dinorli am 21.10.2009 um 9:31 Uhr
Ich habe noch nicht sehr lange einen Hund, aber jetzt schon festgestellt, daß Deutschland nicht nur sehr oft "kinderunfreundlich" ist, sondern regelrecht "hundehassend". Dabei ist meine Kleine noch ein Baby und ein ganz süßer Knuddel. Ich möchte nicht wissen, wie es wird, wenn sie ihren Welpenschutz verliert. Ich habe beim Gassigehen immer eine Tüte dabei, um ihre Hinterlassenschaften wegzumachen, trotzdem werfen mir viele Hausbesitzer bitterböse Blicke zu, wenn mein Hund es wagt, an ihrer Grundstücksgrenze zu schnüffeln. In unserem "netten, kleinen Dorf" mußte ich mir schon anhören, ich solle doch bitte mit dem Hund nicht unsere Straße hinaufgehen, sondern lieber aus der Straße heraus, wenn ich es mir mit den Siedlern nicht verderben möchte. Ich habe leider kein sehr dickes Fell und es fällt mir schwer, die genervten und bösen Blicke zu ertragen, als würde ich am anderen Ende der Leine mit Lucifer persönlich spatzieren gehen. Wie schafft ihr es denn, entspannt spatzieren zu gehen?

Willkommen im Club. Du kannst leider nicht viel dagegen unternehmen, ignorieren ist tatsächlich nicht der dümmste Weg.
Es kommt aber noch was anderes "Erfreuliches " auf dich zu: die vielen Menschen, die dir "nur einen guten Rat" geben wollen. Ich hatte - ganz Hundeneuling - ein aufgedrängtes Gespräch mit einem älteren Herrn, der einen total verfetteten Wursthund (Pardon, Dackel) hinter sich her zog. Er (also der Herr) wollte mir vermitteln,dass mein Hund untergewichtig sei und es sehr ratsam wäre, diesem durch Beigabe von mit Butter bestrichenen Frolics zu begegnen.
Also: gute Nerven und viel Spass trotzdem mit deinem Hund

Einfach ignorieren. Kennst du das Lied von den "Ärzten" ? Lass' die Leute reden ;) Wir hatten einen Rottweiler, was meinst du was wir uns immer anhören durften.. Mein Gott, irgendwann ist dir das echt egal ;) Wünsche dir und deiner kleinen alles Gute

erstens: es gibt keinen Welpenschutz
..
Wenn mein Hund irgendwo hin macht und ich das dann weg mache, werde ich auch immer angemacht. Mein Spruch:
Der ist Steuerzahler, der darf das!
Baiana am 21. Oktober 2009 09:37 Im übertragenen Sinne gibt es Welpenschutz - nämlich insofern, als dass Welpen von Menschen als niedlich angesehen werden, während ausgewachsene Hunde eher bedrohlich wirken.
In Bezug auf's Hunderudel hast Du natürlich Recht: Kein Welpenschutz.
Zickedeluxe am 21. Oktober 2009 09:38 Ja, Welpenschutz ist eine reine Erfindung des Menschen.
Tibettaxi am 21. Oktober 2009 10:01 Stimmt nicht ganz. Im eigenen Rudel und nur dort gibnt es sowas wie welpenschutz
dinorli am 21. Oktober 2009 09:38 Ich weiß, daß es Welpenschutz in dem Sinne nicht gibt. Ich habe nur die Menschen gemeint, die wir treffen, viele davon sagen im Augenblick noch: "Ist die süß! Könnte ich glatt wegklauen!" Das ist dann ja später auch vorbei.
Wie Du das gemeint hast, war klar.
Außerdem hast Du auch geschrieben, dass Du eine Tüte dabei hast, um die Hinterlassenschaften zu beseitigen.
Questor am 21. Oktober 2009 10:05 Mein Auto ist auch Steuerzahler, ich werde nachher auf der Hauptsraße anhalten um mein altes Öl abzulassen, dann kann ich endlich das neue einfüllen.
jovana1959 am 21. Oktober 2009 19:52 wenn du es dann wegputzt ist es ja ok

ich liebe hundebesitzer, die so verantwortungsvoll wie du sind und ich hasse jene, die ihree vierbeiner überall hinmachen lassen und sich dann nicht mehr drum kümmern.
wenn dich wiedermal jemand blöd anmacht, zeigst du ihm die tüte und sagst mit einem freundlichen lächeln: "alles dabei!"

