Frage von Woelfin1989, 269

Wie geht es nun in Europa weiter?

Die aktuelle Lage macht mir große Angst. Wie geht es weiter mit dem IS? Können wir den Terror bekämpfen? Welche Ziele verfolgen die unterschiedlichen Staaten und werden sie sich einigen können? Wie sieht es in Europa und in Deutschland in ein paar Jahren aus?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von ArnoldBentheim, Community-Experte für Politik, 131

Die aktuelle Lage macht mir große Angst.

Gewiss soll man immer mit wachem Verstand das beobachten, was um einen herum geschieht, also auch in der Politik. Aber man darf sich nicht selbst unter psychischen Druck setzen, weil man die gegenwärtigen Gefahren in ungeahnte Größen aufbauscht. Der Einzelne in Deutschland ist derzeit eher durch Unachtsamkeit im Straßenverkehr bedroht als durch die "aktuelle Lage" in der Welt!

Wie geht es weiter mit dem IS? Können wir den Terror bekämpfen?

Ja, das können wir. Auf lange Sicht hat der sog. IS keine Chance, und auch terroristische Aktionen, die in Europa geplant sind, werden überwiegend verhindert und die potentiellen Täter verhaftet werden. Terroristen haben in Europa keine Chance, ihre Ziele zu erreichen, umso weniger, als die europäischen Völker geschlossen gegen sie stehen.

Welche Ziele verfolgen die unterschiedlichen Staaten und werden sie sich einigen können?

Diese Frage kann derzeit nicht beantwortet werden. Wenn der sog. IS vernichtet ist, dann wird der gesamte Nahe und Mittlere Osten seine Ordnung, die ihm nach dem WK I aufgezwungen wurde, überprüfen und revidieren. Wie die derzeit gegen den sog. IS kämpfenden Staaten ihre Interessen durchsetzen, zeichnet sich jetzt noch nicht ab. Europa, Russland und die Türkei, auch der Iran werden ihren Einfluss behalten, z. T. ausweiten wollen. Wie sie sich einigen werden, ist derzeit nicht absehbar. Syrien und der Irak werden sich aufspalten, wenn man sie lässt. Die Kurden werden einen eigenen Staat verlangen, wogegen nur die Türkei wirklichen Widerstand leisten wird. Mehr kann man jetzt nicht sagen.

Wie sieht es in Europa und in Deutschland in ein paar Jahren aus?

Viele Menschen glauben, dass sich Europa wieder aufspalten wird. Ich glaube das nicht. Der europäische Zusammenschluss wird weitergehen, auch wenn es zeitweise zu Rückschlägen kommt. Die entsprechenden europäischen Völker, die wieder mehr nationalistisch-autoritäre Regierungen wählen, werden rasch merken, dass diese Regierungen nur Nachteile bringen. Die demokratisch-freiheitlichen Regierungen werden diese nationalistisch-autoritären Regierungen nicht weiter mit Hilfsgeldern unterstützen. Schließlich werden sich alle europäischen Völker wieder auf demokratisch-freiheitliche Werte besinnen und lernen, endlich eng und solidarisch zusammenzuarbeiten. Lernprozesse brauchen eben ihre Zeit. Weil weder die Politiker noch ihre Völker in der Masse vernunftgelenkt sind, bedarf es einer emotionalen Lenkung der Völker, die mehr auf langwierigen Erfahrungen als auf Denkprozessen beruhen. Das braucht längere Zeit, um sich positiv auszuwirken. Daher wäre es ein törichter Fehler, in Kürze das Vereinte Europa zu erwarten - oder seinen Untergang.

MfG

Arnold

Kommentar von Hyperdinosaurus ,

Gute sachliche Analyse. Trifft auch im Wesentlichen meine Einschätzung :)

Kommentar von veritas55 ,

Weil weder die Politiker noch ihre Völker in der Masse vernunftgelenkt sind, bedarf es einer emotionalen Lenkung der Völker, die mehr auf langwierigen Erfahrungen als auf Denkprozessen beruhen.

