Frage von zro3221, 10

Wie geht es in einer Schmerzklinik zu?

Hallo, ich muss demnächst in eine Schmerzklinik. Weil es für mich das erste Mal ist, wollte ich paar Fragen dazu stellen und zwar findet die Therapie zwangsläufig in dieser Schmerzklinik statt (sie ist an ein Krankenhaus angebunden) oder kann die Therapie auch in meiner Nähe bzw. Wohnort stattfinden?

Die Frage stelle ich deshalb, weil die Klinik 25 Km weit entfernt von meinem Wohnort liegt und ich kein Fahrzeug besitze. Desweiteren hätte ich gerne von Euch gewusst, ob die Therapie/n täglich hintereinander stattfinden und was alles für Therapien für einen Arthrotiker/ Hüftgelenkserkrankten in Frage kommen.

Und letzte; wie geht es in so einer Tagesklinik zu, denn ich soll erstmal 2 Tage dorthin kommen, wo erstmal Untersuchnungen gemacht werden und man einen Therapieplan für mich ausarbeitet. Nun noch angenommen ich muss zur Therapie doch in diese Klinik, verbringt man dann seinen gesamten Tag dort und wieviel Therapien sind dort max. drin am Tag? Hoffe mal das es nicht so stressig, ob ich das nämlich packe bezweifel ich ernsthaft..

Antwort
von jsKYF, 7

Hallo allerseits

In einer Schmerzklinik wird versucht, mit geeigneten Mitteln deine Schmerzen zu lindern. Ich war auch schon einige Wochen in so einer Klinik. Es werden psychotherapeutische, ergotherapeutische und physiotherapeutische Verfahren angewandt, um dir das Leben mit deinen Schmerzen zu verbessern. Nicht zuletzt wird nach einem Schmerzmittel gesucht (war jedenfalls bei mir so), daß du dann von deinem Schmerztherapeuten zu Hause oder auch von deinem Hausarzt verordnet bekommen sollst. In der Schmerzklinik wird getestet, mit welchem Medikament in welcher Dosierung die besten Erfolge zu erwarten sind. Nicht jeder Patient reagiert gleich.
Ich habe durchweg gute Erfahrungen gemacht und mir geht es seit dem Aufenthalt wesentlich besser. Allerdings sind deine Beschwerden anders und wir reden auch von unterschiedlichen Kliniken. Deswegen kann man deine Frage nicht so pauschal beantworten.

Ich wünche dir viel Erfolg und gute Besserung!

Kommentar von zro3221 ,

Bei mir ist es so, das ich seit 3 Jahren Targin also Oxycodon verschrieben bekomme, was ich täglich nach Plan einnehme. 

Wird man das so beibehalten, wenn ich damit eigentlich ziemlich gut "fahre" oder kann die Klinik von sich aus mich auf ein anderes Medi umstellen? 

Mein HA will das nämlich jetzt ein Ok von einem Schmerztherapeuten, weil er selbst eben keiner ist. 

Und falls der Therapeut sein Ok gibt, bekomme ich es von ihm dann weiterverschrieben, so ungefähr sieht es aus.

Kommentar von jsKYF ,

Hallo nochmal!

Targin gehört zu den mäßigstarken Opiaten und wirkt bei vielen sehr gut. Aber Oxycodon ist noch lange nicht der Weisheit letzter Schluß!
Es gibt eine Methode, die nennt sich "Opiat-Rotation". Man ersetzt das verwendete Medikament dosis-stufenweise durch ein anderes ähnlich starkes Opiat. Der Hintergund ist, dass andere Opiate anders wirken. Selbst vermeintlich schwächere Opiate können bei deinen Beschwerden besser sein. Bei mir wurden Medikamente ausprobiert ohne mir zu sagen, was ich bekomme. Ich habe nach dem Test andere Medikamente verordnet bekommen, mit denen ich jetzt viel besser durch den Alltag komme. Wie schon geschrieben bin ich froh, daß ich hingefahren bin. Ein Versuch lohnt sich also!
Viel Erfolg!

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