Frage von Hellooooo123, 363

Wie geht es mit Pornografie weiter?

Hey ihr lieben,

manches mal sehe ich mich an einem Punkt, an dem ich mich frage was nun noch normal ist und was nicht.

Ich möchte nun keine Hasstiraden gegen mich hier erschreiben. Ich verstehe beide Seiten. Lediglich die Frage die im Raum steht ist "Wie geht es weiter?"

Es gibt nun zahlreiche belege darüber, wie schädlich der uneingeschränkte Zugang zur Pornografie ist. Es gibt auch eine kleine Zahl von berichten, die sagen das es sogar zuträglich sei. Diese sind nur nie wissenschaftlich oder per Studie belegt.

Es gibt Leute, die sagen "Es ist nichts schlimmes, jeder der das so sieht sei Prüde".

Andere wiederum sagen " Es ist nicht die Prüdheit, es ist viel mehr der Werteverfall der zu dieser Meinung führt".

Ich habe beide Punkte nun bereits an eigenem Leib erfahren. Partnerschaften durchlebt, in denen beide Standpunkte vertreten waren. Für mich habe ich festegestellt, das ich mich in einer Beziehung, in der Pornografie keine Rolle spielt und auch nicht als notwendig betrachtet wird, wohler fühle. Es ist eine andere Nähe. Das Gefühl geliebt und geachtet zu werden wie man eben ist, ist wesentlich stärker ausgeprägt.

Das soll nun nicht heißen das ich das andere verachte, möchte ich nur nochmal vor Augen halten. Es soll schlichtweg meine Erfahrungen wiederspiegeln. Eine Beziehung ohne Prnografie, schient inniger, liebevoller und auch wertschätzender.

Wieso also halten viele Männer und auch Frauen an der Überzeugung fest, Pornografie sei wichtig für eine Beziehung?

Ist es nicht so, das durch das ständige Betrachten von Frauen und Männern, die wahrscheinlich attraktiver als der eigene Partner-die eigene Partnerin sind, eine Art "Wille zur Abwechslung" steigt? Ist es vlt. sogar eher so das durch nicht Konsum dieser Wille steigt?

Die Frage ist einfach, wie soll es weitergehen. Unsere Gesellschaft stand dem Thema Sex noch nie so Tabulos gegenüber wie sie es jetzt tut. Führt dies zum Verfall der Liebe. Lässt uns das eher als "Nutzgut" erscheinen? Ist es eher so das die Wertschätzung des Partners dadurch steigt?

Wenn Pornografie so schlimm ist, warum kann die Politik nichts dagegen unternehmen? Vielleicht weil auch sie daran verdient?

Es ist kein Zufall das die Zahl der Scheidungen des mittleren und oberen Alter rapide gestiegen ist. Es gab eine Zeit in der Sex und Liebe ein festes Bündnis eingegangen sind. Heute kapselt sich Sex von der Liebe ab und beides geht in eine völlig andere Richtung.

Offene Partnerschaften sind auf dem absoluten Vormarsch. Besteht dort vlt. ein Zusammenhang mit der "Offenheit" die durch Pornografie zustande kommt?

ich bin gespannt auf eure Meinungen, möchte euch aber bitten, keine Belidgungen an jene zu schicken, die anderer Meinung sind.

Wichtig an einer offenen Diskussion ist, alle Seiten zu verstehen und sich nicht Gegenseitig mit Vorwürfen zu bombadieren.

LG

Antwort
von SeBrTi, 84

Also ich weiß das mein Partner (Verlobter) ab und zu Porn** schaut.

Ich finde nicht das er mich respektlos behandelt! Er behandelt mich sehr liebevoll, er hat mich nie angelogen weil es auch nicht sein Charakter entspricht. Seit wird zusammen sind, sieht er auch weniger porn** aber ich habe halt Tage manchmal Wochen wo ich einfach keine Lust auf sex hab. Da ist es mir ehrlichgesagt lieber, er sieht sich virtuell eine nackte Frau an, als das er irgendwo hingeht und sich eine Frau anlacht, mich bedrängt, jammert usw. Nicht das er sowas jemals gemacht hat.  

Trotzallem haben wir eine sehr gesunde sexuelle Beziehung zueinander. 

