Eveline am 26.04.2008 um 21:34 Uhr
Ein Trauerfall lässt mich darüber nachdenken

Ich brauch Abstand zu Allem und bin nicht ansprechbar... erst wenn ich alles mit mir selbst ausgemacht habe, kann ich auf andere wieder zugehen

und ich suche Hilfe bei Freunden und Familie.
Es kommt immer darauf an, wie schlimm es ist und wie tief es mich berührt. Manchmal kann man auch nicht verhindern, in ein tiefes Loch zu fallen. Dann ist es schön Familie und Freunde zu haben.
weil man häufig, gerade beim Todelfall, nicht allein ist und ich Verantwortung für die anderen Betroffenen empfinde

Es giebt da einen Spruch: Immer wenn Du denkst es geht nicht mehr kommt von irgendwo ein Licht daher.
Je nach dem was passiert ist. Mich bringt sowas immer zum Nachdenken, ob ich vielleicht in meinem Leben was verändern sollte.

ich verdränge das geschehene und zweifel am sinn des lebens.diese schmerzen sind unerträglich besonders wenn man ein kind verliert.

Außerdem brauche ich in solchen Situationen meine Ruhe und kann niemanden vertragen der auf mich einredet, egal wie tröstlich es gemeint ist.

Ich muss viele Dinge erst einmal mit mir selber ausmachen. Das Verkriechen kann aber auch bedeuten, dass ich viel spazieren gehe, aber eben erst einmal alleine.
Danach suche ich aber Trost/ Unterstützung und Gespräche bei Freunden und meiner Familie.
kommt drauf an was passiert ist. beim tod eines lieben rede ich mit meinen freunden, das tut gut. ein totalschaden beim auto - da bleib ich cool, ärgere mich alleine und geh zu fuss hochwasser im keller - ist wie beim auto
liegt wohl daran dass ich zu sachen nicht wirklich eine innere beziehung habe - wenn es um menschen geht bin ich innen immer ganz aufgewühlt.

Ich rede darüber, als der beste Freund meines Mannes gestorben ist, habe ich mit meiner Tochter viel darüber geredet, das hat mir geholfen, mein Mann hingegen konnte nicht darüber reden, auch mit mir nicht, er hat die Trauer mit sich ausgemacht.
Nach dem Tod meiner Schwägerin die auch meine beste Freundin war habe ich viel mit meinem Bruder und seinen Kindern über sie gesprochen, auch das hat mir weitergeholfen.
Habe mich aber auch des öfteren zurückgezogen und geheult wie ein Schloßhund, ich habe die Trauer zugelassen, der Schmerz wurde mit der Zeit weniger aber weg ist er immer noch nicht.

Ich brauche Ruhe um das zu verarbeiten und ziehe mich zurück. Am wenigsten kann ich Mitleidsbezeugungen vertragen. Viele Dinge, die vorher wichtig waren, verlieren an Bedeutung. Während Freunde und Bekannte Mitleidstränen in den Augen haben, bin ich damit beschäftigt, weiter zu leben.

Es ist unterschiedlich, es kommt darauf an, ob ich es hab kommen sehen und wie tief ich betroffen bin. Manchmal falle ich in ein tiefes Loch, das ist meist dann, wenn ich es nicht begreifen kann. Manchmal muss ich aber auch irgendwas unternehmen, das ist meist so, wenn Freunde oder Familie da mehr von betroffen sind als ich selber. Aufwühlen tut mich das immmer, aber selten so, dass ich professionelle Hilfe brauche, meist krieg ich das mit mir selber oder aber mit der Hilfe von Freunden und der Familie wieder in den Griff.
Ein kluger Mensch hat mir mal zum Thema Trauer gesagt: "Es dauert, so lange es dauert. Sich da raus zu zwingen, damit tut man sich selbst was an."
LG
Wieselchen
Leider kann ich es nie so richtig zeigen wenn mich etwas beschäftigt. Ich geh mit Problemen auf meiner Art um und muss das mit mir ausmachen.

... auch wenn das Blöd klingt. Es gibt sachen, daran kann man nichts ändern, weil man keinen Einfluß darauf hat. Und die Dinge wo man was machen kann erfordern eine ruhige und überlegte Handlung. Ansonsten trauere ich mehr innerlich. Denn 'gehäule' nach außen ändert auch nichts. Ich versuche oft die Positiven Seiten zu sehen. Auch wenn's manchmal schwer fällt.

Das hängt ganz davon ab, was genau passiert ist, ob man vieleicht darauf vorbereitet war oder ob es ganz plötzlich passiert ist.


Kann ich pauschal nicht sagen, denn ein Schicksalsschlag kann viele verschiedene Ursachen und Bedeutungen haben.

Die antwort passt so. Wenn ich ein riesenproblem habe bin ich halt immer sehr schnell sauer, eingeschnappt usw. mir platzt halt der kragen


kommt auch drauf an wer es is

Na bis jetzt hatte ich glück und musste das gar nicht!

Es muß ja weitergehen, im Zweifel hilft arbeiten.

Habe alles erlebt.

