Frage von DBKai, 54

Wie geht ihr damit um, wenn eine andere Person etwas besser kann als ihr selbst?

Egal wie alt man ist... egal welche Ausbildungen man hat.... es gibt in diversen Bereichen immer wieder mal jemanden, der etwas besser kann als man selber... Wie geht ihr damit um? Erkennt ihr gute Leistungen ehrlich an? Nur bei bestimmten Leuten oder allgemein? Oder ignoriert ihr gute Leistungen um deren Kraft für euch ausnutzen zu können, womit man sich ja nicht besonders beliebt macht...? Denn so eine Behandlung wünscht sich ja wohl keiner?

Antwort
von Malavatica, 19

Wenn alles mit rechten Dingen zugeht und keine Bevorzugung zu erkennen ist, ist das eben so. 

Fies wird es, wenn Prahlerei im Spiel ist, oder die eigenen Freunde ständig besser sein wollen, als man selbst. So eine Art Wettbewerb. Das ist dann richtig anstrengend. 

Antwort
von Lucas, 20

Erstmal: Es gibt nichts, was ich am besten kann. Es gibt immer Menschen, die das was ich kann, besser können. Ich bin in nichts der Beste. Und das fällt mir nicht schwer, auszusprechen. Im Gegenteil, zu behaupten, ich sei der Beste in..., wäre nicht nur nicht wahr, sondern auch so selbstüberzeugt, dass das Wort Selbstbewußtsein hier falsch angebracht wäre, allenfalls Selbstüberschätzung.

Kommentar von DBKai ,

Würde ich so nicht sagen...

Es kann sein, dass du mit ein paar Freunden um die Wette schwimmst und da kann es wohl sein, dass du unter diesen paar Freunden nun einmal der Beste Schwimmer bist... Heißt nicht, dass du der beste Schwimmer auf der ganzen Welt oder im ganzen Universum bist - aber du schwimmst schneller als deine Freunde... das ist dann keine Selbstüberschätzung - das ist dann einfach die Wahrheit, die für dich klar ersichtlich ist aber auch für deine Freunde.

Genau so kann jemand unter einer paar Leuten, der beste Koch oder der beste Zeichner sein...  heißt nicht, dass er unübertrefflich ist - aber in dem Gebiet ragt er eben heraus... ist dafür bekannt... die Leute essen am liebsten bei ihm, weil das Essen von ihm am besten schmeckt... oder sie lassen sich gerne etwas von ihm zeichnen, weil er das gut kann... 

Und hier könnte man unter Freunden ehrlich sein... Er kann das gut... sie kann das gut... usw.... aber unter Feinden/Konkurrenten ist man da oft unehrlich und lügt über Offensichtliches... Egal, wie gut jemand kocht, man findet/erschafft immer etwas, was einem nicht daran passt... So wie bei der Fernsehshow "das perfekte Dinner", wo ich nicht den Eindruck habe, dass die Leute alle immer ehrlich sind... aber das ist eben auch nicht privat unter Freunden... sondern da geht es ja um etwas, soweit ich weiß... 

Würden die Unternehmen als Team für eine Besserung des Gemeinwohl arbeiten, bräuchten die Angestellten auch nicht mehr gegeneinander arbeiten und konstruktive und ehrliche Teamarbeit wäre viel besser möglich... 

Antwort
von scharrvogel, 7

wenn einer was besser kann als ich, muss ich es nicht machen und kann das an denjenigen abgeben.

ich habe eine mitarbeiterin die fließend russisch spricht.  der gebe ich mit kusshand alles in der hinsicht weiter und bekomme da ich der einzige bin der fließend englisch spricht - alles dahingehend zurück. es gibt leute die können besser rechnen, andere planen besser, alles zusammen ergibt ein team bei uns.

Kommentar von DBKai ,

So passt es auch...