Ich hatte ein Ex der angeblich keine Porn** sieht, und finde nicht das er mich mehr mit Respekt behandelt hat als mein jetziger Freund, manchmal war der Ex respektloser als mein jetziger Freund. 

Mein Verlobter ist generell ein sehr liebevoller, witziger Mann, und wenn Mann das visuelle und die Realität gut auseinander hält, wieso soll er weniger respektvoll sein in gegensatz zu Männer die sich nicht porn** ansehen, sehe da ehrlich kein Zusammenhang. 

Ich gebe ein Beispiel: 

Ich habe beiläufig erwähnt das ich sooo Lust auf Spaghetti Bolognese hab, am nächsten Tag hat mein Partner mir Bolognese gemacht. Ich habe auch mal erwähnt das mir eine klare Rindsuppe jetzt gut tun würde (bin schwanger) und am nächsten Tag hat er mir tatsächlich eine Suppe gezaubert. Das ist eine Kleinigkeit aber diese Kleinigkeiten sind mir ehrlich so viel mehr wert als einmal im Jahr irgendeine gezwungene große Geste. 

Dabei hat mein Partner und das hat er mir ganz ehrlich gesagt, bevor er eine Partnerin hatte, fast täglich porn** gesehen. 

Evtl kommt es drauf an was für porn** sich der Partner ansieht, er findet es ekelhaft wenn die Frau, auch wenn es gespielt ist, geschlagen, gewürgt oder sonst was wird...

Antwort
von thlu1, 130

Das sind genau genommen ganz viele Fragen, die du gestellt hast. Erst einmal müssen wir einmal abgrenzen, wo endet Erotik und wo beginnt Pornografie. Wenn man mal zurück schaut, hatt es immer Künstler gegeben, die die Nacktheit des Körpers dargestellt haben und zwar in allen Fazetten.

Ist das jetzt Kunst oder etwa nicht? Wo ist die Grenze?

Was hat sich geändert. Nacktheit, Erotik, sind freier verfügbar, als früher, gegeben hat es das immer.

Schau mal den Film der Name der Rose, wo im Kloster sich eine junge Frau für die Mönche prostituiert hatte. Auch das spielt ja eine Rolle. Tabubruch pur, weil über Sex spricht man nicht. So bin ich auch groß geworden.

Die Menschen hatten aber seit jeher den Reiz, das andere Geschlecht nackt zu sehen und haben sich dafür unterschiedlichste Zugänge verschafft.

Und heute? Heute ist alles über das Internet verfügbar. Ein Lustkick auf Knopfdruck sozusagen. Im Grunde nichts schlimmes. Allerdings kommt es irgendwann zur Reizüberflutung auch und gerade in Sachen Sex.

Das Internet zeigt allen (egal wie alt), wie man Sex haben kann. Gleichzeitig sollte man denken, dass gerade die Jugend doch so aufgeklärt sein müsste, wie nie.

Wenn man die Fragen liest, könnte man gegenteiligen Eindruck bekommen. Das Problem das ich sehe ist, dass die Jugend die Filme sieht, den Sex praktiziert und sich dann erst über die Folgen Gedanken macht.

Anders herum wäre es besser. Jedes Kind hat seine Eltern schon mal nackt gesehen und evtl auch schon mal beim Sex erwischt. Hat es geschadet? Ich glaube kaum. Schaden tut aber das unreflektierte verkonsumieren der Wahre Sex.

Also, Pornografie als solches ist nicht das Problem. Nur unseren Umgang damit sollten wir überdenken.

Kommentar von Hellooooo123 ,

Danke für den guten Text.

In der Tat ist es wahrscheinlich der Umgang als solcher der das Problem darstellt.

Antwort
von Tragosso, 44

Nun, ich sehe das jedenfalls anders als du. Ich halte Pornographie nicht für grundsätzlich schädlich für eine Beziehung, eher das Gegenteil ist der Fall, sofern es sich nicht um eine Sucht handelt. Ich habe nichts dagegen, wenn man die Fantasien die mit dem Partner nicht möglich sind dort auslebt oder sich Anregungen holt. Zumal unter Pornographie auch Geschichten und Bücher fallen können.

Auch halte ich unsere Gesellschaft nicht für sonderlich offen, sondern eher verklemmt. Es wird Offenheit vorgespielt, aber letztlich wird relativ viel unter den Teppich gekehrt. Auch Dinge die früher normal waren. Manchmal glaube ich, wir machen eher Rückschritte in der Hinsicht.

