Frage von souvisou, 218

Wie geht ihr um oder würdet um gehen, mit Kinder, die aus einer Vergewaltigung entstanden sind?

Also die Frage mag vielleicht ansich grad bissl komisch klingen, aber ich erkläre hier mal genauer was ich damit meine.

Nun, würdest ihr, wenn ihr vergewaltigt werden wprdet, und danach schwanger seid, die Kinder trotzdem behalten? Ich meine bei mir tauchen soooo viele Fragen auf. Wie erklähre ich es ihnen, dass sie keinen Vater haben? Was mache ich, wenn sie trotz das sie wissen was da passiert wäre, ihren Vater kennen lernen wollen. Die Angst wäre dich so gross, ihnen könnte das auch passieren?
Wie sagt ihr das?

Und auch könntet ihr ohne irgendwelche Schuldgefühle oder so damit leben? Ich hätte sehr Probleme. Vielleicht fällt es einem leichter, wenn man sich selber, dieser Vergewaltigung keine Schuld gibt, aber die Angst ist gross, dass selbst ich und vor allem die Kinder ein Leben lang leiden.

Wie würdet ihr das sagen dann eines Tages?
Wie würdet ihr damit umgehen?
Würdet ihr die Kinder auf die Welt bringen oder lieber Abtreiben oder zur Adoption frei geben?

Bitte keine doofen Kommentare

Antwort
von Suboptimierer, 115

Für mich ist die Frage rein theoretisch, da ich ein Mann bin, aber ich würde es abtreiben lassen und zwar nicht hauptsächlich deshalb, weil es von jemandem ist, den ich nicht liebe oder weil mich das Kind an die Vergewaltigung erinnern würde, sondern weil es vaterlos aufwachsen müsste. 

Es gibt einfach keinen vernünftigen Grund, es zu behalten, außer wenn man eine Abtreibung als Mord betrachten würde. Wenn es die Religion verbieten würde, der man angehört, wäre es zwar nicht unbedingt vernünftig, aber verständlich. Wenn man schon immer ein Kind haben wollte, auf Biegen und Brechen, wäre das wohl auch noch ein Grund, es zu behalten.

Das geht, aber ist halt sehr schwer. Bis zu einem bestimmten Entwicklungsstand des Embryos würde ich das auch nicht als Mord sehen.

Das ist eine persönliche Entscheidung. Jeder kann das anders sehen.

Kommentar von NEONBLAUPINK99 ,

Viele kinder wachsen auch ohne vergewaltigung ohne vater soll man die dann auch abtreiben wenn man sich noch in der schwangerschaft trennt oder der vater einfsch abhaut?

Aber du hast schon recht ich würde auch abtreiben aber aus dem grund das der vergewaltiger rechte an dem kind hat weil die vergewaltigung nichts damit zu tun hat das man ihm das recht nehmen kann sein kind zu sehen wenn er aus dem gefängnis draußen ist und er sein umgangsrecht einklagen würde.

Antwort
von dfllothar, 57

Ich, män., habe vor 9 Jahren 2 Jungen (9 u.10 Jahre alt) kennengelernt, jeder hatte einen anderen Erzeuger, die Mutter sprach von "Verkehrsunfall", der zu keiner weiteren Bindung führte. Sie war dann Alleinerzieherin, von den Vätern keine Spur mehr. Ich habe mich dann als Freund und "Ersatzvater" mit den Kindern beschäftigt, kam bei ihnen gut an. Bis heute, mittlerweile sind sie jetzt 18 und 19, hat keiner der beiden jemals nach seinem eigentlichen Vater gefragt. Auf meine Frage hin, ob sie nicht mal ihren Erzeuger kennen lernen wollen, ich würde ihnen dabei helfen, lehnten sie das ab, sie wollen garnichts von denjenigen wissen. Nun sind die beiden bereits schon erwachsen und weitgehend selbstständig, entstand niemals ein Gedanke daran, wer ihr wirklicher Vater war. Sie sagten mir, wenn unsere Mutter sie abgetrieben hätte, wären sie ja garnicht am Leben und sie sind ihr deshalb dankbar.

Also, hier gab´s keine Probleme, weder bei der Mutter, noch bei den Kindern.