Nicht ok wäre, wenn es um Dinge geht, die jeder können sollte und es einer kann und die anderen immer alles auf ihn abschieben - gar nicht daran arbeiten dies ebenfalls zu erlernen.. dann hat die Person ja ständig mehr Arbeit - während die anderen täglich weniger zu tun haben = unfair...

Demnach müsste man sich zusammen setzen und miteinander reden, ob das für die andere Person so auch ok ist? Ob sich das zeitlich gut ausgeht? Und wenn es sich nicht mehr ausgeht, muss man hier nach einer fairen Lösung suchen...

Wenn jemand mehr kann, weiß und macht und dann für seine Fähigkeiten und Leistungen gestraft wird, halte ich das nicht für förderlich... Eher sollte es belohnt werden, wenn jemand an sich arbeitet und vieles gut kann... 

Z. B. arbeitet Person A fleißig und ordentlich und ist daher früher mit ihrer Arbeit fertig - und als Belohnung bekommt sie noch mehr Arbeit... - eigentlich könnte sie dann auch mal was trinken - sich mit jemanden unterhalten - sie müsste eigentlich nur darauf achten, dass ihre Aufgaben am Ende vom Tag gut erledigt sind...

Person B arbeitet nicht an sich und als Belohnung darf er seine Aufgaben auf andere abschieben... Kann ja wohl nicht sein? Jemand der schwächer ist und noch Hilfe braucht, der soll sie auch bekommen... und jemand der schon gut drauf ist, den lässt man in Ruhe seine Arbeit machen... ev. kann er einen Gehaltszuschlag bekommen, wenn er zusätzliche Aufgaben erledigt und andere einarbeitet.... oder so etwas... Jedenfalls sollte es nicht von Nachteil sein, wenn man etwas besser kann... Wenn es einem nichts ausmacht, mehr zu erledigen aber nicht mehr dafür bezahlt zu bekommen, ist es aber ok - das ist dann eben nett - aber man sollte das nicht tun müssen... 

Antwort
von Panazee, 13

Ich habe kein Problem damit, dass jemand etwas besser kann als ich. Es wird immer welche geben, die bestimmte Dinge besser können als ich, aber es wird auch immer Dinge geben, die ich besser kann als diese Person.

*Ironie on*

Ich kann ja nicht immer und überall der Beste sein. Das überfordert sogar mich. ;-)

*Ironie off*

Antwort
von Margita1881, 11

Natürlich erkenne ich die Leistungen/Wissen von voll anderen an. Ich hab z.B. ein Wissensgebiet auf dem sich diejenigen nicht auskennen.

Es gibt wohl keinen Menschen, der alles weis.

Mein Motto: Jedem das Seine.

Antwort
von simsataby, 23

Mir ist das egal solange sie nicht damit angeben

Kommentar von DBKai ,

Aber ehrlich anerkannt wird deren Leistung hoffentlich schon?? 

Kommentar von simsataby ,

Ja es sei denn sie haben diese Fähigkeit komplett unverdient erhalten (was aber eigentlich nie der Fall ist)

Antwort
von meinerede, 15

Gerade war´s doch noch der Vorgesetzte!? Eine gute Leistung, bzw. eine noch bessere als die eigene, sollte man neidlos anerkennen und sich nicht einfallen lassen, sich selber mit fremden Federn zu schmücken!

Kommentar von DBKai ,

Richtig - ist ein allgemeines Problem... nicht nur Vorgesetzte tun das... 

Antwort
von Nashota, 9

Da ich selbst auch manche Dinge besser kann als andere und das anerkannt wird, hab ich umgedreht auch kein Problem damit. Warum auch?

Keiner weiß alles, keiner kann alles - und muss das auch nicht können. Man muss nur wissen, wo man sich im Fall der Fälle Hilfe holen kann. Und wer das dann auch noch macht, ist sehr schlau. ;-))

Kommentar von DBKai ,

Ich tue mir auch schwer im Fall der Fälle Hilfe zu finden... denn ich fühlte mich im Laufe meines Lebens öfters unfair behandelt... ob zu Schulzeiten oder im Beruf... und nicht immer weiß ich Stellen, wo ich mir Hilfe holen könnte... ich suche zwar und schreibe an viele, aber es sieht mir so aus, als wären viele Menschen durch den Kapitalismus sehr verkorkst und somit ist die Mehrheit der Menschen eigentlich eher mehr schlecht als recht... Derzeitiges kapitalistisches Dilemma... 

