Frage von teletobbi, 55

Wie geht es mit Syrien und dem Irak nach dem Krieg weiter?

Wäre es nicht sinnvoll beide Länder nach dem Krieg und der Abdankung von Assad und der irakischen Regierung nicht zu einen und einen demokratischen kurdischen Vielvölkerstaat im Nahen Osten zu erschaffen? Was haltet ihr von dieser Idee?

Antwort
von Rosenblad, 30

Im schlimmsten "Fall" wären die politischen Nachkriegseffekte von Somalia und Lybien abzubilden - allerdings werden alle (außen- und innenpolitischen) Insistenten und Akteure im Spiel der Kräfte (sunnitische, wie schiitische Milizen mit ihren Führern, die irakische Regierung, die kurdische Kräfte - die auch nicht einheitlich sind, Assad, der Iran, Saudi-Arabien mit dem Appendix der Golfstaaten, Rußland, der "Westen" und v.a. die Türkei) ihre geopolitischen "Karten" nicht so schnell aus der Hand geben.

Antwort
von Busverpasser, 37

Wie in jedem anderen Land, was von den USA demokratisiert wurde. Es werden Multinationale Konzerne eingesetzt, die die Resourcen abschöpfen. Für die Bevölkerung dort interessieren sich die USA garantiert nicht...

...deine Idee finde ich gut...aber ich glaube das könnte schwierig werden. Jede Gruppierung versucht das beste für sich herauszuholen und am Ende wird gekämpft...

Antwort
von JBEZorg, 14

und der Abdankung von Assad

Hahaha! Was haben sie dir noch erzählt?

 einen demokratischen kurdischen Vielvölkerstaat im Nahen Osten 

"Kurdischer Vielvölkerstaat" ist köstlich. Besonders wenn man bedenkt dass die Kurden eine Minderheit sind.

Was haltet ihr von dieser Idee?

Ihr seid im Westen die eigentlichen "failed states". Die Verlödung grassiert. Jeder Internet-Held glaubt zu wissen wie man die Geschicke ferner Länder steuern kann.

Nein, du darfst nicht entscheiden was in Syren oder Irak passiert. Das dürfen nur Sysrer und Iraker. Und zwar die die dort sind und nicht abgehauen sind.

Assad ist der syrische Präsident und ich denke eine Wahl würde er mit gutem Vorsprung gewinnen jetzt. Weil die Sysrer hinter ihm stehen und nicht hnter den Islamisten. Was für ein Wunder!

Irak wartet nur darauf endlich ohne fremde Mächte leben zu können.Wenn die Isamistenplage, die ihnen gezielt aufgebunden wurdeum sie zu kontrollieren weg wäre würden sie endlich anfangen können ihr Land ieder aufzubauen nachdem ihr es zerstört habt.

Antwort
von marcus1984, 19

Guten Abend,

diese Idee ist meiner Meinung nach nicht umsetzbar. Weder jurischtisch noch faktisch.

Zwar wurden die Grenzen zwischen Syrien und dem Irak von den ehemaligen Kollonialmächten willkürlich gezogen (wie dies auch häufig in Afrika der Fall ist), allerdings macht es meines Erachtens keinen Sinn erneut die Grenzen neu zu definieren.

Zudem befinden sich in beiden Staaten mehrere Ehtnien, die sich nicht den Kurden unterordnen würden.

Die Kurden kämpfen lange genug gegen Unterdrückung und für einen eigenen Staat. Gemäß dem Selbstbestimmungsrecht der Völker wäre es nun angebracht, ihrem Wunsch nachzukommen. Allerdings müsste dieser Staat dort entstehen, wo bereits autonome kurdische Gebiete bestehen (Nordsyrien und Nordirak).

Das restliche Staatsgebiet Syriens und des Irak muss unanagetastet bleiben, um den Wachstumprozess dieser beiden Staaten nicht weiter zu stören.

Nur angemerkt sei, dass der Irak hinsichtlich demokratischer Strukturen und unter der Staatsführung von Haider al-Abadi deutliche Fortschritte gemacht hat.

Antwort
von FerhatARK, 7

Der Irak wird sich aufteilen, das steht eigentlich schon fest. Der Irak ist in ethnischen sowie konfessionellen Gebiete aufgeteilt. Nach dem Sieg über den IS werden die Kurden ihre Unabhängigkeit einfordern und diese kann ihnen nun mal niemand verwehren ( Sie haben den IS bekämpft, sind wirtschaftlich und militärisch unabhängig und haben eigentlich einen eigenen Staat mit einem Parlament, einer Armee und einer Regierung ). Schon jetzt gibt es Berichte dazu das Bagdad mit den Kurden darüber verhandelt. Aus dem Irak werden 3 Staaten entstehen ein kurdischer, ein sunitischer und ein schiitischen Staat. In Syrien ist es da um einiges komplizierter. Syrien ist ebenfalls in ethnischen und konfessionellen Gebiete aufgeteilt, doch ist hier der Einfluss von anderen Staaten viel höher ( Russland, Iran, Saudi-Arabien, Türkei, USA, etc.). Es sieht so aus das die Türkei ihren Einfluss auf Syrien verloren hat und sich zurückziehen wird. Assad hat sich anscheinend mit den Kurden verbündet ( siehe Aleppo ) und wird ihnen höchstwahrscheinlich eine Automomie Region ( Rojava ) gewähren. Von Tag zu Tag wird es unwahrscheinlicher das sich Syrien aufteilen wird, da wie man sieht Assad sich noch an der Macht halten kann und die Rebellen erfolgreich besiegt. Doch wird das nichts daran ändern das viele Kriegsverbrechen begangen worden sind und das es lange brauchen wird bis sich die Wunden des Krieges geheilt haben. Und es wird sich wahrscheinlich wieder eine Art Islamischer Staat bilden, da die sunnitische Bevölkerung auch nach dem Krieg mit Assad zu kämpfen haben wird und es eine Generation traumatisierter Sunniten gibt, die auf Rache sinnt. Es ist sehr wahrscheinlich das sich die Landkarte in 20 Jahren im Nahen Osten dramatisch verändert hat und das nicht nur der Irak und Syrien betroffen davon ist sondern vielmehr Staaten.

