Frage von aa595, 73

Wie geht es eigentlich bei einer Beamtin/en weiter, nach dem er von seiner Schusswaffe Gebrauch gemacht hat. Darf er im nächsten Einsatz wieder mit dabei sein?

Oder bekommt er eine Zwangspause, muss sich von der ,,Ausnahme,,-.Situation zu beruhigen?

Frage kommt, da ich gerade eine Dokumentation(Sendung) sehe, wo ich es gesehen habe.

Ich danke euch mal, im voraus.

Expertenantwort
von furbo, Community-Experte für Polizei, 42

Darf er im nächsten Einsatz wieder mit dabei sein?

Wieso " darf"? Er ist Polizist und macht seinen Job weiter. 

Sollte ihn/sie der Schusswaffengebrauch psychisch zu schaffen machen, wird er behandelt und krank geschrieben. 

Antwort
von AssassineConno2, 34

Warum sollte er denn nicht weitermachen dürfen?? Wenn ein Beamter nach einer Schussabgabe psychologische Hilfe benötigt, dann gibt es dafür spezielle Leute in der Behörde, wenn er Urlaub benötigt wird es den vermutlich auch geben und wenn er normal weitermachen will dann macht er normal weiter.

Antwort
von catweazle01, 45

Da gegen diese Person ermittelt wird, wird sie auch nicht im nächsten Einsatz dabei sein. Je nach Einzelfall gibt es Psycho soziale Betreuung oder ärztliche Behandlung.

Antwort
von oskar030, 3

Er darf in not Situation schießen aber nicht tödlich, er darf dann schon weiter machen außer wird dadurch physisch krank dann wird krank geschrieben

Antwort
von Artus01, 29

Der Beamte wird sich krank schreiben lassen und sich in dieser Zeit schon mit einem Rechtsanwalt beraten.

Kommentar von Arges967 ,

Weshalb?? Es gibt gute Gründe für einen Polizisten seine Schusswaffe zu betätigen!

Kommentar von Artus01 ,

Das stellst Du Dir so einfach vor. Schon alleine wenn nichts weiter passiert ist, wird es schon schwierig vor seinen Vorgesetzten dies zu rechtfertigen. Sollte man dann noch einen Treffer gelandet haben, kommt auch noch der Staatsanwalt dazu.

Es ist leider eine irrige Annahme daß die Vorgesetzten einem wohlgesonnen sind. Der Staatsanwalt ist es erst recht nicht.

Kommentar von furbo ,

Bei Verletzten oder Toten gibt es ein Strafverfahren, alleine um eine unabhängige Untersuchung zu bekommen. 

Schusswaffengebräuche sind weder ein Grund, dem Beamten zu misstrauen oder beamtenrechtliche Folgen einzuleiten. Erst bei fehlender Rechtmäßigkeit des Schusswaffengebrauchs wird's ungemütlich. 

Was immer folgt, ist eine WE sowie die rechtliche Würdigung des Vorgesetzten/Beauftragten zum Schusswaffengebrauch, mit oder ohne Verletzte/Tote. 

Kommentar von Artus01 ,

Das ist alles richtig. Bedauerlicherweise haben die Personen die letzlich zu Entscheiden haben, weinig, oder meist keine Ahnung von der realen Praxis. Während der Beamte vor Ort schnell entscheiden muß was er tut, sieht das bei den Herren Vorgesetzen ganz anders aus. Diese, meist sind es noch Juristen, hocken tagelang in ihren Büros und wälzen in aller Ruhe Gesetze, allgemeine Verfügungen, Rundverfügungen, Hausverfügungen, meist noch von anno tobak, und kommen dann zu einem, meist nicht sehr positiven Ergebnis.

Lern mich einer diese Bande kennen, ich habe mich gut 40 Jahre mit ihnen herumgeschlagen müssen.

Kommentar von furbo ,

Meine Erfahrungen sind da ganz anders. 

Nicht nur als Vorgesetzter von Schützen musste ich mich ab und zu damit befassen. Zumindest von meiner Seite aus habe ich immer versucht, vorurteilsfrei an die Sache ranzugehen und die Sache rechtlich und nüchtern zu beurteilen. Ich weiss sehr genau, wie solche Situationen aussehen und in welchen Stresssituationen die Beamten stehen. Es gibt keinerlei Vorbereitungszeit, innerhalb von Sekundenbruchteilen muss entschieden werden.

Kommentar von Artus01 ,

Ja, das weißt Du. Woher soll ein Jurist der gerade vor ein paar Jahren das 2. Stattsexamen geschafft hat Ahnung von dem haben was die Leute auf der Straße erwartet? Es ist diesen Leuten noch nichtmal ein Vorwurf zu machen. Das Studium hat ihnen eine Denkweise vermittelt aus der sie nur sehr schwer herauskommen. Die meisten schaffen das nie.

Am allerbesten sind diejenigen die sich im Ministerium herumdrücken, schon erfahrener sind und meinen daß außer ihnen keiner Ahnung von der Materie hat. Man erkennt sie an einigen Merkmalen, z. B. wird von Behördenleitern gerne als Leiter einer niederen Dienststelle gesprochen. Diese Vögel wissen gerade mal wo diese Dienststelle ist, dagewesen sind sie meist nie.

Sehr erhebend ist es, wenn es um eine Sache geht die durch sämtliche Medien gegangen ist. Da wird mal nach einem Bauernopfer gesucht, ein Leiter einer niederen Dienststelle in die Wüste geschickt und auf allen herumgeprügelt die man auch nur entfernt mit dem Vorfall in Verbindung bringen kann. Nur mit Hilfe eines versierten Anwalts für Verwaltungsrecht war die Sache nach zwei (!) Jahren erledigt. Die Kosten hat glücklicherweise die Gewerkschaft übernommen.

Antwort
von VisionDativ, 38

Was ist denn das für eine Dokumentaton, die du da gerade siehst?

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community