Kommentar von Nashota ,

Wer deine Fragen kennt, liest schon heraus, dass du viele Probleme hast, vor allem im zwischenmenschlichen Bereich.

Vielleicht wäre eine Therapie mal eine Idee. Dafür brauchst du nur zum Hausarzt zu gehen, der dir eine Überweisung ausstellt. Um einen Therapeuten musst du dich dann selbst kümmern.

Kommentar von DBKai ,

Ich war schon einmal bei einer Therapeutin... und die Gespräche haben mir auch gut getan...

Wie schon öfter geschrieben, glaube ich nicht, dass es an mir liegt... ich habe die zwischenmenschlichen Probleme vor allem im Beruf und zwar weil ich mich da meist unfair behandelt fühle... meinen Vorgesetzten hilflos ausgeliefert fühle... ich kann eigentlich tun was immer ich will, es wird manchen von diesen Leuten niemals passen... sie werden immer Gründe suchen und finden, um etwas aussetzen zu können... Für mich hat das etwas mit unreifem Verhalten zu tun und mit der kapitalistischen Ausrichtung unseres Wirtschaftssystem. 

Würde man  mich ganz einfach meinen klar definierten, fair zugeteilten und zeitlich erfüllbaren Aufgabenbereich in Ruhe erledigen lassen, dann müsste es gar keine Probleme geben... wenn es nach mir geht... doch meist wird für unnötige Probleme gesorgt... von außen... 

Dann wird z. B. gesagt, dass ich etwas nicht gemacht hätte, was ich eigentlich schon gemacht habe... oder es wird gesagt, dass ich nicht hinter dem Unternehmen stehe, nur weil ich ein allgemeines Problem mit dem Kapitalismus hat (Ich glaube, dass im Grunde niemand hinter dem Kapitalismus an sich stehen kann, der das System auch verstanden hat... und weiß, wohin es langfristig nur führen kann?)... oder es wird gesagt, dass ich nichts in Team passe... ich muss doch keinen dort heiraten, will ich hoffen? Es sollte reichen, wenn ich meine Aufgaben erfülle und dann Heim geh... 

Kommentar von Nashota ,

Es sollte reichen, wenn ich meine Aufgaben erfülle und dann Heim geh... 

Das klingt etwas nach "nur Dienst nach Vorschrift machen wollen und ja nicht mal etwas mehr". So eine Denke kenne ich zum Beispiel von meiner jüngeren Tochter, als sie noch in der Schule war. Und wenn ich ehrlich bin, hat mich diese Einstellung immer etwas gestört.

Man muss weder Chef noch Kollegen die Füße küssen, da gehe ich mit. Aber man kann sich trotzdem auch um etwas Offenheit bemühen und sollte auch kritikfähig sein, wenn es berechtigte Kritik ist.

Der Kapitalismus als ausbeutende Gesellschaftsform mit seinem Einsatz der Ellenbogen und oft auch Fußtritten ist gegeben. Aber man kann ja auch lernen, sich gegen ungerechtfertigte Dinge zu wehren und auch mal den Mund aufzumachen.

Und wer überall nur aneckt, muss auch mal bei sich suchen, ob er nicht doch auch seinen Teil zum Betriebsklima beiträgt. Meine Erfahrungen sind jedenfalls so, dass ich mit vielen Kollegen gut klargekommen bin, auch mit einigen Chefs.

