Frage von laurajune, 76

Wie geht barfen?

Muss man das kochen oder roh geben und gibt es Unterschiede zu Hunden und Katzen beim Barfen? Nimmt man da das selbe Fleisch

Expertenantwort
von Einafets2808, Community-Experte für Hund, 40

Erstmal solltest du dich umgebenen besser informieren über die Rohfütterung. 

Eine Packung Hackfleisch oder Geflügelgeschnetzeltes aus dem Aldi ist noch lange nicht eine artgerechte und "RICHTIGE" Rohfütterung und führt zu erheblichen Mangel Erscheinungen. 

Da muss das Verhältnis zwischen Innerein , Muskelfleisch und Knochen stimmen, und dem Hund nach Alter , Gewicht und Aktivität angepasst werden. 

Also ich empfehle dir das Buch "Natural Dog Food" und die Facebook Gruppe "Prey Modell Raw" dort erfährst du alles , wie du den Hund daran führst , womit du anfangst und wie du Vorallem anfängst. 

Einfach drauf los füttern ohne Sinn und Verstand Isf sehr schädlich für den Hund 

Expertenantwort
von maxi6, Community-Experte für Katzen, 34

Das Fleisch wird roh gegeben. Allerdings müssen Katzen diverse Zusatzstoffe bekommen, vor allem Taurin, das lebensnotwendig für Katzen ist.

Aus dem Grund solltest Du Dich erst mal gründlich übers barfen informieren, aber speziell Katzen und nicht Hunde.

Lies einfach mal alles durch, was Du darüber im Internet finden kannst und auch wo Du die Zusatzstoffe erhältst.

Meine Katzen werden teilgebarft, d.h. sie bekommen hochwertiges Nassfutter mit hohem Fleischanteil, aber meist ersetze ich die Abendmahlzeit einfach durch rohes Fleisch vom Huhn oder Rind, denn das sind die einzigen Fleischsorten, die ich hier frisch und bio vom Metzger bekomme, ausser Schwein, das aber Katzen niemals roh bekommen sollten.

Damit erspare ich mir die Suche nach den Zusätzen, die ich hier in Kroatien nicht immer bekommen kann.

Eventuelle Fleischreste koche ich einfach in Wasser und gebe sie dann einen Tag später.

Kommentar von laurajune ,

bist du da in urlaub oder wohnt du da

Kommentar von maxi6 ,

Ich lebe seit 2007 da, zusammen mit 8 Katzen.

Antwort
von Delveng, 67

@laurajune,

im Grundprinzip bedeutet "Barfen" das Füttern von rohem Fleisch und Knochen. Das darf man aber nicht so eng sehen. Wir füttern nicht nur roh, sondern auch gegart. Es braucht nicht immer das Fleisch von nur einer Tiersorte zu sein. Pferdefleisch und Knochen sind allerdings anzuraten.

Kommentar von laurajune ,

also soll man es kochen oder nicht ?

Kommentar von DreiBesen ,

BARF= Biologisch Artgerechte Rohfütterung

Wenn man es streng umsetzt, wird da nix gekocht.

Kommentar von michi57319 ,

Barf ist roh.

Antwort
von xAdmiralAckbarx, 21

Barfen kann eine richtig gefährliche Sache Tier und Mensch sein. Sogar lebensgefährlich. Anerkannte wissenschaftliche Studien zeigen, dass 80% der verfütterten Fleisches mit Salmonellen belastet war. Andere Studien haben gezeigt, dass 61% der Ausscheidungen im Jahr mit Salmonellen belastet sind. Keiner der Hunde erkrankte daran, schieden aber die Salmonellen über den Kot aus, was eine Gefahr besonders für Kinder, Schwanger und Immunsupprimierte Menschen darstellt. Bei Kartzen dagegen kommt es öfter zu Salmonellen-Erkrankungen. Vor allem junge und ältere Tiere sind davon betroffen. Selbst Gesunde Menschen leiden unter den Folgen einer Erkrankung. Deshalb sind Hunde gebarft werden, von einigen -unter anderem der Größten - von der Ausbildung zum Therapiehund ausgeschlossen. Auch darf in vielen Uni-Tierkliniken in Nordamerika nicht gebarft werden. Eben weil eine so große Gefahr besteht. Unter Tierärzten ist die Barf-Methode nicht nur deswegen umstritten. Außerdem zählen zu den Folgeerscheinngen der Rohfleichernährung Mangelerscheinungen und Magen-Darm-Probleme. Studien haben ebenfalls gezeigt, dass die überwiegenden Futterrationen zu chronischen Mangelerscheinungen führen. Die Folgen davon können unter anderem: Erhöhte Infektanfälligkeit; Kürzere Lebenserwartung; Eingeschränkte Organfunktion; Erhöhte Krankheitsanfälligkeit; Verhaltensstörungen; Hautveränderungen; Trockenes stumpfes Fell; Knochenentkalkung (Demineralisation); Knochenverbiegung (Durchtrittigkeit der Fußgelenke); Wachstumsstörungen; Entwicklungsstörungen; Leberbelastung; Erhöhtes KrebsrisikoOCD (Osteochondrosis dissecans). Der Körper versucht Fehlversorgungen lange zu kompensieren weshalb sie häufig unentdeckt bleiben oder nicht erkannt werden. Es kann also Jahre dauern bis Folgen erkannt werden. Dann ist es aber sehr oft schon zu spät. Ohne die intensive Unterstützung eines Tierarztes der sich auf Barf spezialisiert hat (Irgendwelche Weiterbildungen reichen da nicht aus) und entsprechenden computerunterstützten Überwachung ist es nicht möglich die Gefahr durch Mangelernährung zu minimieren. 