Angesichts dieser Einsicht verwundert mich dein Optimismus...

Deine Prognosen sind natürlich absolut wünschenswert, aber ich habe immer noch die Worte meiner Großeltern im Ohr:

Erst haben wir sie nicht ernst genommen und als wir die Gefahr erkannt haben, war es zu spät...

Kommentar von Woelfin1989 ,

Puh, bei dem Satz bekommt man echt Gänsehaut... :(

Kommentar von ArnoldBentheim ,
Erst haben wir sie nicht ernst genommen und als wir die Gefahr erkannt haben, war es zu spät...

Ich weiß natürlich, worauf diese Bemerkung abzielt. Allerdings haben wir es in Europa nicht mehr mit einem mörderischen Rassenhass zu tun, sondern mit einer Neuauflage von egoistischem Nationalismus.

Gewiss, das ist schlimm genug, und ich glaube auch, dass er in den freiheitlich-demokratischen Ländern nicht auf die leichte Schulter genommen wird, zumal sich dieses Denken auch in ihren eigenen Gesellschaften bemerkbar macht. Allerdings hat dieses Denken keine Chance, sich dauerhaft negativ auszuwirken. Nicht nur die Franzosen haben kürzlich eindrucksvoll bewiesen, dass sich Bürger mit freiheitlich-demokratischer Gesinnung deutlich gegen die Nationalisten stellen, sondern auch die Polen zeigen derzeit durch sich häufende große Demonstrationen gegen ihre nationalistische Regierung an, dass der egoistische Nationalismus keineswegs eine gesicherte Zukunft hat.

Kurz: mich stimmt das optimistisch.  :-)

Kommentar von Immofachwirt ,

Danke Arnold für deinen Beitrag und den Kommentar, den ich Inhaltlich absolut teile.

Antwort
von Woelfin1989, 59

Danke für die Antworten, jetzt kann ich das alles etwas besser einschätzen. Ich verfolge die politischen Geschehnisse in der Welt noch nicht besonders lange, früher hat mich das nicht interessiert. Jetzt fühle ich mich von der Fülle der schlechten Nachrichten regelrecht erschlagen. Wer das Ganze schon länger verfolgt, für den erscheint es vielleicht weniger beängstigend.

Kommentar von Modem1 ,

Vielleicht merkst du wie wir von den "freien" Medien" bedient werden......"Betreutes Denken der Meinungsmacher"... Ein Volk wird verblödet.

Kommentar von veritas55 ,

Die Medien gibt es sowenig wie die Deutschen und andere Verallgemeinerungen und Schwarz-Weiß-Malereien.

Es gibt durchaus glaubwürdige und informative Medienbeiträge, z.B. Sendungen wie Monitor, Kontraste, Panorama, politisches Kabarett und Sender wie den Deutschlandfunk sowie einige Zeitungen wie die Süddeutsche oder den Freitag - um nur ein paar ernstzunehmende Medien zu nennen.

Das Problem ist eher, dass die Masse des Volkes verblödet werden will und die leichte Kost populistischer Schlagzeilen vorzieht um nicht eigenständig (mit-)denken zu müssen.

Antwort
von Modem1, 76

Die Geldquellen vom IS müssen aus getrocknet werden. Denn ohne Moos nichts los und ohne Waffen kein Kampf. Aber scheinbar sprudeln diese Quellen und die internationalen Waffenlieferanten sind  daran interessiert das die Geldquellen nicht  versiegen. Einige Staaten der westlichen Welt spielen ein doppeltes Spiel. Ich nenne hier die Türkei die im Verdacht steht mit dem IS Geschäfte zu machen und die mächtigsten Gegner des IS die Kurden auch noch bekämpft. US Papa -Obama sieht da gemütlich zu und tätschelt noch das Erdogan System. Wenn es so weitergeht und der Staat Deutschland blinde Hühner als Führungskräfte hat dann sieht es nicht gut aus und wir können dann nur noch beten.

