Frage von Davidtheanswer, 48

Wie gehe ich mit einer Person um, die plötzlich einen FB Post von einem gewissen Lutz B., "politischer Aktivist" liked?

Es geht um eine "Arbeitskollegin" (Bei der Arbeit sind immer ein paar Fremdfirmen), bei der ich das öffentlich bei Facebook gesehen habe. Ich habe mit der Person privat nichts zu tun, außer ein ähnliches Hobby, ansonsten redet man bei der arbeit ab und zu miteinander... Nun habe ich sie angeschrieben, ob die das Ernst meint. Als Antwort kam: " ja ist so, klar das aber andere Meinungen von dem Mist sind, aber manchmal hat der auch Recht."

Tja...man wird sich morgen wieder bei der Arbeit sehen...

Antwort
von Zebbinho, 48

Ich würde die Kommunikation auf das professionell Notwendige beschränken und fertig.

Kommentar von Davidtheanswer ,

Hmm ja danke... also ich hatte eigentlich auch nicht vor, den "Kontakt" abzubrechen, alte die Person nicht für so doof das es vollkommen Ernst gemeint ist. Ich werd nochmal persönlich drauf ansprechen. Ist jetzt aber ein komischer Hintergedanke dabei...

Antwort
von uyduran, 42

Grundsätzlich kannst Du anderen Menschen nicht ihre Meinung verbieten, so verwerflich die auch sein mag. Statt sie direkt mit einer Facebooknachricht zu "überfallen", hättest Du, wenn Du sie das nächste Mal persönlich gesehen hättest, vielleicht besser unauffällig ein Gespräch über Politik und Gesellschaft anfangen können. Wenn sich eine Diskussion entwickelt hätte, dann hättest Du versuchen können, sie auf sachlicher Ebene argumentativ zu überzeugen oder zumindest einen Denkprozess bei ihr hervorzurufen.

Kommentar von Davidtheanswer ,

Hatte ich nicht vor, aber bei sowas.... hm schwierig... Ja, ok etwas vorschnell, in der Sache mag die jetzt auch Blöd von mir denken...  Solche Gespräche bei der Arbeit kann man natürlich nicht ausführlich gestalten. ;-)

Kommentar von uyduran ,

Ja, man neigt dazu, aus einem Gefühl des Alamiert-Seins eine schnelle Reaktion folgen zu lassen. De facto ist es aber am cleversten, einen Menschen in einer derartigen Situation nie direkt mit einem Vorwurf zu konfrontieren, weil dieser dann i.d.R. in eine Abwehrhaltung geht. Die Person fühlt sich angegriffen, verteidigt deshalb ihren Standpunkt und sucht also nach Argumenten, ihn zu rechtfertigen. Statt sich eben umgekehrt Denkfehler einzugestehen und möglicherweise die Meinung zu ändern.

Okay, das hängt immer von der Art der Arbeit ab ;-) Aber irgendein Dosenöffner hätte sich bestimmt gefunden, ein kurzer Smalltalk über das Weltgeschehen, aktuelle Themen gibt es zur Zeit ja en masse. Und dann hätte man ja auch einen Anlass gehabt, die Diskussion möglicherweise via Facebook fortzusetzen oder es zumindest zu versuchen (nach dem Motto: "Hey, wir hatten heute ja über die Flüchtlingsproblematik gesprochen. Darüber habe ich gerade einen echt interessanten Artikel gelesen: http://www.welt.de/debatte/kommentare/article147392285/Wer-den-Islam-der-Fluecht... Was denkst du dazu?")


Kommentar von Davidtheanswer ,

Also habe ich mit dem Weg des Chats eher falsch angefangen... ja ok, so ein Mist

Danke trotzdem...Woher weißt du das es um Flüchtlinge geht? (naja war ja nicht schwer)

Kommentar von uyduran ,

Ja, kannst Du jetzt ja sowieso nicht mehr rückgängig machen. Aber halb so wild, vielleicht hätte sie sich ja ohnehin nicht überzeugen lassen.
Das Thema Flüchtlinge war jetzt meine spontane erste Assoziation mit Herrn Bachmann... muss wohl daran liegen, dass er sie gerne auf's Korn nimmt (und als "Viehzeug" bezeichnet).

Antwort
von Hegemon, 27

Man liest sich den Artikel 5 unseres Grundgesetzes durch, geht in sich und denkt darüber nach, warum Generationen von Menschen für das dort festgeschriebene Recht gekämpft haben.

Kommentar von Davidtheanswer ,

Da steh ich voll hinter, ich habe mich nur erschrocken, das jemand aus meinem beruflichen Alltag scheinbar sowas gut findet. Ja ich weiß, Facebook ist nicht alles und ein virtueller Klick auch nicht, aber so öffentlich... es könnte der Chef sehen, die Freunde und Verwandten...

Kommentar von Hegemon ,

Was spricht dagegen, daß Ihr Euch unterhaltet und Eure Standpunkte austauscht? Davon profitiert Ihr beide mehr als von dümmlicher Hexenjagd und dem Nachplappern von Parolen. Solch ein Austausch ist eine prima Gelegenheit, seine eigenen Argumente auf Tauglichkeit zu prüfen. Nur wenn sie in solch einer Diskussion bestehen, sind sie zu etwas nutze.

"Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für Mitglieder einer Partei – mögen sie noch so zahlreich sein – ist keine Freiheit. Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden. Nicht wegen des Fanatismus der »Gerechtigkeit«, sondern weil all das Belebende, Heilsame und Reinigende der politischen Freiheit an diesem Wesen hängt und seine Wirkung versagt, wenn die »Freiheit« zum Privilegium wird." (Rosa Luxemburg)


Antwort
von Digarl, 23

Toleranz ist nur dann möglich, wenn man auch Intoleranz toleriert. 

Oder:

Wer Intoleranz nicht toleriert ist selber Intolerant. 

Jeder hat seine Meinung, und das muss Akzeptiert werden, tut man es nicht ist man Intolerant. Und damit genau so. 

Antwort
von Spuky7, 37

Politischer Aktivist kann vieles heißen.

Kommentar von Davidtheanswer ,

Der Titel kommt von Wikipedia... ich wollte nicht zuviel schreiben, da sonst meine Frage vllt gelöscht wird, Fakt ist, das ist nicht irgendwer...

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