Frage von TheWiseLady, 99

Wie geht man mit einem unberechtigten Inkassoverfahren um?

Ihr Lieben,

wie die Frage schon sagt habe ich ein Inkassoverfahren am Hals. Allerdings habe ich weder die Rechnung, um die es geht, noch die aufgeführten Mahnungen oder ähnliches jemals erhalten. Ich habe sowohl mit dem Unternehmen, das die Rechnung angeblich geschickt hat, als auch mit dem Inkasso Unternehmen Kontakt aufgenommen und renne denen jetzt seit September letzten Jahres (als ich ein bestelltes Produkt nicht bekommen habe) hinterher. Im September verweigerte man mir weitere Informationen mit dem Argument es stünde noch eine Rechnung aus. Das ich die Informationen haben wollte, damit ich die Rechnung begleichen kann schien irgendwie irrelevant...

Laut Unternehmen habe ich sowohl Rechnung, als auch Mahnungen und den Verweis auf das Einleiten eines Inkassoverfahrens als Brief und als Email gekriegt. Selbst wenn die Post jetzt also (5 mal) meine Briefe verschlampt hat, hätte ich Emails kriegen müssen. Habe ich aber nicht. Von den Briefen ganz zu schweigen.

Als ich das so erklärt habe hieß es dann, ich wäre ja auch umgezogen und hätte die Adresse nicht rechtzeitig mitgeteilt (warum ich dann die Werbung trotzdem an die Neue Adresse erhalten habe versteh ich ja nicht ganz...). Aber SELBST DANN hätte ich ja die Mails kriegen müssen. Meine Emailanschrift hat sich ja nicht geändert.

Jetzt hat das Unternehmen sich schon mal entschuldigt und mir einen Gutschein zukommen lassen und sich bereiterklärt, das Verfahren noch mal zu überprüfen. Trotzdem bekomme ich weiter Post vom Inkassounternehmen. Wie geh ich damit jetzt um? Ich hatte die schon einmal drauf hingewiesen,dass das Verfahren noch mal geprüft würde, aber irgendwie juckt die das gar nicht.

Was mach ich also am besten? Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen. Liebe Grüße

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Antwort
von DrStrosmajer, 92

Lag denn überhaupt eine Bestellung Deinerseits vor, bzw. hast Du irgendwann eine Lieferung erhalten ohne Rechnung?

Wenn nein:

Mit den Inkassofritzen solltest Du jetzt keine Brieffreundschaft mehr anfangen bzw. fortsetzen.

Dem Unternehmen, das als Gläubiger auftritt, könntest Du einen Brief (per Einschreiben, und auch keine E-Mail) schreiben und erklären, daß das Mahnverfahren gegenstandlos ist und die Angelegenheit für Dich erledigt ist.

Von diesem Schreiben schick einfach eine Kopie an die Eintreiber.

Kommentar von TheWiseLady ,

Ich hatte etwas bestellt, aber eben nie erhalten. Und auch keine Rechnung. Deshalb dachte ich ganz lange, die Bestellung wäre einfach versammelt worden. Als ich das klären wollte verweigerte man mir die Info, wegen der offenen Rechnung..

Kommentar von mepeisen ,

Dass man die Klärung wegen einer offenen Rechnung verweigert, ist Blödsinn. Daher deutet vieles eher auf Betrug hin. So Leute wollen nicht vor Gericht.

Antwort
von EXInkassoMA, 28

Das wird nicht vor Gericht gehen denn die gegenseite müsste nachweisen das Du die Ware erhalen hast (z.b Unterschrift bei dem Paket/Postzusteller)

Antwort
von Remmelken, 55

Wenn die Forderung unberechtigt ist dann kannst du die Schreiben des Inkassounternehmen einfach ignorieren. Erst wenn eine gerichtliche Mahnung von einem Gericht kommst musst du tätig werden und der Forderung widersprechen. Dazu brauchst du nur das entsprechende Feld anzukreuzen und das Schreiben dem Gericht zurückschicken.

Ein Schufaeintrag musst du nicht befürchten, der ist bei einer strittigen Forderung unzulässig.

Antwort
von BurgN, 43

Hallo,

einfach an jeden der Dir einen Brief schickt einen Brief zurückschreiben in dem steht.

"Ich bestreite das Bestehen der Forderung. Bitte teilen Sie mir um einen Irrtum vorzubeugen die Anspruchsgrundlage mit."

Dann muss ja etwas kommen. Immer bis zum Mahnbescheid warten kann teuer werden, wenn sich herausstellt, dass die Forderung doch zurecht besteht.

