Frage von Perdita123, 51

Wie gehe ich mit der Situation neuer Partner mit Kinder um?

Ich bin seit ca 9 Monaten in einer neuen Partnerschaft und wohne auch mit ihm seit ca 4 Monaten zusammen. Er hat bereits 2 Kinder im Alter von 5 und 6 Jahren, die jedes Wochenende einen Tag bei uns sind. Da ich sehr skeptisch war ob das für mich geht wir aber doch sehr verliebt sind wollte ich dem ganzen eine Chance geben aber zunächst einmal langsam an den Kontakt mit den Kindern herangehen...das ist leider so nicht passiert und ich bin mittendrin. Er möchte auch das wir eine Art 2. Familie für die beiden sind, jedoch werde ich in Fragen und Probleme bzgl der Kinder nicht einbezogen. Also Urlaubsplanung, Besuchszeiten etc. Nun soll ein Kindergeburtstag bei uns ausgerichtet werden wo die ganze "Familie" da ist. Gefragt wurde ich nicht bzw man hat das einfach ohne mit mir zu reden fest gemacht. Ich sehe es jedoch als nicht sinnvoll an den Kindern eine heile Welt vorzuspielen, die nicht existiert. Vater und Mutter verstehen sich überhaupt nicht und ich habe gar keinen Kontakt zu der Familie, außer den Kindern. Mir fällt es so schon schwer genug das zu akzeptieren das eben schon Kinder da sind, vor allem nachdem die beiden nie eine gemeinsame Zukunft haben wollten. Es kommt mir einfach so vor als hätten 2 Menschen ihr egoistisches Bedürfnis nach Reproduktion verwirklicht ohne daran zu denken, was es für die Kinder heißt und eben auch für spätere Beziehungen. Bekommt man bewusst Kinder wenn man nie vor hat eine Familie zu sein? Ist das jetzt der Standart in unserer Zeit? Und von mir wird jetzt erwartet, dass ich mich kommentarlos einfüge. Pflichten übernehmen soll, aber eben keine Rechte habe... Wie soll denn Patchwork funktionieren wenn sich nicht alle verstehen? Ist es wirklich besser den Kindern was vorzuspielen damit sie erstmal eine schöne Ponyhofzeit haben, bis sie es dann selbst merken das dem nicht so ist? Schlimm genug, das sie ständig hin und her gerissen sind... Ich stoße überall nur auf Unverständnis weil man Kinder ja bedingungslos lieben muss...als Eltern vielleicht aber wie soll ich fremde Kinder lieben wie eigene? Vor allem wenn man eben immer nur Papas Freundin ist? Wie geht man sonst mit Einschränkungen um? Bzgl Freizeit und Wohnort zb... Ich überlege schon länger ob eine Trennung dann nicht besser wäre, da man als neuer Partner eben zum Wohle der Kinder immer zurückstecken muss und das möchte ich nicht in dem vollem Maße...zb fühle ich mich in der Stadt überhaupt nicht wohl und würde gerne umziehen...ebenso habe ich hier fast keine Chancen einen Job zu finden bzw zu studieren. Aber wegen der Kinder ist das eben schlecht bzw gar nicht möglich... Das Problem ist, dass man Gefühle nicht mal eben so abstellen kann und ich meinen Partner liebe. Vielleicht hätte ich auch irgendwo mehr Verständnis, wenn die Kinder "geplant" gewesen wären. So macht es mich einfach sauer, dass man bewusst Trennungskinder produziert hat.

Antwort
von OchWellenteim, 30

Meine Meinung in Kurzform: Wenn er den Kindergeburtstag bei dir bzw. in der gemeinsamen Wohnung ausrichten will etc. sollte er dich zwangsläufig mit einbeziehen. Immerhin ist es zu 50 % auch DEIN Umfeld. Zudem solltest du nicht zum Wohle der Kinder zurückstecken. Es sind ja, faktisch gesehen nicht deine. Den Platz für die Kids müsst ihr, wenn dann gemeinsam einräumen, in gemeinsamer, umfassender Absprache.In erster Linie sind es seine und damit auch sein Problem und wenn er dich mit einbeziehen will, sollte er es auch komplett tun und nicht nur, wie es ihm gerade passt.

Der Punkt mit der Reproduktion stellt die Frage, ob er geahnt hat, dass er sich trennt... Liebe geht leider manchmal kaputt. Könnte sein, dass er das nicht geahnt hat, aber zum Wohle der Kinder zusammenbleiben, tut den Knirpsen auch nicht gut. Die merken, dass da was im Busch ist...

Kommentar von Perdita123 ,

Nein..leider..., eine mögliche Partnerschaft war bereits vor dem Wissen der ersten Schwangerschaft nicht beabsichtigt...man hat es wegen dem Kind aber dann trotzdem versucht. Als es da zu schweren gesundheitlichen Problemen des ersten Kindes kurz nach der Geburt kam, ist in dieser "Ausnahmesituation" das 2. enstanden...verhütet wurde nicht...beim ersten nicht und beim 2. nicht...ich frage mich langsam mit wem ich da zusammenlebe :(  und ob ich diese Einstellung wirklich akzeptieren kann...Eine Abtreibung gab es wohl auch schon mit einer anderen Frau...mich macht das traurig, bin selbst ein trennungskind und es kann immer passieren, dass eine Beziehung nicht klappt. Aber wenn ich das vorher weiß, dann tue ich doch zumindest nach dem ersten alles damit das nicht mehr passiert....

Kommentar von OchWellenteim ,

Das hört sich echt so an, als ob eine Beziehung keine gute Idee wäre :( Das mit den Kindern tut mir auch sehr leid. Wäre ich Vater, würde ich mir alle Mühe geben, dass es meinem Kind gut geht und keins zeugen, wenn die Zukunft für den Zwerg einfach nicht so schön wäre.

Ich würde deinem Partner deine Meinung ruhig mal mitteilen. Der scheint ja überhaupt keine Ahnung und kein Gefühl für die Situation der Kinder zu haben. Wenn er von seiner Partnerin wegen so einem Verhalten abserviert wird, gehen ihm vielleicht ein paar Lichter auf...

Kommentar von Perdita123 ,

Danke dir für die Antwort...denke mein Text ist wohl zu lang geraten, als das sich das sonst jmd zu gemüte führen will....angesprochen habe ich das schon oft, aber es ist wie gegen eine Wand reden...mir wird dann jedes mal vorgeworfen ich sei gegen die Kinder und würde sie auseinander bringen wollen...was definitv überhaupt nicht der Fall ist.

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