Antwort
von namenlos79, 77

Sicher muss das jede selbst entscheiden, aber vielleicht mal eine Meinung aus Opfersicht:

Ich war 16, als mich jemand vergewaltigt hat - noch 2 Jahre bis zum Abi vor mir. Abgesehen davon, dass die ersten Monate niemand davon erfahren hat (weder Polizei noch Eltern oder Freunde, wirklich niemand), hatte ich damals riesige Angst vor einer Schwangerschaft.

Und ja, ich hätte abgetrieben, wenn es so gekommen wäre. Weil die Vergewaltigung an sich meine Lebensplanung allein schon durcheinander gebracht hatte, ich einfach alles vergessen wollte, was passiert war, und ein Kind bzw. Familienplanung erst nach einer Ausbildung in der Prioritätenliste stand.

Es wäre etwas anderes gewesen, wenn ich in einer Beziehung in dem Alter schwanger geworden wäre, aber nicht unfreiwillig von jemandem, den ich vorher nicht kannte und zum Glück auch nie wieder sehen musste.

Ich denke nicht, dass ich dem Kind ein gutes Zuhause hätte bieten können. Es hätte mich immer wieder daran erinnert, was mir passiert ist.

Antwort
von Viktoriaa17, 89

Ich denke das muss jeder für sich selber entscheiden, ob er es verkraften könnte ethisch gesehen oder eben nicht, da beide seiten Verständnis hervorrufen

Ginge es nach mir würde ich es behalten, da ich selbst auch mit nur einem Elternteil aufwuchs und das jetzt nicht als all zu schlimm empfand, und denke auch nicht das das Kind auf Grund der Vorgeschichte diesen Vater kennenlernen will, aber man sollte einfach in sich gehen und dann entscheiden, und würde mirgendwie garnicht so viele andere meinungen mit einholen weil jeder davon ne andere Vorstellungen hat

Liebe grüße und hoffe die Entscheidung kann bald gefällt werden

Antwort
von Repwf, 90

Ich war mit 13 Jahren Opfer (5 Jahre lang) und ich hätte es nicht bekommen!

Meine Sorge dabei wäre einfach das das Kind einen immer wieder an seinen Vater erinnert und man so unbewusst / ungewollt das Kind für alles bestraft 

Antwort
von epsi11, 83

Eine sehr komplexe Frage zu einem komplexen Thema, die hier nicht zu beantworten ist. So eine Situation wäre ein schwerer Eingriff in die Persönlichkeit eines Menschen. Ein Trauma sowie eine Narbe sind Ergebnis einer solchen Handlung. Das lässt sich meiner Meinung nach nicht in diesem Rahmen beantworten.

Antwort
von turnmami, 106

Wieso Kinder??

Wenn, dann wird es doch vermutlich nur ein Kind.

Außerdem kann es keiner wissen, wie man in so einer Situation reagieren würde. Das muss jede Frau für sich selber entscheiden

Antwort
von Rosy1974, 22

Also, ich würde das Kind mit Sicherheit nicht bekommen, weil ich meinen Körper nicht ein 2. Mal vergewaltigen lassen würde. Ich wäre auch nicht bereit, die Schwangerschaftsbeschwerden und die Schmerzen bei der Geburt wegen so einem Schwein in Kauf zu nehmen. Sogar mein erzkonservativer, katholischer Religionslehrer, der darüber hinaus sogar "Bischöflich-Geistiger Rat" war, hat gesagt, bei einer Vergewaltigung würde er es nicht als "Sünde" betrachten, wenn man abtreibt.

Antwort
von Spot1978, 81

Nun zunächst kann das Kind nichts dafür dass der Vater ein A*loch war. Insofern würde ich nicht abtreiben oder zur Adoption freigeben. Es ist ja auch Dein Kind.
Wenn das Kind alt genug ist kann man es Ihm sagen und erklären warum es seinen Vater nicht sehen kann/darf.

Würde allerdings dafür Sorgen dass er erstens dafür bestraft wird und zweitens muss auch Unterhalt gezahlt werden. Ich weiß es ist hart für dich das durchzustehen. Am Ende musst DU entscheiden.

Antwort
von irgendeineF, 93

Ich würde das Kind nicht austragen.

Kommentar von Lumpazi77 ,

Frage: Was kann das Kind dafür ??

Kommentar von Repwf ,

Das Kind würde da auch nichts für können, aber auch das muss diese Vorgeschichte sein gesamtes Leben lang "mit ausbaden" ...

Kommentar von Menuett ,

Nix.

Aber die Mutter auch nicht.

Und wenn man es zehnmal nicht will: Frau wird dieses Kind als Kind eines Vergewaltigers wahrnehmen.