Schöne Grüße

Antwort
von sigi1234, 99

Was soll denn ein Inkassoverfahren sein.Inkasso sind lediglich Geldeintreiber,Berechtigt oder unberechtigt,interessiert die nicht.Da
brauchst du garnicht drauf zu reagieren.Auf einen gerichtlichen Mahnbescheid schon.Dem musst du widersprechen.Ich würde da garnichts mehr machen.Sabbel dich auf keinen Fall mit dem Inkasso ab,das interessiert die sowieso nicht.Wenn sich das alles so verhält,wie du geschrieben hast,weiß der ganz genau,dass er mit einem Mahnverfahren gegen die Wand läuft.

Kommentar von TheWiseLady ,

Danke für den Tipp und den gratis Deutschkurs. Letzterer hat mich kein bisschen weitergebracht, aber danke trotzdem ;)

Antwort
von franneck1989, 85

Schriftlicher Widerspruch, Datenweitergabe an SCHUFA und co. untersagen, Rechtliche Konsequenzen bei weiterer Belästigung androhen.

Cool bleiben...

Reagieren musst du nur bei einem gerichtlichen Mahnverfahren - dann bitte binnen 14 Tagen widersprechen.


Kommentar von mepeisen ,

Textvorschlag: "Wertes Inkasso. Ich habe weder die Ware, noch eine Rechnung, noch eine Mahnung jemals erhalten. Insofern wiese ich die Forderung vollumfänglich zurück. Ich untersage die Speicherung meiner personenbezogenen Daten und die Meldung an Auskunfteien. Sollten Sie mich weiterhin belästigen, zwingen Sie mich zu einer Strafanzeige wegen Verdachts des Betrugs und der Nötigung."

Ansonsten folgender Hinweis: Der Gläubiger ist beweispflichtig, dass du die Ware entgegengenommen hast. Wenn nie etwas kam, hat er keine Unterschrift von dir und damit ist der Fall bereits erledigt.

Antwort
von AllesSch0nWeg, 70

Da die Firma ja scheinbar einen Fehler ihrerseits einräumt würde ich bei denen Druck machen dass sie das Inkasso Unternehmen von der Sache abziehen sollen. Die Inkasso Firma erfüllt ja nur einen Auftrag, das muss also die Firma regeln die den Auftrag gegeben hat. Versteh ich aber auch nicht warum das noch nicht getan wurde......

Kommentar von mepeisen ,

Die Inkasso Firma erfüllt ja nur einen Auftrag

Wenn das Inkasso eine volle 1,3 Gebühr will, muss es eine Einzelfallprüfung und eine Rechtsberatung liefern. Ansonsten darf es diese 1,3 Gebühr nicht fordern. Das Inkasso erfüllt überhaupt nicht mal ansatzweise seinen Auftrag, wenn es ungeprüft einfach Massenbriefe verschickt.

Kommentar von AllesSch0nWeg ,

Und was soll uns das jetzt sagen?

Antwort
von EdnaImmers, 76

DrStrosmajer hat richtig recht!!

Lass sie einen Mahnbescheid / gerichtliches Mahnverfahren/ machen - dem musst du dann aber auch  in der Frist und offiziell widersprechen . 

Das Inkassobüro ist dann in der Beweispflicht ...

/ ich hatte vor Jahren mal ähnlichen Ärger.

Das Inkasso wollte sogar Mitarbeiter zu mir schicken um das Geld einzutreiben - habe ich Hausverbot erteilt und mit Anzeige gedroht.

Mahnbescheid kam übrigens nie - die schüchtern nur gern ein und kassieren dann.


Ach ja - hätte im Internet eine Seite mit musterformulierungen Vom Verbraucherschutz -amt

Antwort
von thlu1, 64

Zwei Dinge, die möglich sind:
1. Rechtsanwalt
2. Presse einschalten, wirkt manchmal Wunder.

Kommentar von TheWiseLady ,

Naja, das erscheint mir ein bisschen drastisch. Das Ding läuft ja bzw. ist in Arbeit, das Inkasso Unternehmen spinnt nur eben rum 

Kommentar von franneck1989 ,

Beides sinnloser Aufwand

Kommentar von thlu1 ,

Mag sein, aber Inkasso Unternehmen spielen mit der Verunsicherung der anderen. Noch deutlicher, die haben keine Skrupel mit Betrugsmaschen zu arbeiten und viele fürchten den Aufwand und die Konsequenzen und zahlen stillschweigend. Selbst wenn sie bei dir ablassen suchen sie das nächste Opfer. Am Ende bleiben die solange der Sieger, bis jemand die zur Strecke bringt. Deshalb mein drastischer Tipp.

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