Eastside am 09.06.2007 um 20:25 Uhr
Sind sie euch genauso zuwider wie mir, oder schaut ihr weg, wenn sie euch nicht betreffen und deckt ihr sie lieber zu mit dem Mäntelchen des Vergessens?
bei ungerechtigkeiten krieg ich den hals, geht mir der hut hoch!
hab mir auch deshalb schon oft mein loses mundwerk verbrannt, kann aber nicht anders

So allgemein würde ich die Frage nicht beantworten. Wenn ich sehe, dass es eine kleine Ungerechtigkeit ist, die die Beteiligten auch untereinander durchaus klären können, halte ich mich da ganz raus. Es sei denn, eine(r) ist in einer sehr deutlich schlechteren Position. Bei Ungerechtigkeiten, die mir eine Halskrause verpassen, mische ich mich schon ein, auch wenn ich selbst Nachteile dadurch in Kauf nehmen muss. Und Ungerechtigkeiten mir gegenüber? Ist sicherlich verletzend, ich ziehe mich erst einmal zurück. Der Abstand wird dann zeigen, ob und wie eine Lösung vorhanden sein könnte.
Die Auswahlmöglichkeiten treffen alle nicht so auf mich zu. Daher entscheide ich mich -widerstrebend - für was ganz anderes

Es kommt immer darauf an wer der Benachteiligte ist, ich oder ein Anderer, und wie stark die Ungerechtigkeit ist. Ich Schlucke für mich schon recht viel, oder spreche es an, Bin aber nicht gehässig Nachtragend. Bei Ungerechtigkeit Anderen gegenüber, ergreife ich wesentlich öfter Partei.
Leider habe ich schon arg negative Erfahrungen gemacht und es hat mich körperliche Einschränkung "gekostet". Bei Pöpeleien, Beschimpfungen usw. gehe ich nicht mehr um jeden Preis dazwischen. Mir ist mein Leben und das Leben meiner Kinder lieber. Leider ist es heutzutage soweit gekommen :-(( Ungerechtigkeiten die ich auf andere Weise lösen kann, gehe ich sofort an.

Ich kann mich xyungeloest nur anschließen...
Ich habe ein echtes Problem mit Ungerechtigkeiten aller Art und äußere dies auch in den meisten Fällen oder wehre mich entsprechend. Allerdings gibt es durchaus Begebenheiten, wo auch ein anderes Verhalten (z.B. Schweigen / Zurückhaltung) zumindest zunächst klüger ist. Das wäge ich dann natürlich schon ab - aber grundsätzlich bin dafür, die Dinge auch anzusprechen.

Bei Ungerechtigkeit anderen gegenüber kann ich mich schlecht zurückhalten und überlege auch nicht lange ob es für mich Nachteile mit sich bringt.
Aber bei Ungerechtigkeit mir gegenüber bin ich eher verletzt und ziehe mich wie ein waidwundes Tier zurück und leide fürchterlich.
Daher
Ungerechtigkeit kann ich nicht stehen lassen. Auch, wenn es zu meinem Nachteil sein sollte. Und wenn andere betroffen sind, dann sowieso. Auch zur Unterstützung der ungerecht Behandelten.

Wenn der ungerecht Behandelte sich selbst wehren könnte oder wenn er es subjektiv gar nicht als ungerecht empfindet, dann halte ich die Klappe.
Ansonsten weise in zumindest darauf hin oder mische mich auch schon mal intensiv ein - hängt immer vom Gewicht der Ungerechtigkeit ab und von der Wehrhaftigkeit des Betroffenen.
Ich hasse Ungerechtigkeiten. Und wenn es in meiner Macht steht und es angebracht ist, sage ich auch was dazu. Vor allem bei "Schwächeren" greife ich ein.
Ungerechtigkeiten machen mich verrückt! Durch Wegschauen wird man mitschuldig! Mehr Zivilcourage täte uns allen gut!

Ich wehre mich vehement dagegen, um jeden Preis.

ich mache jede ungerechtigkeit zum thema und sage immer was. niemand sollte zusehen denn das wäre schon ungerecht. das wäre für mich schon eine straftat.
Auf gröbere Ungerechtigkeiten reagiere ich zunächst stark emotional, bin wütend und suche Ventile in rachsüchtigen Vorstellungen. Gedanklich spreche ich mit den Verantwortlichen über das Problem und sage alles, was mir auf der Seele liegt. Nachdem ich mich auf diese Weise innerlich abreagiert habe, schalte ich die Vernunft ein in Verbindung mit einer Art "christlichem" Bewusstsein und versuche meinen "Widersachern" ihre "menschlichen" Handlungen einigermaßen zu verzeihen. Außerdem überlege ich, ob mir zu viel Auflehnung nach außen in einer von mir empfundenen ungerechten Situation mehr schaden als nützen könnte. Wenn ich mich beruhigt habe, rede ich in einem günstigen, nicht vorausgeplanten Moment, auf möglichst sachliche Art mit den Betroffenen.