Und wo ich Probleme hatte, hab ich mich erst mal bemüht, das umzusetzen, was bemängelt wurde. War es dann immer noch nicht gut genug oder gab es unklare Anweisungen, weil es innerhalb eines Unternehmens mehr als einen Vorgesetzen gab, bin ich dann aber auch nie an Herzdrücken gestorben und hab auch mal gesagt, dass ich nicht mehr als arbeiten kann oder sie sich mal einig werden sollen, was nun gehauen und gestochen sein soll.

Kommentar von DBKai ,

Das klingt etwas nach "nur Dienst nach Vorschrift machen wollen und ja nicht mal etwas mehr".

Dieses "etwas mehr" sollte aber die Ausnahme sein und nicht die Regel... sonst läuft etwas beim Management/der Organisation schief... Man kann ja klar festlegen, was auf jeden Fall erledigt werden muss... und diese Aufgaben fair verteilen... das ist ok für mich... 

Richtig - berechtigte Kritik nehme ich auch gerne an... wenn mich aber jemand z. B. kritisiert indem er sagt, dass ich etwas nicht gemacht hätte, was ich aber gemacht habe... meine Leistungen nicht anerkennt, sondern sogar leugnet, dann fühle ich mich unfair behandelt... so als könnte ich tun was ich will und es niemals recht machen... dann sag ich auch etwas... ich habe auch nicht immer den Eindruck, als ob meine Vorgesetzten mehr könnten als ich... 

Ich halte mich auch für sehr offen... Ich würde auch mehrere Gespräche über etwas führen wollen -aber ich werde häufig schnell gekündigt, wenn ich mal widerspreche... wenn ich mich gegen Unrecht wehren möchte... ich müsste mich also bereit willig unfair behandeln lassen -mich ausbeuten lassen... und das will ich so nicht... wer will das schon dauerhaft?

Ich habe den Mund aufgemacht und wurde gekündigt... dann versuche ich es mit der nächsten Stelle - aber es ist eben ein Kapitalismus-Problem... und wohl auch ein Problem von unreifem Verhalten... 

Ich komme auch meist mit ein paar Leuten gut klar... und ich finde nicht, dass ich für Stunk sorge.. würde man mich in Ruhe meinen klar definierten, fair zugeteilten und zeitlich erfüllbaren Aufgaben nach kommen lassen, bräuchte es - meiner Sicht nach - keine größeren Probleme geben... 

Genau wie du, versuche die Aufgaben, die mir zugeteilt werden so gut ich kann zu erfüllen... bin auch offen für berechtigte Kritik... aber wenn jemand unzufrieden mit einem sein will, wird er immer Gründe finden/erschaffen... 

Kommentar von Nashota ,

Wenn jemand immer nur stänkern will, gehe ich dann aber freiwillig.

Und Mehrarbeit ist fast überall die Regel. Ich denke, nach genau 8,45 Stunden geht kaum einer nach Hause. Und das betrifft nicht nur die Zeit danach, sondern auch vor der Arbeit. Damit muss man sich (notgedrungen) arrangieren können.

Kommentar von DBKai ,

Mehrarbeit ist nicht überall die Regel... diese Erfahrung mache ich nicht... Warum auch? Da kann man das, was offenbar täglich zusätzlich anfällt auch gleich einplanen und zum Dienst dazu zählen - die Aufgaben fair unter den Mitarbeitern aufteilen... die Überstunden müssen eigentlich ohnehin bezahlt werden... und ev. geht es sich auch besser aus, wenn es gut organisiert/gemanagt wird...

Mehrarbeit sollte schon die Ausnahme sein... wenn es zu einem Vorfall kommt, den man nicht eingeplant hat... Und vor der Arbeit geht ja auch nicht... man hat ja klare Angaben, wann der Dienst beginnt... wenn nun jemand früher kommt und deshalb gleich arbeiten soll, wird die Person es sich ev. angewöhnen exakt pünktlich zu kommen - es sei denn, es stört sie nicht... 

Kommentar von Nashota ,

Und vor der Arbeit geht ja auch nicht...

Dann frage mal die ganzen Verkäufer, wann die da sein müssen.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community