Verhalte dich weiterhin korrekt und vorbildlich. Gib ihnen keinen Anlaß zum Meckern und ansonsten ignorier sie. Was anderwss bleibt nicht. >Weise andere Hundebesitzer darauf hin was sie falsch machen (z.B. kotbeutel nutzen) und wenn sie mal wo hinmacht wo sie nicht soll dan entschuldige dich dort.
Vergiss diesen unsin mit dem Welpenschutz - das gibt es nur sehr eingeschränkt und AUSSCHLIEßLICH im eigenen Rudel!!!
Neufiliebe am 21. Oktober 2009 09:51 sie meint den welpenschutz bei menschen..ohhh wie niiiieeedlich!!
Tibettaxi am 21. Oktober 2009 10:02 :-) Dacht ich mir auch, ich wollt nur auf die tatsachen hinweisen :-)

Freundlich bleiben, Verständnis zeigen, die Hinterlassenschaften wegmachen.
Ich reagiere auf diese Anblaffer mit "Hundchen, sitz" (dann sitzt mein Hund brav neben mir und guckt niedlich) - "Ich kann so gut verstehen, dass Sie Hunden gegenüber ein schlechtes Gefühl haben. Es gibt ja wirklich so viele Hundebesitzer, die die Hinterlassenschaften nicht wegmachen - an ihrer Stelle würde ich genau so reagieren. Daher hab ich auch immer einen Plastikbeutel für den Kot dabei (Plastikbeutel herzeigen). Ich finde es toll, dass Sie darauf achten, dass hier nicht jeder Hund hinmacht. Nur wenn Leute wie Sie ein Auge auf sowas haben, können die ganzen Hundehaufen eingedämmt werden. Ich finde es toll, dass Sie so reagieren! Haben Sie noch einen tollen Tag - und bis morgen!"
:-)
Das gibt normalerweise ein verdattertes Gesicht mit "Ja, äh ... Sie machen ja immer alles weg. Aber die anderen ...."
.
Und Blicke werden ignoriert.
Neufiliebe am 21. Oktober 2009 09:50 genau! lustig und freundlich den wind aus den segeln nehmen.

Mein Hund ist zwar vor vielen Jahren verstorben, aber mir waren die Blicke immer egal. Wenn der Hund am falschen Ort sein Geschäft getätigt hat, hab' ich die Spuren beseitigt. Habe mir also nie was zu Schulden kommen lassen - und dieses reine Gewissen hat mich die Blicke (und teilweise regelrechte Hasstiraden) vergessen lassen.

ich kenne beide seiten. ich könnte auch ausrasten, wenn ich den grünstreifen vor unserem haus mähen möchte und darf erstmal den dreck der anderen dorfhunde wegmachen, weil wir am gassiweg wohnen. finde ich sooo klasse. ich habe schonmal zettel und kotbeutel an unseren zaun gehängt , das hat geholfen. auf der anderen seite habe ich selber drei hunde und wurde komisch angeschaut, wenn ich im dorf unterwegs war. inzwischen wohnen wir lange genug hier, dass die leute wissen, dass meine hunde nicht ins dorf kacken (ich auch beutel habe) und dass meine hunde auch nicht unkontrolliert über die koppeln rennen oder jagen. das hat seine zeit gedauert und irgendwann ist mir auch der kragen geplatzt und ich bin zum jagdleiter gegangen und habe ihm gesagt, man solle mich jetzt endlich mal anzeigen und beweise auf den tisch legen oder mich in ruhe lassen. seitdem werde ich von den jägern freundlich gegrüsst:-) bleibe einfach geduldig, lass dir nichts zu schulden kommen und wenn es zu bunt wird, sprich die leute an.
Lass ma...irgendwann geben diese Leute auf. Natürlich macht man den Dreck weg,aber dumme Sprüche ignoriert man am besten!

also ich habe keinen hund habe aber mit katzenhassern zu tun . ich kann dir nur eins raten:
tu so als ob du die blicke nicht siehst.
so lange du angeleint mit deinem hund gehst kannst du hingegehn wo du willst. nehm immer demonstrativ eine kleine schaufel un tüte mit, damit die sehen dass du den hundekod wechmachen willst.
ansobnsten wünsche ich dir viel glück.
Da kannst du nicht viel machen als freundlich zu lächeln und die Leute zu ignorieren, sonst wird es nur noch schlimmer.

Anzeige bei der Polizei könnte nützlich sein
Baiana am 21. Oktober 2009 09:37 Hast Du Dich in der Frage vertan?