Antwort
von tinimini, 37

"Amerika und Russland agieren mit eigenen Soldaten und Kriegswaffen auf engstem Raum, so etwas gab es noch nie. ... Wenn eine verirrte russische Rakete einen US-Militärtransporter vom Himmel holt – was dann?

Kommt dann der Nato-Bündnisfall? In diesem Einsatz steckt das Potenzial für das bisher Undenkbare: den Dritten Weltkrieg.

Aber das scheint die Verantwortlichen nicht zu kümmern. Wie Schlafwandler, schrieb der Historiker Christopher Clark, taumelten 1914 die Politiker in die Katastrophe. 100 Jahre später schlafwandeln sie wieder."

 Arno Luik im aktuellen Stern. Eine fundierte Argumentation gegen den Syrien-Einsatz der Bundeswehr und eine Kritik an der Heuchelei der Politik, die Geschäfte mit Staaten macht, die Terror und Terroristen unterstützen! 

Die USA fordern von Deutschland mehr militärische Unterstützung im Kampf gegen den IS. Ich finde: Das ist der Gipfel der Dreistigkeit! Es war der schmutzige Krieg von George W. Bush und seiner Koalition der Willigen gegen den Irak, der zur Gründung des IS geführt hat.

Dann haben die USA Syrien über Jahre bewusst destabilisiert, um ihren Einfluss in der Region zu vergrößern. Das Pentagon hat inzwischen selbst zugegeben, dass zu diesem Zweck anfänglich sogar der IS unterstützt wurde.

Und ich erinnere daran: Auch in Afghanistan wurden islamistische Terrorgruppen einst von Washington finanziert und aufgebaut. Erst Terrorbanden stark machen, dann Kriege gegen sie führen und dabei andere Länder – inklusive Deutschland – mit hineinziehen?

Ich habs wirklich satt, dass unsere Regierung sich zum Deppen der US-Oligarchen und ihrer Regierung in Washington macht. Wir brauchen endlich eine Wende hin zu einer souveränen und friedlichen Außenpolitik in Deutschland und Europa!

Worte von Sahra Wagenknecht. Dem kann ich nichts hinzufügen.

Falls es noch richtige Wahlen gibt in Deutschland sollte jeder hingehen der am Frieden interessiert ist und die richtigen wählen.

Antwort
von cherskiy, 97

Welche Ziele verfolgen die unterschiedlichen Staaten?

Den USA geht es so wie seit mehr als einem halben Jahrhundert um die Verteidigung "westlicher Werte". 1953 wurde der demokratisch gewählte Präsident Persiens, Mohammad Mossadegh, ein Rechtsanwalt, der für die Trennung von Staat und Moschee eintrat, von US-amerikanischen und britischen Geheimdiensten durch Bestechung der Presse und Abgeordneter des Parlaments, den Kauf von Gangsterbanden, die das Land in Chaos versetzten bis die Armee geputscht hat, gestürzt.

Der Grund war, dass er die Ölfelder, die sich die Briten unter den Nagel gerissen hatten, wieder unter die Jurisdiktion seines Landes bringen wollte (Aus gleichem Grund wird übrigens Putin vom Westen gehasst, da er, nach dem der dauerbesoffene Tanzbär 1999 abgetreten war und Putin nach und nach die zu Dumpingpreisen verschleuderten Reichtümer Russlands nach und nach wieder unter russ. Jurisdiktion zurückführte).

1953 haben die USA "ihren" Mann, den Schah, eingesetzt, der im Iran eine stabile Diktatur installiert hat, die den Briten und US-Amerikanern die Ölquellen sicherte. Der Schah hat sein Volk unterdrückt, dass radikale Islamisten unter Ajatollah Khomeini den Schah zur Emigration zwingen, durch eine Revolution 1978 ein religiöses Terrorregime, die Islamische Republik, aufbauen.