Wie viele Partner (besonders Frauen, allerdings auch Männer wohlgemerkt) beschweren sich alleine hier schon täglich darüber, dass ihr Partner P0rnos anschaut und wie sehr sie das stört? Es ist lange nicht so, dass jeder so offen damit umgehen kann. Offene Beziehungen halte ich immernoch eher für Ausnahmefälle.

Die meisten Menschen wollen doch genau einen Partner und mit dem am besten alles. Dass das nicht immer möglich ist und, dass Liebe etwas anderes als verliebt sein ist, stellen viele erst hinterher fest. Und auch, dass sexuelles Verlangen und Liebe zwei unterschiedliche Dinge sind. Bestenfalls geht das miteinander einher, aber wer die Liebe idealisiert wird blind für andere Bedürfnisse und vergisst diese ebenfalls zu berücksichtigen. Und dann wird er unglücklich und dann beginnen die Probleme, obwohl doch angeblich alles so perfekt läuft.

Außerdem halte ich nichts von der Vorstellung, dass früher Liebe und Sex nur im Bündnis anzutreffen war. Es war eine ganz andere Zeit, Frauen waren auf Männer angewiesen, das Ansehen war sehr wichtig, es ging oft um Geld, man hat sich vieles gefallen lassen nur um sich nicht scheiden zu lassen. Affären waren auch damals keine Seltenheit bei Männern und Frauen gleichermaßen. Es wure über dieses Thema nur eben nicht öffentlich gesprochen.

Fremdgehen halte ich für verwerflich, sofern nichts anderes abgesprochen ist mit dem Partner, dennoch sollte man nicht so tun als hätten die meisten Menschen nicht Wünsche und Vorstellungen, die der Partner nicht immer erfüllen kann. Und ich persönlich finde es wichtig, sich das eingestehen zu können. Ich halte das jedenfalls nicht grundsätzlich für einen Makel oder einen Trennungsgrund. Man sollte nur in der Lage sein mit seinem Partner offen zu kommunizieren.

Kommentar von Hellooooo123 ,

Das ist ein sehr schön geschriebener Text. Ich finde du hast in sehr vielen Punkten absolut Recht.

Danke 

Antwort
von Sarih91, 46

Ich denke die Kernfrage bei dieser ganzen Diskussion ist die nach dem Verfall der Werte. Denn liebe und Respekt in einer Partnerschaft und auch sonst sind sehr wichtige Themen.  Doch ich bin dennoch der Meinung das beides geht. Pornografie ist weder prinzipiell gut noch prinzipiell böse. Der Umgang ist das entscheidende. Ich denke das Pornografie, in welcher Form auch immer trägt in einem großen Maße dazu bei das unsere Gesellschaft offener mit bisherigen tabuthemen umgeht. Dazu gehören auch Themen wie Verhütung, das erste mal, Probleme mit dem eigenen Körper, sexueller Vorlieben... Dadurch das unsere Gesellschaft immer offener wird, wird auch offener mit Themen umgegangen die angesprochen werden müssen. Sexuell übertragbare Krankheiten werden in den letzten Jahren viel offener behandelt und Paare können offener über ihre Vorlieben führen. Ich denke das kann wiederum dazu führen, das sich die Menschen seltener fremd gehen. Evtl hat die gesteigerte Offenheit sogar zur Folge, dass hoffentlich urgendwann weniger sexuelle Straftaten verübt werden. Woran wir als Gesellschaft aber gleichzeitig arbeiten müssen ist wichtige Werte aufrecht zu erhalten. Trotz oder gerade deswegen weil Pornografie immer stärker in das alltägliche leben einzieht, in vielen Ländern ist sogar ein nackter positiv in einer duschgel Werbung zu viel.

Zu dem thema mit evtl attraktiveren Menschen in einem Film, nun diese sehen wir täglich. Viele, oder vlt die meisten Menschen habe sowieso Fantasien, ist es da nicht gesünder wenn der Partner sie kennt und beide offen damit umgehen?! Solange man es bewerkstelligt das sich beide geschätzt, respektiert und geliebt fühlen denke ich kann das sehr gesund für eine Partnerschaft sein.

