Wie geht eine chemische Reaktion aus?

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6 Antworten

Wenn man in der Schule, wissen möchte, was bei einer Reaktion passiert, dann ist die Grundlage für eine Lösung das Experiment.
Bei Deinem Beispiel Metall + Wasser macht man die experimentelle Erfahrung, dass eine ganze Reihe von Metallen zu Wasserstoff und Hydroxiden reagieren.

Die Gefahr in der Schulchemie ist nun, dass man lernt:

Metall + Wasser --> Wasserstoff + Hydroxid

und das als allgemeingültig ansieht.

Was man wahrscheinlich nicht lernt (bei mir war es so), dass viele Metalle gar nicht mit Wasser reagieren. Da meist der Luftsauerstoff auch noch zugegen ist, kann es auch noch zu komplizierteren Reaktionen kommen. Ich denke z.B. an das Rosten des Eisens. Es gibt also Ausnahmen.

Es gibt nicht nur im vorgegebenen Fall Ausnahmen, sondern fast im ganzen Chemiebereich. Viele (nicht alle) dieser Ausnahmen kennenzulernen und vor allem auch zu erklären, warum das so ist, ist u.a. Sache des Chemiestudiums.

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Es gibt die "elektrochemische Spannungsreihe", in dieser sind die Redoxpaare nach ihren Potentialen geordnet. Zum Beispiel hat das Paar Ca/Ca(2+) -2,87 V (Bezugspunkt ist das Wasserstoffpotential H2/H(+), welches 0 V hat).

Daran sieht man, dass dieses (unedle) Metall Ca eine Redoxreaktion mit H2O (oder verdünnten Säuren) eingeht.

Das Paar Au/Au(3+) hat dagegen ein deutlich positives Potential von +1,5 V, Gold reagiert nicht mit Wasser (oder verdünnten Säuren).

https://de.wikipedia.org/wiki/Elektrochemische_Spannungsreihe

Das bezog sich auf Redoxreaktionen.

Bei Säure-Base-Reaktionen hilft das Konzept der Säurestärken (pKs Werte). Daneben gibt es natürlich noch andere Reaktionsarten, aber diese beiden Reaktionsarten lernt man in der Schule gewöhnlich als erste.

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Regeln gibt es, aber um die zu verstehen, musst du erst mal viel lernen.

Und vielleicht weißt du es nicht mal, du bist was besonderes. Die meisten wollen Regeln nur lernen, um sich Lernen zu ersparen.

Auch wenn nach der Spannnnungreihe die Reaktion klar zu sein scheint, gibt es andere Regeln. Aluminium müsste auch mit Wasser reagieren, tut es aber nicht, weil das Reaktionsprodukt eine Schutzschicht bildet.

Es ist wie bei den Sprachen, die Grammatik kannst du nicht ohne Vokabeln verstehen, und die Vokabeln nicht ohne Grammatik.

Ich bin generell kein Freund des Auswendiglernens, aber bei Vokabeln, Stoffen und Reaktionen fällt mir nichts besseres ein.

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Auswendig ist immer Quatsch. Es gibt viele Millionen Reaktionen.

Metalle reagieren gegenüber Oxidationsmitteln unter Elektronenabgabe, Wasser kann die Elektronen aufnehmen und Wasserstoff bilden. Dabei bleibt OH- übrig.

Allgemein reagieren unedle Metalle mit Wasser zu ihrem Hydroxid und Wasserstoff.

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Kommentar von TomRichter
12.03.2016, 20:27

> Allgemein reagieren unedle Metalle mit Wasser

... oder auch nicht. Sicher lässt sich das nur für die Alkalimetalle sagen, schon Mg weicht von der Regel ab.

Beispiele wie Al wurden ja schon genannt. Dass Zn (verzinkte Eisengegenstände) nicht reagiert ist auch aus dem Alltag bekannt.

Das kann man nicht durch Regeln erklären, wie vom Fragesteller erhofft, sondern nur durch Lernen.

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Manche Ausnahmen muss man auswendig lernen, aber da gibt es auch sehr viele Regeln. Das Periodensystem ist da wichtig und hilfreich.

Die Elemente lassen sich grob in Hauptgruppen einteilen. Die Elemente einer Hauptgruppe verhalten sich normalerweise ähnlich.

https://de.wikipedia.org/wiki/Hauptgruppe

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Die reagieren dadurch das sie Elektronen abgeben oder aufnehmen

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Kommentar von botanicus
12.03.2016, 15:43

Metalle nehmen nie Elektronen auf.

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Kommentar von mrleise9000
14.03.2016, 18:42

Ja Alkalimetalle geben Elektronen ab kp wie das bei anderen Metallen ist

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