebten Menschen zu verlieren ist zweifellos eine schlimme Erfahrung. Gerade am Anfang ist es besonders schwer. Möglicherweise fühlst Du Dich innerlich leer und empfindungslos, oder plötzliche Stimmungsschwankungen und Weinkrämpfe machen Dir zu schaffen. Nun liegt ein längerer Weg der Trauer vor Dir. Der Prozess des Trauerns läuft bei jedem Menschen anders ab.

Vielleicht sagen Dir manche, Du würdest zu viel oder aber nicht genug trauern. Versuche Dich durch solche Äußerungen nicht aus der Bahn werfen zu lassen. Die Anderen haben kein Recht, Dir vorzuschreiben, wie Du zu handeln oder zu empfinden hast. Auch wenn die Art zu trauern bei jedem anders ist, kann jedoch manchmal auch folgender Fall eintreten. Es könnte nämlich sein, dass Du nicht in der Lage bist, Dich mit der Realität Deiner Situation abzufinden. Falls das je bei Dir der Fall sein sollte, wäre es gut, die Hilfe mitfühlender Freunde zu suchen. Das offene Gespräch mit anderen könnte ein Ausweg aus dieser Sackgasse sein.

Einem Trauernden stellt sich auch immer wieder die Frage, wie er am besten mit der Situation umgehen kann. Ist es z. B. normal, Schuldgefühle zu haben oder zornig zu sein? Oder ist es richtig, die Gefühle der Trauer zu unterdrücken und den Starken zu spielen?

Manche, die mit einem Verlust fertig werden mussten, haben gemerkt, dass es gut ist, seine Trauer zu durchleben. Warum? Es kann den Druck erleichtern, wenn man seine Gefühle heraus lässt. Diese Gefühle jedoch zu unterdrücken, mag in körperlicher und auch in seelischer Hinsicht großen Schaden anrichten. Dazu, die Trauer zu durchleben, gehört auf jeden Fall zu reden!

Das, was einem Trauernden jedoch am meisten hilft ist das Versprechen Gottes, die Toten eines Tages wieder zum Leben zurückzubringen. Jesus beschrieb das einmal mit folgenden Worten:
" Denn so, wie der Vater die Toten auferweckt und sie lebendig macht, so macht auch der Sohn die lebendig, welche er will. Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören und herauskommen werden, zu einer Auferstehung des Lebens" (Johannes, Kapitel 5, Verse 21, 28 u. 29a). Diese Verheißung beschreibt, das Millionen von Verstorbenen wieder auf der Erde leben werden, und zwar unter besseren Verhältnissen als heute. Dann kann man all die Lieben wieder in die Arme schließen, die einem der Tod entrissen hat! Ist das nicht wundervoll?

Ich wünsche Dir von Herzen, dass es Dir mit der Zeit gelingt, mit Deiner Trauer zu leben und den tiefsitzenden Schmerz ein wenig zu lindern! Alles Gute!

LG Philipp

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Ich weiß nicht, was Du für einen Glauben hast. Aber ich bin Christ und glaube an ein Leben nach dem Tod. Der Glaube ist auch Hoffnung und Trost. Wenn Du Gründe/Argumente haben möchtest, um daran zu glauben, dann kannst Du mich in den Kommentaren fragen oder bei meinen hilfreichen Antworten vorbeischauen.

Du kannst mit deiner Familie über Deine Trauer reden. Wenn Du das nicht möchtest, dann gibt es auch Seelsorge über das Telefon, auch um diese Uhrzeit.

Alles Gute

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Es gibt keine Regeln für Trauer und wie man am besten damit umgehen kann. 

Wenn du sehr an deiner Oma gehangen hast, ist es vollkommen natürlich, dass du um sie trauerst. Du vermisst sie und wirst sie nicht wieder sehen. 

Aber frage dich mal, was deine Oma gewollt hätte. Hätte sie gewollt, dass du ewig um sie trauerst? Sicher nicht. 

Sie kannte dich als lebensfrohen Menschen? Und das solltest du ihr zu Ehren auch weiter sein. 

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am besten einfach trauern, weinen und sich mit anderen darüber austauschen. und vor allem immer an die tollen momente erinnern und nicht wie es zu ende ging...dann kann man, wenns lustige erinnerungen gab sogar lächeln, auch unter tränen

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Man schaut nach vorn, denn das Leben geht weiter.

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