Ich persönlich bin kein Fan davon. Habs mir mal angesehen, hat mich nicht angesprochen Ende.  Ich mag aber auch keine animes. Ist für mich das gleiche. Ich weiß aber auch das für viele dieses Thema wesentlich empfindlicher ist und darauf sollte man auch Rücksicht nehmen.

Ich denke solange wir stets an uns und unserem Umgang mit den Menschen in unserer Umgebung arbeiten kann Pornografie für die Gesellschaft sogar etwas gutes bedeuten.

Und sonst ist es wie mit jeder Frisur, kleidungsrichtung oder sonst was. Wer es nicht mag soll weg sehen :)

Lange Rede kurzer Sinn. Lasst den Menschen was sie mögen und kümmert euch mehr um eurer gegenüber, egal ob er was toll findet was ihr vlt nicht mögt :)

Kommentar von Hellooooo123 ,

Auch ein schöner Text.

Mit meinem Exfreund hatte ich mal darüber diskutiert, was ihm daran so wichtig sei das zu schauen und dazu zu kommen. 

Er wusste keine direkte Antwort... An den tagen wo er dann hat, lag ich Abend voller vorfreude im Bett und...wurde nicht "bedient". Der Herr war ja bereits fertig.

Ich wusste jedes mal wenn er während ich arbeiten war schon fleißig war.

Entweder kam es zu nicht oder er lag nur lustlos mit einer halben Errektion da... 

Also mein Liebesleben hat leider noch nie von den Filmchen profitiert...

Kommentar von Sarih91 ,

Naja für mich hört es sich an als wäre es da definitiv ein großes Defizit an Empathie und Gegenseitigkeit deines ex dir gegenüber. Auch wenn für einen Partner so etwas wichtig ist sollte doch der andere nicht weg stecken müssen und sich erst recht nicht bei Seite geschoben fühlen.

Antwort
von Ostsee1982, 27

Diese sind nur nie wissenschaftlich oder per Studie belegt.

Es gibt zu praktisch allen Dingen im Leben Studien und genauso viele Gegenstudien. Das sagt überhaupt nichts aus. Jeder soll und darf Pornografie in seinem Leben soweit zulassen wie das der Einzelne für richtig hält. Wenn du dich damit nicht wohl fühlst ist das genauso ok wie Paare die sich regelmäßig damit konfrontieren.

Ist es nicht so, das durch das ständige Betrachten von Frauen und
Männern, die wahrscheinlich attraktiver als der eigene Partner-die
eigene Partnerin sind, eine Art "Wille zur Abwechslung" steigt? Ist es
vlt. sogar eher so das durch nicht Konsum dieser Wille steigt?

Nein, das sehe ich nicht so. Nicht nur im Internet sondern auch auf der Straße sieht man Menschen die attraktiv sind. Mit Attraktivität alleine lebt man aber nicht zusammen und finde, dass jeder erwachsene Mensch der nicht nur von Gefühlen und Hormonen getrieben ist, soweit in der Lage ist, zu differenzieren. Nur weil ich einen Mann sehe den ich attraktiv finde habe ich nicht das Bedürfnis den anzuspringen und weiß schon wo ich hingehöre :)

Offene Partnerschaften sind auf dem absoluten Vormarsch.

Ja das mag sein, dass offene Partnerschaften bzw. ein Mingle Dasein vermehrt auftritt, katastrophisieren würde ich das aber nicht.

Kommentar von Hellooooo123 ,

Nein, eine Katastrophe daraus machen wäre auch mit Sicherheit der falsche Ansatz. Es ist aber eben sehr interessant das Mingles und Freundschaften + schon sehr viel in unserer Gesellschaft vertreten sind.

Ich persönlich kenne einige Paare die das Leben. Meine persönliche Meinung dazu, man merkt eine Gewisse Distanz zwischen den beiden. Das ist leider Tatsache. 

Es soll jedem selbst überlassen sein, die entwicklung ist dennoch fraglich und interessant. Die Öffnung der Sexualität und auch der nahezu offene Umgang mit allem was dazu gehört, sind mit Sicherheit daran nicht unbeteiligt. Wenn man ständig wechselnde Partner vorgelebt bekommt, warum nicht auch selber machen.