Kommentar von Tim6367 ,

Wirtschaftlich könnte es zu Problemen da sie nicht unabhängig sind und militärisch auch da viele Länder dagegen wären

Kommentar von FerhatARK ,

Sie ( Die Autonome Region Kurdistan ) ist wirtschaftlich unabhängig und einer der wenigen Gegenden mit einer stabilen Wirtschaft. Sie erfreut sich am Reichtum der Ressourcen und ist beliebt bei Unternehmen im Ausland ( Auch wenn es der Wirtschaft momentan nicht so gut geht ( Wegen dem IS ), ist sie dennoch besser als der vom restlichen Irak). Du kannst dich selbst darüber informieren. Und kannst du mir persönlich Länder schreiben was für Länder gegen die Unabhängigkeit der irakischen Kurden ist. Die Türkei unterstützt die irakischen Kurden und ist ein sehr wichtiger wirtschaftlicher Partner geworden und auch der Iran hat sich mit der autonomen Region Kurdistan angefreundet. Die Türkei würde auch die Unabhängigkeit der dortigen Kurden unterstützten weil sie somit den Machteinfluss vom Iran stoppen können ( Die Schiiten ( Der Iran ) gewinnen immer mehr an Einfluss und die Türkei ( Sunniten ) versucht dies aufzuhalten ). Die Türkei unterstützt die Unabhängigkeit der Kurden in der Türkei nicht und der in Syrien. Die Unabhängigkeit der Kurden in Syrien unterstützen sie nicht weil sie der Meinung sind das sie zu sehr mit der PKK kooperieren und ihr zur nahe stehen.

Antwort
von Maboh84, 26

Sind denn in diesen beiden Ländern alles Kurden? Nein? Na dann erledigt sich die Frage ja... zudem ein Herr in Ankara mag keinen Kurdenstaat sehen...

Btw, wie kommst du darauf das Assad abdankt?

Antwort
von LaQuica, 31

Wie kann man nur so anmaßend und der Meinung sein das wir zu bestimmen haben wie die Menschen im Nahen Osten zu leben haben ..

Kommentar von zetra ,

Da willst du doch etwa nicht den User in die Pflicht nehmen? Hier muss Ross und Reiter in den hoechsten Etagen genannt werden.

Antwort
von 110Polizei, 26

ein vielvölkerstaat wäre keine gute idee 

Antwort
von ugurano22, 16

wie es weiter geht, alle werden wegebomt, egal ob terroristen oder leider auch unschuldige, alles nur ein spiel. menschen sind im krieg nix wert außer der dollar rollt oder andere gelder

Antwort
von suziesext10, 13

wieso soll Assad danken, oder gar abdanken? Meinst du, die machtergreifenden 'gemässigten' Sunnitenrebellen kämpfen für einen demokratischen säkularen Vielvölkerstaat in Syrien? Der Bürgerkrieg, der bezweckt, das säkulare souveräne Syrien zu zerschlagen, er wird finanziert von Saudiarabien und Qatar und militärisch/politisch gestützt von der Obama-Administration.

Antwort
von martin0815100, 34

Welche Abdankung von Assad?

Seit dem der RUssland an seiner Seite hat wird das nix mehr.

Assad sitzt fest im Ruder. Und entfernen möchte ihn der Westen ganz sicher nicht wegen dem Umgang mit seiner Bevölkerung sondern nur weil er der Wunschpipeline des Westens nicht zugestimmt hat. Checkt doch mal, dass alle Meldungen über seine Grausamkeiten erst dann aufkamen. Klar, die gab es auch früher, aber erst seitdem er den Amis Geld kostet sind die interessiert.

Wie auch immer, Putin steht ihm zur Seite und ich hoffe einfach mal, dass der Westen das respektiert und den Konflikt nicht weiter eskaliert.

Kommentar von zetra ,

Der "Westen" laesst erst dann ab, wenn seine Kosten-Nutzungsrechnung nicht mehr aufgeht und die Nase zu blutig wird.

Allerdings ist dann in dieser Region noch lange keine Ruhe, zu unterschiedliche Interessen der einzelnen dort lebenden Volksgruppen lassen das nicht zu. Wie man diese aufgeschreckten Leute wieder zivilisieren koennte, dafuer gibt es sicher noch kein Konzept?

Kommentar von SamboZockt ,

nur putin und erdogan können syrien helfen, da usa die terroristen mit waffen aufrüstet

Kommentar von Tim6367 ,

USA helfen keinen Terroristen aber dafür den Rebellen, aber das finde ich schlecht da sie den Konflikt verschärfen 

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