Die Barf-Methode wird bei Hunden sehr oft mit dem Vergleich des Wolfes begründet. Mit der "natürlichen Ernährung". Die Sinnhaftigkeit in dem Vergleich sucht man m.E. aber verzweifelt. Durch die Domestizierung hat sich das Verdauungssystem des Haushundes im Gegensatz zu dem des Wolfes an die Verdauung von Kohlenhydraten angepasst. Entsprechende Gene für die Enzymbildung wurden nachgewiesen. Außerdem sterben Wölfe in freier Wildbahn auch eher viel früher. Werden im im Durchschnitt nur 4 Jahre alt wird ohne Fremdverschulden. Zieht diese Begründung nicht, wird dann versucht die unabhängigen Studien und wissenschaftliche Erkenntnisse in Frage zu stellen. Es kommt die große Keule der Verschwörungstheorie. Wissenschaftlicher, Tierärzte, Behörden, die Politik natürlich auch die Industrie selber sollen da dann gemeinsames Spiel treiben. Die Behauptung, dass solche Studien überhaupt nicht existieren würden, sind dann der Klopfer schlecht hin. 

Ich empfehle sich alleine mal den Wiki-Artikel inkl. der Quellen und die entsprechende Diskussion vorzunehmen. Dort wird sehr gut erklärt und stichhaltig bewiesen, dass die Gefahren real sind.
https://de.wikipedia.org/wiki/Barf

Wenn man sich dann noch weiter informieren will kann man unter 
Die entsprechenden Studien finden. Meist aber in englischer Sprache.
https://scholar.google.de/

Im Gegensatz dazu gibt es übrigens nicht eine einzige wissenschaftlich anerkannte Studie die die Vorteile von Barf aufzeigen würden. Erfahrungen sind daher lediglich auf subjektive Wahrnehmung gestützt. Die nichts mit der Realität gemein haben müssen. 

Das Thema ist sehr komplex und polarisiert. Aus diesem Grunde verlinke ich auch nicht jedes Ergebnis und jede Studie einzeln. Mach dir einfach selbst aus all den Informationen ein eigenes Bild. Dafür ist das Thema einfach zu wichtig.

Antwort
von michi57319, 76

Zu Katzen kann ich dir da nichts sagen, aber bei Hunden habe ich langjährige Erfahrung.

Alles kommt roh in den Hund. Verschiedene Sorten Fleisch, Innereien, Knochen, Fell, Füße+Hufe, also einmal durch das Futtertier durch. Fisch ohne Flossen und Gräten, aber mit Kopf. Es gibt auch Kaninchenköpfe als Rohfutter.

Gemüse braucht es nicht zwingend, wenn ausreichend Magenbestandteile, z.B. vom Rind, dabei sind.

Gemüse ist aber eine gute Sättingungsbeilage. Milchprodukte sind unschädlich, wenn der Hund sie vertragen kann.

Getreide sollte auf gar keinen Fall dauerhaft gegeben werden. Weder in der Nahrung, noch als Leckerli.

Kommentar von laurajune ,

welches gemüse

Kommentar von michi57319 ,

Es gibt nur wenige, die nicht geeignet sind.

Aber wenn du dich da gerne tiefer einlesen möchtest, schau mal hier:

www.dreihundenacht.de

Kommentar von DeMonty ,

BITTE NICHT Hunde mit Katzen vergleichen.... wenn du Erfahrung mit Hunden hast, setze bitte keinen Floh bei einem Katzenbesitzer ins Ohr. Bei Katzen sollte überhaupt kein Getreide gefüttert werden (auch nicht "nicht dauerhaft") Warum Gemüse? Warum Milchprodukte? Was bei einem Hund gut ist, kanm einer Katze das Leben kosten (siehe Zeckenmittel mit sog. Spot On Präparaten)

Kommentar von michi57319 ,

Ich habe oben schon geschrieben, daß ich mich auf Hunde beziehe!

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