Antwort
von HellasPlanitia, 72

Ich denke nicht, dass es hier "richtig" und "falsch" gibt, sondern nur individuelle Vorlieben und Abneigungen. Solche Sachen gibt es unzählige in einer Beziehung: Auto oder ÖV? Fleisch oder Vegetarisch? Sport oder Fernsehen? Alkohol, ja oder nein? Rauchen oder nicht? Klaffen die Bedürfnisse und Ansichten der Partner zu stark auseinander, wird es schwer - man wird aber kaum je einen Partner finden, der in allem genau gleich denkt wie man selbst. Oft lassen sich aber Kompromisse finden, sofern sich die Ansichten nicht gerade diametral gegenüberstehen.

Wenn du Pornografie nicht brauchst und es dich stört, wenn dein Partner sie konsumiert, dann ist das grundsätzlich in Ordnung - du musst aber möglicherweise damit leben, dass dein Partner umgekehrt nicht damit leben kann, sein Leben lang darauf zu verzichten oder dich deswegen gar anzulügen. Entweder ihr findet einen gangbaren Weg für beide, oder ihr trennt euch früher oder später.

Meiner Meinung nach ist das etwas, das jedes Paar für sich alleine ausmachen muss. Ich glaube auch nicht, dass die Wertschätzung oder die Zuneigung für den Partner zwangsweise davon abhängen, welche Filme man im Internet guckt oder welche Geschichten man liest. Ich muss mich nicht ungeliebt, objektiviert oder benutzt fühlen, nur weil mein Partner manchmal das Bedürfnis danach hat - wenn ich mich aber so fühle, dann sollte man miteinander reden und versuchen, das zu klären. Beide Seiten sollten bereit sein, Kompromisse einzugehen, aber keiner soll sich komplett zurücknehmen müssen. Langfristig funktioniert das meiner Meinung nach nie. Vielleicht ist es manchmal besser, zu erkennen, dass für einen gemeinsamen Weg zu harte Diskrepanzen bestehen.

Kommentar von Hellooooo123 ,

Wir hatten damals den Weg gewählt, zusammen zu schauen. 

Ich musste mir dann anhören das es eine Sache ist die man lieber alleine macht. Das es ja nur für mich die beste Lösung sei. Das man meine Meinungen nicht verstehen kann...

Ich finde durch den Vorschlag, dieser Sache gemeinsam nachzugehen, wenn die Lust da war, sind beide einen Kompromiss eingegangen. Es gleicht in diesem Fall keinem Verbot... so hat es aber für meinen Ex wohl immer ausgesehen.

Ich habe zu Hause alles sauber gehalten. Er kam nach Haus eund hat losgelegt.

Kaum kam der Kompromiss, stand ich mit der hausarbeit nicht mehr alleine da .

Kommentar von HellasPlanitia ,

Ehrlich gesagt: Wenn ich deine Kommentare so lese, bist du schlicht ziemlich frustriert, weil du dich durch deinen Freund ausgenutzt und nicht wertgeschätzt gefühlt hast. Kann ich übrigens, sofern die Schilderungen zutreffen, durchaus nachvollziehen.

In eurem Fall mag Pornografie eine grosse Rolle gespielt haben, aber ich würde das Problem nicht grundsätzlich darauf zurückfühlen. Ob mein Freund nun nach Hause kommt und Fussball guckt, während ich mich um den Haushalt kümmere, oder ob er im Internet leicht bekleidete Damen anguckt, spielt doch keine echte Rolle. Das Problematische sehe ich eher darin, dass du arbeiten darfst und bei "Bedarf" beschäftigt er sich dann vielleicht irgendwann auch noch mit dir, aber erst mal kommen seine Bedürfnisse und sein Spass.

Übrigens: Wenn er dir nach eurer Abmachung mehr oder weniger direkt sagt, dass deine Ansicht übrigens doof ist, du keine Ahnung hast und eh nur störst, dann entspricht das nicht dem, was ich unter einem Kompromiss verstehe.

Kommentar von Hellooooo123 ,

Natürlich hat es mich zutiefst frustriert. Das kann man ja irgendwo auch verstehen.

Es sollte, wenn man einen Partner hat der so etwas macht, nie das Gefühl von zweiter Wahl aufkommen.

ist es bei einem Partner der Fall, muss man sich Gedanken machen ob es das alles Wert ist.