Zu dieser Zeit setzten die USA und ihre Vasallen auf Saddam Hussein, den er im Iran einmaschieren ließ und in großem Stil mit Waffen belieferte. Das damals existente Waffenembargo gegen den Irak wurde umgangen, indem man keine fertigen Waffen sondern "nur" Bauteile u.a. aus der BRD lieferte. Der Krieg des Irak gegen den Iran dauerte 8 Jahre und forderte 750 000 Menschenleben. Der Einsatz von Giftgas erfolgte mit Wissen dem des Westens.

1979 kam es zum Sowjetisch-Afghanischen Krieg woraufhin die USA radikale Islamisten, deren Anführer Usama ben Laden war, aufgerüstet haben. Dieser Krieg forderte 1 Mio Menschenleben.

Als Saddam Hussein in die absolutistische Monarchie Kuweit, in der es bspw. kein Frauenwahlrecht dafür aber Sklavenhandel gab, einmarschierte, um an das kuweitische Öl zu gelangen. Die US-amerikanische Propaganda hat daraufhin getönt, dass irakische Soldaten Säuglinge aus Brutkästen herausgerissen haben, eine Geschichte die von einer amerikanischen PR-Agentur erfunden wurde. Die USA beriefen sich dabei "offiziell" auf die Aussagen einer Hebamme, die sich später als Tochter des kuweitischen Botschafters herausstellte. Es wird ein Wirtschafteembargo verhängt und kommt zu einem Krieg mit westeuropäischer Beteiligung und 1 Mio. Toten. Die Stationierug US-amerikanischer Soldaten im Kuweit rief Usama ben Laden und Al-Kaida auf den Plan, die eine Bedrohung in den USA sahen. 9/11 wurde von den USA zum Anlass genommen, einen 2. Afghanistankrieg, der bis heute andauert und vom Zaun zu brechen. Die Terroristen in Afghanistan erhielten Untestützung in Form von Geld und Waffen nicht nur von den USA sondern auch von deren Verbündeten in der Region wie Saudi Arabien, Qatar und Kuweit. Da man die Verbündeten nicht angreifen konnte verlegte man sich erneut auf den Irak und erfand die Story mit den Massenvernichtungswaffen, die sich im Nachhinein als Waschpulver herausstellten. Die Folge sind ca. 100.000 Tote.

Der sogenannte islamische Staat nutzte das von den USA und ihren Verbündeten hinterlassene Chaos in Form arbeitslos gewordener irakischer Soldaten und hinterlassener Waffen, um einen terroristischen Gottestaat zu errichten, der von den USA und ihren Verbündeten in Form von Waffenlieferungen an die sog. gemäßigten Rebellen (die eine gemäßigte Anzahl von Menschen auf sanfte Weise enthaupten) und Geldeinnahmen aus Ölexporten geklauten syrischen Öls unterstützen.

Wie geht es weiter mit dem IS?

Wahrscheinlich wird es in Syrien und Irak ähnlich wie in Afghanistan, zu einem schwelenden Dauerkonflikt kommen, der die Region und hier vor Allem die Türkei nachhaltig destabilisieren und weiter Flüchtlingsströme nach Westeuropa generieren und dessen Wirtschaft nachhaltig schwächen wird. Damit hättten die USA unter anderem ein Ziel erreicht, ihre Konnkurrenz in Europa nachhaltig zu schwächen.

Kommentar von ArnoldBentheim ,


... und weiter Flüchtlingsströme nach Westeuropa generieren und dessen Wirtschaft nachhaltig schwächen wird. Damit hättten die USA unter anderem ein Ziel erreicht, ihre Konnkurrenz in Europa nachhaltig zu schwächen.


