Frage von Achim44, 63

Wie geht Heizkostenabrechnung mittels HKV und Heizkostenfaktor?

Guten Tag, liebe Heizungsfachleute. Vor einem Jahr wurden bei mir u.A. an vier Heizkörpern elektronischen Heizkostenverteiler montiert. Alle Heizkörper sind absolut baugleich und unterscheiden sich lediglich in der Länge, wodurch der unterschiedliche Wärmebedarf gewährleistet wird. Die Heizkostenabrechnung erfolgt über einen Heizkostenfaktor, der jedem einzelnen Heizkörper zugeordnet ist und damit die unterschiedlichen Baulängen berücksichtigt. Der Heizkostenfaktor wurde mir erst jetzt mit der ersten Abrechnung bekannt. Meine Frage: Ich habe die Baulängen mal auf je 10 cm ausgerechnet und komme auf zwei unterschiedliche Grundwerte, wobei die Länge 800 und 1800 mm und die Längen 1000 und 2400 mm übereinstimmen. Kann das denn sein oder müssen nicht alle den gleichen Wert je 10 cm ergeben?

Höhe 600 Länge 800 Tiefe 44 Faktor 0,253 bei 10 cm = 0,0316 Höhe 600 Länge 1000 Tiefe 44 Faktor 0,426 bei 10 cm = 0,0426 Höhe 600 Länge 1800 Tiefe 44 Faktor 0,569 bei 10 cm = 0,0316 Höhe 600 Länge 2400 Tiefe 44 Faktor 1,023 bei 10 cm = 0,0426 Vielen Dank für eure Antworten

Antwort
von Susanne88, 29

Sind denn die Messgeräte alle 4 identisch? Sind sie an der gleiche Stelle (Höhe) und auch mittig installiert?
Wenn das alles zutrifft, vermute ich einen Fehler. Kensnt du den Hersteller der Messgeräte, versuch über Internet Details rauszufinden. Wenn immer noch was unklar: Nachfragen!

Siehe auch hier:

http://www.eddi24.com/artikel/heizkostenverteiler.asp

Kommentar von Achim44 ,

Liebe User, vielen Dank für eure Antworten. Inzwischen muss ich einen eigenen Fehler erkennen: 2 der 4 Heizkörper haben hinten zusätzliche Konvektoren, die ich so nicht erkannt habe. Damit ist ein unterschiedlicher Faktor gerechtfertigt.

Antwort
von diroda, 30

Durch den hydraulischen Abgleich (Leitungslängen, usw.) können gleiche Heizkörper unterschiedliche Faktoren haben. Die Ungenauigkeit spielt auch keine Rolle wenn alle die gleiche haben. Es wird ja nicht die Heizleistung (z.B. in KW gemessen) sondern nur ein Verhältnis ermittelt. Die gesamten Heizkosten werden auf die gesamten Punkte verteilt und dann nach dem ermittelten Verbrauch auf die Parteien verteilt.

Kommentar von Achim44 ,

Liebe User, vielen Dank für eure Antworten. Inzwischen muss ich einen eigenen Fehler erkennen: 2 der 4 Heizkörper haben hinten zusätzliche Konvektoren, die ich so nicht erkannt habe. Damit ist ein unterschiedlicher Faktor gerechtfertigt.

Antwort
von FrankPeters, 39

Prinzipiell besteht bei baugleichen Heizkörpern, die sich lediglich durch die Baulänge unterscheiden, eine gewisse Relation. Soweit ist die Vermutung schon naheliegend.

Dennoch verändert sich mit zunehmender Baulänge die Heizleistung, weil das Heizwasser zwischen Einlauf und Auslauf einen längeren Weg zurücklegen muss und dabei stärker abkühlt, als das bei einem kürzeren Heizkörper der Fall ist (Temperaturabfall im Heizkörper). Die Heizkörpertemperatur und damit die Heizleistung wird, je nach Anschlußart des Heizkörpers, also Richtung Auslauf  immer kleiner.

Außerdem: Weil der Bewertungsfaktor nicht nur die Heizleistung, sondern auch den Wärmeübergangswert (C-Wert) zwischen Heizkörper und Heizkostenverteiler beinhaltet, können die Unterschiede daher rühren.

Empfehlung: Bei erheblichen Abweichungen die Hausverwaltung auffordern, vom Messdienstleister die Berechnungsgrundlagen für die Bewertungsfaktoren anfordern. Dann wird sich das einfach klären. Alles andere ist Spekulation (auch von mir ;-)

Kommentar von Achim44 ,

Liebe User, vielen Dank für eure Antworten. Inzwischen muss ich einen eigenen Fehler erkennen: 2 der 4 Heizkörper haben hinten zusätzliche Konvektoren, die ich so nicht erkannt habe. Damit ist ein unterschiedlicher Faktor gerechtfertigt.

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