Die Frage ist halt, wie geht das ganze weiter. Der Umgang wird jährlich offener. Die Filme brutaler und ausgefallener...

Der Werdegang ist etwas beängstigend.

Kommentar von HellasPlanitia ,

Wie gesagt, ich sehe das Problem nicht primär bei der Pornografie selbst. Wie mich jemand behandelt, hängt von seiner Art ab, nicht von den Filmen, die er guckt. Klar, übermässiger Kosum kann einen gewissen Einfluss haben, aber ich schliesse mich hier anderen Antworten an: Der Umgang damit ist das Kritische, nicht das Angebot, und ich finde es viel zu kurz gegriffen, Probleme in der Beziehung pauschal darauf zurückzuführen.

Kommentar von Hellooooo123 ,

Mein Ex Partner...das ist allerdings schon Jahre her und ich war noch ziemlich blöd...

Ich habe ihn gebeten damit aufzuhören. Er tat es täglich...auf der Arbeit und überall... Ich machte zu Hause alles alleine... Er hörte auch tatsächlich auf (gehe ich von aus) aber ich musste jedes mal hören "Ich verstehe das nicht... Ich habe doch nicht übermäßig bla bla..."

Jeder hat seine eigene Sexualität das ist klar und mittlerweile sehe ich das auch alles ziemlich entspannt, dennoch frage ich mich jedes mal...was hat man davon?

Wenn man jeden Tag Sex hat, was hat man davon zu so einem FIlm zu masturbieren? Womöglich dann Abends nicht mehr zu können? 

Wo ist der Sinn dahinter umbedingt zu Pornografie kommen zu wollen?...

Antwort
von NorwinSchneider, 16

Ich finde allgemein das Pornografie sehr schlecht ist. Sie verzerrt unser Bild von Sex völlig in die falsche Richtung...

Und das schon im Jugendlichen alter. Ich sehe nur noch wie manche jüngere Männer (manchmal auch Frauen) Bei der Partnerwahl wenig bis gar nicht auf den Charakter achten sondern nur auf gewisse Körperteile schauen...

Man könnte noch viel mehr schreiben aber für mich ist das nichts...

Kommentar von Hellooooo123 ,

Naja wenn wir mal ehrlich sind, wir schauen alle irgendwo zuerst auf das Aussehen. Denn den Charakter können wir zum Start einer Beziehung ja gar nicht beurteilen, also müssen wir unseren Trieben folgen. Man muss sich zuerst mal im wahrsten Sinne "riechen" können.

Ich finde Pornographie als solche ist nicht das Problem. Der Umgang, der uneingeschränkte Zugriff und die nicht vorhandene Kontrolle schon eher.

Man wird dort in eine Konsumsucht gezwungen die die einfachsten menschlichen Züge bedient. Das ist es auch was diese so erfolgreich macht.

Man müsste die gesamte Pornographie in eine Art "Darknet" 2.0 verschieben. Wo ein Zugriff nicht ohne weiteres und nicht Kostenfrei möglich ist.

Denn sie gehört bei dem was dort heute, von "beinahe Vergewaltigung" bis zu..."ich schmiere dich mit dem voll was aus mir so raus kommt" einfach dorthin.

Es ist Gewalt die in diesem Genre langsam und allmählich dominiert.

Ich saß letztens Abends auf der Couch und habe die Mediathek durchforstet. Dann stieß ich auf "Tatort". Diese Sendung darf erst ab 20 uhr gezeigt werden. Ein kleines Stück darunter waren sehr freizügige Mädels zu sehen. Ich weiß gar nicht was das dort überhaupt zu suchen hatte. Diesen Inhalt konnte man ab 14 Uhr abrufen.

Die Frage die ich mir dann stelle ist...Wieso zum Teufel?

Es herrscht eine Verharmlosung von etwas, das gar nicht mal so harmlos ist. Es wirkt manipulativ und auch zerstörend auf viele Beziehungen in denen man sich nur Offenheit und Ehrlichkeit wünscht. Dieses Zeug verleitet aber zum Lügen und durch Lügen und Heimlichkeiten lebt man sich auseinander.

Daher ist in meinen Augen der Umgang und die freie Verfügbarkeit etwas woran man arbeiten sollte.

Interessant fand ich die Tatsache das, als in Indien für eine Zeit Prnos verboten wurden, alle auf die Barrikaden gegangen sind als ob ihr Leben davon abhinge. War sehr lustig zu beobachten.