Das ist - freundlich formuliert - Unsinn! Die europäische Wirtschaft kann im Gegenteil mit vielen billigen Arbeitskräften ihre Gewinne noch mehr steigern. Außerdem sind die vielen Menschen, die nach Europa kommen, auch Konsumenten, für die der europäische Markt mit Eigenprodukten zur Verfügung steht, sodass die US-Wirtschaft nur wenig mitprofitieren wird.

Kommentar von cherskiy ,

Man kann es natürlich schönreden. Der von den USA verursachte Konflikt im Irak und dann in Syrien und der damit einhergehende Flüchtlingsstrom birgt Risiken, wie z.B. das Scheitern von Dublin, das Aufkommen von Schlepperbanden durch die Direktive der EU 2001/51 eapmigrationpanel.org/ru/materials/finansovye-sankcii-primenyaemye-k-perevozchikam. Weiterhin besteht eine terroristische Bedrohung, sowie das Wiedererstarken rechtsradikaler bzw. neofaschistischer Parteien z.B. in Schweden svd.se/sd-nast-storst-m-ner-pa-20-procent Es kommt zum Bruch innerhalb der EU, die Staaten der Vyšehrad-Gruppe lehnen die Aufnahme jeglicher Flüchtlinge ab; Merkel droht mit der Aufkündigung des Schengen-Vertrags politico.eu/article/merkel-warns-schengen-at-risk-germany-refugees-migration-quotas-travel/ Das sind nur einige wenige Punkte. Hinzu kommt neben dem durch Kriege verursachten Elend die Klima-Zeitbombe, in Ägypten, - dem dicht besiedelsten Land der arabischen Welt droht ca. 2025 eine Wasserversorgungskrise, ebenso vielen afrikanischen Ländern http://www.unep.org/dewa/vitalwater/article116.html

Kommentar von Modem1 ,

"..die vielen Menschen ...sind Konsumenten. Genau und darum geht's um die Profite der Konzerne zu steigern auf Kosten der Bevölkerung. Der Mensch als Konsument !

Antwort
von missott, 74

naja ich hab keine direkte Antwort auf deine Frage, aber pro Tag sterben mehr Menschen in Europa durch Autounfälle oder in Folge falscher Ernährungsweisen als durch Terroranschläge, mach dir keine Sorgen..

Kommentar von Modem1 ,

Na also gar nicht so schlimm .... die paar Bomben nur

Kommentar von missott ,

das habe ich so nicht gesagt!

Antwort
von Immofachwirt, 71

Zwei Schritte vor - einen zurück.

So wie immer schon seit dem 2. Weltkrieg. Die Frage ist lediglich, ob wir die vereinigten Staaten von Europa über den Umweg eines sog. Kerneuropa erreichen, oder aber die Vernunft obsiegt und wir den schnelleren Weg der Kompetenzverlagerung weiter gehen können.

Der Terrorismus der Daesch wird ebenso weitergehen, wie der Terrorismus der Nazis und anderer Rechtsextremer Gruppen. Bekämpfen kann man Terrorismus, jedoch nicht mit Militär, sondern mit Polizei. Aber das ist derzeit nicht in Sicht, weshalb wir wohl einige Zeit lang mit dem Terror leben müssen, was gesellschaftlich gesehen, kein Beinbruch ist. Auch volkswirtschaftlich verursacht der Terror kaum einen Schaden und die Gefahr durch einen Kugelschreiber zu ersticken ist in Europa höher, als durch einen Terroranschlag ums Leben zu kommen.

Europa wird sich, wie eingangs schon erwähnt, nur sehr langsam entwickeln, sofern nicht Ereignisse von außen den Prozess beschleunigen. Da letzteres kaum vorhersehbar ist, bleibt das pure Spekulation.

Kommentar von veritas55 ,

weshalb wir wohl einige Zeit lang mit dem Terror leben müssen, was gesellschaftlich gesehen, kein Beinbruch ist.