Das braucht kein Kind.

Kommentar von irgendeineF ,

Das Kind ist dann noch ein Fötus/Embryo. Und ich sehe das sicher nicht als "Strafe" für das Kind.

Antwort
von Herb3472, 71

Bist Du in der konkreten Situation, dasss Du vergewaltigt wurdest und nicht weißt, wie Du mit dem dabei gezeugten Kind umgehen sollst? Oder ist Deine Frage rein hypothetischer Natur?

Antwort
von NaiMeex3, 70

Schwierige Frage. Wenn man das Kind nicht abtreiben lassen würde, müsste man sich ewig damit Rum quälen ein Gesicht zu sehen was man eigentlich verabscheut.. Auch wenn das Kind nichts dafür kann würden unbewusst Gefühle in die Erziehung mit einfließen, was eher schlecht ist.
Es gibt ein Gesetz, dass bei Vergewaltigung man länger Zeit hat sich zu überlegen ob man es abtreiben würde. An sich zu empfehlen, da es bestimmt sehr schwer ist als Vergewaltigungsopfer ein solches Kind zu behalten. Wenn es schon geboren worden ist, würde ich es, wenn man merkt dass man mit dem Kind nicht klar kommt bzw nicht klar kommen will, es abgeben.
Also ich rate eher dazu es nicht zu behalten. Auch wenn man sich jetzt denkt, man würde es trotzdem lieben, irgendwann kommt eine Phase in der man es schlecht behandelt auf Grund dessen.

Kommentar von dfllothar ,

Auf Grund dessen? Was kann das Kind dafür, das braucht doch in jungen Jahren seine Mutter. Oder hältst du dich für unfähig, das Kind richtig zu erziehen? Ich habe schon seit langem mit vielen fremden Kindern zu tun, die hatte ich von meinem Inneren heraus immer wie eigene Kinder behandelt und geliebt, egal welchen Charakter sie hatten. Schließlich liegt´s doch an der angepassten Erziehung, wie sie sich entwickeln. Da kann man vieles zum Wohle aller tun und letztlich immer ein Glücksgefühl bekommen. Habe nie eine Ablehnung der Kinder mir gegenüber erfahren.

Naja, ist leider nicht jedermans Sache, aber wenn man´s so nicht erlebt, meine ich, dann fehlt einem eine Erfahrung im Leben. 

Kommentar von NaiMeex3 ,

Das denkst du, dass ist aber meine Meinung was ich geschrieben habe. Da fehlt mir nirgendwo Erfahrung. Tu doch nicht gleich so (: nur weil ich deine Meinung nicht Teile

Antwort
von LisanneVicious, 72

Ich denke es ist unmöglich diese Frage zu beantworten, wenn man nie vergewaltigt wurde.
Wir können uns nicht vorstellen wie es wäre.

Antwort
von Menuett, 54

Ich würde abtreiben.

Nein, auch eine Adoption käme für mich nicht in Frage. Das Kind wird irgendwann wissen wollen, unter welchen Umständen es entstanden ist.

Nichts zu sagen, ist da nicht wirklich eine Option, da leidet das Kind nämlich auch drunter.

Kinder kommen immer in schwierigen Phasen. Und auch wenn man ihm nichts sagt, denkt man doch, dass es mache Dinge wohl vom Vater hat.

Ich glaube, dass nur sehr sehr sehr wenige Mütter da in der Lage sind, auch nur sachlich zu bleiben.

Antwort
von Volkerfant, 39

Ich würde z.B. vergewaltigten Mädchen, Frauen niemals zur Abtreibung raten, weil es ein gefährlicher Eingriff ist, weil es psychische Störungen verursachen kann und weil jedes entstandene Kind ein Recht auf ein Leben hat.

Andererseits kann ich auch verstehen, wenn Frauen oder Mädchen abtreiben, wenn sie damit besser klar kommen, als das Kind auszutragen, um es dann zur Adoption freizugeben oder etwa zu behalten. Das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Adoptierte KInder haben es auch nicht alle leicht. Irgendwann kommt die Frage nach dem Vater auf. Manche adoptierten Kinder bekommen psychische Probleme, weil sie ihre Wurzeln nicht kennen.

Kommentar von dfllothar ,

Für adoptierte Kinder ist´s besonders schlimm, nicht nur weil sie ihren Vater nicht kennen und dann zuletzt von der Mutter auch noch entwurzelt worden sind. Um damit psychisch fertig zu werden bedarf es einer großen geistigen Anstrengung, um darüber wegzukommen.