Als damals die VHS rauskam, erschienen die ersten Prnos. Hatte mich darüber mit meiner Mutter unterhalten. Meine Mutter meinte " dein Vater hat sich das auch immer geholt. Da wurde das unter der Ladentheke heimlich verkauft. Und es war bei weitem nicht so viel zu sehen wie heute. heute ist man quasi schon mit drin wo man nicht hingehört." Das was damals gehandelt wurde, ist heute ab 16 eingestuft. Eine auch recht interessante Entwicklung.

LG und danke für deine Antwort.

Kommentar von NorwinSchneider ,

Hey deine Sicht ist vollkommen richtig. Leider sehe ich immer wieder wie Frauen nach ihrem Körper aussortiert werden. Klar lernt man sich als erstes vom Äußerlichen her kennen und das will ich auch gar nicht verleugnen. Was mich aber stört sind die heutigen Schönheitsideale... Und die stören mich nicht weil ich hässlich bin sondern weil es viele Männer und Frauen gibt die unter diesen unterdruck gesetzt werden.

Mit den prnos ist es aber so: Man schaut sich die ab und zu an bis es irgendwann mal immer häufiger wird. Nach einer weile gefallen einem die üblichen Szenen nicht mehr und so sucht man sich etwas härteres was den natürlichen Trieb befriedigen kann. 

Und so etwas finde ich krass...

Antwort
von DontAskWhy1188, 84

Ich finde Pornografie ok, solange man damit nicht übertreibt. Wenn man die Leute aus den Filmen aber attraktiver findet als den Partner und deswegen lieber sowas schaut und/oder sich der eine deswegen sexuell vernachlässigt fühlt sollte man allerdings darüber nachdenken aufzuhören.

Wenn man Single ist kann man tun was man will. Hat man allerdings einen Freund oder eine Freundin die das sehr stört, kann man ja auch ihr/ihm zuliebe damit aufhören. Muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich habe kein Problem mehr damit wenn mein Freund sich sowas anschaut, solang er ehrlich ist und es nicht heimlich tut. Aber da er versprochen hat er macht es nicht mehr, hat sich die Sache auch erledigt.

Kommentar von Hypermnesie2 ,

Grüße. :D

Kommentar von DontAskWhy1188 ,

Hi ^^

Kommentar von Hellooooo123 ,

Grüße zurück :)

Ich habe wie bereits erwähnt schon viele Erfahrungen mit dem Thema.

Von Konsum der zur absoluten Flaute geführt hat. Von "Lass ihn machen" bis hin zu "gemeinsam schauen".

Immer habe ich am Ende die Vorwürfe kassiert. 

Bei der Flaute war ich schuld weil ich nicht genug getan habe um das zu ändern. Beim Lass ihn machen, war ich am Ende blöd, weil ich ab und zu mal sagte, "Willst du mal was machen was dich an den Filmen reizt...Nein, das ist mein Ding". Beim zusammen schauen, war es "nur die beste Lösung für mich".

Es war nie die beste Lösung für mich... Das habe ich versucht klar zu machen aber auf diesem Standpunkt wurde beharrt...

Antwort
von voayager, 20

Du machst da einen Popanz auf, malst ein Schreckgespenst an die Wand, wo keines ist. Deine Befürchtungen sind unbegründet und daher haltlos.

Kommentar von Hellooooo123 ,

Wenn man nichts richtiges dazu zu sagen hat ausser Popanz und alles ist unbegründet, kann man sich auch manchmal einen Kommentar sparen, danke.

Kommentar von voayager ,

und dein Kommentar ist nun also mit reichlich Inhalt durchtränkt? Da hab ich so meine Zweifel, ohnehin ergehst du dich in bloße moralistische Sentenzen.

Kommentar von Hellooooo123 ,

Und Moral ist nun schlimm? Gibt es das nicht mehr? Alle für einen und das bin ich? Ist es das Motto was herrscht oder sollten wir uns doch vielleicht mal wieder an Moral und deren Wertvorstellungen setzen um sie zu lernen?

Moral hat was mit einem Gewissen und Werten zu tun. Ein Gewissen und diese Werte zu achten mit Respekt und Respekt zu guter letzt mit Liebe. 

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