- bis sie möglicherweise mehrheitlich gewählt werden (siehe Le Pen, Wilders, Chrissi Avgi uvm.), - das wäre zwar kein Beinbruch aber ein Genickbruch für die Demokratie in Europa...

Die Geschichte sollte uns lehren, dass so eine Entwicklung nicht ganz ausgeschlossen ist, denn wie ArnoldBentheim so passend geschrieben hat:

Weil weder die Politiker noch ihre Völker in der Masse vernunftgelenkt sind, bedarf es einer emotionalen Lenkung der Völker, die mehr auf langwierigen Erfahrungen als auf Denkprozessen beruhen.

Meine Großeltern haben diese langwierigen Erfahrungen machen müssen und mich oft genug davor gewarnt, so dass ich euern Optimismus leider nicht ganz teilen kann :/.

Kommentar von Woelfin1989 ,

Veritas, wie meinst Du das? Redest Du von den IS-Terroristen oder von den rechten Parteien in Deutschland?

Was denkst Du persönlich, wie es weiter geht?

Kommentar von Immofachwirt ,

Liebe veritas55,

Optimismus ist bei Politik fehl am Platz. Allerdings kann ich keine Ereignisse erkennen, die nicht bewältigbar wären und in der Vergangenheit schon mehrfach erfolgreich bewältigt worden sind.

Ob es die Finanzierungskrise der Banken, der Terror von Rechts oder den Terrororganisationen mit "religiösem" Anschein, die Organisationskrise der Institutionen bei den Flüchtlingen wären, uvm. Nichts davon ist einfach, aber dennoch lösbar.

Demokratie hat nicht deshalb überlebt, weil sie stets von allen verstanden, geschweige denn gelebt worden wäre, sondern weil sie die beste Organisationsform einer Gesellschaft ist, die es bislang gab (sozusagen das kleinere Übel). Daran ändern Rückschritte ebensowenig, wie Gefahren, die es natürlich zu bekämpfen gilt.

Antwort
von Junertz, 127

Also wir sind in Deutschland relativ sicher, hier wird in nächster Zeit kein Kalifat ausgerufen. Der Krieg in Syrien wird noch eine weile weitergehen, vor allem wenn immer noch Bomben auf den IS geworfen werden. Der IS wird davon nur wachsen und so lange sie noch Geld von außen bekommen und weiter so leicht Öl exportieren können wird der Krieg noch eine weile andauern. Dann muss man auch noch über den Aspekt sprechen das wir ohne ein UN Mandat (Erlaubnis zu Kriegführen) in einen Bürgerkrieg eingreifen, was faktisch ein Kriegsverbrechen ist. Die Lage ist sehr komplex und keine gute Lösung ist momentan vorhanden. In Deutschland sollten wir aber relativ sicher sein

Kommentar von Modem1 ,

Wieso lässt man die Scharia-Police in Wuppertal freie Hand? Eine Klage dagegen wurde vom Landgericht abgewiesen. Das ist doch nicht normal. Info : Kopponline.com 

Kommentar von Junertz ,

Jeder der von ihnen belästigt wird hat das Recht sie anzuzeigen . Und so falls ich die Klage gegen die Scharia Polizei richtig gelesen habe ging es darum ob sie in einer "Uniform" herumlaufen. 

Antwort
von voayager, 86

Du, wir sind keine Hellseher, daher lohnt es sich auch nicht im Kaffeesatz zu lesen.

Kommentar von cherskiy ,

Vieles kann man ableiten, denn es gibt ja eine gewisse "Kontinuität" im Nahen Osten.

Kommentar von voayager ,

hast recht, das Chaos kann man vorausschauend diagnostizieren. Ok, das sei als Zukunfts,- und Vogelschau in einem auch von mir prognostiziert.

Antwort
von Daria700, 1

Könnte zerbrechen!

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