Frage von Stella8585, 74

Wie gehe ich weiter vor beim Widerspruch gegen Betriebskostenabrechnung?

Ich habe vor 3 Monaten meine Beko für das komplette Jahr 2014 erhalten. Problem: Die monatlich aufgeführten Vorauszahlungen für Heizung (70 Euro) und Betriebskosten ( 50 Euro) auf Seite 2 der Abrechnung (multipliziert mit 12, weil für das ganze Jahr = 1440 Euro) decken sich nicht mit der Gesamtsumme meiner Vorauszahlungen, die in der Beko auf Seite 1 aufgeführt werden ( da steht geleistete Vorauszahlungen 1370 Euro. (Ich hoffe, ihr könnt mir noch folgen.

Es gibt eine Differenz von 70 Euro auf Seite 1.

Ich habe Widerspruch eingelegt und ihn genau begründet und bekam gestern (3 Monate später) eine Rückmeldung.

Der Inhalt dieser Rückmeldung war zwar korrekt, hatte aber gar nichts mit meinem Widerspruchsgrund zu tun. Der Brief ging völlig am Thema vorbei. Es wurde nur etwas davon gesagt, dass sich von 2013 zu 2014 ja meine Vorauszahlungen erhöht haben und ich darum in 2014 merh zahlen musste als in 2013. Ja, stimmt, hat aber nix mit dem Sachverhalt zu tun. Mit dieser Begründung schrieben sie, dass ihre Abrechnung stimmt und ich bis zum 22.4. die Bekonachzahlung zu leisten hätte.

Wie gehe ich nun weiter vor? Darf man nochmal Widerspruch erheben?? Die haben mich anscheinend völlig falsch verstanden.

Bitte um sachkundige Hilfe.

LG

Antwort
von schleudermaxe, 31

Für mich kann da etwas nicht stimmen. Wenn mit der Abrechnung für 2013 eine Änderung der Vorauszahlungen im laufenden 2014 vorgenommen wurde, können es nicht 12 gleiche Beträge werden.

Und wenn doch, kann ein Mieter uns Vermieter doch seine 12 Zahlungen belegen und gut ist. Zudem halte ich einen erneuten Widerspruch für nicht nötig, er liegt doch schon vor, so jedenfalls die Frage.

Bei uns ist das Hauptproblem immer, wenn die Mieter zu spät oder zu früh leisten und eine Zahlung dadurch nicht im laufenden Jahr gebucht werden konnte. Aber darum geht es hier wohl nicht.

Anmerkung: 1.370 : 12 Zahlungen? Wie geht das?

Antwort
von Akecheta, 43

Es ist nicht immer so, dass man in einem Kalenderjahr 12 x den gleichen Betrag als Vorauszahlung bezahlt hat. Wenn eine Anpassung kommt, egal ob nach oben oder unten, dann gilt das seltenst ab dem 01.01.xx sondern passiert irgendwann mitten im Jahr nach Erhalt der Abrechnung.

Prüf das mal anhand deiner Zahlungen konkret nach. Kommt mir ein wenig einfach vor, deine Rechnung.

Kommentar von albatros ,

Die Rechtslage ist folgende: Eine Anpassung der Vorauszahlung ist nach Zustellung ab übernächstem Monat zulässig. Beispiel: Zustellung im August, Anpassung ab 1. Oktober. Die Anpassung ist nur dann zulässig, wenn die Abrechnun formell und inhaltlich korrekt ist.

Wenn nun im Folgejahr abgerechnet wird und die Anpassung ab Oktober erfolgte, ist logischerweise Jan. bis Sept. ein anderer Betrag als Oktober bis Dez. gezahlt wurde. Keineswegs ist also für alle 12 abgerechneten Monate der gleiche Vorauszahlungsbetrag bei der Abrechnung anzusetzen.

Antwort
von anitari, 51


Ich habe vor 3 Monaten meine Beko für das komplette Jahr 2014 erhalten. 

Also Anfang/Mitte Januar 2015 für den Abrechnungszeitraum 01.01. - 31.12.2014?

Angepaßte Vorauszahlungen sind je erst ab Beginn des 3. Monats nach Zugang Abrechnung zu leisten.

Da sind also die Vorauszahlungen im Abrechnungszeitraum nicht alle gleich hoch.