Antwort
von Repwf, 50

Eine weitere Frage ist auch WIE KOMMT DAS KIND DAMIT KLAR wenn es mal alt genug ist zu verstehen wie es "gemacht" wurde, was es für Gene hat... 

Stell ich mir genauso mies vor 

Antwort
von Leyla121, 57

Wieso fragst du das? Bist du selber in dieser Situation?

Ich weiß nicht, wie ich reagieren würde! Einerseits kann das Kind nichts dafür und es wachsen ja auch viele Kinder nur mit einem Elternteil auf... andererseits aber wird Einen das Kind immer wieder daran erinnern, was passiert ist und das ist für viele Betroffene sehr schlimm, da es viele nur durch Verdrängung "verarbeiten". Außerdem hätte ich Angst, dass es irgendwie in meine Erziehung mit einfließt, dass das Kind halt nicht geplant War oder dass ich das Kind nicht lieben kann, weil es einen ja immer wieder an dieses Erlebnis erinnert.

Somit ist es eine sehr schwere Frage, die jeder für sich selbst beantworten muss. Solltest du dich in dieser Situation befinden, kannst du dich gerne melden und du könntest mit mir drüber reden.

Wichtig wäre mir, dass du mir kurz antwortest; wenn du es aber nicht machst, ist es auch nicht zu schlimm.

Liebe Grüße :)

Kommentar von souvisou ,

Ich habe dir gschrieben? 

Kommentar von Leyla121 ,

Wo hast du mir geschrieben?

Kommentar von souvisou ,

Ich habe dir eine FA gemacht, aber geht wohl net, versuch du mal mir eine FA zu machen? 

Kommentar von souvisou ,

Und wenns net geht kannst du mir mal ne mail schreiben unter vi.werbung@hotmail.ch oder auf kik (gratis zum herunter laden) 9viv7 

Kommentar von Leyla121 ,

Ich kann dir keine email schicken, warum auch immer 😂 magst du mir mal eine email an sondselma72@gmail.com schreiben?

Kommentar von souvisou ,

Hab dir eine geschickt. Kannst mal nachsehen obs angekommen ist :) 

Antwort
von hohlefrucht, 66

Hi,

ich denke, da gibt es keine pauschale Antwort. Das kommt auf die jeweiligen Lebensumstände an. Wie jung man selbst ist, ob man von der Familie unterstütz wird, ob man selbst schon eine Familie oder einen festen Freund hat.

Wenn ich es mir leisten könnte, würde ich das Kind haben wollen.

LG.

Kommentar von dfllothar ,

Bravo! Du hast eine schöne Einstellung, gefällt mir!

Antwort
von Wippich, 37

Abtreiben nein.Zur Adoption geben muß jeder für sich entscheiden.Das Kind kann nichts dafür,also lass es Leben.

Kommentar von dfllothar ,

Ganz meiner Meinung. Du siehst es richtig!

Antwort
von Nordstromboni, 49

die Pille danach sollte deine Fragen klären

Kommentar von Menuett ,

Die Pille danach wirkt nur, wenn sie vor dem Eisprung genommen wird.

Kurz vor dem Eisprung oder am Tag des Eisprungs nutzt sie nichts mehr.

Nach einer Vergewaltigung ist man auch erstmal durch den Wind.

Ob man da so schnell auf das Naheliegendste kommt?

Und auch bei der Pille danach gibt es schnöde Versager.

Kommentar von Rosy1974 ,

Wenn das stimmen würde, was du schreibst, hätte die Pille danach gar keinen Sinn, da man nur 3 -4 Tage vor dem Eisprung, am Tag des Eisprungs und 12 Stunden nach dem Eisprung schwanger werden kann. Das Problem, dass sie versagt ist, dass sie als Nebenwirkung Übelkeit hat. Kommt es zum Erbrechen, wirkt sie nicht mehr. Sie verhindert das Einnisten eines bereits befruchteten Eis in die Gebärmutter. Da ich sie selbst schon genommen habe (allerdings wurde ich nicht vergewaltigt), kann ich sagen, dass man 2 Tage nach Einnahme eine sehr heftige Monatsblutung bekommt. Wann genau die Befruchtung stattgefunden hat, dürfte keine Rolle spielen. Wenn die Gebärmutter blutet, kann sich nämlich kein Ei einnisten.

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