Es geht wahrscheinlich um die Hinterlassenschaften. Die machst Duch sicherlich auch weg!
Zickedeluxe am 21. Oktober 2009 09:34 Steht da ja.

Also ich finde nicht das DEutschland HUndehassend ist..ich alleine habe schon 5...Tzzz
dinorli am 21. Oktober 2009 09:34 Dann wohnst du wohl in einer hundefreundlicheren Gegend als ich. Ich habe das von einer Nachbarin, die ebenfalls einen Hund hat, genauso gehört. Ist also nicht eingebildet.
BlackSun1 am 21. Oktober 2009 09:36 Deutschland ist Hunde und Tierfreundlich!Ich kenne Länder da laufen die Tiere bis aufs Sklett abgemagert rum und werden mit Steinen beworfen,,das wirste hier sicher nicht erleben..
Wir wohnen auch in so einem "netten"Dörfchen. Das die Hunde der Nachbarn auf ihren Touren ihre Hinterlassenschaften an unserem Grundstück ablegen ist ja nicht "schlimm" aber wehe unsere Hunde bellen von unserem Grundstück aus mal jemanden an - gleich ist man der BÖSE! Wenn wir unseren täglichen Gang machen, gehen wir meistens am hiesigen Pflegeheim vorbei - die Bewohner dort freuen sich jedenfalls uns zu sehen und mal nen Hund streicheln zu dürfen!

Deutschland und Hundehassend..?!?!?! o.O
Also ich dürfte bis jetzt Leider immer nur das Gegenteil sehen und erleben!
Ich habe bis vor kurzem mitten im Busch gelebt, dort hatte ich wie jeder Hund und Katze und ich habe mich nur über die Hunde bzw. Besitzer aufgeregt die Wild jagen. Nun wohne ich in der Stadt und muss sagen, dass Hunde da nicht hingehören, allein schon der Hunde wegen. Auf dem Lande sind es Promenadenmischungen, hier in der Stadt meist unmögliche Modezüchtungen, die in engen Wohnungen weit entfernt von einem artgerechten Leben gehalten werden.
Straßenbäume, Büsche, Rasen und Blumen haben keine Chance, sie werden totgedüngt, Eisenzäune und Tore sind im unteren Bereich völlig korrodiert, als Fußgänger hat man Schwierigkeiten sich auf dem Gehsteig fortzubewegen, ständig wickeln sich Laufleinen um die Beine, man muss drüberweg steigen oder gassimachenden Tieren ausweichen.
Auch überlege ich mir, wie viel Urwald hier in Brasilien wohl abgeholzt wird, um all diese Hunde zu ernähren und um wie viel sich der ökologische Footprint eines Hundehalters wohl erhöht? Wir sind schon zu viele Menschen und nun auch noch diese vielen Tiere. So gerne ich Tiere mag, aber ich glaube ich würde mir inzwischen nicht mal mehr auf dem Lande wieder eines anschaffen.
Ameise2 am 24. Oktober 2009 22:47 Hallo Charlynickel, Um wieviel erhöht ein Hund den ökologischen Fußabdruck? gefragt von charlynickel am 24.10.2009 um 12:39 Uhr hatte ich geschickt gekriegt, da ich mich als Expertin für das Thema Umwelt eingetragen hatte. Ich fand die Frage hochinteressant und wollte wissen, was andere geantwortet haben. Kannst Du mir vielleicht einen Tip geben, wo Deine Frage geblieben ist ?

Bin selbst Hundebesitzer aber deine Erfahrungen kann ich nicht teilen, ich kann mich mich nicht an einen einzigen Fall erinnern wo mir jemand böse Blicke wegen meines Hundes zu geworfen hätte. Vielleicht bildest du dir die Feindseligkeiten der Dorfbewohner nur ein, wenn dir ein Mitmensch begehend musst du mal lächeln und freundlich grüßen dann bekommst du auch ein positives Feedback zurück.
dinorli am 21. Oktober 2009 09:53 Tolle Antwort! Dann habe ich mir wohl auch eingebildet, daß ich mit meinem Hund nicht mehr dort langgehen soll, weil sich die lieben Nachbarn gestört fühlen!
Solange du die Hundeexkremente wieder entfernst,würde ich auch ignorieren.Vllt.kommst du ja mal mit den anderen Leuten ins Gespräch,dann würde ich mal so durch die Blume fragen,was sie gegen Hunde haben.Wenn dei Siedlung nicht gross ist müsstet ihr euch doch kennen?
cool, und konntest du den mund halten?