Kommentar von Stella8585 ,

Es war Ende Dezember, also grob 3 Monate.

Ich habe das gesamte Jahr 2014 über eine höhere Miete gezahlt als 2013 (wegen einer Erhöhung der Nebenkosten), folglich wurde in der Beko 2014 auch diese geleistete Zahlung ausgewiesen, für das ganze Jahr.

Ich hatte es aber auch schon einmal, dass ich im Oktober die Beko bekam, und ab Dezember eine höhere Miete zu zahlen hatte. Aber das war noch 2012

Antwort
von albatros, 39

Wann exakt ist dir die Abrechnung zugestellt worden? Noch in 15 oder erst in 16? Drei Monate sind zu ungenau. Wenn erst in 16, ist die Abrechnung verfristet und eine Nachzahlung nicht mehr fällig


Kommentar von albatros ,

Die Rechtslage ist folgende: Eine Anpassung der Vorauszahlung
ist nach Zustellung ab übernächstem Monat zulässig. Beispiel: Zustellung
im August, Anpassung ab 1. Oktober. Die Anpassung ist nur dann
zulässig, wenn die Abrechnun formell und inhaltlich korrekt ist.

Wenn nun im Folgejahr abgerechnet wird und die Anpassung ab Oktober
erfolgte, ist logischerweise Jan. bis Sept. ein anderer Betrag als
Oktober bis Dez. gezahlt wurde. Keineswegs ist also für alle 12
abgerechneten Monate der gleiche Vorauszahlungsbetrag bei der Abrechnung
anzusetzen.

Kommentar von Stella8585 ,

Die Zustellung erfolgte Ende Dezember, also grob 3 Monate ist es her.

Ich habe die Bekos der letzten 3 Jahre angesehen, es wurde immer so aufgeführt, dass die Abrechnung vom 1.1. bis 31.12. gilt. Eine Mieterhöhung (genauer gesagt, eine Erhöhung der Nebenkosten) galt dann ab Januar des Folgejahres.Ich hatte in den letzten Jahren immer eine Erhöhung der Nebenkosten für das Folgejahr.

Und speziell bei der Beko 2014 geht es darum, dass auf Seite 1 die Summe meiner geleisteten Vorauszahlungen angegeben werden ( nach dem Schema wird es immer gemacht) und auf Seite 2 nochmal als kleine Tabelle, wie sich die Vorauszahlungen zusammensetzen, nämlich aus monatlichen Vorauszahlungen für die Heizungkosten (70 Euro)und für die Betriebbskosten (50 Euro).

Nur ist die Summe, die auf Seite 1 angegeben wird um 70 Euro weniger.

Kommentar von anitari ,

Nur ist die Summe, die auf Seite 1 angegeben wird um 70 Euro weniger.

Was hindert Dich daran das selbst zu korrigieren?

Sprich die Gesamtvorauszahlungen um 70 € zu erhöhen, das Endergebnis der Abrechnung zu berichtigen und die evtl. Nachzahlung zu verringern?

Da ganze dem Vermieter nachweisbar mitgeteilt  und fertig.

Dazu muß man nicht lange auf die Nachbesserung warten.

Kommentar von albatros ,

Die Zustellung erfolgte Ende Dezember, also grob 3 Monate ist es her.Nun, 3,5 Monate sind nicht drei. Entscheidend ist natürlich, dass die Abrechnung dir noch innert der Abrechnungsfrist zugestellt wurde. Das ist hier der Fall. Deshalb ist die Nachzahlung fällig.

Wenn du von Januar bis Dezember 14 tatsächlich monatlich den gleichen Betrag als Vorauszahlung zahltest,  ist die tatsächlich geleistete Jahresvorauszahlung den berechneten Jahresbetriebskosten gegenüberzustellen. Die Differenz ergibt Nachzahlung oder Guthaben. Wenn du eine Nachzahlung hast und dir wurde zuwenig als gezahlt angerechnet, darfst du die Differenz  von der Nachzahlung in Abzug bringen. Es liegt ein inhaltlicher Fehler vor den du selbst korrigieren darfst.

Lege schriftlich per Einwurfeinschreiben Einspruch ein und begründe diesen entsprechend und teile mit, dass du die 70EUR in Abzug bringst. Damit hat sichs dann.

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